Helene Inderbitzin

Helene Inderbitzin

10. Februar 2019 – Ferientag in Pattaya

Heute mache ich keine Fotos, der Strand ist übervoll und die Strassen noch mehr. In der Shopping Mall und in den Strassen suchen wir vergebens nach englischen Zeitschriften, da Peter der Lesestoff ausgegangen ist.

Dazwischen sitzen wir bei Bier und Nachos und geniessen das süsse Nichtstun. Meine Halskette ist auch wieder repariert und als verspätetes Weihnachtsgeschenk schenke ich mir ein Paar Ohrringe.

Der Abend klingt aus in einem tollen italienischen Restaurant, endlich mal wieder ein richtiger Espresso nach dem Essen.

9. Februar 2019 – Pattaya

Heute haben wir einiges vor, alles was wir für diesen letzten Teil unserer Reise aufgespart haben. Peter braucht dringend neue Hosen und da eine Massanfertigung für ihn Sinn macht ist unser erster Gang (vielmehr Autofahrt) zum Tailor. Natürlich kann auch ich nicht widerstehen bei diesen schönen Stoffen. Mal sehen wies wird.

Als nächstes soll meine Perlenkette repariert werden. Die Fahrten hier sind weit, einerseits weil alles so gross ist, andererseits müssen wir oft ganze Blocks umrunden um in die richtige Strasse zu kommen.

Wir erreichen auch den Strand Jomtien mit den vielen Bars. Irgendwie finde ich es nach wie vor traurig, dass die Damen hier offenbar keine andere Wahl haben als sich einen „reichen“ Ausländer anzulachen.

Auf der anderen Seite treffen wir am Abend beim Markt einen alten Mann aus Braunschweig der uns erzählt, dass er immer hier mit seiner verstorbenen Frau im Urlaub war und er nach ihrem Tod bei Freunden hier in Pattaya seine jetzige (Thai)Frau kennenlernte. Bei ihr könne er sicher sein dass sie ihn pflegen würde, sollte es denn dazu kommen. Auch ein Grund zum heiraten….?

8. Februar 2019 – Fahrt nach Pattaya

Von heute an dürfen wir in Jim‘s Appartement in Pattaya wohnen. Die Fahrt von Korat nach Pattaya sollte knapp fünf Stunden dauern. Jedoch rechnet das Navi nicht mit der Rush Hour und den Baustellen vor und in Pattaya. Endlich erreichen wir „the Axis“, das Condominium in welchem sich unser Zuhause für die nächste Woche befindet.

Durch lauter Sicherheitsschranken kommen wir zum Lift und in die hübsche Wohnung im neunten Stockwerk. Zum Glück hat Jim uns alles gut erklärt, sonst hätten wir all diese Hürden wohl nicht geschafft. Sicher aufgehoben sind wir hier bestimmt. Auch ist es schön mal den Koffer auszupacken, alles (richtig) zu waschen und auf einem Sofa zu sitzen.

Sonst ist Pattaya nicht das was ich unter Thailand verstehe. Die Stadt ist riesig und gänzlich unüberschaubar. Ohne Navi nur mit Karte hätten wir wohl lange suchen müssen.

Das Abendessen in einem schönen italienischen lokal erreicht punkto Kosten fast Schweizer Niveau.

7. Februar 2019 – Tempel, Tempel

Peter will heute unbedingt noch einen weiteren Khmer Tempel, noch weiter im Osten, besuchen. Drei Stunden fahren wir hauptsächlich durch Zuckerrohr- und Reisfelder bis wir diesen Historical Park erreichen.

Nach den ersten Treppen gibt Peter auf und setzt sich in den Schatten. Ich gehe selbstverständlich die verbleibenden 52 Stufen zum Tempel hoch und später wieder runter, was deutlich schwieriger ist. Der Tempel selber ist durchaus sehenswert.

Weiter geht die Fahrt jetzt zuerst wieder westlich bis zum gebuchten Hotel. Ein riesengrosses Resort und wir sind die einzigen Gäste.

Der Swimmingpool erfrischt nach dieser langen heissen Fahrt.

6. Februar 2019 – Phimai oder das Mini Angkor Wat

Um neun Uhr sind wir bereits beim Eingang zum Historical Park, da es Peter später zu heiss ist. Ja, es sieht aus wie Angkor Wat, nur ganz so gross ist es nicht. Es stammt eindeutig aus der Khmer Zeit. Da Peter inzwischen einige Tempel in Angkor mit mir besucht hat findet er diese Anlage auch lange nicht mehr so „riesig“ wie er es in Erinnerung hatte.

Erneut bestaune ich die filigrane Steinmetzarbeit. Es scheint als ob jeder Stein in monatelanger, ja jahrelanger Arbeit behauen wurde.

Nach einer kleinen Pause in einem schattigen Café besuchen wir das Nationalmuseum von Phimai. Die Geschichte der Khmer ist hier eindrücklich dargestellt und viele Skulpturen aus dem Park haben hier ihren Platz gefunden.

5. Februar 2019 – Phimai

Nun ist das weit im Osten liegende Ziel von Peter erreicht. Wir sind in Phimai angekommen. Dieser Ort, vielmehr sein Tempel, war früher mit einer 250 km langen Strasse mit Angkor Wat in Kambodscha verbunden. Zur damaligen Zeit war alles ein Reich unter einem König, Siam.

Zuerst zeigt Peter mir den berühmten, riesigen Banyanbaum. Dieser Baum mit seinen vielen Wurzeln ist so gross dass ein ganzes Dorf in seinem Schatten Platz fände.

Das Bungalow im Moon River Resort ist nicht ganz das was Booking.com mit einer Bewertung von „sehr gut“ angepriesen hat. Alles wirkt leicht Reparatur bedürftig und ist schon sehr in die Jahre gekommen. Die Lage am Fluss ist jedoch hübsch und wir können Abends endlich etwas draussen auf der Veranda sitzen.

Peter fährt rum und will mir die vielen „Beizli“ und die unzähligen Tempel ausserhalb des Historical Parks zeigen. Alles ist nicht (mehr) wie er es in Erinnerung hat. Wir finden kaum ein kleines Restaurant um etwas zu essen. Für den Abend kaufen wir deshalb eine Kleinigkeit ein, mehr Snacks, aber das reicht auch. Tempel finden wir keine, das heisst Peter sieht dann doch noch eine Stelle an welcher einige alte Steine liegen.

Mautscherle hat schon recht dass sie nie ein zweites Mal an den gleichen Ort reist, man sei immer enttäuscht ob der Veränderungen welche nichts mehr mit den Erinnerungen gemeinsam hätte.

4. Februar 2019 – Nam Nao Nationalpark – Khon Kaen

Heute beginnt das chinesische Neujahrsfest, hierzu erhalten wir ein besonderes Frühstück, welches teilweise nur an Neujahr serviert wird. Es ist unglaublich und schmeckt sehr gut, wenngleich ich schon satt bin, nachdem ich von allem probiert habe.

Mit den besten Wünschen der Gastgeber machen wir uns auf die lange Fahrt Richtung Osten. Nach ungefähr 150 km erreichen wir den Nam Nao Nationalpark und besuchen das Visitor Center. Leider ist auch hier nichts in Englisch angeschrieben, aber Peter erhält einen Plan und Erklärungen, so dass wir uns aufmachen einem Trail im Regenwald zu folgen. Der Vorschlag kommt sogar von Peter, es ist wirklich ein Novum dass er für mich sogar „wandern“ geht.

Ich geniesse den spannenden Weg über Wurzeln, Brücken und durch Bäche. Der Duft und die Stimmen des Regenwaldes sind so wohltuend.

Elefanten begegnen uns leider (oder zum Glück?) keine, auch auf der Weiterfahrt durch den Nationalpark treffen wir keinen der hier wild lebenden Dickhäuter an.

Gegen Abend erreichen wir das Hotel in Khon Kaen. Ich bin schon gespannt auf den sagenhaften Tempel, für welchen wir tagelang durch Thailand fahren, laut Peter soll es sich lohnen.

3. Februar 2019 – Phae Muang Phi – Phitsanulok

Hier sind wir wieder abseits der üblichen Touristen Routen, das hat einen grossen Vorteil: Wir müssen uns nicht durch Menschenmassen schlängeln um etwas zu sehen. Andererseits wird es schwieriger, unseren Weg zu finden. Die Wegweiser auf den Hauptstrassen sind zwar noch in unseren Buchstaben angeschrieben, alles andere, inklusive Hotels nur ab und zu mit grossem Glück. Der Garmin findet meist die Strassen nicht, da diese ja auf X verschiedene Varianten geschrieben werden können. Zusammen mit Handy, Garmin und Durchfragen haben wir bis jetzt die gebuchten Gästehäuser und Hotels gefunden. Sehr angenehm sind wir überrascht über die ausgezeichnete Qualität der Häuser.

Nach dem Frühstück möchten wir zunächst den Phae Muang Phi Forest Park besuchen, den „Grand Canon“ Thailands, wie es im Reiseführer heisst. Nun, ganz vergleichen lässt es sich bestimmt nicht, aber es ist sehr eindrucksvoll und sehenswert. Dank WiFi des Hotels und Start der Route bereits beim Wegfahren finden wir den Forest Park, andernfalls hätten wir wohl grösste Mühe gehabt. Besonders da hier, wenn überhaupt, nur das Hotel Personal ein paar Brocken Englisch spricht. Aber ich spreche ja auch nur wenige Worte Thai.

Die Altstadt von Phrae ist auch sehenswert, wir „besichtigen“ die Stadtmauer aus dem fahrenden Auto.

Etwa 175 km weiter südlich erreichen wir am späten Nachmittag die Stadt Phitsanulok. Auch hier finden wir nach einigem Hin und Her unser Gästehaus für diese Nacht. Sehr freundlich werden wir empfangen. Ein Plan der näheren Umgebung, liebevoll von Hand gezeichnet, wird uns mit den entsprechenden Erklärungen übergeben. Ein japanisches Restaurant mit Shabu Shabu befindet sich in der Nähe, eine wohlschmeckende Abwechslung.

2. Februar 2019 – Phayao – Phrae

Heue beginnt in Chiangmai der dreitägige Flower Festival mit einer langen Parade am frühen Morgen. Das war auch der Grund weshalb wir den Aufenthalt in Chiangmai um einen Tag verlängert hatten. Obwohl ich um fünf Uhr schon wach werde (mit Kopfschmerzen), schlafe ich dann beim Weckruf des Handys einfach weiter und Peter weckt mich nicht. Schade die Parade haben wir verpasst, dafür geht es meinem Kopf deutlich besser.

Zunächst fahren wir aus Chiangmai hinaus, was bei diesem Verkehr fast eine Stunde dauert. Die Fahrt geht zunächst etwas Richtung Norden nach Phrayao. Dieser Ort liegt an einem See, an welchem wir in einem der Restaurants essen und auf der Karte die nächste Etappe anschauen.

Die Fahrt ist sehr angenehm, auf ausgezeichneten, meist vierspurigen Strassen über die Pässe fahren wir durch dichten Regenwald, endlich.

Gegen Abend erreichen wir das hübsche Hotel.

Todesmutig überqueren wir die Schnellstrasse, da Peter gegenüber, hinter einer Tankstelle, ein gutes Restaurant entdeckte (im Internet). Es ist wirklich einmalig. Wir zeichnen auf der Papierserviette einen Hot Pot, den wir heute gerne hätten, no Seafood, zum Glück erinnere ich mich dass Gai Poulet heisst, jetzt müssen wir nur noch erklären „nicht so scharf wie Tom Yum“, auch das geht ganz einfach mit Wedeln vor dem offenen Mund. Tatsächlich klappt alles, den Chilli wird separat gebracht und Chang oder Singha ist ja klar….

1. Februar 2019 – Chiangmai

Heute gibt es einiges zu erledigen, zuerst müssen wir am Flughafen das Mietauto holen, was gar nicht so einfach ist. Die Fahrt mit dem Tuck Tuck ist zwar simpel und da der Flughafen nicht weit entfernt ist relativ schnell. Ins Flughafengebäude gelangen wir nur durch eine Security Schranke. Was für ein Witz, Peter wird von oben bis unten kontrolliert, dabei wollen wir nur zum AVIS Schalter. Von Innen gehen wir nun den ganzen Weg zurück, den wir draussen schon zurück gelegt haben. Der Schalter ist nicht besetzt! Ein junges Thai Paar ruft die angegebene Nummer an. Am anderen Ende des Gebäudes, dort wo wir herkommen, soll sich der bediente Counter befinden. Also nochmals zurück, bis wir endlich „unseren“ Toyota Vios in Empfang nehmen können.

Peter will nun direkt zum Doi Suthep, einem Nationalpark etwas ausserhalb Chiangmai‘s. Dort steht ein berühmter Tempel und von der Bergspitze aus kann man Chiangmai von oben sehen, sofern es denn klar wäre. Fahren, fahren und ich soll wieder mal wissen wo es lang geht!

Unser Guest House finden wir und schon bald mache ich mich zu Fuss auf zum Zahnarzt. Unterwegs entdecke ich einen Handwerkermarkt, wie schön. Ein wenig schlendere ich durch den Markt und geniesse die Atmosphäre.

Die Zahnreinigung bleibt wie immer sehr unangenehm, dafür ist die Nachricht, dass alles in Ordnung ist und vor allem der Preis, umso angenehmer.

Zurück im Hotel planen wir den nächsten Tag, jetzt geht es wieder Richtung Süden.