Diese Seite zeigt die aktuellen Berichte meiner Reise nach Japan und Australien im Jahr 2017.
Ältere Reiseberichte sind über das Menu "Reisen" abrufbar.

Frühzeitiges Ende und Heimreise

Freitag, 14. Oktober 2017

Samstag, 15. Oktober 2017

Eine alte Bahnstation entdecken wir am Morgen in einer historischen Stadt, ein kleiner Abstecher ins Hinterland.

Die letzte Station auf unserer Reise ist Hervey Bay, wieder heisst es den ganzen Tag fahren und am Abend muss ich Spritzen für die lange Heimreise organisieren, was in Australien gar nicht einfach ist. In der Apotheke will man mir ohne Rezept auf keinen Fall entsprechende Spritzen mitgeben, also muss ich nochmals ins Spital in die Notfallstation, warten, warten, warten, aber natürlich bekomme ich schlussendlich ein Rezept.

So sehe ich gar nichts von Hervey Bay, ausser Lichter und Strassen zu unserem Motel. Beim Mexikaner gibt es Fajitas, welche ausgezeichnet schmecken. Eine letzte Nacht bevor wir nach Brisbane weiterfahren um mit Emirates über Dubai nach Zürich zu fliegen. Das Wetter macht uns den Abschied leicht, seit zwei Tagen regnet es und es ist empfindlich kühl.

Auf Wiedersehen Australien.  Bis zum nächsten Mal mit „ganzem“ Bein.

 

Airlie Beach nach Rockhampton

Freitag, 13. Oktober 2017

Heute heisst es einen ganzen Tag fahren, ohne dass es etwas gibt was sehenswert wäre auf der ganzen Strecke.

Das Navi führt uns etwa in der Mitte der Strecke weg vom Highway (vermutlich ist diese Strecke 1 km kürzer als die andere). Wir geraten in eine menschenleere Gegend mit Naturstrassen. Vor allem gibt es hier keine Tankstellen und unser Vorrat reicht nur noch für 200 km. Es bleibt spannend, bis wir wieder auf dem Highway sind. So haben wir doch noch ein wenig Outback Feeling mitbekommen.

Rockhampton ist klar eine Übernachtungsmöglichkeit, mehr nicht. Natürlich könnte man von hier aus auf Inseln einen Ausflug machen, nur sind wir erst am Abend in der Travelodge.

Zum Glück finden wir für unser kurzes Picknick am Mittag einen schönen Platz am Strand.

Townsville nach Airlie Beach

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Ich sitze auf der Terrasse bei unserem Super Studio im Best Western Mango Hotel in Airlie Beach und schaue auf den schönen Swimming Pool direkt unten im Garten. Ein Traum im Paradies, nur bin ich kaum in den ersten Stock in unser Studio gekommen (auf dem Hosenboden), deshalb bleibt nichts anderes als von unserem Käse und den Crackers, natürlich mit Wein, ein Abendessen zu zaubern. Nochmals die steile Treppe runter und wieder rauf, um in einem Restaurant zu essen, will mir Peter nicht antun.

Die Fahrt heute führt über den Highway entlang der Küste. Wir sehen Dutzende von Zuckerrohrfeldern, welche teilweise abgeerntet werden. Alles kommt in Gitter Container, welche dann mit dem Zug zur Fabrik transportiert werden.

Auf dem Pick Nick Platz, welche es immer wieder hat, gibt mit ein netter Australier den Tipp, meine Stöcke höher zu stellen, er selber hätte 13 Wochen lang so rumhumpeln müssen. Wieder erleben wir die aussergewöhnliche Offenheit und Freundlichkeit der Menschen hier. Australien wirklich ein Land zum Auswandern.

Airlie Beach, ein Traum! Wie Port Grimaud und Saint Tropez zusammen, nur weniger Touristen und vor allem viel weniger Verkehr. Ein wenig kann ich im Café an der Uferpromenade sitzen da mich Peter mit dem Auto bis fast davor bringen kann, und Ferienfeeling kommt auf. Strahlend blauer Himmel, türkisfarbenes Meer und sensationelle Jachten, welche man auch chartern könnte.

Ich beneide die Menschen die hier so unbeschwert spazieren können. Für mich gibt es kein flanieren entlang der Uferpromenade, keine Shoppingtour durch die hübschen Geschäfte, kein Schwimmen und schon gar nicht barfuss durch den Sand laufen. Aber ich geniesse die Sonne, die Wärme und den Cappuccino.

 

Fahrt von Yungaburra nach Townsville

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Eigentlich wäre die Fahrt für heute noch viel weiter geplant gewesen, da wir jedoch den Segel- und Schnorchel- Segeltörn in die Whitsundays nicht machen können, macht es wenig Sinn über 600 km zu fahren.

Die Fahrt durch die Tablelands ist wunderschön und abwechslungsreich.

Unterwegs gibt es schöne Wasserfälle, diesmal machen wir es umgekehrt. Ich bleibe im Auto sitzen und Peter geht zu Fuss durch den Regenwald um mir eine Foto zu bringen.

In einem einfachen Motel in Townsville finden wir ein Zimmer mit Parkplatz direkt vor der Türe.

Herberton Historical Village

Dienstag, 10. Oktober 2017

Das Frühstück in unserem Cottage ist gemütlich, die Fahrt zum Museum nicht weit. Es gibt sogar Senior Tickets, ich freue mich diese Häuser und Werkstättten aus alter Zeit zu sehen. Aber nach 30 Metern trete ich in ein Loch auf der Wiese, ein Schrei meinerseits und jetzt sieht die Welt ganz anders aus. Ich komme kaum zur nächsten Toilette, obwohl Peter mich mehr trägt als stützt. Da ist definitiv etwas nicht in Ordnung. Wenn ich einwillige dass man die Ambulanz ruft….

Im Spital das lange Warten in der Notfallstation, Röntgen und dann die Mitteilung, dass mein linker Knöchel gebrochen ist. Zum Glück ist der Bruch ganz gerade und meine Knochen noch dort wo sie sein sollten, also bekomme ich „nur“ einen tollen Stiefel umgebunden und Stöcke, mit welchen ich kaum gehen kann. Schon nach wenigen Metern wird mir übel.

Auch so geht der Tag vorbei. Jetzt die vielen Abklärungen, Unfallmeldung nach Zürich, Stornierungen „meiner“ Wanderungen und Segeltörns. Frustrierend, am liebsten würde ich heimreisen, aber die Ärztin rät von einer sofortigen Rückreise ab, da das lange Sitzen im Flieger für mich kaum erträglich sei.

Besonders möchte ich die Hilfsbereitschaft der Menschen hier erwähnen, ganz selbstverständlich hilft mir ein Mann die Rampe zum Restaurant herauf während Peter das Auto parkiert, zum Glück, sonst wäre ich nochmals gefallen. Auch im Museum waren alle sehr bemüht und in unserem Retreat sucht die Inhaberin extra Take Away Restaurants heraus damit ich nicht nochmals die paar Meter zum Auto humpeln muss.

Mal sehen, abwarten und Tee trinken, viel anderes kann ich im Moment nicht machen.

Grüsse aus Downunder, vorläufig ohne Bilder.

Helene

 

Yungaburra in den Atherton Tablelands

Montag, 9. Oktober 2017

Heute heisst es Abschied nehmen vom Reef und dem Cape Tribulation. Die Fahrt geht wieder südwärts, zunächst Richtung Cairns um dann nach Mossman in die Tablelands abzuschweifen. Die Gegend wird ganz anders. Zunächst gibt es noch Regenwald, bald schon wird der Wald zur Steppe und nur noch lichtere Bäume stehen als Wald da. In einem Dorf in den Bergen sehen wir eine alte Dampfmaschine. Die muss natürlich besichtigt werden.

 

 

 

 

 

Je näher wir dem historischen Yungaburra, unserem heutigen Ziel, kommen, umso lieblicher wird die Landschaft. Felder wechseln mit kleinen Waldstücken und Dörfern ab. Hier gibt es wieder Regenwald, rund um den Lake Tinaroo. Das Dorf selber ist sehr hübsch, mit alten Häusern aus Holz, sogar die Geschäfte sind noch so angeschrieben wie etwa vor hundert Jahren. Unser Häuschen im Eden House Retreat ist sehr schön, ich freue mich schon auf den Abend wenn wir hier sitzen können.

 

 

 

 

 

Jetzt wollen wir aber zuerst die Gegend erkunden. Bei einer Mango Winey waren wir schon auf der Fahrt hierher. Jetzt steuern wir den Kratersee Lake Eacham an. Wunderhübsch liegt dieser See in einem erloschenen Vulkan, mitten im Regenwald. Weiter geht die Fahrt zum Cathedral Fig Tree, einer riesigen Würgefeige, welche ihren ursprünglich umwachsenen Baum schon lange „erwürgt“ hat. Man kommt sich tatsächlich fast vor wie in einer Kathedrale.

Eine Naturstrasse führt rund um den ganzen Lake Tinaroo, etwa 40 km geht es jetzt wieder durch den Nationalpark bis wir noch etwas einkaufen um in unserem Häuschen den Abend zu verbringen. Endlich gibt es wieder Wifi, wenn auch nicht das schnellste.

The Reef

Sonntag, 8. Oktober 2017

Ich bin wirklich HIER! Immer noch glaube ich zu träumen.

Nach einigen Anfangsschwierigkeiten mit meiner Taucherbrille gleite ich jetzt durch das türkisblaue Wasser, unter mir gibt es hunderte verschiedene Fische, Korallen, Seeanemonen und solches wofür ich keine Namen kenne. In allen Farben leuchten die Gewächse und Pflanzen. Dazwischen schwimmen die schillernden Fische in allen Grössen. Immer wieder entdecke ich Neues. Mary unsere Begleitung ist neben mir, ich erzähle ihr von dem grossen Fisch, welchen ich in einem Loch entdeckt habe. Sie taucht nach unten und bestätigt mir den „grossen“ Fisch als Hai. Es ist unglaublich wenn man das Great Barrier Reef mit eigenen Augen sehen kann. Das Dahingleiten im Wasser, in absoluter Stille, einmalig. Weiter vorne entdecke ich Schildkröten, welche sich sehr anmutig im Wasser bewegen. Der Tag heute beginnt früh, wir werden zur Ausflugs Company gebracht, wo wir nach den formellen Fragen und Antworten Taucheranzüge bekommen.  Peter passt in seinen natürlich nicht rein, aber bis unter den Bauch geht es gerade noch mit Zwängen und Würgen. Es ist das erste Mal dass ich so einen Anzug trage, aber für mich ist es bequem, obwohl mir noch nicht ganz klar ist, weshalb wir zum Schnorcheln einen solchen Anzug anziehen sollen. Nach dem ersten Tauchgang merke ich wie kühl man auch im warmen Wasser bekommt. Zu Fuss geht es an den Strand, wo es auch Krokodile gibt, um durch das Wasser zum Boot zu waten. Es ist ein Schnellboot mit einem Rand wie ein Gummiboot. Das rast jetzt mit uns raus zum Riff, wir kommen uns vor wie auf einer Achterbahn. Es ist lustig, aber man muss sich ganz schön festhalten und ab und zu wird man in ein Wellental geworfen oder schlägt auf einer Welle auf. Etwa eine halbe Stunde dauert die Fahrt zu unserem ersten Punkt. Das Barrier Reef ist hier viel näher als in Cairns, so dass wir nicht so lange mit dem Boot fahren müssen. Es bleibt viel Zeit zum entdecken und schwimmen, alles ist bestens organisiert, nicht die übliche Touristen-Abfertigung. Ich bin begeistert. Peter weniger, er kann sich nun einmal nicht mit dem Meer anfreunden, und schon gar nicht, wenn man den Kopf unter Wasser halten sollte (man wird so nass dabei). Die rasante Bootsfahrt findet Peter aber auch lustig. Ein später Imbiss in einem kleinen Lokal ist nun angesagt. Es gäbe Burgers, 6 Mini Probier Burgers, unter anderem aus Krokodil, Känguru und Emufleisch. Wäre eine Gelegenheit, bisher konnte ich mich noch nicht dazu überwinden Krokodil oder Känguru zu probieren. Da Peter jedoch gar nicht zugreifen würde sind mir 6 Burgers, wenn auch kleine, zuviel. Für den Abend kaufen wir noch Käse, Crackers und Wein, es ist so gemütlich vor unserem Häuschen.

Cape Tribulation

Samstag, 7. Oktober 2017

Am Morgen fahren wir mit dem Bus in die Stadt um unser Fahrzeug für die nächsten Wochen entgegenzunehmen. Alles läuft problemlos und wenige Minuten später fahren wir mit „unserem“ KIA Richtung Norden zum Cape Tribulation. Ausnahmsweise mal ein grosses und sehr bequemes Fahrzeug. Entlang dem Meer führt uns der Highway zunächst nach Mossman wo wir den Mossman Gorge besuchen, eine Schlucht, welche hinter einem Aborigines Dorf durchwandert werden kann. Durch das Dorf soll man nicht wandern, sondern den Bus bis zum Eingang zur Schlucht nehmen, natürlich respektieren wir es und fahren mit dem Bus. Die kleine Wanderung durch den Daintree Nationalpark ist eindrücklich, auch wenn wir keine Tiere sehen,

Weiter geht die Fahrt Richtung Cape Tribulation in den Regenwald, der hier noch sehr urtümlich wächst und viele verschiedene Fauna kombiniert, was sehr selten ist. Eine kleine Fähre führt über den Daintree River und etwa 38 km führt nun die Strasse durch den Regenwald. Ein schöner Aussichtspunkt lockt zum Anhalten.

Das Ferntree Ressort ist etwas in die Jahre gekommen, aber unser Häuschen mitten im Dschungel ist hübsch, vor allem können wir draussen sitzen und müssen nicht drinnen bleiben.

Das Abendessen geniessen wir im Restaurant des Ressorts.

Ferientag in Cairns

Freitag, 6. Oktober 2017

Das Frühstück verpasse ich, da ich zuerst meine Wäsche wasche und meinen Koffer so umpacke, dass es für die Weiterfahrt morgen praktisch ist. Also setze ich mich in die Lobby, welche zum Glück draussen ist, schreibe und lese. Irgendwann dauert es mir aber doch zu lang bis Peter kommt. Als er endlich auftaucht will er lesen und „planen“. Ich warte weiter, leider ist der halbe Tag schon vorbei. Endlich will Peter ein paar Schritte gehen, bis zum nächsten Restaurant (welches zuerst im Internet gesucht werden muss) und dann gar nicht da ist wo veröffentlicht.

Um die nächste Strassenecke sehe ich ein kleines Café mit Illy Kaffee, natürlich ohne Bier für Peter. Ich geniesse frische Scones mit Cream, Butter und Konfitüre und einen Cappuccino.

Der Esplanade entlang gehen wir zurück, vielmehr will ich endlich etwas von Cairns sehen, obwohl Peter im Internet herausgefunden hat, dass es nichts zu sehen gibt. Ich gehe also alleine weiter und geniesse den Spaziergang in vollen Zügen. Es hat wunderschöne Kinderspielplätze, Pick-Nick Tische am Schatten und immer wieder Fitnessgeräte in verschiedensten Ausführungen.

 

 

 

 

Weiter vorne hat es direkt am Strand einen riesigen Swimmingpool, da man hier im Meer nicht baden kann. Es gibt Krokodile und Quallen. In diese Badi können alle gehen, genau so wie an einen Strand.

 

 

 

 

 

 

 

Was sehe ich jetzt? Ein Bus, der wie ein Schiff gebaut ist und darauf geschrieben steht „see the crocos“. Zum Glück bin ich inzwischen „senior“, so dass mein Ticket erschwinglich ist. Ich überlege nicht lange und steige ein. Die Fahrt geht zunächst durch die kleine Stadt als Bus. Dann aber fährt der Bus einfach ins Wasser und wird zum Schiff. Entlang der Mangroven und zwischen Inseln fahren wir nun, leider ohne ein einziges Krokodil zu sehen. Ein ganz spezielles Erlebnis.

Am Abend kommt Peter dann mit in die Stadt, da es dort viele verschiedene Restaurants gibt, wie ich sehenderweise inzwischen herausgefunden habe.

Cairns Australien

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Nach einer kurzen Nacht im Flieger landen wir bereits kurz nach 5 Uhr  in Cairns. Lange muss ich auf meinen Koffer warten, ich befürchte schon dass er nicht ankommt. Endlich erscheint er aber doch auf dem Band. Wieder die grosse Diskussion mit Peter wie wir wohl zu unserem Hotel kommen. Das Mietauto habe ich erst in zwei Tagen gebucht, da wir bis dahin in Cairns selber sind. Peter will immer zum vornherein genau wissen wie alles ist, wo sich alles befindet und am besten noch was es kostet, ich selber bin da ganz anders, ich gehe in ein anderes Land weil ich etwas Neues, etwas Anderes sehen und erleben möchte, darauf lasse ich mich einfach ein und schaue wie ich weiterkomme. Peter will schon wieder diskutieren, ich gehe einfach zum Schalter der mit Airport Shuttle angeschrieben ist, frage wie wir am besten zum Bay Village Tropical Retreat kommen, schon habe ich zwei Tickets für den Bus, eine genaue Wegbeschreibung wie wir zum Platz Nr. 1 kommen und wenige Minuten später fahren wir schon los. Wir werden direkt vor unser Ressort gefahren.

Unser Zimmer ist noch nicht bezugsfertig so früh am Morgen, aber Frühstück auf der Terrasse können wir haben. Einige Vorschläge für Ausflüge habe ich von der Rezeption mitgenommen. Eine Bahnfahrt mit einem alten Zug in ein Aborigines Dorf in den Bergen gefällt uns. Jetzt müssen wir uns aber beeilen, in 20 Minuten fährt der Zug.

Durch Regenwald, über Brücken und durch Tunnels fährt der Zug. Erklärungen über die Entstehung der Bahnstrecke werden laufend über Lautsprecher durchgegeben, ich schlafe zwar immer wieder ein, denn drei Stunden Schlaf im Flieger sind doch etwas kurz. Das Dorf ist hübsch, mit vielen kleinen Geschäften, welche ich alleine erkunde. Besonders Opale werden hier in allen Farben und Formen angeboten. Dazwischen sitzen immer wieder Kinder und Erwachsene, welche mit einem Digeridoo spielen. Natürlich für Touristen gemacht, aber hübsch.