Helene Inderbitzin

Helene Inderbitzin

13. Februar 2019 – Nong Nooch botanischer Garten

Im Trip Advisor ist der botanische Garten als Nummer zwei in Pattaya aufgeführt. Pflanzen und Blumen, eine schöne Abwechslung.

Wir fahren zum riesigen Parkplatz, schon jetzt lässt sich erahnen welche Menschenmenge uns erwartet. Der Garten ist recht gross, aber überhaupt nicht das was ich mir unter einem botanischen Garten vorstelle. Zwar gibt es nach Themen sortiert hübsche Areale, aber alles wimmelt nur so von künstlichen Tieren, welche nach typisch kitschiger Thailandmanier überall dazwischen ausgestellt sind.

Wir besuchen noch die Tanzshow, welche mit einem immensen Aufwand an Tänzer, Kostümen und sogar richtigen Elefanten inszeniert über die Bühne geht.

Anschliessend zeigen etwa zwanzig Elefanten einige Kunststücke.

Ein weiterer Ferientag geht zu Ende.

12. Februar 2019 – Silver Lake und Strand

Etwa fünfundvierzig Minuten Autofahrt bringen uns zum Silver Lake mit einer an eine Felswand gezeichneten Buddhafigur. Zum See selber gelangen wir nicht, verschiedene Wege führen vielleicht nach Rom aber nicht zu diesem See. Eine Winery möchte Peter auch nicht besuchen, da es hier viel zu heiss sei um guten Wein zu produzieren.

Also fahren wir weiter kreuz und quer bis wir zu einem hübschen Strand gelangen. Tische und Stühle laden zum Verweilen ein. Eine leichte Brise weht, es ist äusserst angenehm hier zu sitzen und das übliche Fried Rice oder Fried Noodle zu essen.

Zurück in Pattaya ist die Anprobe beim Schneider, ein wenig relaxen in der Wohnung und anschliessend essen wir ausgezeichnet im Restaurant Edelweiss, welches von einem Urner geführt wird. Es mutet komisch an rundherum Schweizerdeutsch zu hören. Das Fondue Chinois ist wirklich zu empfehlen. Es hat selten so gut geschmeckt wie hier.

11. Februar 2019 – Sanctuary of Truth

Nach einem ausgiebigen Frühstück in „unserer“ Wohnung mit Baguette vom französischen Bäcker (welcher Genuss nach langen Wochen Toastbrot), fahren wir zur etwas ausserhalb von Pattaya liegenden Sanctuary of Truth.

Ein grosser Tempel, immer noch im Bau, wird von Hand geschnitzt und ohne einen einzigen Nagel gebaut. Viel gibt es bereits zu sehen, auch wenn man noch mit zwanzig Jahren bis zur Fertigstellung des Bauwerks rechnet.

Mit Helmen für die „Baustelle“ gehen wir durch die Anlage. Schnitzer sind am Werk, auch hoch oben unter dem Dach.

Eine Kokosnuss im schattigen Garten gibt Kühlung. Auf dem Rückweg zum Auto führt der Weg an vielen Arbeitern vorbei, welche an Einzelstücken arbeiten. Ich glaube diese Schnitzerin kennt ihr?

Den späteren Nachmittag verbringen wir im Schönheitssalon, auch Peter überlässt seine Hände und Füsse einer Spezialistin.

Im Bambushüttli gibt es für mich eine wohlschmeckende Tom Ka Gai Suppe und Peter bestellt Pork Barbecue, alles sehr günstig, als Ausgleich zum gestrigen Schlemmen.

10. Februar 2019 – Ferientag in Pattaya

Heute mache ich keine Fotos, der Strand ist übervoll und die Strassen noch mehr. In der Shopping Mall und in den Strassen suchen wir vergebens nach englischen Zeitschriften, da Peter der Lesestoff ausgegangen ist.

Dazwischen sitzen wir bei Bier und Nachos und geniessen das süsse Nichtstun. Meine Halskette ist auch wieder repariert und als verspätetes Weihnachtsgeschenk schenke ich mir ein Paar Ohrringe.

Der Abend klingt aus in einem tollen italienischen Restaurant, endlich mal wieder ein richtiger Espresso nach dem Essen.

9. Februar 2019 – Pattaya

Heute haben wir einiges vor, alles was wir für diesen letzten Teil unserer Reise aufgespart haben. Peter braucht dringend neue Hosen und da eine Massanfertigung für ihn Sinn macht ist unser erster Gang (vielmehr Autofahrt) zum Tailor. Natürlich kann auch ich nicht widerstehen bei diesen schönen Stoffen. Mal sehen wies wird.

Als nächstes soll meine Perlenkette repariert werden. Die Fahrten hier sind weit, einerseits weil alles so gross ist, andererseits müssen wir oft ganze Blocks umrunden um in die richtige Strasse zu kommen.

Wir erreichen auch den Strand Jomtien mit den vielen Bars. Irgendwie finde ich es nach wie vor traurig, dass die Damen hier offenbar keine andere Wahl haben als sich einen „reichen“ Ausländer anzulachen.

Auf der anderen Seite treffen wir am Abend beim Markt einen alten Mann aus Braunschweig der uns erzählt, dass er immer hier mit seiner verstorbenen Frau im Urlaub war und er nach ihrem Tod bei Freunden hier in Pattaya seine jetzige (Thai)Frau kennenlernte. Bei ihr könne er sicher sein dass sie ihn pflegen würde, sollte es denn dazu kommen. Auch ein Grund zum heiraten….?

8. Februar 2019 – Fahrt nach Pattaya

Von heute an dürfen wir in Jim‘s Appartement in Pattaya wohnen. Die Fahrt von Korat nach Pattaya sollte knapp fünf Stunden dauern. Jedoch rechnet das Navi nicht mit der Rush Hour und den Baustellen vor und in Pattaya. Endlich erreichen wir „the Axis“, das Condominium in welchem sich unser Zuhause für die nächste Woche befindet.

Durch lauter Sicherheitsschranken kommen wir zum Lift und in die hübsche Wohnung im neunten Stockwerk. Zum Glück hat Jim uns alles gut erklärt, sonst hätten wir all diese Hürden wohl nicht geschafft. Sicher aufgehoben sind wir hier bestimmt. Auch ist es schön mal den Koffer auszupacken, alles (richtig) zu waschen und auf einem Sofa zu sitzen.

Sonst ist Pattaya nicht das was ich unter Thailand verstehe. Die Stadt ist riesig und gänzlich unüberschaubar. Ohne Navi nur mit Karte hätten wir wohl lange suchen müssen.

Das Abendessen in einem schönen italienischen lokal erreicht punkto Kosten fast Schweizer Niveau.

7. Februar 2019 – Tempel, Tempel

Peter will heute unbedingt noch einen weiteren Khmer Tempel, noch weiter im Osten, besuchen. Drei Stunden fahren wir hauptsächlich durch Zuckerrohr- und Reisfelder bis wir diesen Historical Park erreichen.

Nach den ersten Treppen gibt Peter auf und setzt sich in den Schatten. Ich gehe selbstverständlich die verbleibenden 52 Stufen zum Tempel hoch und später wieder runter, was deutlich schwieriger ist. Der Tempel selber ist durchaus sehenswert.

Weiter geht die Fahrt jetzt zuerst wieder westlich bis zum gebuchten Hotel. Ein riesengrosses Resort und wir sind die einzigen Gäste.

Der Swimmingpool erfrischt nach dieser langen heissen Fahrt.

6. Februar 2019 – Phimai oder das Mini Angkor Wat

Um neun Uhr sind wir bereits beim Eingang zum Historical Park, da es Peter später zu heiss ist. Ja, es sieht aus wie Angkor Wat, nur ganz so gross ist es nicht. Es stammt eindeutig aus der Khmer Zeit. Da Peter inzwischen einige Tempel in Angkor mit mir besucht hat findet er diese Anlage auch lange nicht mehr so „riesig“ wie er es in Erinnerung hatte.

Erneut bestaune ich die filigrane Steinmetzarbeit. Es scheint als ob jeder Stein in monatelanger, ja jahrelanger Arbeit behauen wurde.

Nach einer kleinen Pause in einem schattigen Café besuchen wir das Nationalmuseum von Phimai. Die Geschichte der Khmer ist hier eindrücklich dargestellt und viele Skulpturen aus dem Park haben hier ihren Platz gefunden.

5. Februar 2019 – Phimai

Nun ist das weit im Osten liegende Ziel von Peter erreicht. Wir sind in Phimai angekommen. Dieser Ort, vielmehr sein Tempel, war früher mit einer 250 km langen Strasse mit Angkor Wat in Kambodscha verbunden. Zur damaligen Zeit war alles ein Reich unter einem König, Siam.

Zuerst zeigt Peter mir den berühmten, riesigen Banyanbaum. Dieser Baum mit seinen vielen Wurzeln ist so gross dass ein ganzes Dorf in seinem Schatten Platz fände.

Das Bungalow im Moon River Resort ist nicht ganz das was Booking.com mit einer Bewertung von „sehr gut“ angepriesen hat. Alles wirkt leicht Reparatur bedürftig und ist schon sehr in die Jahre gekommen. Die Lage am Fluss ist jedoch hübsch und wir können Abends endlich etwas draussen auf der Veranda sitzen.

Peter fährt rum und will mir die vielen „Beizli“ und die unzähligen Tempel ausserhalb des Historical Parks zeigen. Alles ist nicht (mehr) wie er es in Erinnerung hat. Wir finden kaum ein kleines Restaurant um etwas zu essen. Für den Abend kaufen wir deshalb eine Kleinigkeit ein, mehr Snacks, aber das reicht auch. Tempel finden wir keine, das heisst Peter sieht dann doch noch eine Stelle an welcher einige alte Steine liegen.

Mautscherle hat schon recht dass sie nie ein zweites Mal an den gleichen Ort reist, man sei immer enttäuscht ob der Veränderungen welche nichts mehr mit den Erinnerungen gemeinsam hätte.

4. Februar 2019 – Nam Nao Nationalpark – Khon Kaen

Heute beginnt das chinesische Neujahrsfest, hierzu erhalten wir ein besonderes Frühstück, welches teilweise nur an Neujahr serviert wird. Es ist unglaublich und schmeckt sehr gut, wenngleich ich schon satt bin, nachdem ich von allem probiert habe.

Mit den besten Wünschen der Gastgeber machen wir uns auf die lange Fahrt Richtung Osten. Nach ungefähr 150 km erreichen wir den Nam Nao Nationalpark und besuchen das Visitor Center. Leider ist auch hier nichts in Englisch angeschrieben, aber Peter erhält einen Plan und Erklärungen, so dass wir uns aufmachen einem Trail im Regenwald zu folgen. Der Vorschlag kommt sogar von Peter, es ist wirklich ein Novum dass er für mich sogar „wandern“ geht.

Ich geniesse den spannenden Weg über Wurzeln, Brücken und durch Bäche. Der Duft und die Stimmen des Regenwaldes sind so wohltuend.

Elefanten begegnen uns leider (oder zum Glück?) keine, auch auf der Weiterfahrt durch den Nationalpark treffen wir keinen der hier wild lebenden Dickhäuter an.

Gegen Abend erreichen wir das Hotel in Khon Kaen. Ich bin schon gespannt auf den sagenhaften Tempel, für welchen wir tagelang durch Thailand fahren, laut Peter soll es sich lohnen.