Foto aus Myanmar

Diese Seite zeigt die aktuellen Berichte meiner Reise nach Myanmar und Thailand im Jahr 2019.
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3. Februar 2019 – Phae Muang Phi – Phitsanulok

Hier sind wir wieder abseits der üblichen Touristen Routen, das hat einen grossen Vorteil: Wir müssen uns nicht durch Menschenmassen schlängeln um etwas zu sehen. Andererseits wird es schwieriger, unseren Weg zu finden. Die Wegweiser auf den Hauptstrassen sind zwar noch in unseren Buchstaben angeschrieben, alles andere, inklusive Hotels nur ab und zu mit grossem Glück. Der Garmin findet meist die Strassen nicht, da diese ja auf X verschiedene Varianten geschrieben werden können. Zusammen mit Handy, Garmin und Durchfragen haben wir bis jetzt die gebuchten Gästehäuser und Hotels gefunden. Sehr angenehm sind wir überrascht über die ausgezeichnete Qualität der Häuser.

Nach dem Frühstück möchten wir zunächst den Phae Muang Phi Forest Park besuchen, den „Grand Canon“ Thailands, wie es im Reiseführer heisst. Nun, ganz vergleichen lässt es sich bestimmt nicht, aber es ist sehr eindrucksvoll und sehenswert. Dank WiFi des Hotels und Start der Route bereits beim Wegfahren finden wir den Forest Park, andernfalls hätten wir wohl grösste Mühe gehabt. Besonders da hier, wenn überhaupt, nur das Hotel Personal ein paar Brocken Englisch spricht. Aber ich spreche ja auch nur wenige Worte Thai.

Die Altstadt von Phrae ist auch sehenswert, wir „besichtigen“ die Stadtmauer aus dem fahrenden Auto.

Etwa 175 km weiter südlich erreichen wir am späten Nachmittag die Stadt Phitsanulok. Auch hier finden wir nach einigem Hin und Her unser Gästehaus für diese Nacht. Sehr freundlich werden wir empfangen. Ein Plan der näheren Umgebung, liebevoll von Hand gezeichnet, wird uns mit den entsprechenden Erklärungen übergeben. Ein japanisches Restaurant mit Shabu Shabu befindet sich in der Nähe, eine wohlschmeckende Abwechslung.

2. Februar 2019 – Phayao – Phrae

Heue beginnt in Chiangmai der dreitägige Flower Festival mit einer langen Parade am frühen Morgen. Das war auch der Grund weshalb wir den Aufenthalt in Chiangmai um einen Tag verlängert hatten. Obwohl ich um fünf Uhr schon wach werde (mit Kopfschmerzen), schlafe ich dann beim Weckruf des Handys einfach weiter und Peter weckt mich nicht. Schade die Parade haben wir verpasst, dafür geht es meinem Kopf deutlich besser.

Zunächst fahren wir aus Chiangmai hinaus, was bei diesem Verkehr fast eine Stunde dauert. Die Fahrt geht zunächst etwas Richtung Norden nach Phrayao. Dieser Ort liegt an einem See, an welchem wir in einem der Restaurants essen und auf der Karte die nächste Etappe anschauen.

Die Fahrt ist sehr angenehm, auf ausgezeichneten, meist vierspurigen Strassen über die Pässe fahren wir durch dichten Regenwald, endlich.

Gegen Abend erreichen wir das hübsche Hotel.

Todesmutig überqueren wir die Schnellstrasse, da Peter gegenüber, hinter einer Tankstelle, ein gutes Restaurant entdeckte (im Internet). Es ist wirklich einmalig. Wir zeichnen auf der Papierserviette einen Hot Pot, den wir heute gerne hätten, no Seafood, zum Glück erinnere ich mich dass Gai Poulet heisst, jetzt müssen wir nur noch erklären „nicht so scharf wie Tom Yum“, auch das geht ganz einfach mit Wedeln vor dem offenen Mund. Tatsächlich klappt alles, den Chilli wird separat gebracht und Chang oder Singha ist ja klar….

1. Februar 2019 – Chiangmai

Heute gibt es einiges zu erledigen, zuerst müssen wir am Flughafen das Mietauto holen, was gar nicht so einfach ist. Die Fahrt mit dem Tuck Tuck ist zwar simpel und da der Flughafen nicht weit entfernt ist relativ schnell. Ins Flughafengebäude gelangen wir nur durch eine Security Schranke. Was für ein Witz, Peter wird von oben bis unten kontrolliert, dabei wollen wir nur zum AVIS Schalter. Von Innen gehen wir nun den ganzen Weg zurück, den wir draussen schon zurück gelegt haben. Der Schalter ist nicht besetzt! Ein junges Thai Paar ruft die angegebene Nummer an. Am anderen Ende des Gebäudes, dort wo wir herkommen, soll sich der bediente Counter befinden. Also nochmals zurück, bis wir endlich „unseren“ Toyota Vios in Empfang nehmen können.

Peter will nun direkt zum Doi Suthep, einem Nationalpark etwas ausserhalb Chiangmai‘s. Dort steht ein berühmter Tempel und von der Bergspitze aus kann man Chiangmai von oben sehen, sofern es denn klar wäre. Fahren, fahren und ich soll wieder mal wissen wo es lang geht!

Unser Guest House finden wir und schon bald mache ich mich zu Fuss auf zum Zahnarzt. Unterwegs entdecke ich einen Handwerkermarkt, wie schön. Ein wenig schlendere ich durch den Markt und geniesse die Atmosphäre.

Die Zahnreinigung bleibt wie immer sehr unangenehm, dafür ist die Nachricht, dass alles in Ordnung ist und vor allem der Preis, umso angenehmer.

Zurück im Hotel planen wir den nächsten Tag, jetzt geht es wieder Richtung Süden.

31. Januar 2019 – Chiangmai, Thailand

Heute möchte ich einfach ein wenig durch die Altstadt schlendern, da ich vor vier Jahren nicht wirklich viel von Chiangmai gesehen hatte. Damals waren Zahnarzt Termine für, vielmehr gegen meinen Eiterzahn im Vordergrund.

Diesmal liegt unser Guest House günstiger, fast alles ist gut zu Fuss zu erreichen (auch der Zahnarzt). Eine Kontrolle und Reinigung schadet nicht, ich melde mich für morgen Nachmittag an, nur mit meinem Namen und der Information dass ich schon mal hier war. Inzwischen habe ich die Terminbestätigung in meinen Mails.

Pediküre und Maniküre muss natürlich auch sein, nachdem ich drei Wochen in Myanmar vergebens nach einer Möglichkeit Ausschau gehalten habe.

Die verschiedenen Tempel Chiangmai‘s sind ein MUSS, obwohl wir schon sooooo viele gesehen haben.

In Gedanken bin ich bei meinen Lieben, hier haben Sie Ihre lange Asienreise begonnen, welche Freude.

30. Januar 2019 – Abschied von Myanmar

Der letzte Tag in Myanmar bricht an. Wir geniessen etwas ausgiebiger als sonst das Frühstück bevor ich Peter helfe seine 7 Sachen einzupacken. Allerdings seine Schnapsflaschen und Pick Nick Reste gehen mich nichts an. Ich geniesse in den Ferien eigentlich, dass ich wann immer ich Lust, Hunger oder Durst habe mich in einem der vielen Restaurants bedienen lassen kann, wozu ums Himmels Willen braucht man noch mehr? Diese vielen Plastiktüten welche Peter auf einer Reise immer mitschleppt sind für mich nur unnötiger Balast.

Ein wenig schlendern durch die Strassen zu unserem Nudel Restaurant, lesen und warten in der Lobby; auch so wird es Nachmittag und der Fahrer bringt uns zum internationalen Flughafen von Mandalay.

Der Flug in der Kleinen Turbo-Prop-Maschine geht schnell vorbei.

Willkommen in Thailand! Willkommen in der Zivilisation! Welcher Unterschied, auch die Preise. Unser Abendessen ist etwa sechsmal so teuer als in den letzten drei Wochen.

Unser Guest House ist eigentlich ein kleines Dorf mitten in der Altstadt von Chiangmai.

29. Januar 2019 – Pyin Oo Lwin

Wir verlassen Mandalay und fahren Richtung China in die Berge. Die Strasse ist bestens ausgebaut, denn die Reichen Myanmar‘s fahren nach Pyin Oo Lwin zur Sommerfrische, da es hier oben wesentlich kühler ist als in den Städten.

Zum Buddha in der Anhtookanthar Pagode gibt es folgende Anekdote: Dieser Buddha stand ursprünglich in Mandalay, aber er wurde nach China verkauft. Auf dem Transport blieb das Fahrzeug mit dem grossen Buddha stehen und konnte nicht repariert werden. Ein Kran, welcher zum Abladen herbeigeschafft wurde ging in die Brüche, genauso ging es einem zweiten Kran. Man nahm dies als Zeichen, dass der Buddha Myanmar nicht verlassen wollte, kaufte ihn von den Chinesen zurück und erstellte an diesem Ort einen Tempel, eben für diesen „eigensinnigen“ Buddha.

Der National Kundawgyi Garden liegt etwas ausserhalb der Stadt an einem See. Schöne Wege, Bäume und Pflanzen sehen wir auf unserer Fahrt mit dem Tuck Tuck. Auch für „Petrified Wood“, Orchideen und Schmetterlinge gibt es je eine Ausstellung. Leider habe ich keine Zeit ein wenig zu Fuss den schönen Garten mit seinen einladenden Wegen zu erkunden. Ich freue mich wirklich auf etwas mehr Bewegung.

Zurück in Mandalay verabschieden wir uns endgültig von unserem Guide. Er wird sich morgen um vier Uhr auf den langen Heimweg nach Yangon machen, während wir auf unseren Abendflug nach Chiang Mai warten. Wir benützen den Swimmingpool des Hotels, wenigstens einige Längen schwimmen kann ich jetzt.

Der letzte Abend in diesem schönen Land bricht an.

28. Januar 2019 – Mandalay – Mingun – Mandalay

Irrawaddy, so heisst der Hauptstrom durch Myanmar. Heute endlich besteigen, vielmehr erklettern, wir ein örtliches Fischerboot beim Kywezon Jetty, um den Fluss mit seinen vielen Sandbänken aufwärts zu fahren. Das Boot ist nur für uns und wir geniessen die Fahrt mit „Aussicht“. Die Ufer ähneln sehr denjenigen am Mekong. Auch hier sieht man teilweise Steilufer, da während der Regenzeit und bei Hochwasser ganze Stücke abbrechen und im Fluss versinken. An anderen Stellen sind Wasserbüffel oder waschende Frauen zu sehen.

In Mingun angekommen, nach etwa einstündiger Fahrt, müssen wir nicht über alle anderen Schiffe klettern. Wir besteigen auch keinen Wasserbüffel Karren, sondern wir fahren mit einem Tuck Tuck zur unvollendeten Mingun Pahtodawwgyi mit den riesigen Löwen aus Stein, wobei vieles zusammengebrochen ist. Die Marktfrauen wollen auch hier ständig etwas verkaufen. Ja, inzwischen sind wir definitiv in den Tourist Zones angelangt.

Jetzt besuchen wir die weltgrösste Glocke, die Mingun Bell, welche 55 Tonnen wiegt.

Die Myatheindan Paya steht stellvertretend für den Weltberg Meru.

Bevor wir wieder auf unser Boot klettern besorgt Zorro Bier für die „lange“ Fahrt, damit es Peter aushält.

Wieder in Mandalay angekommen führt uns Zorro zum „Goldenen Kloster“ aus dem Jahr 1782 mit den schönen Schnitzereien. Dieses Kloster war ursprünglich das Privatgemach von König Mindon, dem Begründer Mandalay‘s. Ins Innerste des Klosters haben auch hier Ladies keinen Zutritt (als ob wir etwas dafür könnten, dass die Männer…)!

729 Seiten aus Marmor des Pali Kanons (das alte „Testament“ der Buddhisten) werden in einzelnen Stupas in der Kuthodaw Paya aufbewahrt. Da die Bücher aus Papier oder Palmblättern jeweils nur fünfzig bis sechzig Jahre dem Zahn der Zeit standhalten konnten, einigte man sich bereits im Jahr 1871 auf diese Form der Überlieferung.

Der Abend klingt aus mit einem Besuch im weltberühmten Marionetten Theater.

27. Januar 2019 – Mandalay

Zum Glück gibt es nicht nur die Stadt Mandalay, sondern auch eine schöne Umgebung. Als erstes fahren wir zu einer langen Holzbrücke, welche fast eine Meile lang ist.

In Amarapura steht diese aus dem Jahre 1850 stammende Teakholz Brücke mit dem Namen „U Bein“.

Das grösste Kloster Myanmar’s ist unser nächstes Ziel. Über tausend Mönche und Novizen leben hier. Touristenbus an Touristenbus stehen dicht gedrängt auf dem Parkplatz. Wenn wir schon hier sind, schauen wir uns das an. In der riesigen Küche wird Reis und Curry gekocht. Danach stehen wir, wie alle Touristen, am Wegrand und warten auf die Mönche, welche mit ihren Töpfen Reis holen. Ich beobachte die Mönche, vor allem die teilweise noch kleinen Kinder, welche sich schämen durch diese Touristenmassen hindurch zu gehen. Die tun mir so leid, ich halte das nicht aus, ich möchte gehen! Das alles hat nichts mehr mit Respekt gegenüber unserem Gastland, seinen Menschen und ihrem Glauben zu tun.

Nach dem grössten Kloster machen wir uns auf den Weg zum ältesten. Das ist gar nicht so einfach, zunächst fahren wir zu einem Fluss, über welchen wir mit einem kleinen Fährboot übersetzen. Der Landesteg zum Boot ist bereits ein Erlebnis, der Landesteg bei der Ankunft sucht seinesgleichen. Riesige, hohe Treppenstufen, natürlich sehr unregelmässig und behelfsmässig angeordnet führen zu einem netten Freiluft Restaurant. Von dort fahren wir mit der Pferdekutsche zu zwei verschiedenen, sehr alten Klöstern.

26. Januar 2019 – Bagan – Mandalay

Es heisst Abschied nehmen von Bagan und seinen Tempeln. Die Fahrt dauert heute nur knapp vier Stunden, da wir den Mount Popa auslassen. Ich hätte alleine eine Stunde rauf und den gleichen Weg wieder zurück gehen müssen, da ziehe ich eine kürzere Autofahrt vor. Kurz vor zwei Uhr erreichen wir unser City Hotel in Mandalay. Ich vermisse jetzt schon die ruhige Countryside. Was für ein Gewuschel. Zum Glück liegt unser Hotel zwar mitten in der City aber hinter dem Häuserkomplex an der Hauptstrasse.

Wir gehen zu Fuss einige Blocks weiter, Peter möchte eine Strassenkarte von Myanmar kaufen. Zwar finden wir zwei Buchhandlungen, jedoch führen diese nur Karten mit der hiesigen Schrift, was uns nicht wirklich weiter hilft.

Im Eiltempo marschiere ich hinter Peter durch die Markthallen. Alles ist grell, bunt und für westlichen Geschmack sehr kitschig. Auf den Gehwegen gibt es meist kein Durchkommen, da alles verstellt ist mit Motorrädern, Werkzeugen, Autos, Tischen, Stühlen und auch allem möglichen Unrat. Ich bin so was von genervt und schlage vor, dass wir zurück ins Hotel zum Swimmingpool gehen um dort gemütlich zu bleiben bis es Zeit wird zum Abendessen.

Hier ist es schön ruhig und schattig.

Zum Abendessen gehen wir zwei Häuserblocks weiter um Nudeln mit Gemüse zu essen. Peter gewinnt bereits sein 5. Gratis Bier. Im Krönenverschluss ist versteckt, ob man ein Freibier, Geld oder eben nichts gewonnen hat.

25. Januar 2019 – Tempel, Lack und Wasser im Dorf

Erneut Tempel, denken wir, jedoch heute sehen wir zwei ganz besondere Zeugen alter Zeiten. Der eine Tempel ist riesig und wurde mit Backstein gebaut, der Millimeter genau aufeinander passen musste, dass man nicht einmal einen Nagel dazwischen einschieben konnte, sonst wurde damals der Architekt und seine gesamte Nachkommenschaft umgebracht. Die Mauern sind so dick und stabil, dass dieses Bauwerk sämtliche Erdbeben überstanden hat.

Beim anderen Tempel ist die Spitze beim letzten Erdbeben eingestürzt, diese wird jetzt renoviert. Hier sehen wir in den verschiedenen Gängen meist gut erhaltene Malereien aus dem 11. Jahrhundert.

Der beste Lackwaren Hersteller Myanmar’s hat seine Werkstätten in Bagan. Uns werden die vielen Schritte der aufwändigen Handarbeit gezeigt, danach dürfen wir durch die einzelnen Abteilungen gehen und den Arbeitern und Arbeiterinnen bei ihrer filigranen Fertigung zusehen. Jetzt kennen wir auch den Unterschied zwischen echten und nachgemachtem Lackwaren. In den anschliessenden Verkaufsräumen ist es eine Wonne diese wunderschönen Gegenstände zu betrachten. Reisschalen wechseln den Besitzer. Ich freue mich schon darauf unserem Besuch in diesen Schalen etwas besonderes zu servieren und von unserer Reise zu erzählen.

Eine kleine Pause im Hotel, mit frischen Bananen und gekauften Erdnuss Biscuits erfrischt uns, bevor wir uns auf den Aussichtsturm begeben um Bagan und seine Tempel von oben zu betrachten.

Zorro fährt uns in eine Pizzeria mit Holzofen, er selber will uns in anderthalb Stunden abholen, er mag keine Pizza. Wir sind jedoch froh endlich mal wieder etwas anderes als Reis zu essen. Gleich daneben gibt es Fussmassage, und da Peter sein Internet auf dem Handy und eine Flasche Wein hat, kann ich mich getrost massieren lassen.

Zurück in unserem Hotel hören wir laute Musik aus dem Dorf nebenan. Es wird ein Fest gefeiert, da morgen Abend die Jungen ihre Haare rasiert bekommen um für eine Woche als Novizen ins Kloster zu gehen. Das möchten wir gerne kennen lernen und mit eigenen Augen sehen. Mit der Taschenlampe bewaffnet gehen wir durch die Dunkelheit. Im Dorf fragt Zorro nach dem Weg zum Fest. Wir gelangen zu einem Haus mit einem Platz davor, welcher bereits für das Fest vorbereitet ist. Morgen werden die Dorfbewohner helfen das Essen zu kochen, alle sind eingeladen. Eine bekannte Musikgruppe wird spielen. Für heute ist Schluss mit Musik, in Myanmar ist alle Musik um 20.30 Uhr beendet.

Die Menschen freuen sich über unseren Besuch, viele Dorfbewohner kommen vorbei um uns zu sehen. Die alte Dame des Hauses, welche mit 85 Jahren das Oberhaupt der Familie ist, will uns zum Fest morgen, oder wenigstens zum Frühstück einladen. Sie hat ihr Leben lang gespart um an diesem Wochenende das ganze Dorf und natürlich Ihre ganze Familie, welche inzwischen 74 Personen gross ist, einladen zu können. Alles gedacht als Gabe an Buddha. Damit und mit Meditation wird man im nächsten Leben in eine höhere Stufe geboren.

Da wir morgen weiter fahren wird ein Tisch und Stühle geholt um und zu bewirten. Fotos von allen Seiten werden gemacht und Zorro ist mit der Übersetzung gefordert. Von den Frauen erfahre ich auch ohne Übersetzung wie viele Kinder und Enkel sie haben und welches ihre Söhne und Töchter sind.

Bevor wir uns auf den Rückweg machen lässt Peter die Dorfbewohner fragen, ob sie denn genug Trinkwasser hätten, was verneint wird. Der Fluss sei inzwischen durch all die Chemikalien zu schmutzig geworden. Peter lässt einen Draht holen und „sucht“ nach Wasser. Mitten durch das Grundstück fliesst unterirdisch ein Bach, der Verlauf wird mit Steinen aus den vorbereiteten Feuerstellen markiert.

Die Menschen freuen sich, das können wir feststellen, aber auf dem Rückweg erzählt uns Zorro, dass sich einer der Alten an einen Bach zum Fluss aus Kindertagen erinnert hat. „Warum hast du uns das nicht früher gesagt?“ ist die Reaktion der Sippe. Welch besonderes Erlebnis zum Abschluss dieses letzten Abends in Bagan.