Fahrt durch den wilden Westen

Fahrt durch den wilden Westen
Show Low, USA

Show Low, USA


Ich komme mir vor wie im Winnetou Film. Diese Berge, diese Schluchten, es ist einmalig.

Nach einer Nacht in einem typisch amerikanischen Motel essen wir Früchte und Crackers zum Frühstück und fahren heute nicht mehr auf dem Highway, sondern nehmen die Straße 268 durch die Sonoran Wüste Richtung Osten. Die Wüste lebt, so lautete einmal der Titel eines Dokumentarfilms über die Wüste. Das kommt mir in den Sinn bei dieser wechselnden Landschaft denn hier gibt es ganz viele kleine Büsche, Ginster in gelb und andere in rosa, dazwischen stehen wieder Kakteen, quasi das Wahrzeichen von Arizona. Auch diese Straßen sind gut, kaum Verkehr und stundenlang führen sie uns weiter ostwärts.

Unterwegs besichtigen wir die Casa Grande, ein kleiner Nationalpark mit Ausgrabungen der Hohokam Indianer, welche schon um 1200 hier eine riesige Siedlung, mitten in der Wüste, errichtet hatten, mit erstaunlich guten Überlebensstrategien und riesigen, mehrstöckigen Häusern. Das Museum ist sehr ansprechend gestaltet und alles gut beschrieben. Das Casa Grande aus Lehm steht unter einem Schutzdach und kleinere Grundmauern rundherum können im Aussengelände besichtigt werden. Ein Jahrespass für alle Nationalparks kann hier auch gelöst werden. Der „golden eagle“ Pass wird uns nun auch in die nächsten Parks führen.

Die Sonne brennt hier sehr heiß, aber auch in diesem Gelände hat es Pick-Nick Plätze im Schatten und wir genießen eine kleine Pause vor der Weiterfahrt. Wie ich diese Pick-Nicks liebe, ich komme mir zwar vor wie früher, als ich mit den Kindern ein Auto voll Tüten und Taschen hatte. Das Einkaufen der Lebensmittel macht Spaß, immer wieder entdecke ich neue Dinge die ich probieren muss. Allerdings staune ich über die Preise für Früchte. Die sind einiges höher als bei uns, dabei wachsen die Früchte hier von alleine,,,,

Die Weiterfahrt geht nun durch Apachen Gebiet, es ist ein Traum. Tatsächlich erwartet man nach jeder Kurve dass Winnetou mit Old Shatterhand auf einem der Felsplateaus steht. Die Felsformationen sind beeindruckend, manchmal stehen sie da wie Säulen aus der Antike und man fragt sich welcher Riese die wohl so aufeinander gestapelt hat, manchmal leuchten die Felsen gelb, silbern, schwarz oder rot. Die tiefen Schluchten mit dem Salt River zeigen eine tolle Flora und man fragt sich automatisch, wie kommt man hier mit Pferd und Planwagen überhaupt durch? Immer wieder tauschen wir unsere Gedanken aus über die ersten Siedler, welche von Osten der USA über diese riesigen Distanzen, über Berge und durch Schluchten in den Westen aufgebrochen sind,

Bei jedem Rastplatz hat es Infotafeln mit Erläuterungen zu den Stämmen der verschiedenen Indianer, welche hier beheimatet sind. Bergwerke, Silber- und Kupferminen samt Ausstellungen und Museen gibt es hier in den kleinen Ortschaften. Ein botanischer Garten in einem Tal sieht von der Straße sehr verlockend aus, nur reicht die Zeit nicht um alles auf dem Weg „liegende“ anzusehen, wir fahren weiter durch dieses Apachen Gebiet immer höher in die Berge bis Show Law, wo wir ein wunderhübsches Motel finden und noch Wein einkaufen, damit wir die Pizza, welche übrig geblieben war beim Italiener, in der Mikrowelle warm machen können und so einen gemütlichen Abend bei guten Gesprächen in „unserem“ Motelzimmer verbringen können.

Ich entdecke im Bad sogar einen Whirlpool und genieße noch vor dem schlafen ein heißes Bad, was für eine Wohltat,


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