Fahrt durch das Death Valley nach Lone Pine

Fahrt durch das Death Valley nach Lone Pine
Lone Pine, USA

Lone Pine, USA


Im Hotel in Las Vegas heißt es zunächst wider zusammenpacken, die Kühlbox mit den Lebensmitteln füllen, alles irgendwie zum Ausgang zu verfrachten, damit das Auto beladen werden kann, inzwischen hat so jedes Ding seinen Platz. Die Fahrt durch die Wüste geht zunächst auf dem Highway Richtung Death Valley. Wir wählen nicht die übliche Route einfach quer durch, sondern kommen von Süden in das Valley, vorbei am „Golfplatz des Teufels“ und vielen anderen interessanten Punkten. Es ist heiß hier unter dem Meeresspiegel, 42 Grad zeigt das Thermometer des Autos an. Beim aussteigen ziehe sogar ich meinen Sonnenhut an und welche Wohltat ist es anschließend wieder im klimatisierten Auto zu sitzen. Unglaublich erscheint uns die Vorstellung, dass es hier am heißesten Tag sogar 57 Grad werden kann und wie sich wohl die ersten Arbeiter, welche hier Borax und Silber abgebaut hatten, in dieser Hitze und diesen Entfernungen zurecht gefunden hatten. Wie konnten die hier überhaupt überleben? Aber das Visitor Center zeigt wie die Menschen sich entsprechende Hütten und Wagen gebaut hatten und sich in den einzelnen Oasen eigentliche Paradiese erarbeitet haben. Was wir in einigen Stunden mit dem klimatisierten Fahrzeug durchfahren und hinter uns lassen muss mit den Pferdekarren Tage, ja Wochen gedauert haben…. Erst spät erreichen wir heute das kleine Städtchen Lone Pine. Sofort müssen wir ein Restaurant suchen, da es nur bis ca. acht Uhr etwas zu essen gibt. Ein hübscher Grill fällt uns auf und das Paar welches gerade zur Tür herauskommt sagt uns „we had an excellent dinner“. Noch eine Bestätigung, und tatsächlich, das Abendessen Ist ausgezeichnet, wohl das beste welches ich bisher in Amerika hatte. Der Besitzer des Grill kommt zu einem Gespräch an unseren Tisch, ein eingewanderter Belgier, der ausgezeichnet kocht, wie wir bereits testen konnten, Wie ich das liebe, die amerikanische Art mit jedem und bei jeder Gelegenheit zu sprechen und zu erzählen. Es macht so fröhlich wenn die Bedienung im Restaurant oder am Parkeingang mir überschwänglich einen tollen Tag wünscht, mich fragt wie es mir geht… etc. Auch wenn man den Amerikanerin nachsagt, dass dies ein oberflächliches Geplänkel sei, so finde ich doch wir könnten uns eine Scheibe davon abschneiden, es kostet ja nichts. Im hübschen Städtchen gibt es einen echten „Wildwest“ Saloon, den will ich unbedingt auch sehen, also geht es nach dem Essen noch zu einem Budweiser in den Saloon, leider sind wir trotz Wochenende fast die einzigen Gäste. Und so geht auch dieser Tag in die Nacht über und nach diesem langen Tag, dem Abendessen und dem Saloon Besuch schlafe ich wohl schon bevor mein Kopf auf dem Kissen liegt.


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