Vom Luxusressort zur Urwaldhütte

Vom Luxusressort zur Urwaldhütte
Krong Khemara Phoumin, Cambodia
Krong Khemara Phoumin, Cambodia Peter kommt heute mit zum Frühstück und isst ein kleines Konfibrot (was denn sonst?), obwohl ich ihm rate nur einen Toast oder ein Croissant ohne etwas und Tee, natürlich ohne Zucker, zu nehmen. Wie heisst es? … weiss alles besser… Und zur Krönung nimmt er ohne viel überlegen noch seine Blutdruck senkenden Tabletten. Nun man (Frau) kann schon erahnen wie sich diese Mischung später auswirkt. Heute habe ich zum Glück ein Taxi bis zum Tatai River gebucht, da es mit dem Bus zu umständlich und vor allem nicht planbar war. Kurz vor neun wartet der Fahrer schon, unsere kleinen Koffer sind bereits eingeladen. Die Fahrt ist bequem und führt über Land. Es ist schön all diese grünen Wälder und Felder zu sehen. In einem grösseren Ort gehe ich noch in eine Apotheke um elektrolytisches Pulver zu kaufen, da das andere aufgebraucht ist. Schon am Mittag sind wir bei der Tatai River Bridge wo Thomas mit seinem Boot bereits auf uns wartet. Linda, seine Mutter und noch ein Mann sind auch mit an Bord mit vielen Einkäufen welche sie in Ko Kong besorgt haben. Es ist ganz komisch wieder deutsch zu sprechen nach all diesen Wochen. Thomas ist bereits 11 Jahre hier in Kambodscha und seine Mutter kam vor kurzem, da man ihr in Thailand kein Visum mehr geben wollte. Thailand hat schon komische Bedingungen eingeführt, einerseits bekommen die Ausländer nur noch in ihrem Heimatland ein Visum, für wie lange ist mir nicht bekannt und andererseits darf ein Ausländer nur noch zweimal pro Kalenderjahr nach Thailand einreisen. Zunächst dachten wir, es sei um die vielen Reisen der Ausländer zu stoppen, welche jeweils für zwei, drei Tage nach Singapur oder sonst irgendwo hin fliegen, um bei der erneuten Einreise nach Thailand wieder 30 Tage Aufenthaltserlaubnis zu bekommen. Aber neu für uns ist jetzt, dass auch in Thailand wohnhafte Ausländer kein Visum mehr bekommen, was ist wohl der Zweck? Jetzt geht es mit dem Boot den Fluss hinauf zur Neptune Adventure Bungalow. Richtig in die Wildnis kommen wir. Wir bewohnen eine Bambushütte auf Stelzen, Licht gibt es zwar, aber keine Steckdose und kein fliessend Wasser. Unser Bad neben der Hütte ist eine kleine runde Hütte und besteht aus einer Toilette, einem Spiegel und einer blauen Wassertonne als Dusche, zum Händewaschen und zum spülen der Toilette. Zunächst werden wir beim Landungssteg mit Tee und für mich mit einem Pancake versorgt. Aber Peter geht es zusehends wieder schlechter und ich gehe um zu fragen ob wir nicht in unser Bungalow könnten, damit Peter sich hinlegen kann. Man bezieht kurz unser Bett in luftiger Höhe und holt eigens für Peter eine Kokosnuss vom Baum, da dies neben Elektrolyte das beste ist fei Durchfall. Wenn nur diese Treppe runter zur Toilette nicht wäre. Peters Blutdruck ist ganz am Boden und nachdem er geschlafen hat fällt er für kurze Sekunden in Ohnmacht, er verdreht die Augen, ich halte ihn und Rufe laut Nein…. Zum Glück bleibt er mehr oder we***** auf den Beinen und ich kann ihn zurück ins Bett bugsieren. Jetzt zwinge ich ihn einfach zum trinken, es geht nicht anders. Linda und Thomas kümmern sich rührend um uns, aber Peter will einfach nur liegen und sowieso keinen Fisch zu Abend essen. Ich bin auf der Veranda in der Hängematte, denke an die anderen Male als ich so in einer Hängematte und in „meinem“ Fischerhäuschen“ liegen durfte. Es ist ganz ruhig um mich herum, nur Naturstimmen hört man ab und zu. Riesige Schmetterlinge fliegen vorbei, irgendwo höre ich sogar einen Specht klopfen. Es tut so gut wieder einmal ganz auf sich zurück geworfen zu sein, da ich mit dem Akku in I Pad und Handy etwas sparsam sein muss kann ich nicht einmal lesen. Internet gibt es hier auch keins, so dass meine Berichte erst später veröffentlicht werden können. Es ist schön dass es noch solche Oasen der Ruhe gibt. Wie wenig man eigentlich braucht zeigt sich immer wieder auf so einer Reise, insbesondere wenn man an so einem abgeschiedenen Ort wohnt, wenn auch nur für zwei Nächte. Ich hoffe einfach dass es Peter morgen besser geht und er endlich genug trinkt. Gegen Abend überrascht uns ein heftiges Tropengewitter, einmal schlägt der Blitz nur etwa 20 Meter von uns weg ein, es knallt, es rauscht und zum Abendessen muss ich durch die zu Bächen gewordenen Wege waten. Das Essen schmeck sehr gut, es gibt Fisch (Barakuda), Kartoffeln und Salat. So richtig zur „Fischerhütte“ passend. Auf dem Weg zurück zum Bungalow begleitet mich der Küchenangestellte um für Peter eine heiße Bouillon und nochmals eine Kokosnuss zu bringen. Wir werden richtig verwöhnt,

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