Tonle Sap Lake

Tonle Sap Lake
Krong Siem Reap, Cambodia
Krong Siem Reap, Cambodia Gestern nach unserem Abend mussten wir uns bereits von Wolfgang verabschieden, da er heute früh nach Krabi fliegt. Ein Abschied bedeutet immer wieder loslassen, ob von Menschen oder Orten, das ist das was das Reisen spannend und abwechslungsreich macht, es ist aber auch immer ein wenig traurig. Der Tuck Tuck Fahrer kommt direkt vom Flughafen zu unserem Hotel um mit uns zum Tonle Sap Lake zu fahren, er will uns unbedingt sein Haus dort zeigen und die Gegend erklären. Warum nicht, Peter war noch nicht da, und ich stelle mich darauf ein, dass es nicht viel Wasser im See geben wird. Die Fahrt zur Schiffstation dauert etwa 30 Minuten und führt durch Dörfer und Reisfelder, viele Felder liegen brach, da es jetzt während der Trockenzeit zu wenig Wasser hat. Die Tickets für die Schifffahrt scheinen mir mit 60 USD sehr teuer, aber was will man machen, die Leute hier nehmen das Geld von den Touristen während der kurzen Saison und tatsächlich sind in den letzten drei Jahren die Preise mindestens um das doppelte angestiegen. Schade ist nur dass dieses Geld nicht gerecht verteilt wird,, es gibt immer noch ganz viele arme Menschen hier und hier sehe ich besonders gut die negativen Auswirkungen des Tourismus. Einerseits bringt er Geld ins Land, andererseits gibt es gerade in Siem Reap zu wenig Wasser für all diese Hotels und ihre Gäste, welche duschen,schwimmen im Pool und täglich frische Handtücher benutzen. Den Einheimischen wird hier, wie ich gehört habe, das Wasser rationiert, sie können nur morgens von 6 – 8, mittags und abends Wasser beziehen. Was für eine Tragik. Ich mache mir echt Gedanken was es heißt respektvoll zu reisen. Ich war immer der Ansicht, dass ich die Kultur und die Gebräuche in den jeweiligen Ländern interessiert beobachte, respektiere und mich danach verhalte, aber genügt das? Die Bootsfahrt auf dem schlammigen Tonle Sap See ist insofern interessant, als wir die schwimmenden Dörfer sehen mit der Schule, der Kirche und den Geschäften zum einkaufen. Auch Restaurants mit Krokodil- und Fischfarm hat es. Alles nichts besonderes, wenn es denn nicht schwimmende Häuser wären, welche je nach Wasserstand weiter hinaus in den See gezogen werden und dort wieder als „Dorf“ zusammenstehen, Eine Unterbrechung gibt es noch, beim Ablegen von einem Restaurant geht der Anlasser des Boots kaputt und Peter hilft ihn wieder in Gang zu setzen. Nun will uns der Boy noch sein Haus zeigen wo er mit der Familie der Schwester, dem jüngeren Bruder und der Mutter wohnt, wir werden gebeten auf dem Fußboden Platz zu nehmen. Und jetzt erzählt uns der Boy erneut wie arm sie seien, dass seine Mutter immer wieder ins Krankenhaus müsse und dass er nie Ferien habe, er müss immer arbeiten. Dauernd drückt er mit dieser Masche auf die Tränendrüsen, alles um eventuell Geld, mehr als ein Trinkgeld, zu erhalten. Dabei haben wir vorhin seinen Bruder mit einer neuen großen Maschine (Motorrad) gesehen und seinen anderen Bruder kennen wir bereits, er besitzt drei Tuck Tucks, welche er an Fahrer vermietet. Sicherlich ist das Leben hier mit unserem nicht vergleichbar, aber ich habe etwas dagegen wenn man uns so offensichtlich „ausnehmen“ will, heute ist es jetzt einfach einen Tag zuviel an welchem wir seine Geschichten und sein Gejammer wegen Geld anhören müssen. Bei unserem Hotel angekommen geben wir unserem Boy den vereinbarten Betrag und ein Trinkgeld und verabschieden uns von ihm. Ich bin ziemlich müde und buchr mir gerne im Hotel ein Massage Package, da ich heute mal Zeit habe, in 25 Minuten doll ich zur Rezeption kommen. Leider sei noch nicht alles bereit man würde mich im Zimmer anrufen. Also wieder ins Zimmer und warten. Nach etwas mehr als einer Stunde verleidet es uns und wir entscheiden uns im Zentrum einen Massagesalon zu besuchen. Peter wartet gegenüber in der Bar, wo wir uns anschließend treffen. Ein Bummel durch die Straßen, Apero und Abendessen in einem tollen Steakhouse, so geht auch dieser letzte Abend in Siem Reap dem Ende zu.

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