Tempel, Tempel und zum Schluss Angkor Wat

Tempel, Tempel und zum Schluss Angkor Wat
Krong Siem Reap, Cambodia
Krong Siem Reap, Cambodia Wie gestern besprochen holt uns Wolfgang mit einem Tuck Tuck ab und wir fahren zunächst zu der riesigen Anlage, welche neu errichtet wurde, um die Tickets für den Angkor Park und die Tempel zu kaufen. Es ist Wahnsinn, da stehen Busse, Autos und Tuck Tucks ohne Ende. Es hat scheinbar Hunderte von Menschen welche jetzt gerade ihre Tickets kaufen wollen. Es dauert eine Weile bis wir mit unserem Pass, mit Foto, wieder zu unserem Tuck Tuck Fahrer kommen und endlich weiterfahren können. Schon jetzt reift in mir der Gedanke, dass ich wohl zum letzten Mal diese Tempel besichtigen werde, so schön und eindrucksvoll sie auch sind, diese Menschenmassen, sind nicht mein Ding. Unser Fahrer bringt uns zuerst zum Banteay Kdei Tempel was sich als gute Variante zeigt, da vermutlich ein Großteil der Touristen mit Angkor Wat beginnt und es dort jetzt einfach zu voll ist, hier können wir in aller Ruhe unseren ersten Tempel besichtigen, die vielen Steinmetzarbeiten bewundern und immer wieder neue Ansichten fotografieren. Es ist schon gewaltig was die Menschen hier zu einer Zeit aufgebaut haben, in welchen es noch keine Baumaschinen gab. Wenn man sich vorstellt dass damals etwa 80 – 100’üüü Menschen gearbeitet haben um so eine eigentliche Tempelstadt aufzubauen. Der Park nach dem Eingangstor erweist sich als eigentlicher botanischer Garten. Viele Bäume sind mit den lateinischen Namen und den Namen in der kambodschanischen Sprache beschriftet und natürlich sehen wir mit Wolfgang viele Orchideen. Es gibt eine einzige Palme auf welcher Orchideen überhaupt wachsen, und solche stehen hier. Auch endemische Bäume entdecken wir. Weiter geht die Fahrt zum Ta Phrom welcher mir mit den von Bäumen überwachseneren Ecken in Erinnerung ist, aber bereits jetzt hat es so viele Menschen dass es oft kein Durchkommen gibt, man muss in einer Kolonne warten bis man zu einem Aussichtspunkt kommt. Fotos ohne Trauben von Menschen sind hier kaum möglich, trotzdem ist es natürlich eindrücklich. Hier können wir außen rum durch den Wald zurück zum Eingang und zu unserem Tuck Tuck Fahrer gelangen. Es ist schon fast Mittag, obwohl wir keinen Hunger haben setzen wir uns jetzt in eines der kleinen Restaurants, denn bei dieser Hitze brauchen wir dringend etwas zu trinken. Ein Früchteteller ist auch sehr erfrischend. Die Aussicht vor uns zeigt einen Tempel, dessen Namen ich noch nicht herausgefunden habe, welcher steil in den Himmel ragt. Wolfgang und ich entscheiden uns, dort hinauf zu klettern und die Sicht von oben anzusehen, zunächst bin ich noch vernünftig, es ist so steil und es hat nur ganz enge, hohe Stufen, dass ich sage, rauf komme ich da, aber wieder runter? Wolfgang sagt dass es an der Seite viel einfacher sei, dort hat es tatsächlich eine Holztreppe über den steilen Stufen angebracht. Das geht natürlich, und jetzt die nächste Stufe rauf, diesmal über steile Steinstufen, welche aber etwas breiter für meine Füße sind, nur die Hände verbrenne ich mir an dem heißen Stein, denn ohne Festhalten kommt man hier einfach nicht rauf. Noch eine weitere Treppe geht es bis zuoberst, auch das schaffe ich und kann mit Wolfgang die Aussicht von oben genießen. Jetzt kommt der Abstieg. Vorsichtig und langsam steige ich rückwärts die oberste Treppe des Tempels hinunter. Jetzt schaue ich nach unten, da ich die Holztreppe suche, welche ich bereits hier wähne. Weit gefehlt. Es geht einfach nur runter, ich sehe keine Stufen und schon gar kein Ende dieser langen Treppe, einfach nur Abgrund und je mehr ich da runter schaue je schlimmer wird meine Höhenangst. Ich komme da nicht runter. Wir suchen einen anderen Weg, den gibt es einfach nicht. Nette Menschen wollen unten einem Guide sagen, dass ich da oben stehe und nicht runter komme. Ich hoffe auf ein Seil, mit welchem man mich sichern könnte. Eine nette kleine Dame von hier kommt um mir zu helfen, aber ein Seil gibt es nicht. Also muss ich ganz einfach und als ich dann die erste Stufe genommen habe und nicht mehr nach unten sehe, sondern nur jeweils versuche die nächste Stufe zu ertasten, geht es natürlich, ich schäme mich, dass ich so ein Theater mache. Meine Hände verbrenne ich mir noch mehr an den heißen Steinen, aber wenigstens bin ich jetzt bei der Holztreppe mit Geländer angelangt und das ist jetzt ein Kinderspiel, wie erleichtert ist auch Wolfgang, dass ich da endlich runter bin. Jetzt etwas trinken, bevor es weiter geht, Der Bayon Tempel ist unser nächstes Ziel. Auch hier wunderschöne Reliefs mit Apsaratänzerinnen, aber inzwischen gehen etwas schneller durch die Tempelanlage. Jetzt die Krönung des heutigen Tages – Angkor Wat – mit seiner eindrücklichen Silhouette hinter dem Seerosenteich. Inzwischen ist es vier Uhr nachmittags und die Menschenmassen halten sich in Grenzen. Zum zweiten Mal in meinem Leben gehe ich durch diese riesige Anlage mit den schönen Säulen und Reliefs. Auch hier ist der „Gipfel“ nur über eine lange steile Treppe zu erreichen, welche hier aber mit Geländer über die alten Steinstufen errichtet ist. Die Aussicht ist schön, auf jeder Seite erblickt man eine andere Dimension. Auch diese Treppe gehe ich vorsichtig und rückwärts runter, aber ich bin eigentlich froh dass ich jetzt nochmals die Möglichkeit habe zu sehen dass ich es doch kann und noch nicht „zu alt“ bin. Bis zum Eingang zurück dauert es eine Weile und jetzt haben wir genug Tempel gesehen, wir besprechen in einem Restaurant mit dem Tuck Tuck Fahrer was wir morgen unternehmen könnten damit wir etwa um 15.00 Uhr zurück im Hotel sind, denn danach habe ich eine Überraschung für meine beiden Herren vorbereitet. Das Abendessen im Petit Temple Ressort von Wolfgang schmeckt ausgezeichnet und danach bin ich froh ins Beet zu kommen. Ein recht anstrengender Tag liegt hinter uns.

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