Ein Tag im Paradies

Ein Tag im Paradies
Muang Xay, Laos
Muang Xay, Laos Heute müssen wir uns mit dem Frühstück nicht beeilen, im Garten beim Restaurant werden wir fürstlich bedient und können zusätzlich noch vom Buffet holen. Der Bach rauscht durch die ganze Anlage, der Duft der vielen verschiedenen Pflanzen und Blumen vermischt sich zu einem bezaubernden Aroma. Die Luft ist lau, am Morgen noch etwas kühl, aber da die Sonne scheint wird es bald angenehm warm. Eigentlich hatte ich die Unterkunft gebucht um hier auf eine Trecking Tour zu gehen und Peter in einem schönen Umfeld mit seinem Lesestoff allein zu lassen. Nur waren wir gestern zu spät um noch einen Guide zu buchen und heute möchte Peter mit dem Fahrrad eine Tour machen. Da kann ich ja auch mit, denke ich, bis ich versuche mit dem Rad hier zurecht zu kommen. Ein Herrenrad mit Stange, für mich schon echt schwierig zum aufsteigen, aber indem ich das Rad hinlege und zuerst die Füsse in die richtige Position bringe, schaffe ich auch das. Jetzt sind aber die Gänge so hart eingestellt, dass ich diese gar nicht bedienen kann. Ich halte an und drücke mit der ganzen Hand dagegen, bis ich bei 3 alles eingestellt habe. Ich kann jetzt zwar ei*****massen anfahren, die kurze Strasse vom Hotel komme ich auch gut rauf, aber jetzt geht es schon wieder steil nach unten, über Löcher im Weg und direkt danach durch einen Fluss, nach welchem sofort wieder eine Steigung beginnt. Ich gebe auf… So macht es keinen Spass. Ich bin nun mal keine gute Fahrradfahrerin, da ich das nicht als Kind gelernt habe und inzwischen habe ich mich wohl zu sehr an mein E-Bike gewöhnt. Nun denn, hier lässt es sich auch so gut sein. Badehose an und Swimmingpool ausprobiert. Auf den Liegestühlen daneben erhalten wir weiche Matten und ein Badetuch. Eine Pina Colada darf natürlich auch nicht fehlen. Sogar Peter macht etwa eine Viertelstunde lang mit, da der Sonnenschirm Schatten spendet. Es hat hier nur wenige Gäste, man wähnt sich fast allein auf der Welt, inmitten einer unendlichen Natur. Die Berge umrahmen das Ganze und das Plätschern des Baches ist allgegenwärtig. Hierher komme ich ganz bestimmt nochmals, auch wenn die Anreise etwas umständlich ist. Es hat zwar keinen Strand hier, aber sonst lässt es sich mit dem Seven Senses auf Koh Yao Noi vergleichen, welches ganz einfach unerschwinglich ist. Ich sitze ein wenig an der Sonne, gehe zu Peter ins Restaurant und wieder in unser schönes Bungalow auf die Terrasse am Bach. Wo ich auch bin, was ich sehe und entdecke, einfach Zeit zum geniessen. Das SPA kann ich jetzt auch in aller Ruhe ausprobieren. Eine traditionelle Lao Massage hatte ich noch nie, also nichts wie los, auch wenn sie hier etwa das doppelte kostet Als sonst üblich, wie Peter mir vorrechnet. Von den ca. 14 Franken für eine Stunde können wir zuhause nur träumen. Eine kleine, zierliche Frau mit erstaunlicher Kraft in den Händen und Füssen macht hervorragende Arbeit. Wie werde ich diese Massagen wieder vermissen! Dazwischen lese ich die Berichte meiner Kinder, schaue mir die Fotos von Bali und Mexiko an, wo sie zurzeit sind und freue mich, dass sie sich schon jetzt solche Reisen leisten können. Woher haben sie ihre Reiselust bloss??? Meine Gedanken gehen aber ich zu meinem jüngsten Enkelkind, er wird schon so gewachsen sein wenn ich ihn das nächste Mal sehe. Es ist schön so an die Familie zu denken und zu erkennen dass alles gut ist, so wie es ist, Ich sende allen in der kalten Schweiz sonnige, warme Grüsse aus dem Norden Laos.

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