Hanoi, Vietnam

Hanoi, Vietnam
Hoàn Kiếm, Vietnam
Hoàn Kiếm, Vietnam Heute gibt es keine Fotos, nachdem ich jetzt zum 3. mal das Neujahr wieder schreiben musste, habe ich es heute nicht gewagt mit dem iPhone Fotos zu machen, denn jedes Mal hat es meine publizierte Seite wieder mit dem Draft auf dem iPhone überschrieben. Heute ist Reisetag, mit Singapore Airlines geht es am Morgen nach Hanoi, es is doch ein gut 4-stündiger Flug und das Warten am Zoll und beim Gepäck brauchte auch noch viel Zeit. Mein Hotelzimmer im Royal Palace Hotel ist recht hübsch und sauber, sogar eine ziemlich neuwertige Dusche habe ich und Orchideen auf dem Bett, alles für USD 30 pro Nacht inklusive Frühstück. Das Hotel liegt direkt am Rande der Altstadt und man kann alles zu Fuß erreichen. Ich habe sogar wifi und einen Laptop im Zimmer (der hat aber keine Verbindung zum Internet). Der Eigentümer ist äußerst freundlich und gibt mir viele gute Tipps. Ich kann jetzt schon erkennen, weshalb dieses 3-Sterne Haus so gute Beurteilungen hat. Die Fahrt vom Flughafen nach Hanoi lässt mich an meine Seminare denken, da ist eines der Themenschwerpunkte „der erste Eindruck“. Oder es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck. Wenn man das auf die meisten asiatischen Städte anwenden würde, müsste man tatsächlich jeweils direkt umkehren. Die Strassen von den Flughäfen sind generell grässlich, aber Hanoi toppt es noch. Was für ein „Kulturschock“ nach dem geräumigen, sauberen Singapur. Aber das ist ja das spannende, und ich marschiere gleich los, was gar nicht so einfach ist. Mit Stadtplan bewaffnet mache ich mich zunächst auf die Suche nach einem ATM um 1’000’000 vietnamesische Dong abzuheben. Wieder einmal als Millionärin unterwegs, wie früher in Italien. Der Gegenwert ist ca. CHF 45, und ich habe heute schon fast alles ausgegeben. Das aber nur, weil ich mir einen Pullover und eine Regenjacke gekauft habe, denn hier ist es kalt und ich habe Zuhause nun doch etwas zu viel wieder aus dem Rucksack gepackt, da ich den Süden im Kopf hatte. Hier tragen fast alle dicke Wintersachen, aber ganz so kalt ist es für mich denn doch nicht. Die Altstadt Hanois ist sehr lebhaft, laut und voll verwinkelter Gassen und Strassen, trotz Stadtplan ist es schwierig auf direktem Weg zum See zu kommen – aber wer will schon einen direkten Weg? Es gibt so viel zu schauen, aber hier muss ich wieder vermehrt schauen wohin ich trete und mir auch auf den Trottoirs (sofern es welche hat) einen Weg durch die Mofas, Frauen, Kinder und spielende Männer suchen. Meist muss ich auf die Strasse ausweichen, was einem Abenteuer gleich kommt. Ich bin ja einiges gewöhnt was Verkehr in Thailand, Malaysia und Kambodscha angeht, aber so etwas habe ich tatsächlich noch nicht erlebt. Man geht (oder fährt) einfach über die Strasse, egal ob es rot oder gerade grün ist. Irgendwie muss man sich durch die Fahrräder, Mofas und Autos durchschlängeln, anhalten tut keiner, man macht höchstens einen Bogen und hupt natürlich. Beim Hoan Kien Lake schlussendlich angekommen brauche ich dringend eine Pause, einen etwas ruhigeren Platz und eine Erfrischung. Hoch auf dem Dach gibt es ein City View Café wo ich zum ersten Mal vietnamesische Spring Rolls esse, sie schmecken ausgezeichnet. Auf dem Stadtplan sehe ich, dass es ganz in der Nähe ein Wasserpuppentheater gibt. Ich kann mir zwar nichts darunter vorstellen, aber gerade deswegen muss ich unverzüglich hin, ich bekomme noch ein Ticket – der teuerste Platz für 100’000 Dong – und sehe wieder etwas ganz Neues, für mich noch nie da Gewesenes, die „Bühne“ is eine Pagode und davor ein Wasserpool. In diesem Wasser spielen nun verschiedene Puppen ein farbenprächtiges Stück, was wir zwar auch nicht verstehen, aber sehr abwechslungsreich und gekonnt dargestellt wird. Ich kann mir lange nich erklären, wie diese „Marionetten“ geführt werden, zum Schluss kommen dann die echten Puppenspieler hinter den Rollos der Pagode hervor. Wieder auf dem Platz erwartet mich das Gewühl und der Lärm dieser quirligen Stadt und ich finde nun meinen Weg schon besser zurück Richtung Hotel. Ganz in der Nähe gibt es ein hübsches Restaurant und ich esse wieder einmal Fried Rice. Den Abend lasse ich etwas ruhiger angehen, ich hoffe dass ich heute nicht alles nochmals schreiben muss.

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