Hanoi, Vietnam

Hanoi, Vietnam
Hoàn Kiếm, Vietnam
Hoàn Kiếm, Vietnam In meinem Reiseführer steht: Wege durch den Altstadtdschungel… Also hatten Andere auch so ihre Schwierigkeiten sich in all den Gassen und Sträußchen zurecht zu finden. Heute am zweiten Tag in Hanoi kenne ich mich schon ganz gut aus und finde auf direktem Weg zum angepeilten Ziel. Am Morgen plane ich mit dem netten Chef des Hotels die Weiterreise, davon aber später, wenn ich unterwegs bin, sonst gibt es ja keine Neuigkeiten zu berichten. Mit dem Taxi fahre ich ans andere Ende der Stadt zum ethnologischen Museum, welches in meinem Reiseführer so gerühmt wird. Es ist erstaunlich wie viele Völker es in diesem Land gibt. Das Aussehen der Menschen ist zum Teil recht unterschiedlich und zum anderen für mich manchmal kaum wahrnehmbar. Einige Völker tragen nur graue und schwarze Kleidung, andere sind ganz farbenprächtig geschmückt. Das Museum zeigt die verschiedenen Handwerker und ihre Fertigkeiten. Vieles machen Sie wie unsere Vorfahren, anderes ist für mich eher ungewöhnlich, so werden auch hier Schattenfiguren gefertigt und die bereits beschriebenen Wasserpuppen. Die wunderschönen Stoffe lassen mein Herz höher schlagen. Im großen Garten des Museums sind verschiedene typische Häuser der Regionen aufgebaut, ein kleines „Ballenberg“ auf vietnamesisch. Das Langhaus finde ich besonders interessant. Etwas ganz Neues (für mich) habe ich auch hier wieder entdeckt. Da steht ein „Friedhofhaus“ in welchem ganze Familien begraben werden. Diese Begräbnisstätte ist umzäunt und mit großen Holzskulpturen geschmückt, welche schwangere Frauen sowie Männer und Frauen darstellen, die ihre intimsten Stellen zeigen (frei übersetzt vom Hinweisschild). Diese Skulpturen zeigen die Fruchtbarkeit und den Fortbestand der Familien. Ein schöner Gedanke, finde ich, anstatt das Ende eines Lebens zu betrauern, sich am Weiterbestand der Sippschaft zu erfreuen. Nun auf zum Westsee wo die Tran Duoc Pagode mitten in einer Brücke, auf einer kleinen Insel steht. Ein Mofafahrer will mich überzeugen, dass er ein sehr sicherer Fahrer sei, ich ziehe aber eine Taxifahrt vor, in Anbetracht des hiesigen Verkehrsverhältnisses. Bei der Pagode hat es viele Touristen aber ich kann ein paar schöne Bilder „schiessen“. Zu Fuß gehe ich dem Ufer des Westsees entlang, durch den botanischen Garten zum Ho Chi Minh Mausoleum, welches ich aber nur im Vorbeigehen anschaue. Für mich ist dieser Name mit Krieg und schlimmen Nachrichten aus meiner Kinder- und Jugendzeit verbunden, also nichts zum näher kennenlernen. Weiter geht es durch die Altstadt und ich entdecke ein kleines Restaurant „Fresh and Natural“ mit nur frischen Säften und Früchten (Sandwiches könnte man auch haben) und ich schlemme eine ganze Schale frische Früchte mit Joghurt, welches viel dicker ist als bei uns, und trinke endlich mal wieder einen geliebten Mangoshake. Nach diesen „Vitaminbomben“ gehe ich frisch gestärkt auf weitere Entdeckungstour durch die Altstadt. Eine Massage wäre doch jetzt genau das Richtige. Ich frage im Hotel beim vorbeigehen nach einer guten Adresse, leider muss ich sagen, denn die Massage war nicht wirklich gut und der Preis für hier viel zu hoch. Nun ja, es kann ja auch mal etwas noch besser werden. Ein langsamer Spaziergang am Abend mit anschließendem Abendessen in einem hübschen Restaurant beenden den aktiven Teil des heutigen Tages, wobei das Schreiben ja auch aktiv ist, nur anders. Das Schreiben ist für mich Vieles gleichzeitig, ich reflektiere das Tagesgeschehen, denke dabei weit mehr als ich hier preisgeben möchte, sortiere meine Gedanken und ich spüre, dass ich mir eine gute Gesellschaft bin. Ich habe mir viel zu sagen…. Im schönen Jahrbuch, welches ich von Barbara erhalten hatte steht ganz zu Beginn des Jahres der Spruch: Wenn du etwas ganz fest willst, dann wird das gesamte Universum dazu beitragen, dass du es auch erreichst. Dabei finde ich es auch wunderschön, dass meine Einträge dazu beitragen dass ich so schöne Wünsche aus der Heimat erhalte, mit der Zusicherung dass das Jahr 2015 gut werde, vielen Dank. Der freundliche Taxifahrer heute Morgen sprach davon, dass ich glücklich sei, gerade jetzt in Hanoi zu sein, da die meisten in den „happy new year holidays“ seien…… sonst sei noch viel mehr Verkehr…. Einerseits kann ich mir kaum vorstellen wie hier noch mehr Verkehr überhaupt Platz hat und andererseits finde ich es toll dass die Leute hier nicht nur von Neujahrsferien erzählen, sondern von glücklichen Neujahrsferien, toll oder? Also bin ich in meinen GLÜCKLICHEN NEUJAHRSFERIEN, sie dauern einfach etwas länger.

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