Fjorde und kleine, grosse Stadt Tromsö

Fjorde und kleine, grosse Stadt Tromsö
Tromsø, Norway
Tromsø, Norway Das Frühstück ist herrlich, eine riesige Auswahl vom Buffet. Ich will noch kurz den Parkplatz vor dem Hotel bezahlen bevor wir zum Schiffanleger ganz in der Nähe gehen. Ich habe Zuhause eine Fjordfahrt mit einem alten Rettungsboot gebucht. Leider nimmt der blöde Automat für den Parkplatz nur gerade Geld für 2 Stunden und auch mehrere Versuche bringen mich nicht weiter. Der Herr an der Rezeption will mir zeigen wo wir das Fahrzeug den ganzen Tag parkier können, nur ist das zu weit weg um noch rechtzeitig wieder an der Anlegestelle zu sein. Netterweise will mir der Herr helfen, ich solle ihm den Autoschlüssel geben, dann würde er bis wir wieder kommen für uns Geld einwerfen und das Parkticket im Auto hinterlegen. Nur der Schlüssel befindet sich in Peters Hosentasche und er ist noch nicht nach unten gekommen. In Eile gehe ich zum Zimmer und Peter sitzt in aller Gemütsruhe an seinem Computer. Wie immer, in letzter Minute können wir los. Es ist angenehm wie wenig Touristen hier sind, es hat kaum Autos auf den Strassen, trotzdem hören wir immer wieder Schweizerdeutsch. Auch auf dem Schiff „Olav Ringdal“ gibt es kein Gedränge. Wir können die Gartenstühle auf dem Deck hinstellen wo wir wollen. Ja übrigens, es ist wunderschönes Wetter, der Himmel lacht ohne Wolken ganz blau auf uns herab. Das soll hier ja gar nicht so üblich sein. Wenn Engel reisen…. Nur sind wir ja noch nicht am Ende unserer Reise angelangt, also nicht zu früh rühmen. Die Fahrt geht gemütlich bis zum Ende des Fjords, ca. 1 1/2 Stunden. Die Dörfer am Ufer glänzen und spiegeln sich im klaren Wasser. Überhaupt sind die Farben hier viel intensiver, das Licht ganz besonders, einfach unbeschreiblich. Schneeberge und kleinere Berge wie in Schottland wechseln sich ab. Davor das tiefblaue Wasser mit den hübschen teils farbigen Häusern. Am Hafen in Tromsö stehen alte Hafengebäude aus Holz welche auf Pfählen gebaut sind, damit die Schiffe ihre Ladung direkt löschen können. Es gibt aber auch ganz moderne Gebäude, ein Stil Mischmasch sondergleichen. Am Ende des Fjords halten wir vor zwei kleinen Inseln, auf welchen während des Krieges die Munition gelagert wurde. Hier im tiefen Wasser können sich nun einige Passagiere mit Fischen versuchen. Die Sonne scheint warm, die Landschaft strahlt fast wahrnehmbare Ruhe aus, alles ist so friedlich. Auf der Rückfahrt zum Hafen sind wir dann froh um unsere Jacken, der Fahrtwind ist doch empfindlich kühl. In Tromsö, wie könnte es anders sein, will Peter Lebensmittel einkaufen sollten wir mal auf unserer Reise keine geeignete Gaststätte antreffen. Zuerst gehen wir die Storgata, die Einkaufsstrasse Tromsö’s entlang. Es hat einige Menschen welche hier flanieren und vor allem in den Strassencafés an der Sonne sitzen, aber in Anbetracht dessen dass heute ein Festival ist mit openair Rock Bands, ein Klacks. Wie rührend die paar Jugendlichen mit ihren ausgefallenen Klamotten, gerade richtig für das Festival. Ein Bier der nördlichsten Brauerei der Welt muss auch sein und das Abendessen geniessen wir in einem uralten typischen Norwegen Haus. Von wegen das Essen in Norwegen ist nicht geniessbar, bis jetzt habe ich nur Köstlichkeiten gegessen. Vermutlich ist das alte, von mir entdeckte Restaurant eines der teuersten am Platz, aber man gönnt sich ja sonst nichts…. Abend wird es hier nicht, die Sonne scheint die ganze Zeit, trotzdem werden wir müde vom draussen sein den ganzen Tag. Welch angenehmes Gefühl.

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