13. Januar 2019 – Hpa An und seine Tempel

Die erste Nacht, in der ich durchschlafen konnte. Das Hotel Thiri Pha An ist riesig, das Frühstück dürftig, im Bad steht das Wasser nach dem Duschen Zentimeter hoch, alles nicht so schlimm, aber Peters Erlebnis am frühen Morgen lässt uns nach einer Nacht bereits das Hotel verlassen.

Peter hört wie draussen auf dem Gang jede Türfalle ganz langsam ausprobiert wird und geht zu unserer Türe um sie aufzureissen sobald bei uns probiert wird ob sie sich öffnen lässt. Eine Frau rennt davon und erklärt dann: „I‘m looking for my room“.

Da wir für zwei Nächte gebucht hatten geben wir das als Grund an weshalb wir nur eine Nacht bezahlen wollen. Der Hotel Manager durchsucht die Überwachungskamera und alles ist genauso wie Peter es beschrieben hat. Es handelt sich um einen Gast, zur Erleichterung des Managers, es hätte ja auch eine Angestellte sein können. Kulanterweise haben wir nur diese eine Nacht zu bezahlen. Nun, es ist nichts passiert, in jedem Hotel der Welt kann so etwas vorfallen, wir haben noch alle unsere Sachen, trotzdem bin ich froh dieses ungemütliche Hotel zu verlassen.

Zorro zeigt uns die schöne Gegend mitten in den Karstfelsen. Zunächst fahren wir zu einem See mit einer kleinen Insel, welche durch eine Brücke zugänglich ist. Ein hoher Felsen ragt in den Himmel, eine Pagoda, welche mit Leitern erreichbar ist, ziert den Gipfel. Auch so etwas haben wir noch nie gesehen. Auf der anderen Seite erreicht man über „normale“ Treppenstufen eine kleine Plattform, eine Gebetsstätte mit Teppichen und einem Buddha. Ein Mönch sitzt dort, obwohl kaum Platz ist, Zorro erhält von ihm eine kleine Karte welche Glück bringt. Diese Karte überreicht er mir, ich müsse die immer bei mir tragen.  Unten treffen wir auf Peter, eine erfrischende Kokosnussmilch löscht den Durst.

Im Garten unterhalb des Klosters, welches über 3’800 Stufen erreichbar wäre, befinden sich hunderte von Buddhastatuen, jede in einem eigenen Häuschen, unglaublich.

Weiter geht unser Ausflug zu einer Höhle, in welcher Tausende kleiner Buddhas an den Wänden und Decken eingemeisselt sind, diese Figuren datieren zurück auf das siebte Jahrhundert.

Wieder führen viele Treppen zu einer riesigen Höhle. Auch hier Buddhas an vielen Wänden und in Nischen. Der Weg führt weit in die Höhle, etwas ungewohnt ist es schon das alles barfuss zu gehen, da man auch hier bereits unten an der Treppe die Schule auszieht.

In einem kleinen Dorf befindet sich ein hübsches Thai Restaurant in welches uns Zorro zum Lunch fährt. Das Essen ist ausgezeichnet und ich geniesse mein „Chicken with Cashew Nuts“.

Unser kleines Guesthouse mitten im Zentrum für die nächste Nacht ist zwar einfach, aber unser Zimmer ist frisch renoviert, blitzsauber und verfügt über alles was man braucht. Mitten in den jungen Backpackers fühle ich mich wohl und schöne Erinnerungen an meine „unorganisierten“ Reisen stellen sich ein. Von hier aus erkunden wir zu Fuss das Städtchen, während Zorro seine Siesta hält.

Der Sonnenuntergang ist vom Tempel aus besonders schön zu beobachten, es fehlt nur noch ein Boot welches durch den Lichtstreifen auf dem Wasser fährt, auch dieser Wunsch geht in Erfüllung.

Jetzt fehlt nur noch ein schönes Restaurant am Fluss  für ein gemütliches Abendessen. Natürlich kann Zorro auch damit dienen. Auch hier sind wir die einzigen Gäste überhaupt.

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