Autopanne und Montezuma

Autopanne und Montezuma
Montezuma, Costa Rica
Montezuma, Costa Rica Endlich ist es Morgen nach dieser eher unbequemen Nacht. Schnell ist alles gepackt und ich freue mich auf das Frühstück, nur läuft unser Auto nicht an. Offensichtlich hat die Innenbeleuchtung die ganze Nacht gebrannt und jetzt ist die Batterie alle. Einer Garage kann die nette Dame von der Rezeption nicht anrufen, zuerst verstehen wir dass sie kein Telefon besitzt, bis wir merken dass Sonntag ist und deshalb keine Garage offen hat, Ich lade auf meinem Handy die Bilder von Überbrückungskabeln herunter, aber auch unser Nachbar in der Cabina nebenan besitzt kein solches Kabel. Peter geht mit der Besitzerin in den Vorratsraum und entdeckt zwei normale Kabel, welche er und unser Nachbar entsprechend präparieren, auch damit kann überbrückt werden, und nachdem ich den Anlasser betätigt babe läuft unser Auto wieder, über das Geld für ein Bier ist unser Nachbar erfreut und wir müssen jetzt fahren, damit wir nicht wieder stehen bleiben. Nach etwa eine Stunde Fahrt stoppen wir bei einem Supermarkt und wie immer mit Peter kaufen wir zuviel ein, aber jetzt gibt es auf der Fahrt wenigstens so etwas wie Frühstück. Die Strasse, welche ich schon früher gefahren bin hat sich auch geändert. Inzwischen ist es eine gut unterhaltene, dreispurige Strasse ohne Löcher und man kann zügig fahren. Peter macht jedoch seine Besichtigungen per Auto, also schleichen wir durch die Gegend, damit man möglichst viel sieht. Da unterscheiden wir uns sehr, für mich ist das Auto ein Hilfsmittel um von A nach B zu kommen, für Peter ein Fortbewegungsmittel um alles zu besichtigen. Auf diese Weise sehe ich zwar viel am Strassenrand und in der weiten Umgebung, jedoch am Ort selber kommen wir meistens erst knapp vor Dunkelheit an, so dass das jeweilige Ressort und später ein Restaurant so ziemlich das einzige ist was ich zu sehen bekomme. Das zu Fuss auf Entdeckung gehen fehlt mir und ich will das auch in diese Reise noch einbauen, In Puntarenas kommen wir kurz vor zwölf an, d.h. die Fähre um elf ist schon weg und um zwei fährt die nächste Fähre nach Paquera auf der Guanacaste Halbinsel. Also bleibt uns nichts anderes als einen kleinen Imbiss mit Nachos und Bier zu uns zu nehmen, damit die Wartezeit nicht so lange ist, Das Einschiffen geht recht zügig vonstatten und ich geniesse das Hafenambiente. Pünktlich auf die Minute legt die Fähre ab und die Inseln kommen immer näher. Die Fahrt ist sehr entspannend, so dass wir beide ein wenig einschlafen. Die kleine Anlegestelle in Paquera ist nur ein winziger Punkt, man denkt man landet auf einer unbewohnten Insel dicht bewaldet und scheinbar undurchdringlich. Dieser Eindruck entsteht, da man in Costa Rica nicht an den Strand bauen darf, der soll allen Menschen zugänglich sein (kein privato wie im Tessin) und die Häuser dürfen nicht höher gebaut werden als die Bäume des Regenwalds. Die Strassen hier in Guanacaste sind sehr steil, bald schon werden sie auch zu den alt bekannten Naturstrassen mit mehr Löchern als etwas anderem. Den Weg nach Montezuma finden wir zum Glück ohne Probleme, denn gerade vor der Dunkelheit erreichen wir unser Cabinacolores. Unser Häuschen hat eine Veranda, endlich auch mit Hängematte. Das hervorragende Abendessen im empfohlenen Restaurant geniessen wir fast am Strand von Montezuma, hier hat sich nichts verändert, es ist nach wie vor der Ort mit Platz für Menschen, welche ihre Ideen verwirklichen wollen und keine allzu grossen Ansprüche haben. Es ist toll dass es solche Orte noch gibt,

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