Foto aus Myanmar

Diese Seite zeigt die aktuellen Berichte meiner Reise nach Myanmar und Thailand im Jahr 2019.
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14. Januar 2019 – Fahrt von Hpa An nach Mawlamyaing

Peter will heute kein Frühstück, er hat im Internet gelesen dass es in unserem Guest House nur asiatisches Frühstück gibt. Wir haben genug Zeit und ich will auf jeden Fall etwas essen. Im Frühstücksraum angekommen sehe ich Toast mit Toaster, Butter und Marmelade, was will man mehr? Wir haben aber nicht Zeit um alles zum Tisch zu tragen, da steht schon eine Art Omelette mit Kichererbsen und Wassermelone in Scheiben an unserem Platz. Überhaupt befinden wir uns in einem hübschen, sauberen Raum und jetzt erhält jede Person auch noch zwei Fotzelschnitten (so sagt man wenigstens bei uns). Sogar Peter schmeckt dieses Frühstück. Erneut wird der Unterschied unsrer Art deutlich, Peter schaut ins Internet, macht sich ein Bild und geht dann nicht frühstücken, ich dagegen gehe einfach hin, egal was Internet oder die Leute sagen und lasse mich überraschen. Diesmal eine deutlich positive Überraschung, obwohl ich mir eigentlich vorab gar keine Vorstellung machte.

Zorro fährt uns zu einem einsamen Kloster, welches gemäss seinen Erklärungen kaum bekannt ist, nicht einmal bei den Einheimischen. Wunderbare Schnitzereien zieren die Gebäude, und alles wird von diesem kleinen Dorf unterhalten, da gebe ich gerne etwas, damit dieses schöne Denkmal erhalten werden kann. Beim Ausgang treffen wir auf ein hübsches Brautpaar in ganz besonderen Kleidern, wir dürfen ein Bild machen.

Die Fahrt durch das Land führt durch Reis- und Sojabohnenfelder. Kleine Häuser säumen die Strasse, Kinder spielen, Verkehr gibt es kaum. Die Strasse selber ist zwar recht holperig, Peter meint man hätte sich Mühe gegeben möglichst viele Löcher und Erhebungen „einzubauen“, aber Zorro fährt sorgfältig, so dass wir nicht zu sehr durchgeschüttelt werden.

Unterwegs halten wir beim weltgrössten liegenden Buddha an. Die Männer jagen mich all die Stufen noch, selber bleiben sie unten. Die Aussicht von hier oben ist zwar gut, aber nicht gerade überwältigend. Von mir aus hätte man dieses riesen Beton Ding ohne Charme (nur gross) auslassen können.

Jetzt fahren wir zu unserem nächsten Hotel, dem Queen Jamadevi Hotel. Wunderhübsch liegt es  etwas ausserhalb in einem schönen Garten. Eine kleine Pause im klimatisierten Zimmer, Siesta eben, bevor wir wieder losfahren. Auf geht es zum Tempel, um erneut einen Sonnenuntergang zu bewundern. Hier muss sogar Peter einige Treppen steigen, da der Lift kaputt ist.

Zum Fluss und Night Market ist es jetzt nicht mehr weit. Wobei der Night Market „nur“ aus kleinen Garküchen, Barbecue Ständen und dazugehörenden Tischen und Stühlen besteht. Eigentlich hatte ich mich gefreut ein wenig durch einen Markt zu schlendern, aber Fisch vom Grill ist auch sehr gut und das Gemüse dazu bekommen wir beim Chinesen. Ein ganzer Fisch ist jedoch etwas zu gross für mich, besonders habe ich den Geschmack vom „Red Snapper in Garlic and Pepper“ erwartet, dem ist nicht so, also überliess ich Zorro die Hälfte meines Fisches. Zum Glück isst er mit, so können wir immer die eine Hälfte abgeben und er ist glücklich.

13. Januar 2019 – Hpa An und seine Tempel

Die erste Nacht, in der ich durchschlafen konnte. Das Hotel Thiri Pha An ist riesig, das Frühstück dürftig, im Bad steht das Wasser nach dem Duschen Zentimeter hoch, alles nicht so schlimm, aber Peters Erlebnis am frühen Morgen lässt uns nach einer Nacht bereits das Hotel verlassen.

Peter hört wie draussen auf dem Gang jede Türfalle ganz langsam ausprobiert wird und geht zu unserer Türe um sie aufzureissen sobald bei uns probiert wird ob sie sich öffnen lässt. Eine Frau rennt davon und erklärt dann: „I‘m looking for my room“.

Da wir für zwei Nächte gebucht hatten geben wir das als Grund an weshalb wir nur eine Nacht bezahlen wollen. Der Hotel Manager durchsucht die Überwachungskamera und alles ist genauso wie Peter es beschrieben hat. Es handelt sich um einen Gast, zur Erleichterung des Managers, es hätte ja auch eine Angestellte sein können. Kulanterweise haben wir nur diese eine Nacht zu bezahlen. Nun, es ist nichts passiert, in jedem Hotel der Welt kann so etwas vorfallen, wir haben noch alle unsere Sachen, trotzdem bin ich froh dieses ungemütliche Hotel zu verlassen.

Zorro zeigt uns die schöne Gegend mitten in den Karstfelsen. Zunächst fahren wir zu einem See mit einer kleinen Insel, welche durch eine Brücke zugänglich ist. Ein hoher Felsen ragt in den Himmel, eine Pagoda, welche mit Leitern erreichbar ist, ziert den Gipfel. Auch so etwas haben wir noch nie gesehen. Auf der anderen Seite erreicht man über „normale“ Treppenstufen eine kleine Plattform, eine Gebetsstätte mit Teppichen und einem Buddha. Ein Mönch sitzt dort, obwohl kaum Platz ist, Zorro erhält von ihm eine kleine Karte welche Glück bringt. Diese Karte überreicht er mir, ich müsse die immer bei mir tragen.  Unten treffen wir auf Peter, eine erfrischende Kokosnussmilch löscht den Durst.

Im Garten unterhalb des Klosters, welches über 3’800 Stufen erreichbar wäre, befinden sich hunderte von Buddhastatuen, jede in einem eigenen Häuschen, unglaublich.

Weiter geht unser Ausflug zu einer Höhle, in welcher Tausende kleiner Buddhas an den Wänden und Decken eingemeisselt sind, diese Figuren datieren zurück auf das siebte Jahrhundert.

Wieder führen viele Treppen zu einer riesigen Höhle. Auch hier Buddhas an vielen Wänden und in Nischen. Der Weg führt weit in die Höhle, etwas ungewohnt ist es schon das alles barfuss zu gehen, da man auch hier bereits unten an der Treppe die Schule auszieht.

In einem kleinen Dorf befindet sich ein hübsches Thai Restaurant in welches uns Zorro zum Lunch fährt. Das Essen ist ausgezeichnet und ich geniesse mein „Chicken with Cashew Nuts“.

Unser kleines Guesthouse mitten im Zentrum für die nächste Nacht ist zwar einfach, aber unser Zimmer ist frisch renoviert, blitzsauber und verfügt über alles was man braucht. Mitten in den jungen Backpackers fühle ich mich wohl und schöne Erinnerungen an meine „unorganisierten“ Reisen stellen sich ein. Von hier aus erkunden wir zu Fuss das Städtchen, während Zorro seine Siesta hält.

Der Sonnenuntergang ist vom Tempel aus besonders schön zu beobachten, es fehlt nur noch ein Boot welches durch den Lichtstreifen auf dem Wasser fährt, auch dieser Wunsch geht in Erfüllung.

Jetzt fehlt nur noch ein schönes Restaurant am Fluss  für ein gemütliches Abendessen. Natürlich kann Zorro auch damit dienen. Auch hier sind wir die einzigen Gäste überhaupt.

12. Januar 2019 – Fahrt über Bago nach Hpa An

Das Frühstücksbüffet im Hotel Rose Garden ist riesig, zum letzten Mal geniessen wir diese Vielfalt, bevor Zorro uns zur langen Fahrt nach Hpa An abholt.

immer noch ganz aufgeregt erzählt er uns, dass gestern sein Neffe nach der Schule nicht wie üblich mit dem Bus zuhause ankam. Die ganze Familie, sieben Autos, haben in Yangon nach ihm gesucht. Offensichtlich gibt es immer wieder junge Menschen die „verloren“ gehen. Die Angst war gross, aber zum Glück hat um Mitternacht ein Taxifahrer den Jungen in Schuluniform gefragt wo er denn hinwolle, zu Fuss nach Hause (20 km), woraufhin dieser Taxifahrer den Jungen heim fuhr. Die Erleichterung kann man sich in etwa vorstellen, aber die Nacht für die ganze Familie war kurz. Und jetzt soll uns Zorro gute sieben Stunden durchs Land fahren? Um es vorweg zu nehmen, er hat es geschafft und uns sicher ans Ziel gebracht!

In Bago haben wir kurz die Sheemawdaw Pagoda besichtigt, sehr speziell, da in alle vier Himmelsrichtungen ein riesiger Buddhakopf  blickt.

Kurz  bevor wir Hpa An erreichen besuchen wir das Bayinnyl Cave, das heisst, ich gehe all die Treppen zu Höhle hinauf und Zorro wartet mit Peter unten auf mich. In der Höhle selber gibt es viele verschiedene Buddha Statuen und ein junger Mann will unbedingt mit mir ein Foto machen.

Swimmingpool am Abend und im Hotel Restaurant sehen wir heute zum ersten Mal einen Touristen. Es ist kaum zu glauben, tatsächlich sind wir hier die Einzigen, aber ich geniesse es. Was für ein Unterschied… obwohl die Orte, Häuser und Menschen auch in Thailand sein könnten, hier ist noch das richtige Asien.

11. Januar 2019 – Shwedagon Pagoda

So viele Tempel und Pagoden haben wir beide schon gesehen. Wir sind uns einig, SO ETWAS NOCH NIE! Obwohl die goldene Hauptstupa durch ein Bambusgerüst bedeckt ist, überwältigt uns diese Pracht. Gold, Schnitzereien, prachtvolle Diamanten, Rubine und Smaragde soweit das Auge reicht. Unzählige Tempel, eine ganze Stadt, es ist unglaublich. Wir gehen dem Schatten nach durch das Areal und staunen, besonders bemerkenswert ist die Ruhe, welche hier herrscht und ausgestrahlt wird. Wirklich eine Oase, mehr Einheimische als Touristen, und alles nicht in Scharen, welche Wohltat.

Zorro erklärt uns den Unterschied zwischen dem Myanmar Buddhismus und demjenigen von Thailand, Kambodscha etc. Hier gibt es „nur“ vier Buddhas, welche in einem Tempel nebeneinander als Bild dargestellt sind. Die Menschen in Myanmar bringen so viele Gaben zum Tempel, dass alle drei Jahre die echten Goldplatten an der Stupa erneuert werden können. Es ist eine Pracht, was etwas nachdenklich macht wenn man bedenkt, dass der Grossteil der Menschen in Myanmar in recht bescheidenen Verhältnissen lebt.

Das Nationalmuseum, welches wir anschliessend besuchen, zeigt unter anderem den echten Königsthron, welcher aus England wieder ins Ursprungsland gebracht wurde, leider ohne die Diamanten, Rubine und Smaragde, heute sieht man „nur“ noch die Schnitzereien,

Im vierten Stockwerk werden fünf verschiedene Kulturen Myanmars mit Trachten, Musikinstrumenten und Gerätschaften gezeigt. In einigen Videos sieht man die wichtigsten Brauchtümer der jeweiligen Ethnien.

In kleinen einheimischen Restaurants gibt es Wasser, Bier und zum Lunch geniesse ich Prawn Tempura, alles für etwa drei Schweizer Franken!

Die City Hall und das Monument schauen wir uns im Vorbeifahren an, Peter ist es zu heiss um das klimatisierte Fahrzeug zu verlassen.

Ein Bad im Hotel Swimmingpool (das erste überhaupt für Peter) ist erfrischend und erneut fühlen wir uns wie im Dschungel. Die Bäume und Pflanzen im Garten tun das Ihrige, aber auch Tierstimmen schallen in allen Varianten. Ach ja, jetzt wird es mir klar, auf der anderen Seite des Häuserblocks befindet sich der Zoo, daher wohl die vielen Tierstimmen.

Die Stadt Yangon hätte noch einiges zu bieten, aber ich freue mich auch auf das Land. Ich hoffe es bleibt eine Reise voll Überraschungen.

 

10. Januar 2019 – Yangon, Myanmar

Heute ist das Einchecken im Flughafen Don Mueang deutlich einfacher und weniger zeitaufwändig als wir es vom letzten Mal in Erinnerung haben. Der Weg vom Hotel zum Flughafen ist ebenso einfach wie kurz.

Unser Flug hat etwa eine Stunde Verspätung aber die Uhren in Myanmar gehen langsamer. Eine halbe Stunde müssen wir die Bangkok Zeit korrigieren, hier ist es bei der Landung erst 12 Uhr.

Zorro, unser Guide für die nächsten drei Wochen steht beim Ausgang und erwartet uns mit der Tafel „welcome Mrs. Helene and Mr. Peter. In der landesüblichen Art, mit langem Rock, gekleidet führt er uns zu einem Wechselschalter, da es hier am Flughafen den besten Kurs gibt. Mit grossen Bündeln Banknoten sind wir jetzt ausgerüstet für die nächsten Tage.

Ein grosser Van mit vielen netten Kleinigkeiten wie Wasser, Taschentücher und Erfrischungstücher ist von Zorro für uns bereit gemacht. Während der Fahrt zum Rose Garden Hotel in der City stellt sich Zorro vor. Wir erfahren auch bereits jetzt wie vielschichtig dieses Land ist, es gibt 135 unterschiedliche Kulturen in Myanmar mit verschiedene Sprachen. In den privaten Schulen lernen alle die Amtssprache Myanmar, jedoch gibt es immer noch Menschen in diesem Land, welche sich nicht untereinander verständigen können. Das Nationalmuseum zeigt die sieben wichtigsten Kulturen in der Ausstellung,

Das Hotel erreichen wir nach einer guten halben Stunde, sofort nach dem Einchecken wollen wir los. Zorro fährt uns zu einem chinesischen Restaurant hinter einem Markt. Eine riesige Halle, sehr freundliches Personal und gutes „Fried Rice“. Peter braucht noch unbedingt seine Zigarillos und Wein, so dass Zorro uns zum grössten Markt in Yangon fährt, uns im Eiltempo durch die Strässchen und Gassen jagt, um die gewünschten Zigarillos ausfindig zu machen. Im gegenüberliegenden Shopping Center geht es wieder im Eiltempo zum Supermarkt.

Inzwischen fängt hier die Rushhour an und Zorro bringt uns zurück zum Hotel. Ein kleines Nickerchen, bevor wir in der Bar von der Happy Hour profitieren und anschliessend in den Strassen ein lokales Restaurant suchen.

Eine erste Nacht im fremden Land bricht an!

Flug nach Bangkok und Amari Don Mueang Hotel

Das sind die einzigen Momente an welchen ich mir wünschte mehr Geld für meine Reisen zur Verfügung zu haben; ein Swiss Flug in der Economy Class!

Ein alter Flieger, Knie an den Vordersitz gepresst, rechts, am Gang sitzt Peter, der wohl oder übel noch etwas von meinem Sitz benötigt, wenigstens auf Achselhöhe, links von mir sitzt eine kleine Asiatin, die aber keine Minute ruhig sitzen kann, dauernd auf Toilette muss und am Fenster ihre überdimensionale Handtasche platziert. Wie wohltuend wäre ein Sitz in der Business Class!

Aber auch dieser Flug nimmt ein Ende, überpünktlich landen wir in Bangkok. Passkontrolle, warten am Gepäckband, das Übliche eben. Den Shuttlebus zum Don Mueang Flughafen finden wir auf Anhieb da wir vor zwei Jahren schon von diesem Flughafen weiter flogen. Über eine Stunde braucht der Bus durch den Stadtverkehr.

 

Über eine Fussgängerbrücke erreichen wir das Amari Don Mueang Hotel wo wir eine Nacht bleiben werden um morgen früh von hier weiter zu fliegen.

Ein  Spaziergang zum Tempel, durch die Gassen und Garküchen, macht es deutlich; wir sind in Thailand…  ein Lächeln hier, ein Gruss dort und die Gerüche…. ein Traum. Zum Glück ist ein Lächeln international und den Gruss abnehmen und mich bedanken kann ich noch auf Thai. Es ist schön wieder hier zu sein.

 

Weihnachtliche Vorbereitungen und Vorfreude auf die Reise

Schlosseisbahn, Grüningen

Schlosseisbahn, Grüningen

Das Jahr neigt  sich bald dem Ende entgegen, Weihnachten steht vor der Tür, letzte Vorbereitungen für das Familienfest im Schloss Grüningen sind zu treffen.

Ich wünsche allen ein friedliches, stimmungsvolles Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Ein paar Tage nur noch, bis unsere grosse Reise nach Asien beginnt. Die Vorfreude ist gross; einerseits freue ich mich auf die Wärme, die freundlichen Menschen und vor allem auf Myanmar, ein Land welches mir bisher noch gänzlich fremd ist.

Ich habe mir vorgenommen, am fünften Tag der Reise besonders vorsichtig zu sein. Die letzten beiden grossen Reisen nach Australien und USA sind durch meine Unfälle, jeweils am fünften Tag der Reise, unter keinem guten Stern gestanden.

Myanmar, ein Land voll von Geheimnissen die es zu entdecken gilt. Ich freue mich!

Bald mehr auf dieser Seite.

Helene