Südostasien 2015

Reise nach Vietnam, Kambodscha, Laos und Thailand
30. Dezember 2014 – 25. Februar 2015

Saigon

Saigon
Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam
Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam Wiederkommen in eine Stadt, die man schon kennt ist sehr angenehm. Ich kenne die groben Richtungen, weiss wie gross die Distanzen in etwa sind, weiss um die Möglichkeiten des Verkehrs, kenne einige hübsche Cafés und habe die wichtigsten Sehenswürdigkeiten schon gesehen. Frühstück gibt es im Hotel Majestic auf der Dachterrasse mit Blick über den Saigon River, ein tolles Buffet erwartet mich, es hat alles was man sich nur vorstellen kann, und diese Brioche…. Mmmh, ich kann nicht widerstehen und esse gleich zwei Stück davon, ich lasse mir Zeit, denn so ein tolles Frühstück hatte ich auf dieser Reise bisher noch nie. Gemütlich schlendere ich abseits der üblichen Touristen Routen durch die Stadt Richtung Zoo und botanischen Garten. Ich sehe Kinder, welche in die Schule gehen, gepflegte Parks und grosse Geschäftshäuser. An einer Strasse gibt es Strassenhändler, welche Aquariumfische in Plastikbeuteln an ihren Fahrrädern zum Verkauf anbieten. Zoo und botanischer Garten sind zusammengelegt, eigentlich eine gute Mischung finde ich. Viel Grün, dazwischen Bonsai, Orchideen, kleine angelegte Wasserspiele, mit Springbrunnen, Wasserfall und Bäche, welche teilweise mit Seerosen bewachsen sind. Die Tiere haben meist recht hübsche Käfige, auch wenn die nicht ganz so modern und nach den neuesten zoologischen Erkenntnissen gestaltet sind. Es ist schön nach einem lange Spaziergang durch den Garten ein wenig im Schatten zu sitzen, das Geplätscher des Springbrunnens im Ohr und in meinem Reiseführer zu stöbern. Auf nochmals anderen Wegen gehe ich durch die Stadt. Einigen der ganz grossen Hotels wie Hyatt, Sofitel etc. begegne ich auf meinem Weg. Büroangestellte kommen von ihrer Mittagspause wieder in ihre Büros. Sie essen in den Strassen Restaurants mit kleinen Tischen und „Kinderstühlen“, ja die Stühle hier sind tatsächlich so klein wie bei uns die Stühle im Kindergarten. In einem grossen Einkaufszentrum, das erste das ich hier betrete, entdecke ich einem Apple Shop und kaufe mir einen kleinen Adapter, so dass ich meine Fotos aus der Kamera direkt auf meinen iPad laden kann. Eine tolle Sache, jetzt bin ich ausgerüstet, nur das wifi ist hier leider sehr schwach, zwar nicht aus dem Jahre 1925 wie das Hotel, aber sicher aus dem letzten Jahrtausend….. Afternoon Tea bei Klavier und Saxophon Klängen im Hotel Majestic ein tolles Erlebnis, welches ich so richtig geniesse. Allein dafür hat sich der Aufenthalt hier gelohnt. Die Musik entführt mich in eine romantische Stimmung, die schönen Häppchen tun ihr übriges, das alles inmitten dieses „old Fashion“ Hotels, einfach toll und unbeschreiblich. Das Abendessen lasse ich ausfallen, ich habe einen grossen Teller Früchte auf meinem Zimmer. Ich bereite noch meine Sachen für morgen, wo ich zu meiner dreitägigen Tour durch das Mekong Delta Richtung Phnom Penh starte, um dann Vietnam so langsam zu verlassen. Mein Visum läuft in wenigen Tagen ab.

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Tour ins Mekong Delta

Tour ins Mekong Delta
Ninh Kiều, Vietnam
Ninh Kiều, Vietnam Heute heisst es endgültig Abschied nehmen von Saigon. Noch ein letztes Frühstück über dem Saigon River und mein Bus, der mich mit einer Stunde Verspätung abholt, bringt uns in ca. 1 1/2 Stunden nach My Thao, wo unsere kleine Gruppe von 12 Personen in ein Boot auf dem Fluss der sieben Drachen umsteigt. Die Menschen hier sprechen nicht vom Mekong River, sondern vom Drachenfluss (übersetzt). Auf der Fahrt hierher erfahre ich einiges über Vietnam. Dieses Land muss in den vergangenen 5 Jahren extreme Fortschritte gemacht haben. Es ist die Nummer eins weltweit was den Reisexporf betrifft, Nummern zwei, nach Brasilien, für Export von Kaffee, und Platz eins für schwarzen Pfeffer. Die Bevölkerung wächst im Moment jedes Jahr um eine Million, was die Regierung versucht in den Griff zu bekommen, indem sie allen Regierungsangestellten die Rente streicht, sollten sie mehr als zwei Kinder auf die Welt stellen. Krass, aber immerhin erlaubt man den Familien zwei Kinder, nicht wie in China nur eines. Für die Schulen müssen die Eltern bezahlen, deshalb kann man nicht davon ausgehen dass wirklich jedes Kind zur Schule gehen kann, obwohl es eine Art Stipendien von der Regierung gibt, sollten die Eltern keine Möglichkeiten haben die finanziellen Mittel aufzubringen, aber ganz gratis sind nur die Universitäten für Militär und Polizei, weil diese Studenten später dem Staat dienen werden. Mit dem Boot ab My Thao fahren wir zur Turtoise Insel, weitere Inseln befinden sich im Fluss, diese sind die Drachen, Phönix und Unicorn Inseln. Eine Bienenfarm ist unser nächstes Ziel. Ich bin die einzige aus unserer Gruppe die sich getraut mit dem Finger durch die Bienen in den Stock zu fassen um ein wenig Honig zu naschen, verschiedene Honig und daraus hergestellte Erzeugnisse können degustiert werden. Eine Kokosnuss Candy Fabrik kann besichtigt werden. Diese Candys werden alle von Hand hergestellt und einzeln eingepackt. Endlich kommt nun die von mir lange ersehnte Ruderbootsfahrt in den kleinen Kanälen zwischen den Palmen. Die Fahrt dauert leider nicht sehr lang und ich muss erkennen, dass auch das hier zur Touristen Attraktion verkommen ist, teilweise müssen drei Boote gleichzeitig eine enge Stelle passieren, was oft zu Gedränge führt. Nichts desto trotz ist es amüsant und ich steige entspannt wieder aus. Ein Tisch in einem Garten mit vielen tropischen Früchten wartet auf uns. Traditionelle Musik wird zum besten gegeben. Auch hier knüpfe ich meine Verbindungen, da „Tiger“ unser Guide sehr sympathisch ist, gut Englisch spricht und viel über Land und Leute erzählt, will ich von ihm wissen, ob er auch private Touren organisiere, bei welchen man noch mit den kleinen Ruderbooten durch touristisches Niemandsland fahren könne und in einem Homestay übernachten könne? Er versichert mir, dass ich keinen einzigen Touristen sehen würde und wir tauschen unsere E-Mail Adressen. Meine nächste Reise hierher ist schon im Kopf am entstehen, hat jemand Lust mitzukommen? Mit kleinen Pferdekarren werden wir zum Lunch gebracht. Das schöne an einer grossen Runde ist, dass viele verschiedene Schüsseln auf den Tisch kommen und man alles probieren kann. Schön dekoriert kommt ein Elefantenohrfisch aufgestellt in einer Halterung zu uns und wird vom Personal fachmännisch von den Gräten geschält. Dieser Fisch kommt mit anderen Zutaten in die Frühlingsrollen, welche direkt vor unseren Augen zubereitet werden. Über den Mekong erfahren wir mehr von unserem „Tiger“. Dieser Fluss ist die Lebensgrundlage für die Fischer, Reis- und Gemüsebauern. Früher wurde das Wasser aus dem Mekong auch zum trinken benutzt, heute haben die Menschen mehr Geld und kaufen sich das Trinkwasser in den grossen Bidons. Der Fluss gibt aber auch Anlass zur Sorge. Da China und Kambodscha viele Staudämme zur Stromgewinnung gebaut haben kommt jedes Jahr we***** Wasser bis um Delta, was sich auf die Fischbestände negativ auswirkt. Auch die Reisfelder brauchen viel Wasser, was irgendwann vielleicht zum Problem wird, sollte der Wasserpegel weiterhin sinken. Ein weiteres Problem stellt die Sandgewinnung aus dem Flussboden dar. Viel zu viel Sand wird dem Fluss entnommen und nach Singapur exportiert, was dazu führt dass von den Inseln und dem Festland immer wieder Teile im Fluss versinken. Durch diese immense Bautätigkeit in Singapur wird Singapur immer grösser und Vietnam „kleiner“. Nach dem Lunch fahren wir mit dem Boot wieder zur Anlegestelle, wo ich leider meine kleine Gruppe verlassen muss. Diese fahren heute wieder zurück nach Saigon und ich muss mich einer anderen Gruppe anschliessen. Dieser grössere Bus fährt nun weiter bis nach Can Tho, wo wir in verschiedenen Hotels untergebracht sind. Meine ursprüngliche Annahme, ich könnte in einem Homestay bei ansässigen Bauern übernachten hat sich als nicht richtig erwiesen. Ich bin hier in der 1,5 Milionen Stadt Can Tho, habe den Night Market und die festlich beleuchteten Strassen direkt vor der Tür und muss feststellen, dass meine Vorstellung vom ländlichen Mekong Delta nicht den Tatsachen entspricht. Heute esse ich an der Strasse eine Nudelsuppe, es lebe die Abwechslung…..

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Floating Market

Floating Market
Châu Đốc, Vietnam
Châu Đốc, Vietnam Am frühen Morgen starten wir mit dem kleinen Boot zum Cai Rang Floating Market, ursprünglicher Markt der noch heute reges Treiben zeigt. Die Boote sind ach hier grösser und vor allem motorisiert worden, aber das tut der Stimmung keinen Abbruch. Gleich zu Beginn werden wir von einem kleinen Boot begleitet, welches heissen und kalten Kaffee und Softdrinks anbietet, die „floating Minibar“. Die recht grossen Schiffe haben in ihrem Bug jeweils eine Bambusstange befestigt, an welcher die Produkte welche verkauft werden weithin sichtbar befestigt sind. Es handelt sich hier um den en gros Markt, alle kleinen Händler, Restaurants und Hotels kaufen hier ihre frönt the, Gemüse, Reis, Kartoffeln etc. ein. Das laute verhandeln der Händler ist sehr laut, und wie schon so oft denke ich, dass die Menschen streiten, was ja wohl nicht sein kann. Die Laute sind recht stark, werden vielfach fast schreiend ausgestossen, aber dann lachen sie und man merkt, dass es sich wohl doch um einen Scherz gehandelt haben muss. Unser Boot hält inmitten des Marktes und jetzt werden wir von vielen kleinen Booten umringt. Die einen verkaufen wieder Kaffee etc., andere frische Mangos, Ananas und Pomelos. Auf einem weiteren Boot werden sogar kleine Spiesse gegrillt und man kann sie zusammen mit Reisnudeln, Reis und Gemüse kaufen. Eigentlich hätten wir ohne Frühstück losfahren können. Ich begnüge mich mit einer halben Pomelo, eine ganze wäre doch etwas viel. Wollen wir sehen wie die Reis Vermicelli Nudeln hergestellt werden? Bei einem kleinen Haus mit grossem Garten verlassen wir erneut unser Boot und schauen zu wie zunächst grosse Flächen Reispapier hergestellt werden, um diese grossen dünnen Papiere, nach etwa 2 Stunden an der Sonne trocknen, durch eine grosse Presse gedreht werden, die gleichzeitig die ganz dünnen Nudeln schneidet. Eine Reisfabrik wird als nächstes besichtigt. Wir erfahren wie die einzelnen Arbeitsschritte zu „unserem“ weissen Reis hier getrennt von statten gehen. Viel interessanter sind die Informationen rund um den Reis und, wie könnte es anders sein,den Krieg. In den Jahren 1943 – 1945 starben im Norden von Vietnam über zwei Millionen Menschen aufgrund der grossen Hungersnot, die damals herrschte. Indirekt war auch hierfür der Krieg schuld, denn die Japaner kamen zu den Farmen und haben alles Reis für die Soldaten requiriert, seit dieser Zeit werden in Nord Vietnam auch Hunde und Katzen gegessen, die Menschen hatten ganz einfach keine andere Wahl. Im Mekong Delta gibt es insgesamt 28’000 km Wasserstrassen, welche alle miteinander verbunden sind, der Handel findet fast ausschliesslich auf dem Wasser statt. Die Fahrt entlang dieser Wasserstrassen gibt Einblicke in das örtliche Leben. Die Häuser direkt am Fluss sind auf Stelzen gebaut, da das Wasser bei Flut ca. 2 m höher steigt. Diese Häuser sind zum Teil aus Holz, andere nur aus Wellblech oder aus Beton. Alle Häuser haben einen Ausgang zum Wasser hin, wo man mit dem Boot anlegenden. Überall hängen die Kleider an Stangen vor den Fenstern und ich sehe Frauen die mit Kesseln das Wasser aus dem Fluss zum Wäsche waschen heraufholen. Ich sehe direkt in Werkstätten von Schreinern, Mechaniker, Schneider. Das Leben findet hier auf und am Fluss statt. Nach der Mittagspause in CanTho bringt uns der Bus nach Chau Doc.

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Reisetag auf dem Mekong

Reisetag auf dem Mekong
Phnom Penh, Kambodscha
Phnom Penh, Kambodscha Frühes Frühstück um 6 Uhr, damit ich anschliessend zum Schiffssteg fahren kann wo ich die Gruppe wieder treffe. Das Visaformular für Kambodscha kann ich schon hier ausfüllen, was später an der Grenze einiges einfacher macht. Zunächst fahren wir mit einem Boot zu einer Fischfarm in einem schwimmenden Dorf, die Fische werden gefüttert und springen alle gleichzeitig auf, was ganz lustig aussieht, nur habe ich schon so viele Fischfarmen gesehen, dass es für mich nichts Neues ist. Ich schaue mir lieber das schwimmende Dorf an. Wir besuchen noch ein Muslim Dorf auf einer Insel im Mekong, wo sich die Champa Minderheit niedergelassen hat. Dieses Volk spricht auch eine eigene Sprache, die sehr an das Kambodschanische erinnert. Ein Haus mit einigen Webstühlen und den entsprechenden Handarbeiten kann besichtigt werden. Erneut trennt sich die immer grösser gewordene Gruppe. Einige besichtigen noch mehr Sehenswürdigkeiten und fahren danach nach Saigon zurück, „meine“ Gruppe für Kambodscha soll warten. Ein kleines Schiff, auf welches unsere Gepäck geladen wurde, holt uns nach ei***** Zeit ab. Hier dauert es immer 15 Minuten wenn man fragt, das heisst aber unter Umständen auch 1 1/2 Stunden. Mit dem kleinen Schiff, etwa von der Grösse eines Limmatschiffs, fahren wir ca. 2 Stunden bis zur Grenze. Endlich sehe ich das ländliche Idyll des Mekong Deltas wie ich es mir vorgestellt habe. Kleine Orte wechseln ab mit Landschaften, Wäldern, ich kann Kinder baden sehen und ihre Kühe waschen. Besondere Freude macht mir zu beobachten wie drei kleine Kinder sich im Schlamm am steilen Ufer eine Rutschbahn gebaut haben und diese lachend und kreischend benützen. Auf der ganzen Welt fahren Kinder gerne auf einer Wasserrutsche, sei es im Winter auf Eis in den Rhein……(Insider Wissen) oder in den Mekong durch den Schlamm. An der Grenze sammelt unser Guide (schon wieder ein anderer) unserer Pässe, die Visa Formulare und je 35 USD ein, und wieder heisst es warten. O Nach ei***** Zeit fahren wir mit dem Schiff weiter bis zum kambodschanischen Grenzposten, wo wir den Stempel im Pass neben dem Visum erhalten. Alles läuft reibungslos, es hat auch seine Vorteile wenn ein Guide alles übernimmt. Im etwas grösseren Schiff ergattere ich mir einen Platz auf dem oberen Deck wo es recht angenehme Stühle im Schatten hat. Weitere vier Stunden geht die Fahrt auf dem Mekong bis Phnom Penh. Es ist gewaltig, dieser Strom, voll mit Inseln, umgeben von viel Natur, vor allem das Schilfgras mit den silberfarbenen Wedeln haben es mir angetan. Manchmal scheint ein ganzes Stück am Ufer ganz silbern zu schimmern. Ab und zu begegnen wir einem Dorf, teilweise mit schwimmenden Häusern, und sonst einfach nur Wasser und Himmel. Mein Wunsch nach einer Fahrt auf dem Mekong ist nun wahr geworden. Von fern sehe ich schon die Umrisse von Phnom Penh und wie gross ist meine Freude als wir genau an dem Schiffssteg ankommen wo sich „mein“ Restaurant befindet. Schon als für mich das Ziel Phnom Penh feststand war für mich klar, dass ich in genau diesem Restaurant Fish Amok essen werde, das beste Fischgericht, welches ich je gegessen habe. In „meinem“ kleinen Boutique Hotel, welches ich von meiner letzten Reise her kenne, beziehe ich mein Zimmer mit Balkon, ich weiss ja schon worauf ich beim Buchen achten muss. Das Zimmer ist sehr hübsch und ich freue mich wieder hier zu sein. Nach der langen Fahrt will ich mich jetzt einfach nur bewegen und nun muss ich mir klar werden wie meine Reise weitergehen soll, Vier Wochen Vietnam liegt nun hinter mir, ein Reiseziel ursprünglich nicht von mir ins Auge gefasst, aber als gemeinsames Reiseziel definiert, wurde nun von mir ALLEIN bereist und es war toll. Ich habe jetzt ein Visum von 30 Tagen für Kambodscha, soll ich bleiben oder soll es Burma oder Laos sein, beides Länder die ich noch nicht kenne, oder soll ich meinem ursprünglich angepeilten Plan treu bleiben und in den Süden von Thailand fliegen? Ich wollte ursprünglich diese Reise durch Asien benützen um von „meinem“ Thailand Abschied zu nehmen, mich an einige Orte zu begeben um die schöne Gegend noch einmal ganz für mich alleine zu erleben. Das spannende ist, dass dies im Laufe meiner Reise immer we***** wichtig wurde. Wo wollte ich nochmals hin? Koh Phil Phi – das erste Mal war ich dort mit meinem Sohn und meiner zukünftigen Schwiegertochter an meinem 29. Hochzeitstag, danach einmal mit Max, was mich ein Vermögen gekostet hat und keine Freude brachte, dann wieder mit Theresia, Barbara und meiner Tochter Melanie und ihrer Familie. Alle schönen Erinnerungen gehören nur mir und ich kann mich sehr gut an die Wege, an die Gespräche, an den verloreneren Babyhut etc.erinnern, auch der Pareo, von Barbara für mich dort gekauft, begleitet mich jetzt auf meiner Reise. Ko Lanta – das erste Mal mit Sohn und Schwiegertochter im Jahr 2006. als es noch klein und bescheiden aber wunderbar friedlich war, danach überwiegen auch hier die Erlebnisse mit meinen Freundinnen und meiner Tochter. Wie toll waren die Gespräche, wie angenehm die Massagen, wie niedlich das Sein mit Enkelin Joy. Ko Lanta Feeeling hatte ich diesmal bereits in Phu Quoc. In Aonang und Umgebung würde ich an den Strand von Klong Muang wollen, ein Mittagessen im Red Snapper Restaurant und eines im Wasserfall Garten einnehmen, ein Dinner im Frog and Catfish Restaurant erleben, mir eine Maniküre beim Strand vom Last Fisherman gönnen und vielleicht noch zum Wasserfall und den heissen Quellen fahren. Alles in zwei Tagen „abgehakt“. Der wunderschöne Nationalpark Kao Sok könnte mein nächstes Ziel sein. Aber für alles das müsste ich einen Flug buchen, ein Auto mieten, ein günstiges Hotel finden was ohne Reservation in der Hochsaison gar nicht so einfach ist und ich merke auf einmal, es ist gar nicht mehr so wichtig für mich. Ich kann mich jederzeit und überall in Gedanken in die von mir entworfene Hängematte legen, der Musik lauschen und in den Garten blicken und den von mir gebauten Wasserfall beobachten. Ich kann jederzeit meine schönen Erinnerungen an die vielen Orte hervorholen, denn diese Erinnerungen gehören einzig und allein mir. Dort wo es keine „weisst du noch“ mehr gibt muss man auch die Erinnerungen nicht mehr teilen. FAZIT: Ich werde als nächstes Reiseziel Laos wählen und noch mehr Neues sehen und erleben, Thailand kann warten und wenn ich mit lieben Menschen wiederkomme kann ich ihnen viel Schönes zeigen. Die Lady im Silk Shop kann sich sofort an mich erinnern und macht mir ein Kompliment, ich sähe viel besser aus als das letzte Mal, da sei ich immer müde gewesen. Umständlich wie immer aber sehr freundlich sucht sie mir einen Flug nach Vientiane und bucht ihn für mich. Eine Busfahrt in den Süden von Laos würde etwa 16 Stunden dauern und da ich die Strassen Kambodschas kenne buche ich lieber den teuren Flug. Im Norden von Laos gibt es so viel zu sehen, ich freue mich. Aber jetzt bin ich in Phnom Penh und zuerst gibt es einen Lavazza Capuccino im Café an der Ecke, danach spazieren an der schönen Strandpromenade bis zu deren Ende, wo sich mein Restaurant befindet. Ich finde zwar fast keinen Platz mehr, so voll ist es, aber dann erhalte ich doch noch einen hübschen Tisch mit Sicht auf den Mekong, der mich heute schon den ganzen Tag begleitet, Fish Amok und ein Mangoshake sind eigentlich schnell bestellt, nur lässt man mich warten, offensichtlich wartet die Bedienung auf meine Begleitung. Auf die erneute Frage ob ich denn alleine sei gebe ich zur Antwort, dass ich auch alleine Hunger hätte und gerne etwas bestellen würde. Musik und Tanz kann ich gleich neben meinem Tisch verfolgen und ich geniesse diesen Abend im schönen Restaurant mit all den Lichtern und dem wunderbaren Essen. Mein Reiseglück bleibt mir treu, auf der Fahrt hierher hatte ich mir noch überlegt ob wohl wieder M arkt ist auf dem grossen Platz, und ja klar, es ist Markt, und was für einer. Es gibt kaum ein Durchkommen, so viele Menschen drängen sich zwischen den Ständen. Es ist lustig sich einfach ein wenig treiben zu lassen, Die Stimmung in Kambodscha ist deutlich zu unterscheiden zu derjenigen in Vietnam. Ist es friedlicher? We***** hektisch? So genau kann ich es gar nich benennen. Heute vor 39 Jahren… es ist Üetlibergtag und wenn ich in Zürich wäre würde ich jetzt dort hinauf wandern!

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Phnom Penh

Phnom Penh
Phnom Penh, Kambodscha
Phnom Penh, Kambodscha Die Strassen und Plätze von Phnom Penh wieder zu entdecken welche Freude. Der Kaiserpalast, das Nationalmuseum, die Künstlerstrasse, immer wieder ein Besuch wert. Leider gibt es heute Abend im Nationalmuseum keine Vorführung, mir fehlt immer noch ein Schatten-Puppen-Theater in meinem Repertoire von Kambodscha. Der Central Market und die umliegenden Strassen sind auch amüsant. Will ich ein neues iPad oder ein neues iPhone kaufen? Natürlich nicht, aber hier käme man günstig dazu, die Frage ist nur ob es dann auch funktioniert. Zurück an meinem Mekong sitze ich gemütlich in der Lounge beim La Croisette und esse einen Salat Caprese. Ab und zu was italienisches tut gut und erfrischt angenehm, besonders da es hier zum Abschluss den Lavazza Kaffee gibt, eine kleine Ruhepause tut auch gut. Neue Strassen, andere Wege und so komme ich per Zufall in eine Strasse mit mehreren Dental Clinics. Es braucht zwar etwa Überwindung, aber es muss sein, meine Kontrolle und Dentalhygiene ist fällig. Ich suche mir eine sympathische Klinik, werde freundlich empfangen, selbstverständlich kann ich gleich warten, hier geht es nicht zwei Monate bis man einen Zahnarzt Termin bekommt, sondern nur zwei Minuten. Ich werde in ein kleines sauberes Zimmer, neben vielen anderen, geführt. Ein Stuhl und Geräte professionell wie bei uns und eine sehr kompetente Zahnärztin. Ich hatte noch nie so eine schonende Zahnreinigung, und das beste zum Schluss, es ist alles in Ordnung mit meinen Zähnen und das ganze kostet USD 10 (in Worten zehn). FAZIT: sollte ich in Zukunft etwas mit meinen Zähnen haben werde ich mir anstatt meiner Zahnärztin in Zürich hunderte von Franken bezahlen lieber einen Flug nach Phnom Penh leisten, dann habe ich fürs gleiche Geld auch noch Ferien. Und dann finde ich sie wieder, die „sehenden Hände“, ein Massagestudio wo Blinde arbeiten, und wirklich, die Hände meines Masseurs „sehen“ wo meine Verspannungen sind und knetet sie einfach weg. Ich finde das eine tolle Sache, so haben diese Menschen einen schönen Beruf und können sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen. In der Lounge an der Ecke beim Mekong beende ich dien Tag in einer schönen Stadt, schaue den vielen Menschen zu und bin rundum zufrieden.

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Im Osten nichts Neues oder liebe Grüsse aus Laos

Im Osten nichts Neues oder liebe Grüsse aus Laos
Vientiane, Laos
Vientiane, Laos Man ist nicht mehr richtig hier aber auch noch nicht dort. Diese Tage des Wartens auf einen Abendflug, man kann nicht mehr ins Zimmer, alles steht bei der Rezeption und man fühlt sich „zwischen Tür und Angel“. Leider gibt es nur diesen Abendflug nach Vientiane, also gehe ich nochmals durch die Strassen, an den Mekong, spaziere durch einen Markt und bleibe ein wenig in meinem Lieblingscafé. Meine Bücher habe ich ja immer mit, und zur Not gibt es noch Spiele. Heute ist es sehr heiss und ich suche, wie alle anderen auch, den Schatten. Wie wird die Temperatur in Laos sein? Die Gedanken eilen bereits ein wenig voraus. Aber ich geniesse das Hier und Jetzt einfach ein wenig ruhiger heute, da ich in allen Broschüren und Reiseführern wirklich nur noch die „Killing Fields“ finde, welche ich noch nicht gesehen habe, und diese zu besuchen weigere ich mich nach wie vor, Ich lese in meinem Reiseführer über Laos und freue mich riesig dieses schöne Land besuchen zu können. Ist es wirklich so toll? Ich hoffe es, bald werde ich einen ersten Eindruck gewinnen können. Der Flug mit Vietnam Airways dauert etwa 1 1/2 Stunden, und jetzt bin ich tatsächlich da. LIEBE GRÜSSE AUS LAOS… Der erste Eindruck – alles ist sauber, es hat sogar richtige Trottoirs welche bis zu den Häusern gehen, und nicht wie sonst nach dem Asphalt der Strasse erstmal ein ganzes Stück „Natur“, was denn gerade da ist, Steine, Gras, Sand, Schlamm oder alles durcheinander, erst dann kommt die Haustüre. Ich muss am Flughafen einen Einheitspreis ins Zentrum für das Taxi bezahlen, obwohl ich sage, dass ich noch keine Hotelreservation habe. Der Taxifahrer weiss mehrere hübsche und günstige Hotels und bringt mich zu allen hin, nur leider sind alle FULL. Endlich werde ich fündig, zwar nicht ganz meinen Vorstellungen entsprechend, aber wenigstens habe ich jetzt ein Bett für die kommenden zwei Nächte. Ja die Vietnam Preise scheinen nun tatsächlich vorbei zu sein, mal sehen wir es noch wird. Ich kann es natürlich nicht lassen, eine erste Erkundungstour muss noch sein. Einen ersten Tempel entdecke ich bereits.

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Im Osten viel Neues oder viele Grüsse aus Laos

Im Osten viel Neues oder viele Grüsse aus Laos
Vientiane, Laos
Vientiane, Laos Vientiane ist wirklich eine ruhige, freundliche Hauptstadt und die Altstadt ist sehr hübsch mit all den alten Häusern, vielen Cafés und Boulangeries. Ja wirklich, Vientiane ist sehr französisch angehaucht und oft findet man auch die Namen in dieser Sprache angeschrieben. Die Schrift in Laos kann man leider wieder nicht lesen, daher weiss ich auch nicht unbedingt welche Tempel ich überhaupt gesehen habe. Morgens um acht ist Vientiane gerade am erwachen, die Geschäfte und Cafés sind noch geschlossen, ausser dort wo es auch Frühstück gibt. Es hat Tempel ohne Ende, es kommt mir vor, als wenn hinter jeder Strassenecke ein neuer Tempel zu sehen ist. Das Morgenlicht is besonders angenehm zum fotografieren. Die Orientierung in der Altstadt ist einfach, zuerst der Mekong, der mich bis hierher begleitet, dann drei wichtige Paralellstrassen, mit den kleinen Verbindungsstrassen, an diesen spielt sich das ganze Leben ab. Es hat auch ein zwei Shoppingcenter, welche ich aber nicht mal eines Blickes würdige, Nachdem ich den Wat Si Saked Tempel mit Museum besichtigt habe lasse ich mich von einem Tuck-Tuck zu den weiteren Sehenswürdigkeiten fahren. Dass Ho Pha Keo Museum ist en sehr alter Tempel mit schönen Wandmalereien und antiken Skulpturen von Buddhas und Apsara Tänzerinnen. Ich übersehe leider die Tafel beim Eingang, dass fotografieren verboten sei, tatsächlich steht der Museumswächter neben mir, bis ich die bereits gemachten Bilder von meiner Kamera gelöscht habe. Etwas frustrierend, aber zum Glück musste ich nicht einen ganzen Film wie früher aus der Kamera nehmen. Einen Triumphbogen wie den Arc de Triomphe in Paris gibt es hier auch. Der Patuxai liegt in einem schönen Park. Der Tempel Pha That Luang ist ganz golden und schimmert strahlend vor dem blauen Himmel. Zum Xieng Khuan, dem Buddha Park dauert die Tuck-Tuck Fahrt über eine halbe Stunde. Jetzt komme ich aus der Innenstadt heraus in ländliche Gebiete. Zum Teil sehe ich Industrie, andere Tempel, Dörfer und einfach Natur am Mekong. Der Buddha Park ist eindrücklich, riesige Statuen sind im ganzen Park verteilt. Die Fahrt zurück dauert und zunächst mache ich Halt in einem hübschen Bistro, danach suche ich ein bestimmtes Touristenbüro um meine nächsten Tage sinnvoll zu planen. Da ich mit meinem Hotel, vielmehr dem Preis- / Leistungsverhältnis nicht glücklich bin mache ich mich auf die Suche nach einem hübschen Guesthouse für die eine Nacht nach der Exkursion. Wie immer, der Zufall will es, dass ich direkt hinter einem Tempel, etwas zurück versetzt von derHauptstrasse, eigentlich ganz versteckt, ein hübsches Guesthouse mit Garten und Terrasse finde, die sind zwar heute schon besetzt, aber am 5. Februar kann ich für eine Nacht ein Zimmer buchen. Will man in Vientiane ein hübsches, bezahlbares Zimmer haben, lohnt es sich auf jeden Fall eine frühzeitige Reservation zu tätigen. Wieder bringe ich mein grosses Gepäck in die nächste Bleibe, was mit Tuck-Tuck einfach und schnell geht. Bummeln durch die Strassen, süsse Tarte au Citron mit Cappuccino, bewundern der vielen typischen Handarbeiten, welche in hübschen Boutiquen angeboten werden, die Zeit vergeht wie im Flug. Am Mekong gibt es eine breite Promenade auf welcher am Abend ein Night Market stattfindet. Auch hier lustiges Treiben. Ich komme ins Gespräch mit Ato und Joy, welche sehr gut Englisch sprechen und mir erzählen, dass ihre jüngere Schwester in der Schweiz wohnt, sie selber seien noch nie dort gewesen. Sie laden mich ein, denn ihre Eltern würden sich sehr freuen mich kennen zu lernen. Ihre Telefonnummer wird in mein Notizheft geschrieben und wir machen ab, dass ich mich am 5. bei ihnen melde, sollte ich vor sechs Uhr von meiner Exkursion zurück sein. We ich das liebe, diese spontane Gastfreundschaft, Ich gehe ein ganzes Stück zurück, weil ich dort ein ansprechendes kleines Restaurant gesehen habe. Dort angekommen ist draussen im Garten alles besetzt, nur ein grosser Tisch für 10 Personen ist noch frei. In einer Ecke des Gartens gibt es eine grosse freie Fläche und ich frage den Kellner, ob es denn keinen kleinen Tisch für mich mehr habe. Just a moment, please, und er holt kurzerhand einen kleinen Tisch vom Café gegenüber, welches schon geschlossen hat, trägt ihn über die Strasse, bringt mir einen Stuhl, deckt alles mit Set und Serviette, und schon habe ich meinen hübschen Platz ganz für mich allein. Ein Glas Muskateller zur Feier des Tages, der wieder so viel Schönes und Neues gebracht hat darf nicht fehlen.

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Trecking im Nationalpark

Trecking im Nationalpark
Vientiane, Laos
Vientiane, Laos Mein Guide Tui und mein Fahrer Em bringen mich in ca. 2 Stunden zum kleinen Dorf Hadkay von wo meine Trecking Tour zum Wasserfall Tad Xai startet. Zunächst fahren wir mit einem schmalen Einbaum ca. 45 Minuten flussaufwärts, was gar nicht so einfach ist, denn immer wieder müssen Sandbänke umfahren oder „durchfahren“ werden, was ohne den lokalen Guide, der mich durch den Dschungel führt, gar nicht ginge, mit vereinten Kräften stochern sie den Einbaum jeweils wieder frei. Wieder bin ich allein in der Wildnis, nur meine Crew begleitet mich stromaufwärts. Wieder ist es ein Fluss und seine Ufer der mich fasziniert. So oft schon war sich auf Urwaldflüssen unterwegs, aber wie mir gerade bewusst wird, noch nie allein und noch nie so weit weg von allem. So müssen sich Forscher gefühlt haben, welche zum ersten Mal in eine neu entdeckte Gegend gekommen sind, nach jeder Biegung des Flusses sehe ich etwas Neues, einmal begegnen wir einem Fischer, ein anderes Mal sehe ich Wasserbüffel im Wasser stehen. Sie sehen mich mit ihren grossen Augen an als wollten sie sagen „was machst du denn hier?“ Mit meiner Wasserflasche am Gürtel (meine nützlichste Anschaffung, ein Karabiner mit einem Gummiring, an welchem man jede handelsübliche Pet Flasche befestigen kann) und meinem Fotoapparat lasse ich mich nun auf das Trecking mit meinen zwei Guide ein. Zunächst geht es sehr steil das Ufer des Flusses hoch, danach ist es ein stetiger Wechsel zwischen kurzen geraden Wegen und vielen auf und ab, über Stock und Stein, Wurzeln, über Felsen, unter umgestürzten Bäumen durch und wieder ein trockenes Bachbett, entweder steil nach oben oder eben runter. Die Wege sind abwechslungsreich und herausfordernd, aber ich fühle mich so gut, dass ich das erleben darf und mir nichts zu viel oder zu anstrengend ist. Nach etwa 1 1/2 Stunden machen wir kurz Rast bei einem Bach. Auf den Felsen lässt es sich gut sitzen und Wasser trinken. Beim weitergehen „verliert“ der lokale Guide meine leere Pet Flasche, stillschweigend lese ich sie auf, um sie am Schluss der Tour entsprechend zu entsorgen, Tui meinte dann, das sei von einer früheren Gruppe! Nun ja, die Welt werde ich mit dieser kleinen Aktion nicht vom Plastikmüll befreien können, aber wenn es drei Leute machen, dann sechs, dann zwölf….. Wunschdenken, ich weiss. Am Wasserfall Tad Xai gilt es zunächst einmal die vielen Felsbrocken zu überklettern um zum kleinen See zu gelangen. An einer besonders steilen Stelle hat man eine Leiter angebracht. Meine beiden Guide bereiten schon mal den Lunch vor, es gibt Stücke von einem Schweinebraten, das obligate Reis, gemischtes Gemüse und eine Art Omelette. Währenddessen ziehe ich den mitgebrachten Pareo über den Bikini an (hier ist es nicht gern gesehen, wenn man sich der Kleider entledigt) und schwimme in dem kühlen Nass. Was für eine Wohltat nach der Wanderung durch die Hitze des Dschungels. Nach dem Essen, welches wir auf einem Felsbrocken, der gerade wie ein Tisch ist, einnehmen schwimme ich nochmals bis unter die Felsen. Ein Paar welches sich dazu gesellt hat, hat da viel mehr Mühe ins kalte Wasser zu springen. Der Weg zum Dorf zurück wird dann teilweise zu Fuss und teilweise mit Auto zurückgelegt. Jetzt komme ich zu meinem Homestay. Es liegt direkt am Fluss und ich muss mich nicht einmal wie die Dorfleute im Fluss waschen, es hat eine Dusche, welche zwar nur ein Rinnsal (manchmal) tröpfeln lässt, aber um den Staub abzuwaschen geht es. Mein Zimmer hat Bastmatten auf dem Fussboden und in einer Ecke Dinge, welche den Leuten hier gehören, wie Schwimmwesten, Teekessel, Plastikbecher und eine ganze Reihe undefinierbarer Dinge. Es ist aber sauber, ich frage mich wie ich wohl auf dieser Bastmatte schlafen werde, Auf der Veranda hat es auch Bastmatten und hier kann ich mich ein wenig ausruhen, bevor ich ins Dorf gehe um den Menschen zuzusehen und mit einigen zu sprechen. Ich mache nur Fotos von Häusern, bei welchen keine Menschen davor sitzen und arbeiten. Alle sind freundlich und nicken mir zu. Irgendetwas ist an mir ganz und gar lustig, alle Kinder welchen ich begegne kichern und lachen, sobald ich vorbei bin, Tui zeigt mir noch den Tempel und ich schaue den Badenden zu. Viele kommen hierher zum Fluss um das abendliche Bad zu nehmen. Im Homestay ist inzwischen mein Bett mit Moskitonetz bereit, alles einfach auf den Bastmatten ausgebreitet. Wie praktisch, so kann man einen Raum für verschiedene Zwecke brauchen, ein Klappbett a la Laos. Das Abendessen wird auf einem Tontopf in dem Holz brennt in der Küche gekocht und auf den Bastmatten auf der Veranda eingenommen. Der Fisch aus dem Fluss schmeckt ausgezeichnet. Ich empfinde diesen Frieden wie damals am Amazonas, alle Menschen haben Zeit, alle sprechen miteinander, lachen und das Leben scheint so einfach. Es ist schon komisch. Wir alle wünschen uns Fortschritt und umgeben uns mit allen möglichen angenehmen Dingen, aber in den Ferien suchen wir Entschleunigung, das ursprüngliche Leben und geniessen die Einfachheit.

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Homestay and more

Homestay and more
Vientiane, Laos
Vientiane, Laos Ich bin wütend und frustriert, das hat aber nichts mit meinem heutigen Tag zu tun, sondern vielmehr mit einer blöden E-Mail welche mich nach meinen 1 1/2 Tagen ohne Internet erreicht hat. Am meisten frustriert mich, dass ich eigentlich immer noch erwartet hatte ein gefühlloser Roboter könnte auf einmal menschliche Züge annehmen….. So meine Wut musste auf irgendeine Weise raus, das ist hiermit geschehen. Und ich lasse es einfach nicht mehr zu dass ich so behandelt werde. Zum Glück hatte ich auch ein sehr erfreuliches Gespräch im Skype und eine liebe Notiz von meiner Tante, welche meinen Blog gerne liest, vielen Dank! Schon wieder ein Beruf den ich liebend gerne ausgeübt hätte, aber damals wäre es undenkbar gewesen und was man nicht denken kann erreicht man auch nicht. FAZIT: Message an die Jungen, träumt eure Träume gross genug, bis sie auf der Erde ankommen sind sie von selber kleiner geworden, und wer weiss, vielleicht verwirklicht ihr eure Träume mit über sechzig, oder was ich euch von Herzen wünsche schon deutlich vorher, ihr lebt in einer Zeit der vielen Möglichkeiten, was zugegebenermassen auch nicht ganz so einfach ist. Zeitsprung Nach einer doch ganz gut verbrachten Nacht auf meiner 1 1/2 cm Matte auf dem harten Fussboden war ich um 7.30 Uhr bereits fertig. In der Nacht auf meinem Gang zur Toilette war direkt vor meiner Zimmertür ein weiteres Moskitonetz gespannt, ob da meine beiden Guide oder die Bewohner des Hauses auf der Veranda geschlafen haben, weiss ich nicht, so genau habe ich nicht hingesehen. Wie in Brasilien, es hat immer noch jemand Platz, sei es auf der Veranda, in einer Hängematte oder auf dem Fussboden. Wenn es heisst um 7.30 Uhr Frühstück heisst das in Laos, dass die Leute sich gerade von ihrem Lager erheben, zuerst Fitness Übungen am Flussufer machen und es dann so langsam Frühstück gibt. Auch ich konnte deshalb meine Zeit damit verbringen ein paar Dehnungsübungen zu machen, bevor ich meine Rühreier (ohne Reis) esse. Kaffee als Pulver, na ja zur Not geht auch das. Nach einigem hin und her und dem Abschied von meinem „landlord und meiner landlady“ fahren wir mit dem Auto noch etwa 20 km weiter hinein in den Nationalpark. Dort beim Wasserfall Tad Leuk führt mich ein lokaler Guide, zusammen mit Tui durch den Bambus Dschungel, warum nimmt er bloss so ein grosses Messer mit? Wie ich mir früher das Gehen im Dschungel vorgestellt hatte, nicht mit einer Machete, sondern mit dem grossen Messer, schneidet der Guide immer wieder Pflanzen, Äste und und andere Hindernisse weg, damit auf dem schmalen Trampelpfad überhaupt ein Durchkommen ist. Der Weg ist einmalig. Immer wieder überqueren wir wacklige Brücken (ein Baumstamm oder zwei, mehr oder we***** steil) kleine Flüsse, durchqueren Bachbette, übersteigen umgefallene Bäume und klettern Felsen rauf und runter. Mittlerweile schauen sich meine Guide nicht einmal mehr bei sehr schwierigen Passagen um ob ich mitkomme, sie nehmen es ganz selbstverständlich an. Das zeigt wieder einmal, dass wir immer besser sind als wir meinen, sobald wir mit Besseren unterwegs sind und nicht auf Schwächere Rücksicht nehmen. Ich bin selbst erstaunt, wie gut mein Gleichgewicht auf einmal ist, wie ich von einem Felsen zum nächsten hüpfen kann und selbst sehr hohe Stufen auf einmal meistere (mit genug Anlauf geht auch das). Es ist einfach toll, Leider geht diese Dschungel Expedition viel zu schnell vorbei, ich kann noch ein kleines Museum besichtigen und sehen welche Tiere hier beheimatet sind. Es gibt „Sonnenbären“ (ev. Kragenbären?), Elefanten, Tiger, Königskobras, unzählige Spinnenarten, Gibbons und ganz kleine Affen, deren Namen ich mir auf englisch nicht merken kann. Schmetterlinge aller Arten und eine bestimmte Art Pfau sind hier auch beheimatet. Bei den meisten Tieren bin ich froh ihnen nicht begegnet zu sein, andere würde ich gerne beobachten. Leider geht nun die Fahrt schon Richtung Vientiane, unterwegs essen wir den mitgebrachten Lunch in einer Hütte am Strassenrand. Den „sticky Rice“ mag ich nicht besonders, aber das Gemüse und die Stücke des Schweinebratens schmecken gut. In Vientiane angekommen kann ich nun mein Zimmer im Lani’s House beziehen, welches ich schon vor zwei Tagen reserviert hatte. Es liegt ganz ruhig in einem alten, authentischen Haus, hat ein grosses Badezimmer, was ich nach diesen Tagen besonders zu schätzen weiss, und die schattige Terrasse im Garten lädt zum Verweilen ein. Der freundliche Besitzer versucht mit mir zusammen auf der Karte im Blog den Phu Khao Khuay Nationalpark oder das Dorf Hadkhai zu finden, leider ohne Erfolg, es hat nur „Niemandsland“ in diesem Teil von Laos auf der Karte. Vielleicht kann ich zuhause am grossen Computer die Karte entsprechend ergänzen. Jetzt bleibe ich einfach in Vientiane. Der Nationalpark befindet sich etwa 150 km östlich von Vientiane. Zunächst sind wir die Nationalstrasse 13 gefahren um dann etwas unterhalb des grossen Sees in den Nationalpark abzuzweigen. In Vientiane lasse ich mich in einem Coiffeursalon verwöhnen, schade kann ich die nicht mitnehmen, welch ein Luxus sich einfach hinzusetzen, die Haare gewaschen und geföhnt zu bekommen, samt Maniküre und Pediküre, das alles für ca. CHF 12. Noch nicht genug verwöhnt, ein wunderhübsches französisches Restaurant beim Springbrunnen lädt zum Verweilen ein. Ein Menu von Suppe oder Salat, über Steak auf dem heissen Stein mit Kartoffeln und diversen Saucen, gefolgt von einem Fruchtsalat mit Eis, alles für ca. CHF 8, das sollte meinen Ärger doch endlich zum Schweigen bringen. Zur Sicherheit bestelle ich mir gleich zweimal Rotwein und zum Abschluss einen Espresso,

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Vang Vieng

Vang Vieng
Vientiane, Laos
Vientiane, Laos Der VIP Bus nach Vang Vieng startet wieder mit über einer Stunde Verspätung und wie sich herausstellt habe ich eine ganz andere Vorstellung von einem VIP Bus als es den Tatsachen entspricht, der Bus ist voll bis zum letzten Platz, was das ganze nicht gemütlicher macht. Die Fahrt durch die abwechslungsreiche und wunderschöne Landschaft bietet viele verschiedenes Einblicke in die Farmen, Wälder, Dörfer und Berge. Es gibt viele Pässe mit engen Kurven durch die der Fahrer recht ruppig fährt, so dass sich die Fahrt für mich nicht ganz so angenehm gestaltet. Ich sitze im hinteren Teil des Busses direkt auf den Rädern, und ich bin froh als wir nach über vier Stunden Fahrt endlich in Vang Vieng ankommen. In Vientiane habe ich zwei Frauen aus Australien kennen gelernt, welche hier bereits eine Hotelreservation haben und sich von früheren Reisen im Ort auskennen. Ich schliesse mich ihnen beim Busbahnhof einfach an und bezahle meinen Teil des Tuck-Tuck. Das Hotel Vansana erweist sich als sehr hübsch, direkt am Fluss, mit Swimmingpool und einem schönen grossen Zimmer mit fast noch grösserem Bad. Hier lässt es sich sein, aber nachdem das Gerumpel im Bus aufgehört hat bin ich wieder voll Tatendrang und will natürlich den schönen Ort erleben, hier hat es viele Rucksack Touristen, was ja immer auch einen besonderen Charme eines Ortes ausmacht. Nur musste ich mich belehren lassen, dass die vielen Bars, welche hier mit netten Sitzecken aufwarten unter Umständen auch diverse „Zusätze“ in ihren Drinks anbieten. Also für mich definitiv keinen Drink….. Der Ort ist hübsch am Fluss gelegen, zwei Brücken (provisorische Holzbrücken) verbinden die beiden Seiten, hübsche Bungalow Siedlungen und viele Guesthouses in allen Preikskategorien befinden sich auf beiden Seiten des Flusses. Kajaking ist hier DIE Sportart, man sieht fast nonstop Kajaks den Fluss herunter kommen. Ich verzichte ganz bewusst damit mein besonderes Erlebnis in Phu Quoc nicht mit einem Massen-Tourismus Kajaking konkurrieren muss. Ist man mal übe der Brücke ist man sofort auf dem Land, mitten in den Reisfeldern und den schönen Bergen. Ich komme zu einem Hügel, auf den man steigen könnte um die Aussicht zu bewundern. Nur lässt mich der Wächter und Ticketverkäufer nicht gehen, es sei zu schwierig für mich….. Irgendwie ist es mir zu doof mit diesem zugegebenermassen jungen Mann zu diskutieren und ich will zur Höhle, aber diese sei 2 km entfernt…., wieder will er mich unbedingt davon abbringen dem Weg weiter zu folgen. Heute scheint nicht mein Tag zu sein. Es gibt viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Ich studiere ein wenig die verschiedenen Angebote. Ich brauche auch noch ein Ticket für die Weiterfahrt. Diesmal will ich einen Mini VIP Bus, denn die Strecke nach Luang Prabang soll noch viel kurvenreicher und vor allem länger sein. Mit den beiden Australierinnen gehe ich zum Abendessen in ein lautes Lokal. Es gibt viel zu erzählen und zu berichten. Die Reisen, unsere Berufe (beides Lehrerinnen), die Erlebnisse auf dieser aktuellen Reise, etc. Ein schönes Abendessen in Gesellschaft, spannende Gespräche, was will man mehr?

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