Helene Inderbitzin

Helene Inderbitzin

Silk Island – Insel Reichenau im Mekong

Silk Island – Insel Reichenau im Mekong
Phnom Penh, Cambodia
Phnom Penh, Cambodia Ja wirklich so kommt mir die Insel im Mekong vor, lauter Gemüsefelder, alles grün und bewässert, und natürlich die Maulbeerbäume für die Seidenraupen. Schon die Fahrt mit dem Tuck Tuck und das Übersetzen mit der kleinen Fähre ist ein Erlebnis. Inzwischen gibt es hier sogar ein Visitor Center mit Eintritt, in welchem die Aufzucht der Seidenraupen schön vorgestellt wird. Ein Guide führt uns durch die Anlage und erklärt uns das Vorgehen bei der Aufzucht, danach sehen wir, wie aus 20 einzelnen Kokons ein dünner Seidenfaden entsteht, welcher anschliessend zum Färben und Weben geht. Die verschiedenen Muster und Farben haben Tradition und die Frauen der Insel sind jetzt hier im Center angestellt und weben nicht mehr Zuhause auf den eigenen Webstühlen, wie es noch das letzte Mal war. Der schöne Shop verführt natürlich zum einkaufen, hier weiss man wenigstens dass es wirklich echte Seide ist. Ein hellblauer, ganz dünner Seidenschal wird mich in Zukunft immer an diesen Ausflug auf die Silk Island erinnern. Rund um die kleine Insel werden wir gefahren. Die riesigen Ruderboote beim Tempel sind immer wieder eine Besonderheit. Ich gehe zur daneben liegenden Schule um zu beobachten wie die Kinder hier lernen. Ganz brav sitzen sie auf dem Fussboden und sprechen dem Lehrer in ihrer Sprache etwas nach, keine Ahnung was es ist das sie hier lernen. In der Nähe des Königspalastes werden wir von unserem Tuck Tuck Fahrer in einem kleinen Restaurant „abgeladen“. Hier gibt es ausgezeichnetes Khmer Essen. Ich probiere eine Ananas Suppe mit Prawns, es schmeckt wunderbar. Inzwischen ist auch der Königspalast wieder offen und wir nehmen uns beim Eingang einen Guide der uns alles erklärt. Es lohnt sich wirklich in diesem riesigen Gelände mit den schönen Gebäuden einen Führer zu haben der uns über den König aktuell, über die früheren Könige, ihre Traditionen und die Geschichte etwas erzählen kann. Die Silberpagode darf natürlich auch nicht fehlen. Herzstück dieser Pagoden ist der goldene Buddha in der Mitte mit 2087 Brillanten besetzt. Das ist auch der Grund weshalb die Kambodschaner glauben dass sie bis ins Jahr 2087 ihren Reichtum wieder erlangt haben und es allen Menschen im Land gut geht. Das werden wir nicht mehr erleben…. Gleich in der nächsten Strasse 240 steht „mein“ Mekong Quilt Shop, welchen ich natürlich auch dieses Mal besuchen will. Peter sitzt gleich daneben in einem kleinen Café und ich schwelge wieder einmal in den schönen Quilts und kann mich nur schwer entscheiden welchen ich als Geschenk für Vincent auswählen soll. Heute am internationalen Frauentag gibt es sogar Prozente. Ich habe zwar noch keine Ahnung wie ich diesen Quilt in meinen kleinen Koffer bringe, aber irgendwie muss es gehen. Vor drei Jahren habe ich bereits für Emil in diesem Geschäft eine Decke gekauft, wieviele Reisen hierher muss ich wohl noch machen? Beim Night Market, welchen wir zwar umgehen, steigen wir aus und gehen gemütlich entlang der Hauptstraße am Mekong. Heute haben wir Lust auf Fajitas und Burritos im kleinen mexikanischen Restaurant. Auch dieser Ferientag geht wieder viel zu schnell vorbei.

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Wiedersehen mit einer lebendigen Stadt

Wiedersehen mit einer lebendigen Stadt
Phnom Penh, Cambodia
Phnom Penh, Cambodia Mekong Espress, so heisst die Buscompany mit welcher wir heute wieder sehr komfortabel reisen. Der Minivan entpuppt sich als etwas grösser, wir haben die beiden vordersten Sitze hinter dem Fahrer und nur zwei Paare sind im Bus als wir vor unserem Guesthouse einsteigen. Die Fahrt heute dauert fünf Stunden, unterbrochen durch eine halbstündige Pause in einem kahlen Restaurant an der Straße. Es ist wirklich erstaunlich wie sehr sich Kambodscha, vor allem seine Strassen, verändert hat. Breite Strassen, keine Löcher mehr, mindestens doppelt so viele Autos und vermutlich auch mehr Motorräder als vor drei Jahren. Die etwas grösseren Kinder auf dem Nachhauseweg von der Schule haben ein Handy am Ohr, wie überall in der Welt. Es ist schön so aus dem Bus zu schauen und das Treiben in den Dörfern zu beobachten, Vor Phnom Penh ist die Busstation und wir finden einen netten Tuck Tuck Fahrer zu unserem Hotel Saravoan Royal Palace. Fast nicht zu finden in einem Innenhof hinter dem Nationalmuseum, wunderhübsch mit einem Atrium mit Seerosen, Tischen fürs Frühstück und das Zimmer mit einer zusätzlichen Sitzecke, Das Museum schließt um 17 Uhr, also beeilen wir uns um die paar Schritte zum Museum zu gehen und am ersten Tag in Phrom Penh nochmals in die Geschichte dieses Landes einzutauchen. Nachdem wir jedoch das schönste Museum des Landes in Siem Reap gesehen haben und natürlich die Tempel in Angkor, erscheint dieses Museum nicht mehr ganz so überwältigend. Im hinteren Teil riechen wir den Geruch von Hausschwamm, wohl bekannt für uns, da werden sie noch viel unternehmen müssen um dieses alte, schöne Gebäude zu retten. Der Garten selber in der Mitte des Museums ist nach wie vor sehr schön und eine seltene Augenweide. Eine Tanzshow würde hier auch angeboten aber wir finden beide, dass wir durch unsere Privatshow in Siem Reap das Top erreicht haben und keine zusätzliche Performance mehr sehen möchten. Einzig die Schattenpuppen habe ich noch nie gesehen, diese werden jedoch in einem anderen Theater dargeboten, die nette Dame am Schalter schreibt mir den Namen auf, Jetzt geht es zum Mekong und dieser Straße entlang mit ihren Geschäften, Restaurants und natürlich meinem Silk-Shop mit der netten Dame, welche für uns gleich wieder Bustickets organisiert. Im achten Stockwerk des einen Hotels besuchen wir die Skybar mit Aussicht über den ganzen Mekong (vielmehr den Teil der von hier aus einsehbar ist). Ein leichter Wind weht und Peter muss endlich mal nicht über die Hitze klagen, Weiter vorne, bei „meinem“ Franzosen „La Croisette“ essen wir wunderbar und der Schweizer Kellner, der hier schon seit sechs Jahren „hängen geblieben“ ist bedient uns aufs beste. Das Treiben auf der Straße ist lustig zu schauen. Natürlich kommen auch wieder die Kinder um ihre geknüpften Armbänder zu verkaufen, sie sprechen teilweise ein ausgezeichnetes Englisch. Müde nach diesem ersten Tag in Phrom Penh sinke ich ins Bett und freue mich auf morgen.

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Market und Fledermäuse

Market und Fledermäuse
Krong Battambang, Cambodia
Krong Battambang, Cambodia Ein gemütliches Frühstück am Swimmingpool, so lässt sich dieser Ferientag beginnen. Da es hier für Peter zu heiß ist nehmen wir ein Tuck Tuck zum Central Market obwohl es zu Fuß gar nicht weit wäre. Ein wenig bummeln wir durch den Markt und die umliegenden Strassen, bis wir wieder in einem Restaurant etwa trinken. Ich lasse Peter hier sitzen und suche einen Friseur um mir die Haare waschen zu lassen. Es gibt hier nicht mehr wirklich viel zu sehen ausser den üblichen Straßen mit den kleinen Geschäften und ab und zu einem Restaurant. Hunger haben wir keinen und Peter hat keine Lust bei dieser Hitze irgendwo hin zu gehen. Das Battambang Ressort liegt weit draußen vor der Stadt und hat ein schönes Restaurant neben einem Swimmingpool, ich habe die Idee dass wir dorthin fahren könnten. Zunächst das Verhandeln mit dem Fahrer, auch wie üblich will er zunächst viel zu viel. Dann geht die Fahrt über die Felder und die Landstraße bis zum Battambang Ressort wo ich das letzte Mal untergebracht war. Nach wie vor ein schönes Fleckchen. Gemütlich sitzen wir hier und plaudern bis uns unser Fahrer wieder abholt um in unser Guesthouse zu fahren. Ein wenig schwimmen, ein Mittagsschlaf, jetzt sind wir bereit um erneut zu den Fledermäusen zu fahren. Vor der Höhle stehen inzwischen viele Tische und Stühle, damit man ganz bequem dem Spektakel zusehen kann. Eine Hinweistafel gibt es inzwischen auch welche informiert dass etwa eine Million Fledermäuse in dieser grossen Höhle wohnen und jede Nacht 50 km weit fliegen um Insekten von den Reisfeldern zu fressen. Das hilft den Bauern extrem, werden so doch etwa 2’000 Tonnen Reis davor bewahrt von den Heuschrecken gefressen zu werden. Von dieser Art Fledermäuse gibt es nur noch etwa an drei bis fünf Orten in Kambodscha Populationen. Und jetzt kommen die ersten aus der Höhle, schon bald sieht man Tausende am Himmel als „Wolke“ vorbeifliegen. Es dauert gut eine halbe Stunde bis alle Tiere aus der Höhle draußen sind und in dieser Zeit gibt es keine Lücke im Schwarm. Man kann sogar ganz deutlich den stinkenden Geruch wahrnehmen, der von diesen Nachttieren ausgeht. Ein Spektakel das man sonst in dieser Form nicht zu sehen bekommt. Da wir beide kaum Hunger haben halten wir nicht wie vorgesehen bei einem Restaurant sondern fahren direkt wieder zur Sangker Villa um noch zu schwimmen und nur eine Kleinigkeit zu essen.

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Bamboo Train again

Bamboo Train again
Krong Battambang, Cambodia
Krong Battambang, Cambodia Die grösste Touristenattraktion in Battambang ist und bleibt der Bambuszug welcher etwa eine halbe Stunde durch die Reisfelder fährt. Gleich am Morgen fahren wir mit einem Tuck Tuck zur Station, wir sind fast die ersten. Ein Ticket kostet fünf USD was durchaus im Rahmen liegt. Dieser Bambuszug hält am „Endbahnhof“ in einem kleinen Dorf und wie das letzte Mal stehen da viele Mädchen mit ihren selbst gemachten Armbändern und wollen diese natürlich verkaufen. Eine Ziegelei weiter hinten im Dorf mit einem Brennofen können wir besichtigen. Da wir direkt vom Frühstück hierher gekommen sind mögen wir auch nichts trinken oder essen. Somit fahren wir bald wieder zurück. Jetzt kommen uns all die anderen Touristen entgegen und wir müssen zweimal aussteigen, um unser Gefährt von den Schienen zu nehmen, damit die anderen auf dem einen Gleis durchfahren können. Es ist auch zum zweiten Mal lustig auf diese ungewöhnliche Art zu fahren. Wie man uns erzählt ist in zwei Jahren geplant die Schienen auszuwechseln und für eine Eisenbahn von Battambang bis Phnom Penh zu nutzen, welche es schon lange nicht mehr gibt. Das gleiche hat man mir aber vor drei Jahren schon erzählt, hier gehen die Uhren wohl einfach langsamer. Es wäre auch schade wenn es diesen Bambuszug nicht mehr gäbe. Mit dem Fahrer vom Guesthouse fahren wir nun weiter Richtung Norden. Er zeigt uns viele Dinge. Wir besuchen lokale Handwerker; wir sehen zum ersten Mal wie aus den Blüten einer bestimmten Palme Palmwein abgezapft und gegärt wird. Natürlich probieren wir und Peter kauft eine Flasche. Der Guide führt uns auch auf die Killing Fields, Schauergeschichten die man sich nicht in den schlimmsten Träumen vorstellen kann, hier waren sie Wirklichkeit. Wir schauen zu wie Sticky Rice in den Bambusstangen über dem Feuer gebraten wird, wir sehen wie Reispapier für Frühlingsrollen gefertigt und getrocknet wird. Besonders imponiert uns ein Mädchen, welches Millimeter dünne Scheiben von den Bananen abschneidet um diese auf einem Bambusbrett zu trocknen. Die Fertigung des Reisweins darf natürlich auch nicht fehlen, Peter gibt gute Ratschläge wie sie das besser machen könnten, aber ich glaube dass das nicht so gut ankommt, obwohl ich die Worte nicht verstehe welche der Guide mit dem Reisbauern wechselt. Peter probiert sogar von dem Reiswein in welchem eine Kobra eingelegt ist. Ein altes Khmer Haus kann auch besichtigt werden, der Besitzer spricht Französisch und zeigt uns alles. Die Bauweise ist in etwa die gleiche wie in unserem privaten Garten in Siem Reap. Irgendwann dazwischen gehen wir in der Stadt eine Kleinigkeit essen, vor allem um etwas zu trinken, Eine riesige Chili Farm liegt auf dem Weg zum Tempel auf dem Berg, auch diese und eine Pilzzucht können noch besichtigt werden. Jetzt gegen Abend ist es aber Zeit zu den Bats zu fahren. Ich wusste zunächst nicht mehr was Fledermäuse auf Englisch heißt, eben bats (kommt von Batman !!). Nur ist es mit 35 Grad schon den ganzen Tag viel zu heiss für Peter, was er immer wieder einfliessen lässt, und wir entschieden uns die Fledermäuse für morgen Abend aufzusparen und jetzt im Ressort ein Bad zu nehmen. Alle Gäste scheinen noch auswärts zu sein, so dass wir es uns am Swimmingpool gemütlich machen. Etwas essen mag ich heute nicht mehr und sollte ich Hunger bekommen habe ich mein halbes Sandwich nach Khmer Art die ganze Zeit seit dem Mittagessen mitgenommen. Und zudem ersetzt ein Fruchtshake eine ganze Mahlzeit.

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Emotionaler Abschied und Fahrt nach Battambang

Emotionaler Abschied und Fahrt nach Battambang
Krong Siem Reap, Cambodia
Krong Siem Reap, Cambodia Heute gönnen wir uns ein ausgiebiges Frühstück, etwas später als sonst, denn wir werden erst um 13.00 Uhr von der Bus Company abgeholt um nach Battambang zu fahren. Wir dürfen unser Zimmer bis 13.00 Uhr benützen und müssen nicht schon um 12.00 Uhr alles draußen haben. Trotzdem begeben wir uns einiges früher in die Lobby um im Restaurant noch etwas zu trinken und dann auch gleich zu bezahlen. Für Peter ein Bier, für mich einen Iced Cappuccino, wie groß ist die Überraschung: auf einmal stehen Minea und Kim neben uns und übergeben uns Gastgeschenke. Ein kleiner Korb mit Kampot Pfeffer und ein silberner Apfel als Schale mit Deckel. Wie freue ich mich über diese Souvenirs, das bedeutet mir viel mehr als wenn ich die gleichen Dinge im Markt gekauft hätte. Wie immer werden wir in interessante Diskussionen über das Land, die Kultur und die Probleme Kambodschas verwickelt. Beide sprechen hervorragend Englisch, es ist eine Freude so immer wieder Neues über das besuchte Land zu erfahren. Jetzt heißt es aber Abschied nehmen, ich werde von der Kleinen an der Rezeption umarmt und alle kommen mit auf den Parkplatz um uns zum Abschied zu winken. Gerne komme ich wieder in dieses besondere Hotel, welches sich bemüht die spezifische Kunst der Khmer in ihren Hotels etwas aufleben zu lassen. Die Menschen hier sind so besonders zuvorkommend und freundlich, es hat gar nichts mit einem aufgesetzten Getue zu tun. Das ist echt und man fühlt sich als verlasse man Freunde. Kim kennt Battambang, seine Frau kommt von da und er ruft in der Sangker Villa an um sicherzugehen dass meine Reservierung noch aktuell ist. Ich hatte jedoch schon Kontakt mit Caroline von der Sangker Villa per SMS, man wird und in Battambang an der Busstation mit einem Tuck Tuck erwarten. Und so ist es auch, nach ca. 3 Stunden Fahrt erreichen wir Battambang und ein netter Fahrer mit sehr guten Englischkenntnissen holt uns ab. Die Stadt scheint grösser als ich sie in Erinnerung habe aber einige Ecken erkenne ich wieder. Wir werden auf die ruhigere Seite des Flusses gebracht in einer hinteren Nebenstraße befindet sich die Sangker Villa. Freundlich werden wir von Caroline begrüßt und direkt in unser Zimmer geführt. Wie schön, ganz einfach aber sehr hübsch, im Innenhof gibt es sogar eine Bar und einen Swimmingpool. Hier lässt sich gut sein. Unsere erste Begegnung ist mit Australiern welche im Weingebiet wohnen wo wir auch hinfahren. Wir werden die Kontaktdaten austauschen, vielleicht ergibt sich ein Wiedersehen im Oktober. Ein Spaziergang über die Brücke in ein Restaurant, welches Peter herausgesucht hat, Abendessen, diesmal sehr günstig, und wieder zu Fuß zurück zur Villa, Peter möchte noch schwimmen und am Pool einen Wein trinken, RICHTIG Ferien.

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Tonle Sap Lake

Tonle Sap Lake
Krong Siem Reap, Cambodia
Krong Siem Reap, Cambodia Gestern nach unserem Abend mussten wir uns bereits von Wolfgang verabschieden, da er heute früh nach Krabi fliegt. Ein Abschied bedeutet immer wieder loslassen, ob von Menschen oder Orten, das ist das was das Reisen spannend und abwechslungsreich macht, es ist aber auch immer ein wenig traurig. Der Tuck Tuck Fahrer kommt direkt vom Flughafen zu unserem Hotel um mit uns zum Tonle Sap Lake zu fahren, er will uns unbedingt sein Haus dort zeigen und die Gegend erklären. Warum nicht, Peter war noch nicht da, und ich stelle mich darauf ein, dass es nicht viel Wasser im See geben wird. Die Fahrt zur Schiffstation dauert etwa 30 Minuten und führt durch Dörfer und Reisfelder, viele Felder liegen brach, da es jetzt während der Trockenzeit zu wenig Wasser hat. Die Tickets für die Schifffahrt scheinen mir mit 60 USD sehr teuer, aber was will man machen, die Leute hier nehmen das Geld von den Touristen während der kurzen Saison und tatsächlich sind in den letzten drei Jahren die Preise mindestens um das doppelte angestiegen. Schade ist nur dass dieses Geld nicht gerecht verteilt wird,, es gibt immer noch ganz viele arme Menschen hier und hier sehe ich besonders gut die negativen Auswirkungen des Tourismus. Einerseits bringt er Geld ins Land, andererseits gibt es gerade in Siem Reap zu wenig Wasser für all diese Hotels und ihre Gäste, welche duschen,schwimmen im Pool und täglich frische Handtücher benutzen. Den Einheimischen wird hier, wie ich gehört habe, das Wasser rationiert, sie können nur morgens von 6 – 8, mittags und abends Wasser beziehen. Was für eine Tragik. Ich mache mir echt Gedanken was es heißt respektvoll zu reisen. Ich war immer der Ansicht, dass ich die Kultur und die Gebräuche in den jeweiligen Ländern interessiert beobachte, respektiere und mich danach verhalte, aber genügt das? Die Bootsfahrt auf dem schlammigen Tonle Sap See ist insofern interessant, als wir die schwimmenden Dörfer sehen mit der Schule, der Kirche und den Geschäften zum einkaufen. Auch Restaurants mit Krokodil- und Fischfarm hat es. Alles nichts besonderes, wenn es denn nicht schwimmende Häuser wären, welche je nach Wasserstand weiter hinaus in den See gezogen werden und dort wieder als „Dorf“ zusammenstehen, Eine Unterbrechung gibt es noch, beim Ablegen von einem Restaurant geht der Anlasser des Boots kaputt und Peter hilft ihn wieder in Gang zu setzen. Nun will uns der Boy noch sein Haus zeigen wo er mit der Familie der Schwester, dem jüngeren Bruder und der Mutter wohnt, wir werden gebeten auf dem Fußboden Platz zu nehmen. Und jetzt erzählt uns der Boy erneut wie arm sie seien, dass seine Mutter immer wieder ins Krankenhaus müsse und dass er nie Ferien habe, er müss immer arbeiten. Dauernd drückt er mit dieser Masche auf die Tränendrüsen, alles um eventuell Geld, mehr als ein Trinkgeld, zu erhalten. Dabei haben wir vorhin seinen Bruder mit einer neuen großen Maschine (Motorrad) gesehen und seinen anderen Bruder kennen wir bereits, er besitzt drei Tuck Tucks, welche er an Fahrer vermietet. Sicherlich ist das Leben hier mit unserem nicht vergleichbar, aber ich habe etwas dagegen wenn man uns so offensichtlich „ausnehmen“ will, heute ist es jetzt einfach einen Tag zuviel an welchem wir seine Geschichten und sein Gejammer wegen Geld anhören müssen. Bei unserem Hotel angekommen geben wir unserem Boy den vereinbarten Betrag und ein Trinkgeld und verabschieden uns von ihm. Ich bin ziemlich müde und buchr mir gerne im Hotel ein Massage Package, da ich heute mal Zeit habe, in 25 Minuten doll ich zur Rezeption kommen. Leider sei noch nicht alles bereit man würde mich im Zimmer anrufen. Also wieder ins Zimmer und warten. Nach etwas mehr als einer Stunde verleidet es uns und wir entscheiden uns im Zentrum einen Massagesalon zu besuchen. Peter wartet gegenüber in der Bar, wo wir uns anschließend treffen. Ein Bummel durch die Straßen, Apero und Abendessen in einem tollen Steakhouse, so geht auch dieser letzte Abend in Siem Reap dem Ende zu.

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Minitrecking und ein unvergesslicher Abend

Minitrecking und ein unvergesslicher Abend
Krong Siem Reap, Cambodia
Krong Siem Reap, Cambodia Wie üblich starten wir mit einer Tuck Tuck Fahrt, diesmal mit dem Bruder unseres Boys, welcher eine größere und stärkere Maschine hat. Wir fahren wieder durch den Angkor Park und etwa zwei Stunden weiter bis zum Kulen Nationalpark. Hier oben soll es einen Wasserfall mit einem Becken zum schwimmen geben. Obwohl wir nicht vorbereitet sind auf eine Treckingtour, wir tragen Sandalen und nur Wolfgang hat etwa Wasser mit, machen wir uns auf den Weg. Die Wanderung geht schon bald durch ein steiles, trockenes Flussbett und Peter geht bald wieder zurück um bei einem Bier auf uns zu warten. Bei dieser Hitze ist das bergaufgehen über all die Wurzeln und Felsblöcke doch recht anstrengend, aber unterwegs hören wir wunderbare Geräusche aus der Natur. Tier-, vor allem Vogelstimmen bezaubern uns. Der Regenwald ist hier recht licht, offensichtlich primärer Regenwald. Auf jeden Fall sind wir froh das wir nicht die 12-stündige Treckingtour (mit Fahrt) gebucht haben. Uns reichen heute die etwa zwei Stunden. Auf dem Kulenberg angekommen sehen wir zwar spannende Gletschermühlen und einige braune Pfützen mit einem kleinen Rinnsal, welches man auch mit sehr gutem Willen nicht als Wasserfall bezeichnen kann, geschweige denn ist da genug Wasser zum schwimmen. Wie wir am Abend erfahren hätte uns ein Guide den Weg zum Wasserfall zeigen können, welcher weiter unten sei. Wir haben jedoch keinen Weg entdeckt, nun das macht nichts, die Wanderung an sich war schön und es hat gut getan. Auf dem Weg zurück besuchen wir noch einen ganz speziellen Tempel mit besonders gut erhaltenen Reliefs. In einem Restaurant machen wir eine kleine Pause, vor allem aus dem einen Grund dass unser Fahrer wieder einmal ein richtiges Essen bekommt. Das sei nämlich einer der Gründe, weshalb heute der Bruder mit uns fährt, weil wir gestern unserem Boy das Mittagessen bezahlt haben. Etwas früher als sonst gelangen wir zum Hotel und verabreden uns mit Wolfgang für später. Ein wenig schwimmen im Pool und relaxen auf einem Liegestuhl tut auch mal ganz gut, denn tatsächlich habe ich seit langem wieder einmal einen Muskelkater in den Beinen. Die vielen Treppen gestern und die Treckingtour heute haben dazu geführt. Die Zeit vergeht wie im Flug und schon müssen wir uns bereit machen für meine Überraschung, welche inzwischen schon fast keine mehr ist. Ein besonderer Abend bricht an, wie es dazu gekommen ist? Ganz einfach – Minea hat uns bei unserer Ankunft gefragt ob wir irgend einen besonderen Jahrestag zu feiern hätten, er könnte für uns jeden erdenklichen Event organisieren. Seine Frage war auch, ob wir sonst Wunsche hätten, was wir gerne sehen würden. Ich nannte meinen Wunsch hier eine Show mit traditionellen Tänzen zu sehen. Minea schilderte in allen Farben wie er ein privates Dinner mit Show in einem Garten organisieren könnte. Peter will es sich überlegen und verhandelt am ersten Abend per whatsapp mit Minea über den Preis. Natürlich ist es den beiden Herren zu teuer, man kann ja auch für zehn Dollar etwas essen … ( die Getränke werden wie üblich nicht dazu gezählt). Für mich steht jedoch fest, so etwas Besonderes will ich erleben, ich sammle Erlebnisse, nicht Güter und irgendwie werde ich das schon bezahlen können, obwohl mein Konto im Moment ziemlich leer ist, wozu gibt es Kreditkarten? Ganz im Geheimen buche ich bei Minea den Event für uns. Wir treffen uns in der Lobby, freundlich begrüßt von Minea, der Fahrer stehe schon vor dem Hotel bereit. Meinen Begleitern spreche ich die Einladung zu diesem Abend als unser gemeinsames Geburtstagsgeschenk aus. Wir haben zwar alle noch lange nicht Geburtstag, aber man soll die Feste bekanntlich feiern wenn sie fallen, die Fahrt durch den Verkehr der Stadt dauert etwa eine Viertelstunde. Ganz versteckt in einer Seitengasse hält unser Wagen vor einem Tor, die Wagentüren werden uns geöffnet, wir steigen aus. Das Tor geht auf und wir stehen vor einem Lichterglanz. Überall im Garten gibt es Fackeln und Kerzen. Alles ist beleuchtet. Der Garten selber und die zwei traditionellen Khmer Häuser sind wunderschön. Ich komme mir vor wie im Traum. Ich hatte es mir schön vorgestellt, aber das übertrifft meine Erwartungen bei weitem. Zunächst werden uns kalte Tücher gereicht, ein Glas Champagner, welches immer wieder gefüllt wird, darf nicht fehlen und dazu erfahren wir mehr über die Kultur und die Architektur der Häuser und Gärten. Kleine Häppchen, wunderschön auf einer Etagere aus Holz angerichtet, erwarten uns. Wir dürfen das Haus besichtigen. Alles ist mit Ironwood und Redwood gebaut. Schöne Schnitzereien zieren die Geländer, Türen und Balustraden. Ein Traum! Eine Musikgruppe umrahmt das ganze mit leiser Musik auf den traditionellen Instrumenten. Ich komme mir vor wie im Film, jetzt werden wir an den Tisch gebeten der mit Lotusblüten und Kerzen dekoriert ist. Zur Vorspeise wird uns Weisswein kredenzt. Jetzt kommen die Apsaratänzerinnen auf die eigens aufgestellte Bühne um einen ersten Tanz aufzuführen. Unser mehrgängiges königliches Menü, mit dem passenden Wein, umrahmt von Musik und Tanz, in diesem traumhaften Garten, so etwas kann man sich wirklich nur im Traum vorstellen, und jetzt sitze ich hier mit zwei lieben Menschen und es ist Wirklichkeit. Bei guten Gesprächen geht auch dieser Abend viel zu schnell vorbei, aber ich bin sicher, dieses besondere Erlebnis wird uns allen in schönster Erinnerung bleiben. Ich danke dem Schicksal wieder einmal dass ich die Möglichkeit habe jetzt hier zu sitzen und einfach nur zu genießen,

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Tempel, Tempel und zum Schluss Angkor Wat

Tempel, Tempel und zum Schluss Angkor Wat
Krong Siem Reap, Cambodia
Krong Siem Reap, Cambodia Wie gestern besprochen holt uns Wolfgang mit einem Tuck Tuck ab und wir fahren zunächst zu der riesigen Anlage, welche neu errichtet wurde, um die Tickets für den Angkor Park und die Tempel zu kaufen. Es ist Wahnsinn, da stehen Busse, Autos und Tuck Tucks ohne Ende. Es hat scheinbar Hunderte von Menschen welche jetzt gerade ihre Tickets kaufen wollen. Es dauert eine Weile bis wir mit unserem Pass, mit Foto, wieder zu unserem Tuck Tuck Fahrer kommen und endlich weiterfahren können. Schon jetzt reift in mir der Gedanke, dass ich wohl zum letzten Mal diese Tempel besichtigen werde, so schön und eindrucksvoll sie auch sind, diese Menschenmassen, sind nicht mein Ding. Unser Fahrer bringt uns zuerst zum Banteay Kdei Tempel was sich als gute Variante zeigt, da vermutlich ein Großteil der Touristen mit Angkor Wat beginnt und es dort jetzt einfach zu voll ist, hier können wir in aller Ruhe unseren ersten Tempel besichtigen, die vielen Steinmetzarbeiten bewundern und immer wieder neue Ansichten fotografieren. Es ist schon gewaltig was die Menschen hier zu einer Zeit aufgebaut haben, in welchen es noch keine Baumaschinen gab. Wenn man sich vorstellt dass damals etwa 80 – 100’üüü Menschen gearbeitet haben um so eine eigentliche Tempelstadt aufzubauen. Der Park nach dem Eingangstor erweist sich als eigentlicher botanischer Garten. Viele Bäume sind mit den lateinischen Namen und den Namen in der kambodschanischen Sprache beschriftet und natürlich sehen wir mit Wolfgang viele Orchideen. Es gibt eine einzige Palme auf welcher Orchideen überhaupt wachsen, und solche stehen hier. Auch endemische Bäume entdecken wir. Weiter geht die Fahrt zum Ta Phrom welcher mir mit den von Bäumen überwachseneren Ecken in Erinnerung ist, aber bereits jetzt hat es so viele Menschen dass es oft kein Durchkommen gibt, man muss in einer Kolonne warten bis man zu einem Aussichtspunkt kommt. Fotos ohne Trauben von Menschen sind hier kaum möglich, trotzdem ist es natürlich eindrücklich. Hier können wir außen rum durch den Wald zurück zum Eingang und zu unserem Tuck Tuck Fahrer gelangen. Es ist schon fast Mittag, obwohl wir keinen Hunger haben setzen wir uns jetzt in eines der kleinen Restaurants, denn bei dieser Hitze brauchen wir dringend etwas zu trinken. Ein Früchteteller ist auch sehr erfrischend. Die Aussicht vor uns zeigt einen Tempel, dessen Namen ich noch nicht herausgefunden habe, welcher steil in den Himmel ragt. Wolfgang und ich entscheiden uns, dort hinauf zu klettern und die Sicht von oben anzusehen, zunächst bin ich noch vernünftig, es ist so steil und es hat nur ganz enge, hohe Stufen, dass ich sage, rauf komme ich da, aber wieder runter? Wolfgang sagt dass es an der Seite viel einfacher sei, dort hat es tatsächlich eine Holztreppe über den steilen Stufen angebracht. Das geht natürlich, und jetzt die nächste Stufe rauf, diesmal über steile Steinstufen, welche aber etwas breiter für meine Füße sind, nur die Hände verbrenne ich mir an dem heißen Stein, denn ohne Festhalten kommt man hier einfach nicht rauf. Noch eine weitere Treppe geht es bis zuoberst, auch das schaffe ich und kann mit Wolfgang die Aussicht von oben genießen. Jetzt kommt der Abstieg. Vorsichtig und langsam steige ich rückwärts die oberste Treppe des Tempels hinunter. Jetzt schaue ich nach unten, da ich die Holztreppe suche, welche ich bereits hier wähne. Weit gefehlt. Es geht einfach nur runter, ich sehe keine Stufen und schon gar kein Ende dieser langen Treppe, einfach nur Abgrund und je mehr ich da runter schaue je schlimmer wird meine Höhenangst. Ich komme da nicht runter. Wir suchen einen anderen Weg, den gibt es einfach nicht. Nette Menschen wollen unten einem Guide sagen, dass ich da oben stehe und nicht runter komme. Ich hoffe auf ein Seil, mit welchem man mich sichern könnte. Eine nette kleine Dame von hier kommt um mir zu helfen, aber ein Seil gibt es nicht. Also muss ich ganz einfach und als ich dann die erste Stufe genommen habe und nicht mehr nach unten sehe, sondern nur jeweils versuche die nächste Stufe zu ertasten, geht es natürlich, ich schäme mich, dass ich so ein Theater mache. Meine Hände verbrenne ich mir noch mehr an den heißen Steinen, aber wenigstens bin ich jetzt bei der Holztreppe mit Geländer angelangt und das ist jetzt ein Kinderspiel, wie erleichtert ist auch Wolfgang, dass ich da endlich runter bin. Jetzt etwas trinken, bevor es weiter geht, Der Bayon Tempel ist unser nächstes Ziel. Auch hier wunderschöne Reliefs mit Apsaratänzerinnen, aber inzwischen gehen etwas schneller durch die Tempelanlage. Jetzt die Krönung des heutigen Tages – Angkor Wat – mit seiner eindrücklichen Silhouette hinter dem Seerosenteich. Inzwischen ist es vier Uhr nachmittags und die Menschenmassen halten sich in Grenzen. Zum zweiten Mal in meinem Leben gehe ich durch diese riesige Anlage mit den schönen Säulen und Reliefs. Auch hier ist der „Gipfel“ nur über eine lange steile Treppe zu erreichen, welche hier aber mit Geländer über die alten Steinstufen errichtet ist. Die Aussicht ist schön, auf jeder Seite erblickt man eine andere Dimension. Auch diese Treppe gehe ich vorsichtig und rückwärts runter, aber ich bin eigentlich froh dass ich jetzt nochmals die Möglichkeit habe zu sehen dass ich es doch kann und noch nicht „zu alt“ bin. Bis zum Eingang zurück dauert es eine Weile und jetzt haben wir genug Tempel gesehen, wir besprechen in einem Restaurant mit dem Tuck Tuck Fahrer was wir morgen unternehmen könnten damit wir etwa um 15.00 Uhr zurück im Hotel sind, denn danach habe ich eine Überraschung für meine beiden Herren vorbereitet. Das Abendessen im Petit Temple Ressort von Wolfgang schmeckt ausgezeichnet und danach bin ich froh ins Beet zu kommen. Ein recht anstrengender Tag liegt hinter uns.

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Auf Wiedersehen Laos – willkommen in Kambodscha

Auf Wiedersehen Laos – willkommen in Kambodscha
Krong Siem Reap, Cambodia
Krong Siem Reap, Cambodia Früh um 4.30 Uhr geht der Wecker, da wir um 5.00 Uhr bereits zum Flughafen in Vientiane gefahren werden sollen. Ohne Frühstück Unternehmen wir die kurze Fahrt und können auch bald einchecken. Wir sind natürlich viel zu früh da, Vientiane hat nur einen kleinen Flughafen mit nur einem Gate zum abfliegen, der erste Flug geht nach Pakze noch in Laos. Dort müssen wir umsteigen um ganz rasch durch die imigration mit Passkontrolle geschleust zu werden. Gleich darauf können wir wieder über das Flugfeld zu unserem Flieger gehen. Eine gute Stunde später landen wir in Siem Reap und werden dort vom Fahrer des Memoire Siem Reap Hotels erwartet. Auch hier dauert die Fahrt zum Hotel nicht lange. Wir werden sehr zuvorkommend empfangen, natürlich mit Welcome Drink und vielen Erklärungen was wir hier alles unternehmen könnten. Minea der Sous Chef möchte uns unbedingt statt des gebuchten Doppelzimmers eine Suite vermieten. Ich gehe mir eine Suite anschauen und finde sie wirklich sehr schön. Also lasse ich Peter handeln, bis wir für einen Aufpreis von CHF 100 für vier Nächte diesen Ballsaal als Zimmer beziehen können. Luxus pur, welchen wir eigentlich nicht brauchen, aber trotzdem sehr angenehm und ein besonderes Feeling ist. Gleich im Hotel können wir Tickets für das Nationalmuseum kaufen, unser erstes Ziel heute. Dieses Museum ist wirklich ein Besuch wert. An den Ausstellungsraum der 1000 Buddhas kann ich mich noch besonders gut erinnern. So geht dieser Nachmittag langsam dem Ende entgegen und jetzt fahren wir mit dem Tuck Tuck zum „old market“. Ein wenig durch den Markt geschlendert und jetzt suchen wir so langsam da Hotel Petit Temple Suite & SPA, denn dort wohnt Wolfgang seit zwei Tagen. Wenn wir versucht hätten unsere Reisepläne aufeinander abzustimmen hätte das wohl nie geklappt, aber so, per Zufall, dank Facebook sehe ich es überhaupt, sind wir zur gleichen Zeit in Siem Reap und die Tempel wollen wir uns gemeinsam anschauen. Bei einem Abendessen besprechen wir den Verlauf des morgigen Tages, auch sonst gibt es viel zu erzählen. Der erste Tag in Kambodscha ist schon vorbei, ich freue mich auf morgen.

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Ein Tag für mich

Ein Tag für mich
Vientiane, Laos
Vientiane, Laos Heute bleibt nur noch das Museum und Peter will es am Nachmittag besuchen, damit wir anschließend gleich zum Abendessen ins Zentrum gehen können. Ich selber habe aber Lust ein wenig zu gehen, also mache ich mich zu Fuss auf um ins Zentrum zu einem Friseur zu gehen. Diejenigen hier in der Gegend haben geschlossen oder waren gestern schon nicht bereit mich zu bedienen. Wie üblich sehe ich die Strassen, Geschäfte und Menschen ganz anders als wenn ich einfach mit einem Tuck Tuck oder einem Auto daran vorbei fahre. Ich sehe Frauen in einem Blumengeschäft, welche schöne Sträusse binden und diese am Strassenrand ausstellen. Ich sehe Kinder in ihren Schulkleidern auf dem Weg in die Schule, die meisten gehen ganz gesittet, zusammen mit Freunden, andere fahren mit dem Fahrrad oder sogar mit dem Motorbike. Der Verkehr ist riesig und über die Strasse zu kommen gleicht einem Abenteuer. Alle fahren drauflos, niemanden interessiert es ob da jemand steht und gerne auf die andere Strassenseite wechseln würde. Auf den Trottoirs stehen Autos und Motorräder, wo sollen sie auch sonst parkiert sein? Also muss ich wohl oder übel am Strassenrand gehen und hoffen dass der nächste Tuck Tuck Fahrer mich nicht mitreisst. Für Fussgänger ist dieses Land nicht geschaffen, trotzdem geniesse ich die Bewegung und das Schauen. Wie sehr hat sich dieses Land, diese Stadt sich in den zwei Jahren verändert. Der Verkehr und die Touristen scheinen doppelt so viele zu sein, vielleicht trügt aber auch die Erinnerung ein wenig, was ich hier einräume. In der City geniesse ich zunächst einen Iced Cappuccino bevor ich mich auf die Suche nach einem Coiffeur mache. Im Zentrum selber gibt es fast nur Cafés und Restaurants. Aber in der Strasse hinter dem grossen Platz finde ich ein hübsches Geschäft mit guten Produkten. Kurz entschlossen gehe ich hinein und frage nach einem Termin. Natürlich kann ich gleich bleiben. Zuerst die Manicure, danach das Haare waschen. Es ist immer wieder ein schönes Erlebnis in diesen Ländern. Man liegt vor dem Wasserbecken, man bekommt eine Art Kragen aus Gummi umgelegt, so dass man bequem liegen kann und trotzdem nicht nass wird, Wenn ich jetzt, mit diesem guten Gefühl von gepflegt von Kopf bis Fuss, alleine unterwegs wäre, würde ich mir gleich daneben noch eine Massage gönnen, aber inzwischen meldet sich ein wenig das schlechte Gewissen, dass ich Peter so lange alleine lasse. Ich verhandle mit einem Tuck Tuck Fahrer, wieviel das Hin- und Herkommen kostet und fahre zum Hotel um Peter abzuholen. Das Nationalmuseum ist unser Ziel. Hier bin ich mir nicht mehr ganz sicher ob ich schon da war. Vermutlich schon, aber so einen bleibenden Eindruck hat es mir offensichtlich nicht gemacht. Es ist ein ganz einfaches Museum mit zunächst einigen Fundstücken aus prähistorischer Zeit, was noch ganz hübsch ausgestellt ist. Aber danach ist es, wie in all diesen Ländern, fast nur noch ein Dokument der vielen Kriege, welche hier stattfanden. Einige Schriftstücke in der laotischen Sprache sind noch ganz hübsch anzusehen, aber dann komme ich zu den ersten Bildern von Kindern, welche durch Napalmbomben und B-Bomben verletzt wurden und die Erinnerung an die Nachrichten aus jener Zeit steigt hoch. Das muss und will ich mir nicht antun, ich gehe kurz entschlossen bis zum Ende durch und warte dort auf Peter. Ich finde es wie jedes Mal sehr traurig dass ein Land ein Museum fast nur mit Kriegen (neben den früheren Königen) füllen kann und sonst „keine Geschichte“ hat. Jetzt sind wir in der Nähe meines hübschen Massage Salons und ich überrede Peter sich doch auch eine Fussmassage zu gönnen, welche er letztes Jahr ganz angenehm fand. Leider kostet es im gegenüber liegenden Salon etwa fünf Franken we*****, so dass wir im ersten Stock im Hinterzimmer „behandelt“ werden, anstatt auf den hübschen Liegen. Die Massage ist aber auch hier ganz OK. Ein Spaziergang durch die Strassen endet in einem indischem Restaurant welches Peter im Tripadvisor gefunden hat. Das Essen schmeckt gut und zum Sitzen ist es ganz gemütlich. Nach dem Essen spazieren wir nochmals durch die Straßen um einen Shop zu finden, wir enden aber in einem anderen Restaurant um noch ein Glas Wein zu trinken.

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