Helene Inderbitzin

Helene Inderbitzin

11. Januar 2019 – Shwedagon Pagoda

So viele Tempel und Pagoden haben wir beide schon gesehen. Wir sind uns einig, SO ETWAS NOCH NIE! Obwohl die goldene Hauptstupa durch ein Bambusgerüst bedeckt ist, überwältigt uns diese Pracht. Gold, Schnitzereien, prachtvolle Diamanten, Rubine und Smaragde soweit das Auge reicht. Unzählige Tempel, eine ganze Stadt, es ist unglaublich. Wir gehen dem Schatten nach durch das Areal und staunen, besonders bemerkenswert ist die Ruhe, welche hier herrscht und ausgestrahlt wird. Wirklich eine Oase, mehr Einheimische als Touristen, und alles nicht in Scharen, welche Wohltat.

Zorro erklärt uns den Unterschied zwischen dem Myanmar Buddhismus und demjenigen von Thailand, Kambodscha etc. Hier gibt es „nur“ vier Buddhas, welche in einem Tempel nebeneinander als Bild dargestellt sind. Die Menschen in Myanmar bringen so viele Gaben zum Tempel, dass alle drei Jahre die echten Goldplatten an der Stupa erneuert werden können. Es ist eine Pracht, was etwas nachdenklich macht wenn man bedenkt, dass der Grossteil der Menschen in Myanmar in recht bescheidenen Verhältnissen lebt.

Das Nationalmuseum, welches wir anschliessend besuchen, zeigt unter anderem den echten Königsthron, welcher aus England wieder ins Ursprungsland gebracht wurde, leider ohne die Diamanten, Rubine und Smaragde, heute sieht man „nur“ noch die Schnitzereien,

Im vierten Stockwerk werden fünf verschiedene Kulturen Myanmars mit Trachten, Musikinstrumenten und Gerätschaften gezeigt. In einigen Videos sieht man die wichtigsten Brauchtümer der jeweiligen Ethnien.

In kleinen einheimischen Restaurants gibt es Wasser, Bier und zum Lunch geniesse ich Prawn Tempura, alles für etwa drei Schweizer Franken!

Die City Hall und das Monument schauen wir uns im Vorbeifahren an, Peter ist es zu heiss um das klimatisierte Fahrzeug zu verlassen.

Ein Bad im Hotel Swimmingpool (das erste überhaupt für Peter) ist erfrischend und erneut fühlen wir uns wie im Dschungel. Die Bäume und Pflanzen im Garten tun das Ihrige, aber auch Tierstimmen schallen in allen Varianten. Ach ja, jetzt wird es mir klar, auf der anderen Seite des Häuserblocks befindet sich der Zoo, daher wohl die vielen Tierstimmen.

Die Stadt Yangon hätte noch einiges zu bieten, aber ich freue mich auch auf das Land. Ich hoffe es bleibt eine Reise voll Überraschungen.

 

10. Januar 2019 – Yangon, Myanmar

Heute ist das Einchecken im Flughafen Don Mueang deutlich einfacher und weniger zeitaufwändig als wir es vom letzten Mal in Erinnerung haben. Der Weg vom Hotel zum Flughafen ist ebenso einfach wie kurz.

Unser Flug hat etwa eine Stunde Verspätung aber die Uhren in Myanmar gehen langsamer. Eine halbe Stunde müssen wir die Bangkok Zeit korrigieren, hier ist es bei der Landung erst 12 Uhr.

Zorro, unser Guide für die nächsten drei Wochen steht beim Ausgang und erwartet uns mit der Tafel „welcome Mrs. Helene and Mr. Peter. In der landesüblichen Art, mit langem Rock, gekleidet führt er uns zu einem Wechselschalter, da es hier am Flughafen den besten Kurs gibt. Mit grossen Bündeln Banknoten sind wir jetzt ausgerüstet für die nächsten Tage.

Ein grosser Van mit vielen netten Kleinigkeiten wie Wasser, Taschentücher und Erfrischungstücher ist von Zorro für uns bereit gemacht. Während der Fahrt zum Rose Garden Hotel in der City stellt sich Zorro vor. Wir erfahren auch bereits jetzt wie vielschichtig dieses Land ist, es gibt 135 unterschiedliche Kulturen in Myanmar mit verschiedene Sprachen. In den privaten Schulen lernen alle die Amtssprache Myanmar, jedoch gibt es immer noch Menschen in diesem Land, welche sich nicht untereinander verständigen können. Das Nationalmuseum zeigt die sieben wichtigsten Kulturen in der Ausstellung,

Das Hotel erreichen wir nach einer guten halben Stunde, sofort nach dem Einchecken wollen wir los. Zorro fährt uns zu einem chinesischen Restaurant hinter einem Markt. Eine riesige Halle, sehr freundliches Personal und gutes „Fried Rice“. Peter braucht noch unbedingt seine Zigarillos und Wein, so dass Zorro uns zum grössten Markt in Yangon fährt, uns im Eiltempo durch die Strässchen und Gassen jagt, um die gewünschten Zigarillos ausfindig zu machen. Im gegenüberliegenden Shopping Center geht es wieder im Eiltempo zum Supermarkt.

Inzwischen fängt hier die Rushhour an und Zorro bringt uns zurück zum Hotel. Ein kleines Nickerchen, bevor wir in der Bar von der Happy Hour profitieren und anschliessend in den Strassen ein lokales Restaurant suchen.

Eine erste Nacht im fremden Land bricht an!

Flug nach Bangkok und Amari Don Mueang Hotel

Das sind die einzigen Momente an welchen ich mir wünschte mehr Geld für meine Reisen zur Verfügung zu haben; ein Swiss Flug in der Economy Class!

Ein alter Flieger, Knie an den Vordersitz gepresst, rechts, am Gang sitzt Peter, der wohl oder übel noch etwas von meinem Sitz benötigt, wenigstens auf Achselhöhe, links von mir sitzt eine kleine Asiatin, die aber keine Minute ruhig sitzen kann, dauernd auf Toilette muss und am Fenster ihre überdimensionale Handtasche platziert. Wie wohltuend wäre ein Sitz in der Business Class!

Aber auch dieser Flug nimmt ein Ende, überpünktlich landen wir in Bangkok. Passkontrolle, warten am Gepäckband, das Übliche eben. Den Shuttlebus zum Don Mueang Flughafen finden wir auf Anhieb da wir vor zwei Jahren schon von diesem Flughafen weiter flogen. Über eine Stunde braucht der Bus durch den Stadtverkehr.

 

Über eine Fussgängerbrücke erreichen wir das Amari Don Mueang Hotel wo wir eine Nacht bleiben werden um morgen früh von hier weiter zu fliegen.

Ein  Spaziergang zum Tempel, durch die Gassen und Garküchen, macht es deutlich; wir sind in Thailand…  ein Lächeln hier, ein Gruss dort und die Gerüche…. ein Traum. Zum Glück ist ein Lächeln international und den Gruss abnehmen und mich bedanken kann ich noch auf Thai. Es ist schön wieder hier zu sein.

 

Weihnachtliche Vorbereitungen und Vorfreude auf die Reise

Schlosseisbahn, Grüningen

Schlosseisbahn, Grüningen

Das Jahr neigt  sich bald dem Ende entgegen, Weihnachten steht vor der Tür, letzte Vorbereitungen für das Familienfest im Schloss Grüningen sind zu treffen.

Ich wünsche allen ein friedliches, stimmungsvolles Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Ein paar Tage nur noch, bis unsere grosse Reise nach Asien beginnt. Die Vorfreude ist gross; einerseits freue ich mich auf die Wärme, die freundlichen Menschen und vor allem auf Myanmar, ein Land welches mir bisher noch gänzlich fremd ist.

Ich habe mir vorgenommen, am fünften Tag der Reise besonders vorsichtig zu sein. Die letzten beiden grossen Reisen nach Australien und USA sind durch meine Unfälle, jeweils am fünften Tag der Reise, unter keinem guten Stern gestanden.

Myanmar, ein Land voll von Geheimnissen die es zu entdecken gilt. Ich freue mich!

Bald mehr auf dieser Seite.

Helene

Frühzeitiges Ende und Heimreise

Freitag, 14. Oktober 2017

Samstag, 15. Oktober 2017

Eine alte Bahnstation entdecken wir am Morgen in einer historischen Stadt, ein kleiner Abstecher ins Hinterland.

Die letzte Station auf unserer Reise ist Hervey Bay, wieder heisst es den ganzen Tag fahren und am Abend muss ich Spritzen für die lange Heimreise organisieren, was in Australien gar nicht einfach ist. In der Apotheke will man mir ohne Rezept auf keinen Fall entsprechende Spritzen mitgeben, also muss ich nochmals ins Spital in die Notfallstation, warten, warten, warten, aber natürlich bekomme ich schlussendlich ein Rezept.

So sehe ich gar nichts von Hervey Bay, ausser Lichter und Strassen zu unserem Motel. Beim Mexikaner gibt es Fajitas, welche ausgezeichnet schmecken. Eine letzte Nacht bevor wir nach Brisbane weiterfahren um mit Emirates über Dubai nach Zürich zu fliegen. Das Wetter macht uns den Abschied leicht, seit zwei Tagen regnet es und es ist empfindlich kühl.

Auf Wiedersehen Australien.  Bis zum nächsten Mal mit „ganzem“ Bein.

 

Airlie Beach nach Rockhampton

Freitag, 13. Oktober 2017

Heute heisst es einen ganzen Tag fahren, ohne dass es etwas gibt was sehenswert wäre auf der ganzen Strecke.

Das Navi führt uns etwa in der Mitte der Strecke weg vom Highway (vermutlich ist diese Strecke 1 km kürzer als die andere). Wir geraten in eine menschenleere Gegend mit Naturstrassen. Vor allem gibt es hier keine Tankstellen und unser Vorrat reicht nur noch für 200 km. Es bleibt spannend, bis wir wieder auf dem Highway sind. So haben wir doch noch ein wenig Outback Feeling mitbekommen.

Rockhampton ist klar eine Übernachtungsmöglichkeit, mehr nicht. Natürlich könnte man von hier aus auf Inseln einen Ausflug machen, nur sind wir erst am Abend in der Travelodge.

Zum Glück finden wir für unser kurzes Picknick am Mittag einen schönen Platz am Strand.

Townsville nach Airlie Beach

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Ich sitze auf der Terrasse bei unserem Super Studio im Best Western Mango Hotel in Airlie Beach und schaue auf den schönen Swimming Pool direkt unten im Garten. Ein Traum im Paradies, nur bin ich kaum in den ersten Stock in unser Studio gekommen (auf dem Hosenboden), deshalb bleibt nichts anderes als von unserem Käse und den Crackers, natürlich mit Wein, ein Abendessen zu zaubern. Nochmals die steile Treppe runter und wieder rauf, um in einem Restaurant zu essen, will mir Peter nicht antun.

Die Fahrt heute führt über den Highway entlang der Küste. Wir sehen Dutzende von Zuckerrohrfeldern, welche teilweise abgeerntet werden. Alles kommt in Gitter Container, welche dann mit dem Zug zur Fabrik transportiert werden.

Auf dem Pick Nick Platz, welche es immer wieder hat, gibt mit ein netter Australier den Tipp, meine Stöcke höher zu stellen, er selber hätte 13 Wochen lang so rumhumpeln müssen. Wieder erleben wir die aussergewöhnliche Offenheit und Freundlichkeit der Menschen hier. Australien wirklich ein Land zum Auswandern.

Airlie Beach, ein Traum! Wie Port Grimaud und Saint Tropez zusammen, nur weniger Touristen und vor allem viel weniger Verkehr. Ein wenig kann ich im Café an der Uferpromenade sitzen da mich Peter mit dem Auto bis fast davor bringen kann, und Ferienfeeling kommt auf. Strahlend blauer Himmel, türkisfarbenes Meer und sensationelle Jachten, welche man auch chartern könnte.

Ich beneide die Menschen die hier so unbeschwert spazieren können. Für mich gibt es kein flanieren entlang der Uferpromenade, keine Shoppingtour durch die hübschen Geschäfte, kein Schwimmen und schon gar nicht barfuss durch den Sand laufen. Aber ich geniesse die Sonne, die Wärme und den Cappuccino.

 

Fahrt von Yungaburra nach Townsville

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Eigentlich wäre die Fahrt für heute noch viel weiter geplant gewesen, da wir jedoch den Segel- und Schnorchel- Segeltörn in die Whitsundays nicht machen können, macht es wenig Sinn über 600 km zu fahren.

Die Fahrt durch die Tablelands ist wunderschön und abwechslungsreich.

Unterwegs gibt es schöne Wasserfälle, diesmal machen wir es umgekehrt. Ich bleibe im Auto sitzen und Peter geht zu Fuss durch den Regenwald um mir eine Foto zu bringen.

In einem einfachen Motel in Townsville finden wir ein Zimmer mit Parkplatz direkt vor der Türe.

Herberton Historical Village

Dienstag, 10. Oktober 2017

Das Frühstück in unserem Cottage ist gemütlich, die Fahrt zum Museum nicht weit. Es gibt sogar Senior Tickets, ich freue mich diese Häuser und Werkstättten aus alter Zeit zu sehen. Aber nach 30 Metern trete ich in ein Loch auf der Wiese, ein Schrei meinerseits und jetzt sieht die Welt ganz anders aus. Ich komme kaum zur nächsten Toilette, obwohl Peter mich mehr trägt als stützt. Da ist definitiv etwas nicht in Ordnung. Wenn ich einwillige dass man die Ambulanz ruft….

Im Spital das lange Warten in der Notfallstation, Röntgen und dann die Mitteilung, dass mein linker Knöchel gebrochen ist. Zum Glück ist der Bruch ganz gerade und meine Knochen noch dort wo sie sein sollten, also bekomme ich „nur“ einen tollen Stiefel umgebunden und Stöcke, mit welchen ich kaum gehen kann. Schon nach wenigen Metern wird mir übel.

Auch so geht der Tag vorbei. Jetzt die vielen Abklärungen, Unfallmeldung nach Zürich, Stornierungen „meiner“ Wanderungen und Segeltörns. Frustrierend, am liebsten würde ich heimreisen, aber die Ärztin rät von einer sofortigen Rückreise ab, da das lange Sitzen im Flieger für mich kaum erträglich sei.

Besonders möchte ich die Hilfsbereitschaft der Menschen hier erwähnen, ganz selbstverständlich hilft mir ein Mann die Rampe zum Restaurant herauf während Peter das Auto parkiert, zum Glück, sonst wäre ich nochmals gefallen. Auch im Museum waren alle sehr bemüht und in unserem Retreat sucht die Inhaberin extra Take Away Restaurants heraus damit ich nicht nochmals die paar Meter zum Auto humpeln muss.

Mal sehen, abwarten und Tee trinken, viel anderes kann ich im Moment nicht machen.

Grüsse aus Downunder, vorläufig ohne Bilder.

Helene

 

Yungaburra in den Atherton Tablelands

Montag, 9. Oktober 2017

Heute heisst es Abschied nehmen vom Reef und dem Cape Tribulation. Die Fahrt geht wieder südwärts, zunächst Richtung Cairns um dann nach Mossman in die Tablelands abzuschweifen. Die Gegend wird ganz anders. Zunächst gibt es noch Regenwald, bald schon wird der Wald zur Steppe und nur noch lichtere Bäume stehen als Wald da. In einem Dorf in den Bergen sehen wir eine alte Dampfmaschine. Die muss natürlich besichtigt werden.

 

 

 

 

 

Je näher wir dem historischen Yungaburra, unserem heutigen Ziel, kommen, umso lieblicher wird die Landschaft. Felder wechseln mit kleinen Waldstücken und Dörfern ab. Hier gibt es wieder Regenwald, rund um den Lake Tinaroo. Das Dorf selber ist sehr hübsch, mit alten Häusern aus Holz, sogar die Geschäfte sind noch so angeschrieben wie etwa vor hundert Jahren. Unser Häuschen im Eden House Retreat ist sehr schön, ich freue mich schon auf den Abend wenn wir hier sitzen können.

 

 

 

 

 

Jetzt wollen wir aber zuerst die Gegend erkunden. Bei einer Mango Winey waren wir schon auf der Fahrt hierher. Jetzt steuern wir den Kratersee Lake Eacham an. Wunderhübsch liegt dieser See in einem erloschenen Vulkan, mitten im Regenwald. Weiter geht die Fahrt zum Cathedral Fig Tree, einer riesigen Würgefeige, welche ihren ursprünglich umwachsenen Baum schon lange „erwürgt“ hat. Man kommt sich tatsächlich fast vor wie in einer Kathedrale.

Eine Naturstrasse führt rund um den ganzen Lake Tinaroo, etwa 40 km geht es jetzt wieder durch den Nationalpark bis wir noch etwas einkaufen um in unserem Häuschen den Abend zu verbringen. Endlich gibt es wieder Wifi, wenn auch nicht das schnellste.