Helene Inderbitzin

Helene Inderbitzin

Nara Japan

Samstag, 30. September 2017

Heute fahren wir mit dem Zug von Kyoto nach Nara einer kleineren Stadt etwas südlicher. Das Hotel, welches wir gebucht haben, liegt direkt neben dem Bahnhof.  Zum Einchecken sind wir noch zu früh, aber die Koffer können wir schon deponieren und den Zimmercode erhalten wir auch bereits für später.

Mit dem Bus fahren wir zum grossen Buddha. Auch hier gibt es viele Touristen, aber Peter findet wieder einen schönen Platz am Schatten etwas abseits. Mittagessen ist jetzt angesagt. Hunger habe ich nicht, aber eine Waffel mit Früchten schmeckt ausgezeichnet. Zum grossen Holzhaus, in welchem der riesige Buddha untergebracht ist, müssen wir durch eine Tempelanlage gehen. Überall hat es Hirsche, welche von den Touristen gefüttert werden, fast wie in Goldau.  Der grosse Buddha ist tatsächlich riesig. Die genaue Höhe ist nirgends angeschrieben.

 

 

 

 

 

 

 

Das Lara Nationalmuseum befindet sich gleich bei der Busstation. Leider ist im Moment die tolle Ausstellung noch nicht geöffnet, wir sehen nur Plakate von schönen Gefässen und Schatullen. Also fahren wir mit dem Bus zurück zum Hotel. Hier gibt es auch heisse Quellen, welche ich natürlich sofort ausprobieren will. Im Hotelzimmer liegt, wie überall, ein Kimono.

Auch zum Bad haben wir einen Code erhalten. Bevor man in der Frauenabteilung (ich nehme an, bei den Männern ist es dasselbe) in das Becken steigt, schrubbt man sich von oben bis unten mit der darlegenden Bürste und das Seife. Das heisse Wasser ist sehr wohltuend, im Hotel selber gibt es zwei verschiedene Becken mit wunderbar heissem Wasser. Bald schon komme ich mir vor wie in der Sauna, nur fehlt das kalte Becken. Eine Dusche danach und etwas ausruhen im Zimmer folgt. So bin ich doch noch zu einem japanischen Bad gekommen, obwohl ich zunächst dachte, dass ich Japan ohne diese Erfahrung verlassen werde.

 

 

Zwei Tage in Kyoto – ein Traum

Donnerstag, 28. September 2017

Freitag, 29. September 2017

Die Zeit vergeht wie im Flug, bereits sind wir zwei Tage in Kyoto. Zu Fuss ist es gar nicht weit ins Zentrum, eine Einkaufsstrasse wie überall, ausser dass alles sehr sauber und ordentlich ist, zudem gross und vielfältig, Yas hat für uns bereits die besten Sehenswürdigkeiten herausgesucht. Mir dem Bus fahren wir durch die riesige Stadt, viel grösser als von mir erwartet (ich bin ja auch „nur“ Zürich oder Konstanz gewohnt). Der Ryoanji Tempel ist unser erstes Ziel.

Ganz speziell ist gleich beim Eingang der ZEN Steingarten. Die ganze Anlage ist für mich der Inbegriff von japanischer Gartenkunst. Der Tempel selbst zeigt wunderschöne Seidentapeten in Gold, mit den bekannten Malereien von Pinien, Tigern und Blüten. Alles ist ganz einfach und doch so wunderschön im Einklang. Der Park ist gross und die Natur tut echt gut.

 

 

 

 


Unsere nächste Station ist der goldene Tempel, welcher in  in strahlendem Glanz da steht. Auch dieser Tempel befindet sich in einer wunderschönen Gartenanlage. Die Wege sind weit und führen entlang eines  Weihers mit Seerosen.  Stundenlang kann man hier verweilen ohne dass es einem langweilig wird. Wie sehr merke ich jetzt, dass ich die Natur  vermisst habe.  Es scheint, als ob die Zeit stehen geblieben sei. Hier kann ich mir so gut vorstellen, wie die Menschen zu früherer Zeit gelebt haben.

Der Kaiserpalast darf natürlich auch nicht fehlen auf unserer Tour. Auch hier „nur“ Räume mit Matten belegt und schöne Wände mit Malereien. Keinerlei Möbel oder Dekorationen sind vorhanden. Besonders spannend finde ich die Abbildungen von Tigern, welche Stärke bedeuten, obwohl es damals in ganz Japan keinen einzigen Tiger gab,  alles wurde nur von Bildern und Erzählungen übernommen. Es gibt eine genaue Ordnung, wer in welcher Funktion in welchen Raum kommen konnte, um beim Kaiser Audienz zu erhalten,

Am Abend will ich unbedingt endlich Sushi essen, wir sind auf der Suche nach einem schönen Sushi Restaurant am Fluss. Endlich kann sich auch Peter dazu entscheiden, denn hier gibt es auch Tempura, und vor allem Sake. Die Sushi schmecken ausgezeichnet, aber die Rechnung darf man fast nicht ansehen, die 100-er Noten, vielmehr die 10’000 Yen Noten gehen weg wie frische Weggli.

Auf dem Weg durch die kleinen Gassen begegnen wir einer Amerikanerin, welche uns eine hübsche Bar  mit Misik nennt. Das muss man Peter natürlich nicht zweimal sagen, wir sitzen schon da und trinken einen weiteren Sake,  oder wie ich, einen Pflaumenwein.  Es wird spät, aber auch so geht der Tag vorbei.

Am zweiten Tag in Kyoto sind wir schon erfahrener. Wir kaufen uns an der Rezeption im Hotel einen Tagespass für den Bus, welcher sich auf jeden Fall lohnt.  Auf die entgegengesetzte Seite der Stadt fahren wir zum Sanjüsange-do Tempel, welcher 1000 Buddhas beherbergt. Der Tempel ist ganz speziell, zeigt er doch die verschiedenen Götter in Sanskrit und Buddhismus. Von meiner Reise nach Indien sind mir noch einige Namen geläufig, wie Vishnu, Brahma und Lakhsa.

Nach einer weiteren Busfahrt geht es zu Fuss einen Hügel hinauf.  Ein kleines Mittagessen mit Nudelsuppe stärkt uns, dann geht es weiter durch eine Menge von Touristen zum Kiyomizudera Tempel. Eine kleine Wanderung liegt vor uns. Die Pagode liegt auf der anderen Seite des Hügels. Auf dem Weg zurück entdecken wir etwas abseits ein Café mit einem Tisch im Innenhof. Hier lässt es sich gut sein und das Eis schmeckt gut, auch wenn es fremde Süssigkeiten aus Grüntee drin hat.

Wohin nun? Eigentlich haben wir unser Pensum geschafft, die Teezeremonie wäre noch, aber Peter langweilt das, er sei das letzte mal schon fast eingeschlafen. Also besuchen wir auf dem Rückweg noch den Yasaka-Jinja Shrine. Auf die Frage nach den Religionen in Japan gibt mir Yas eine einleuchtende Antwort. Der Glaube sei in jedem Menschen selber. Bei der Geburt eines Kindes gehe man in den Shrine, bei der Hochzeit in die christliche Kirche und bei einem Todesfall gehe man in den buddhistischen Tempel. Eine runde Sache, so sind alle Gottheiten hoffentlich zufrieden gestellt.

Die Geisha-Strassen gehen wir noch durch, hier soll es besonders gutes Eessen geben, aber die Preise pro Person ab ca. CHF 130 schrecken doch ab. Ein Steakhouse in der Gasse beim Fluss ist für heute genug.

 

Shinkansen nach Kyoto

Mittwoch, 27. September 2017

Die letzte Nacht in Tokyo ist schon vorbei, Yas holt uns im Hotel ab um zur Tokyo Station zu fahren. Die Tickets nach Kyoto haben wir gestern schon gekauft, die Preise sind sogar noch höher als in der Schweiz, aber was will man machen. Durch den ganzen Bahnhof müssen wir mit unseren Koffern. Eines ist sicher, wenn ich gewusst hätte was ich jetzt weiss, ich hätte nur einen Koffer mitgenommen. Die Geschenke hätte ich gut als Handgepäck mitnehmen können und meine Kleidersorgen, von wegen immer adrett gekleidet zu sein, sind auch vergebens gewesen. Hier tragen zwar alle, welche zur Arbeit müssen, Business-Kleider, wie bei uns, aber für alle anderen reichen T-Shirts und Jeans, ein zwei Kleider hätten gereicht… Nun jetzt ist es so wie es ist, mein kleiner Koffer reicht später vollkommen, wie immer.

Der Shinkansen rast fast ohne Halt bis Kyoto, zunächst bin ich etwas enttäuscht. Hohe Häuser, Strassen wie überall und das Hotelzimmer ist OK, aber im Vergleich sehr klein. Da wir noch nicht einchecken können gehen wir die Strasse hoch bis wir eine Bierhalle finden, damit Peter zu seinem Bier kommt. Auf dem Weg dorthin kommen wir an vielen hübschen, kleinen Cafés vorbei, wie gerne würde ich jetzt hier sitzen und Kaffee trinken, aber auch eine Cola im Biergarten geht, hat ja auch Coffein drin.

Zurück zum Hotel, einchecken und jetzt geht Yas voraus.

Wir kommen zu einem riesigen Markt, alles überdeckt, zum Glück, denn heute nieselt es ein wenig. Ich staune über die Preise, ein Pfirsich kostet umgerechnet etwa CHF 4.50, eine Traubendolde etwa CHF 12.00. Gewürze und verschiedene Gerichte, mir zum Teil unbekannt, sind ausgestellt. Yas kauft immer mal etwas Kleines, damit ich probieren kann. An jedem Stand gibt es andere Sachen, und obwohl ich schon so viele Märkte in verschiedenen Ländern gesehen habe, ich komme aus dem Staunen nicht heraus.

 

 

 

 

 

 

Ganz besonders gefallen mir die schönen handbemalten Fächer, nicht das übliche Touristen Zeugs, die Preise sind auch entsprechend. Peter will mir gerne einen kaufen, ich mache mir lieber ein Bild, denn auch das kann ich ansehen und muss es nicht in einer Schublade versorgen.

 

 

 

 

 

 

 

Enge Gassen am Fluss, alte Häuser und schöne kleine, typisch japanische Restaurants entdecken wir im nächsten Quartier. Das hat einen besonderen Charme, ganz anders als die grosse Einkaufsstrasse, welche überall sein könnte. In so einem kleinen Restaurant essen wir am Abend, leider nicht ganz so gut wie gestern, was wohl auch kaum möglich ist, aber es kostet dafür vergleichsweise etwas weniger (nur etwa CHF 70 pro Person – im Durchschnitt – meine Bestellung war viel günstiger).

Zurück im Hotel planen wir den morgigen Tag, eine kleine Auswahl der Tempel und anderen Sehenswürdigkeiten muss für die nächsten zwei Tage genügen.

 

Tokyo vom Feinsten

Dienstag, 26. September 2017

Heute werden wir von Yas abgeholt. Die Nacht scheint sehr kurz, vielmehr fühlt es sich an, als ob ich um 2.00 Uhr starte.

Zunächst gehen wir hinter Yas zu einer weiter entfernten Metro Station um in den Stadtteil Asakura zu fahren, wo sich ein berühmter buddhistischer Tempel befindet. Durch ein Tor gelangen wir in eine Strasse voll mit Touristen, einige von ihnen mit „Touristen“-Kimonos bekleidet, eher peinlich für mein Verständnis. Viele Andenkengeschäfte säumen die lange Strasse zum Tempel, Yas nennt uns die typischen japanischen Dinge, wie Sandalen, Taschen und Räucherstäbchen.

 

 

Der Tempel selber bleibt fast unscheinbar, mit einem Gitter verschlossen, auch Fotos darf man keine machen.

Durch Nebenstrassen gehen wir durchs Quartier, es fühlt sich an wie „Japan“, trotz Touristen (die gehen ja bekanntlich an die schönen, typischen Plätze, und schliesslich sind wir auch Touristen, ich weiss).

 

Das Bier in einer kleinen Seitenstrasse darf natürlich nicht alleine daherkommen (wobei ich brav mein Wasser trinke), Yas bestellt wie immer kleine Häppchen, alles in Schälchen serviert, oft kenne ich nicht mal die Namen der Dinge die ich probieren kann, aber eines ist sicher, ich liebe japanisches Essen. Jedes Häppchen schmeckt anders, fremde Gewürze streicheln meinen Gaumen, es ist eine Freude.

Vom Tempelbezirk fahren wir mit Zug und U-Bahn zum Edo-Tokyo Museum. Es zeigt die Geschichte von Edo, der Stadt der Samurai, etwa um 1200. Viele fremde Namen, wunderschöne Zeichnungen, welche alte Pläne der Stadt sind, Gerätschaften und vor allem schöne Schriften werden gezeigt. Kalligrafie erscheint mir erneut sehr spannend, wie gerne würde ich das verstehen.

Insgesamt 8 km sind wir heute zu Fuss unterwegs, wie Yas mit seinem Schrittzähler herausfindet, zu „viel“ für Peter, ein Bier muss her. In einer grossen Bierhalle trinke ich meinen Mangosaft, während die Herren verschiedene Biere ausprobieren. Auch hier bestellt Yas kleine Schälchen, einfach köstlich und nie viel.

 

Durch die Strassen von Ginza flanieren wir vor dem frühen Abendessen in einem kleinen Restaurant, welches nur Shabu Shabu serviert. Ein Tisch voll Gemüse und wunderbaren Saucen, zusammen mit dem speziellen Rindfleisch, so toll habe ich wirklich noch nie gegessen. Obwohl ich an einem  Buffet in Thailand schon Shabu Shabu hatte, das was hier geboten wird ist wohl kaum zu übertreffen. Ich werde definitiv die japanische Küche vermissen.

Durch das abendliche Tokyo fahren wir per Taxi zu unserem Hotel.

Eine letzte Nacht in dieser faszinierenden Stadt bricht an.

Tokyo und eine unvergessliche Einladung

Montag, 25. September 2017

Die Zeitumstellung scheint einfach, ich habe bis 11 Uhr geschlafen, ganz etwas Neues für mich, aber jetzt bin ich fit und warte auf die Unternehmen heute.

Ohne Frühstück gehen wir zur Metro Station in der Nähe unseres Hotels und kaufen erst einmal ein 10-er Paket Tickets. Ganz einfach, alles kann auch in englischer Sprache gewählt werden. Wie fast in jeder Metro, welche ich bisher gesehen habe, sind die Wege lang, verwinkelt und man geht oder fährt viele Treppen runter und teilweise wieder rauf. Aber zuletzt finden wir die rote Linie in die richtige Richtung. Da ich gehört habe wie diese Metro in Tokyo teilweise sehr überfüllt ist, machen wir zuerst ab wie und wo wir uns wieder treffen, sollten wir uns in der Menschenmenge verlieren. Aber im Moment ist alles kein Problem, wir steigen schon nach zwei Stationen um in die grüne Linie, dieser Weg ist sehr weit, aber auch das ist alles in Zahlen angeschrieben, welche wir ja lesen können.

Bei der Tokyo Bus Station South kaufen wir Tickets für eine Stadtrundfahrt. Leider ist die japanische Erklärung über die Lautsprecher so laut, dass wir die englischen Ausführungen aus den Ohrstöpseln kaum verstehen. Auch Fotos kann ich keine machen, da die Scheiben so sehr spiegeln und man nicht aufstehen darf. Wir erhalten jedoch einen Eindruck von der riesigen Stadt. Alles ist sauber, nicht mal einen Zigarettenstummel sehen wir auf den Strassen, Plätzen und Trottoirs, riesige Hochhäuser ragen in den Himmel, dazwischen gibt es immer wieder schöne Parks.

Im  Anschluss gehen wir zu Fuss nach Ginza, der riesigen Einkaufsstrasse Tokyos. Geschäfte von Gucci, Valentino , Bally etc., wie überall auf der Welt, reihen sich hier aneinander.  Peter geht direkt in einen grossen Department Store, welchen er kennt. Dort im 7. Stockwerk gibt es eine Haushaltabteilung mit typischen japanischen Kimonos, Schals, Lack-Arbeiten und vielem mehr. Hier habe ich das Gefühl in Japan angekommen zu sein.

In aller Eile geht es jetzt zurück zum Hotel, damit wir uns noch umziehen können bevor Yas uns abholt. Wir fahren zunächst zur Firma von Yasuko, seiner Frau, in welcher auch beide Töchter arbeiten. Schöne Regale mit Ölen aus allen möglichen Gewächsen und Schönheitsmittel gibt es zu bestaunen.

Von hier geht es nun zu Fuss zum Apartment von Yas und Yasuko. Wir sind zum Dinner eingeladen. Peter erklärt mir, dass dies eine hohe Ehre sei, da Japaner NIE Fremde (ausser Japaner) zu sich nach Hause einladen.  Sehr herzlich werden wir empfangen, für mich, wie schon so oft, nicht ganz so einfach, da ich spüre wie alle traurig sind dass nicht mehr Lydia mit dabei ist. Ich weiss zwar dass dies nichts mit mir zu tun hat…

Die Geschenke, welche ich eingepackt habe, werden freudig angenommen und man bedankt sich herzlich. Für Peter ist es sehr schön auch so weit entfernt wie ein Familienmitglied willkommen zu sein,

Yas will uns noch zu einer Bar begleiten um mit Peter zu rauchen, diese ist heute aber nicht offen, so dass wir ein Taxi zum Hotel nehmen. Durch das nächtliche Tokyo geht es nun zu „unserem“ Apartment. Gute Nacht.

Ankunft in Tokyo

Sonntag, 24. September 2017

Der Flug heute führt uns über Hongkong direkt nach Tokyo. Da wir bereits um 13.35 Uhr in Zürich starten kann ich nur kurz ein nickerchen machen bevor wir ca. um Mitternacht in Hongkong ankommen, Flughafen ist gleich Flughafen, das warten am Gate wie überall, aber dann im Flug nach Tokyo, welcher nochmals gut fünf Stunden dauert kann ich ein wenig schlafen.

In Tokyo holt uns Yas, der Freund von Peter, ab und bringt uns in 1 1/2 Stunden zu unserem Hotel. Viel sehe ich auf dieser Fahrt noch nicht, Highway,  Schallschutzwände und Hochhäuser. Ich bin gespannt. Das Hotel hat uns ein grösseres Apartment gegeben als gebucht, so sitze ich jetzt in der gemütliche Sitzecke und habe schon mal ein Bild vom Schlafbereich gemacht.

 

 

Es bleibt Zeit uns ein wenig frisch zu machen, schon holt uns Yas zum Essen in einem Nudelrestaurant ab. In einer Strasse mit teils sehr alten Häusern steigen wir aus dem Taxi. Das bestellt verschiedene Gerichte, die Spezialität sind Sobanudeln, aus Früchten eines Baums gemacht, welche meist kalt gegessen werden. mit den Stäbchen essen geht ganz gut und natürlich will ich von allem probieren.

 

 

 

Die beiden Freunde haben sich viel zu erzählen und natürlich wird nichts aus dem halbstündigen Spaziergang, die Bar nach zehn Minuten ist für heute Endstation. Der Sake wird in ganz speziellen kleinen Tassen mit Krug serviert.

 

 

 

 

 

Mit dem Taxi geht es wieder zurück ins Hotel, ein Kaffee zum Abschluss und jetzt geht auch dieser lange Reisetag (vielmehr fast zwei Tage) zu Ende.

Vor der Reise

Ein toller Schwiegersohn

Zum Glück wollte eine Freundin von Peter den Link für die Blog-Adresse meiner Reisen haben. Das war der Grund dass ich drei Wochen vor unserer Reise nach Japan und Australien auf meine früheren Blogs zugriff, und siehe da, die Webseite ist gesperrt, sie existiert gar nicht mehr. Glücklicherweise hat man mir eine ZIP-Datei mit meinen Blogs bereitgestellt, so dass ich alles mehr oder weniger sichern konnte.

Den richtigen Schwiegersohn muss man haben, in aller Eile musste er nun alles in meine, erst im Entstehen begriffene, Webseite integrieren. Was noch zu überarbeiten ist, auch fehlen die Bilder meiner früheren Reisen, aber das muss alles warten, die Hauptsache ist dass ich wieder „Tagebuch“ führen und meine Erlebnisse teilen kann. Vielen Dank, lieber Simon, es tut mir immer noch leid, dass alles so unter Zeitdruck geschehen musste.

Alle Leser bitte ich um etwas Geduld, die Überarbeitung des Internetauftritts generell braucht noch Zeit und geschieht nicht während meiner Reise.

Reisevorbereitungen

Die Reisevorbereitungen laufen auf Hochtouren. Braucht es einen Welt-Stecker? Braucht es einen 4- oder 6-stelligen Code für die Bank- und Kreditkarten? Ein internationaler Fahrausweis muss auch noch beschafft werden, Fremdwährungen bestellen bei der Bank, irgendwie scheint der Hase im Detail zu liegen. Die Gastgeschenke für Japan müssen noch eingepackt werden (die Verpackung sei in Japan fast wichtiger als der Inhalt!). Alles braucht seine Zeit.

Fast eine Woche Geburtstag

Letzte Woche hat mit meinem Geburtstag begonnen, ein Arbeitstag wie jeder andere, und doch habe ich mich immer wieder dazwischen gefreut über die kleinen SMS, E-Mail und WhatsApp mit vielen guten Wünschen, welche mich auf meinem Handy erreicht haben. Am Abend erhielt ich noch Anrufe und Peter ist mit mir in ein wunderschönes Restaurant, mit Sicht auf den Zürichsee, gefahren. Hervorragendes Essen, und wie immer unterhaltsame Gespräche.

Meine „Geburtstagswoche“ ist aber noch nicht fertig. Meine Freundin Barbara ist tatsächlich extra am Dienstag von München zu mir nach Rapperswil gefahren um mich zu treffen. Am gleichen Abend fährt sie auch noch zurück. Das hat noch nie jemand für mich gemacht. Herzlichen Dank für den schönen Abend, wie immer eine Bereicherung, welche sich nicht in Worte fassen lässt.

Am Mittwoch kommt meine Freundin Ruth nach Rapperswil, um mit mir noch mein kleines Studio anzusehen, Kaffee zu trinken und anschliessend in der Dachsegg bei klarer Aussicht den Abend ausklingen zu lassen. Die Rösti ist wie immer sehr gut und die Gedanken fliegen nur so hin und her.

Am Donnerstag nach der Arbeit bin ich von Mautscherle in „mein“ Restaurant Reussbrücke zum Abendessen eingeladen. Hervorragendes Essen, guter Wein und das Zusammensein mit meiner Mutter, ein Genuss.

Wie man sieht, fast eine Woche lang Geburtstag, das hatte ich auch noch nie!

Abschiede und Umzug

Der Auszug aus meinem kleinen Studio in Rüti gab und gibt noch viel zu tun, auch dieser kleine Zufluchtsort nach der Arbeit ist mir lieb geworden.

In meinem Seminar in Rapperswil gilt es nun schon bald Abschied zu nehmen. Traurigkeit will sich einschleichen, das Loslassen, wie immer nicht ganz einfach, da hilft mir der Ausblick auf die Reise.

Sobald ich Wifi vorfinde auf meiner Reise werde ich hier berichten, von Begegnungen, von Landschaften, von Menschen und Eindrücken.

Ich wünsche allen Lesern viel Vergnügen. Bis bald.

Helene Inderbitzin

Flug nach Hause

Flug nach Hause
Zürich, Switzerland
Zürich, Switzerland Früh heute morgen bringt uns die nette Angestellte des Hotels mit ihrem Privatauto zum Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok, etwa eine Stunde Fahrt. Das Einchecken geht reibungslos, jetzt geht es ans Warten. Nach der Security gibt es zum Glück eine schöne Shopping Meile, welche ich jedoch von früher schon aus dem FF kenne und deshalb für mich nicht besonders reizvoll ist. Mein Shopping Bedarf ist ja von gestern noch gedeckt. Der Sitz im Flugzeug ist zwar mit Swiss wieder ziemlich eng, aber irgendwie scheinen die langen Flugstrecken gar nicht so lang wenn man sich darauf einstellt, und zudem sind wir ja jetzt gewohnt lange in den Bussen zu fahren. Wir überlegen gemeinsam, was uns an dieser Reise besonders gefallen hat. Natürlich auch, dass wir ein anderes Mal Chon Buri bestimmt auslassen werden (ich habe ja das Mandarin Oriental in Bangkok im Kopf für ein nächstes Mal), aber alles in allem war es eine spannende und abwechslungsreiche Reise, welche uns Beiden gefallen hat. Sehr froh bin ich, dass ich wirklich ein gutes Händchen mit den Gästehäusern und Hotels hatte. Jedes war speziell, anders und jedes in seiner Art wunderschön. Auf Wiedersehen Asien….

]]>

Chon Buri – letzter Tag unserer Reise

Chon Buri – letzter Tag unserer Reise
Chon Buri, Thailand
Chon Buri, Thailand Zunächst müssen wir warten bis das Central Plaza um halb elf öffnet, obwohl wir eigentlich vorhatten dort in einem Café zu frühstücken, deshalb haben wir hier im Hotel nichts bestellt. Aber auch so wird es Zeit und wir können hinüberwechseln ins Shopping Center. Tee und Biskuit hatten wir schon, also geht es ans shoppen. Bei den I Phones etc. lässt es sich gut verweilen, auch Peter findet seinen Gefallen daran. Da die Preise jedoch gleich hoch sind wie bei uns und mein Handy ja durchaus noch brauchbar ist, möchte ich nicht so viel Geld ausgeben. Die gute Kamera im neuesten Handy wäre höchstens ein Argument, aber wir kommen in diesem Jahr ja noch nach Japan und Hongkong, mal sehen. Jetzt findet Peter kein Bier, da es fast nur japanische Restaurants im Center gibt, also möchte er lieber im Hotel auf mich warten. Ich selber gehe durch das Center, riesig, aber irgendwie ist Shopping ohne meine Freundin gar nicht so lustig. Ich suche etwas für unsere Enkel, aber auch das ist schwierig, entweder hat es nur etwas für Babys oder gar nichts (auf jeden Fall nichts was den europäischen Geschmack auch nur annähernd trifft. Dann besser gar nichts. Ein Friseurbesuch steht noch an und eigentlich hatte ich ursprünglich im Kopf an diesem letzten Ort noch Massage zu geniessen, aber auch das fällt ins Wasser. Chon Buri ist eine reine Industriestadt mit etwa 5 Mio Einwohnern (nicht 20’000 wie im Reiseführer erwähnt). Am Nachmittag holt uns unser Uber Fahrer von gestern ab um noch einen Tempel und die Strände zu besichtigen. Viel mehr gibt es hier wirklich nicht zu besichtigen. Der Tempel wird von einem Mönch nur für uns aufgeschlossen und wiederum gibt es hier weisse Blumen für den verstorbenen König. Es ist gewaltig wie dieser König in den Herzen seines Volkes Immer noch weiterlebt. Die Blumen sind auch hier, wie überall, frisch und wunderschön. Den Abend verbringen wir in einem Steakhouse, welches uns Tom empfohlen hat, er holt uns nach dem Essen auch wieder ab um uns ins Hotel zu fahren. So geht auch dieser letzte Ferientag zu Ende….
]]>

Chon Buri – wo sind wir bloss gelandet?

Chon Buri – wo sind wir bloss gelandet?
Chon Buri, Thailand
Chon Buri, Thailand Der Morgen beginnt noch ganz harmlos. Vom Tuck Tuck, welches das Hotel für uns organisiert hat, werden wir zum Busbahnhof in Trat gebracht. Da hier wirklich kaum jemand ein paar Brocken Englisch spricht zeige ich einfach meine Tickets und man zeigt mir einen grossen Bus auf dem Gate 3. Wir sollen aber noch nicht einsteigen, zuerst wird der Bus innen und außen nach Bomben oder Drogen durchsucht, Polizei und Militär scheinen auch hier sehr gegenwärtig, Eigentlich war ich der Meinung dass wir einen Minivan bestellt hatten, aber ich habe nicht mehr nachgefragt und grundsätzlich ist auch dieser Größe Bus OK. Der Fahrer weist sogar Peter den anderen Sitz ganz vorne zu, da es für uns zwei doch ziemlich eng ist auf den kleinen Bänken. Die Bus Begleiterin kommt zwar umgehend vorbei um uns auf unsere Plätze zu verweisen, aber der Fahrer gibt ihr zu verstehen, dass es so in Ordnung ist. Erst kurz vor Chon Buri steigen die Passagiere zu, welche diese beiden Plätze reserviert haben, jetzt müssen wir wechseln. Nach vier Stunden gibt es die erste Pause um bei einer der üblichen „Raststätten“ etwas zu trinken und die Toilette zu benützen. Nach gut fünfeinhalb Stunden erreichen wir die Kreuzung in Chon Buri bei welcher wir aussteigen sollen um mit einem Tuck Tuck weiter zu fahren. Die Leute auf der Straße bei den Geschäften sind sehr nett und fragen wo wir denn hin wollen. Ich erkläre die Lage unseres kleinen Hotels, hinter dem Central Plaza Chonburi. Niemand kennt es und als wir uns nach einem Tuck Tuck oder einem Taxi erkundigen erhalten wir bloß ein lachendes no no als Antwort. Man will uns mit Motorbikes hinbringen, aber das geht nun wirklich nicht mit unseren Koffern. Ein junges Mädchen deutet uns wir sollen mitkommen. Um einige Ecken und durch Straßen führt sie uns zu diesen öffentlichen Tuck Tuck, welche eine bestimmte Strecke fahren, auch diesem Fahrer erkläre ich, dass wir zum Central Plaza müssen. Ja das sei richtig. Also fahren wir, eingequetscht in diesem Vehikel etwa zwanzig Minuten bis zum Central Plaza, welches uns zum Glück eine junge Frau sagt. Und jetzt? Ein riesiges Einkaufszentrum liegt vor uns, von hier soll es drei Gehminuten sein, aber in welche Richtung? Mit unserem Plan aus dem booking.com kommen wir nicht weiter. Die junge Frau aus dem „Bus“ hilft uns und ruft im Hotel an um zu fragen wie wir hinkommen. Sie will uns jetzt den Weg zeigen. Zuerst alle Treppen hinauf zur Überführung, dann darauf über die Strasse und am anderen Ende wieder alle Treppen nach unten, uff geschafft, denken wir. Jetzt führt uns Oi durch die riesige Shopping Mall, hier ist es wenigstens kühl. Man kann sich gar nicht vorstellen wie weitläufig hier alles ist, aber zum Schluss erreichen wir den Big C und gehen hinunter zum Parkhaus. Draussen, am Ende einer Sackgasse entdecken wir schliesslich unser Log Book Room and Café. Mit Oi teile ich die Facebook Adresse, damit sie uns besuchen kann, wenn sie das nächste Mal in der Schweiz ist, es ist schön dass es solch hilfsbereite Menschen gibt, Wir fragen wie üblich nach einem Plan, den gibt es hier nicht. Die Besitzerin gibt uns aber bereitwillig Auskunft über die Möglichkeiten von Strand, Tempel und Walking Street. Sie will uns nachher sogar ein wenig die Gegend zeigen, bevor sie selber nach Bangkok fährt. Sehr nett werden wir kilometerweit herum gefahren. Immer wieder hat es Eibahnstrassen oder Absperrungen, ich habe die Richtung gänzlich verloren. Das schöne Restaurant am Meer ist bereits ausgebucht und jetzt weiß man noch ein anderes am Bansaeng Beach. Wir fahren und fahren, entlang dieser Strände die ein Albtraum sind. Liegestuhl an Liegestuhl, dazwischen Sonnenschirme, und hier sollen wir morgen den ganzen Tag verbringen? „You better go Shopping“ sagte mir und Barbara vor drei Jahren die Dame in Bangkok als es überall kein Durchkommen gab wegen den Streiks, das übernehme ich heute für morgen. Am Kreisel zum Beach werden wir mit dem Hinweis entlassen, das es hier plenty of Restaurants gäbe. Wir gehen die Straße entlang, so plenty scheinen die nicht zu sein, es hat vor allem riesige Ressorts. Endlich finden wir ein Restaurant, es hat zwar keinen Menschen an den Tischen, aber inzwischen bin ich fast am verdursten und auch die leicht bekleideten Mädchen hier schrecken uns nicht ab. Wir bestellen zunächst einen Drink und erwähnen ausdrücklich dass das Essen erst eine halbe Stunde später serviert werden soll. Was passiert, ein Drink und ein Essen kommen wenig später auf den Tisch, wir sagen nochmals, dass wir zuerst etwas trinken wollen, man nimmt das Essen wieder mit, aber auf den zweiten Drink müssen wir noch lange warten…. Nun was lange währt,,,, wenigstens schmecken die Drinks und Peters Mischung aus Erdbeere und Cider ist so gross dass wir beide davon trinken und ich neben meinem Wasser jetzt noch etwas mit Geschmack habe. Jetzt können sie das Essen bringen, und es kommt fast sofort, nur ist alles kalt, die haben doch tatsächlich meine Prawn Tempura und Peters Fleisch mit French Fries einfach hingestellt und kalt werden lassen. Kalte Tempura schmecken nicht einmal mir und wir lassen alles stehen und bezahlen. Wir fragen, ob man uns ein Taxi rufen könne, denn hier gibt es keine Tuck Tuck und Taxis sehen wir nur vereinzelt, und wenn dann sind sie schon besetzt. Wie Peter hier mit Wifi herausgefunden hat ist unser Hotel gute zwei Stunden zu Fuss entfernt, nur wie sollen wir dahin kommen? Man kann uns kein Taxi rufen und Uber kommt nicht bis hierher zum Strand, wie wir auf der Webseite sehen. Es bleibt nichts anderes als wieder zurück zum Kreisel zu gehen um dort in einem Café das Wifi zu benutzen. Hier gibt es auch eine Kleinigkeit zu essen und jetzt klappt es tatsächlich mit Uber, meinen wir. Wir sollen zwei Straßen weiter oben hinkommen, was wir machen. Beim Treffpunkt angekommen ist dort niemand. Da wir hier keinen Empfang mehr haben finden die uns auch nicht. Nach einigem Hin und Her gehe ich in das hübsche Café hier und frage einfach nach dem Passwort, denn jetzt möchte ich nur zurück. Sehr nett gibt man mir das Passwort auf Peters Handy und jetzt können wir draussen sehen, dass der Fahrer doch zu unserem ersten Café gefahren ist und jetzt dort wartet. Mit der Verbindung sollte er jetzt sehen wo wir sind, aber nach ei***** Zeit bekommen wir die Meldung dass der Uber Fahrer die Fahrt annullieren musste…. Also nochmals buchen, jetzt ist aber mit Peters Handy etwas.nicht in Ordnung, Netzwerkfehler. Die nette Bedienung aus dem Café kommt zu uns auf die Strasse da wir hier immer noch stehen und gibt das Passwort erneut ein, diesmal auch auf meinem Handy. Damit kann ich ohne Probleme buchen. Tom, der nette Uber Fahrer holt uns in wenigen Minuten hier ab und fährt uns zu unserem Hotel. Er spricht recht gut Englisch und will uns morgen Nachmittag die Gegend zeigen. Wir vereinbaren einen Termin, denn tatsächlich, hier ist man ohne Auto aufgeschmissen und ein halber Tag Shopping wird reichen, Müde wie lange nicht sinke ich ins Bett, heute ist nicht mein Tag und aus heutiger Sicht kann ich nur sagen, Chon Buri ist auf unserer langen Reise bisher der einzige Ort den ich liebend gerne auslassen würde, ich habe nicht einmal ein Bild gemacht. Der nächste Tag kann nur besser werden!

]]>