Helene Inderbitzin

Helene Inderbitzin

Mönche und Wasserfall

Mönche und Wasserfall
Luang Prabang, Laos
Luang Prabang, Laos Das Wichtigste in Luang Prabang ist wohl die frühmorgendliche Prozedur der Bettelmönche, wie sie aus ihrem Kloster kommen und entlang der wartenden Gläubigen und Almosengeber mit ihren Töpfen gehen, um Reis (sticky rice) und anderes Essen zu empfangen. Das tönt gar nicht so spannend, nur wenn es scheint als ob Hunderte in ihren orangen Tüchern in einer Kolonne daherkommen, ist es ein besonderes Schauspiel. Dafür lohnt sich das aufstehen vor sechs Uhr morgens, und es wäre schade das zu verpassen. Ich bin schon früh da und erhalte das Angebot von einem Ehepaar, dass ich doch auf ihrer bereitgestellten Bank Platz nehmen soll. Von hier kann man alles wunderbar beobachten. Wenn nur nicht die vielen Touristen wären, welche, trotz Mahntafeln überall „respect our cultur“‚ man solle Abstand zu den Mönchen halten, viel zu nahe hindrängen um Fotos und Filme zu machen, als wenn es keine Zoom gäbe. Es ist schade, so wird es vermutlich in Kürze notwendig sein Absperrungen anzubringen. Schon bald gehe ich von meinem Standplatz beim Wat weiter der Straße entlang mit den Mönchen und weiter vorne ist es vorbei mit dem Gedränge, zum Glück kann ich jetzt auch einige Fotos und einen kleinen Film aufnehmen. Ich wünsche den Menschen hier, dass sie diese Kultur noch lang weiterleben können, die Stimmung ist merklich „gottesfürchtig“, dort wo das Gedränge wegfällt. Die letzten Mönche kann ich von „meinem“ Café aus beobachten, während ich heute ausgiebig frühstücke. Wie wäre es heute mit dem Wasserfall? Ich verabrede mich mit einem Tuck-Tuck Fahrer auf 13.00 Uhr, dann erwarte er noch andere Personen, so dass ich nicht die ganze Fahrt allein bezahlen muss. Jetzt habe ich Lust auf die Jagd nach schönen Fotosujets zu gehen. Ich bin ganz verschieden unterwegs wenn ich alleine reise. Manchmal gibt es Tage, da bin ich so beschäftigt mit Schauen dass kaum Zeit für eine Aufnahme bleibt, und dann wieder gehe ich mit gezückter Kamera durch immer neue Straßen, eben auf der Jagd nach schönen und spannenden Sujets, die meine Wahrnehmung des Ortes einfangen. Ich gehe zuerst durch die ganze Stadt der mittleren Hauptstraße entlang, um dann dem Mekong und dem kleineren Nam Khan zu folgen. Ich möchte hier auch einen Fehler aus meinen früheren Eintragungen korrigieren, die Bambusbrücke führt nicht über den Mekong, sondern eben über den Nam Khan, den kleineren Fluss. Ich glaube Luang Prabang ist eine der schönsten Kleinstädte in Asien, was mir auch andere Reisende bestätigen. Die vielen alten Teakholz Häuser, die schönen Parks und Gärten, voll von Blumen und anderen Dekorationen. Überall wunderhübsche Gästehäuser und Restaurants an den Ufern, und dann die Aussicht! Ich könnte hier noch tagelang flanieren und würde vermutlich noch viel Schönes entdecken. Natürlich gibt es manchmal am Ufer auch Abfall, was we***** schön ist, ich schaue jedoch großzügig darüber hinweg oder mache ganz bewusst auch Bilder davon, es ist ja nicht immer alles NUR schön. Nach Capuccino und Kuchen in der Luang Prabang Bakery ist es Zeit für mein Tuck-Tuck und die Fahrt zum Wasserfall. Esther, Johan und Margaret aus Holland sind meine Begleiter. Sie kommen aus Myanmar und berichten so viel Schönes, das muss auch eine Reise wert sein. Die Fahrt zum Wasserfall dauert etwa 40 Minuten und führt durch eine schöne Landschaft mit Reisfeldern, Gemüsefeldern, Dörfern und Wälder. Die Gegend ist sehr abwechslungsreich, und obwohl ich denke, dass ich eigentlich schon genug Wasserfälle gesehen habe, schon allein für dieses Erlebnis hat sich die Fahrt gelohnt. Welche Überraschung – der Park um den Wasserfall Tat Kuang Si ist nochmals ein noch nie da gewesenes Erleben sondergleichen. Zunächst komme ich zum Bären Rescue Center um dann dem Weg weiter zu folgen. Eine hellblau türkis schimmernde Wasserfläche erwartet mich, ein kleiner Wasserfall ergießt sich hinein. Viele baden im kühlen Nass, wie ich sehe geht der Weg aber noch weiter. Wieder neue kleine Wasserfälle, welche sich über immer andere Formationen von Felsen hinab ergießen und wieder schöne Wasserbecken bilden. Es ist wunderhübsch und ich denke dass ich jetzt sicher alles gesehen habe. Weit gefehlt, es geht noch manchen Weg und viele Treppen hinauf, bis ich zum großen Wasserfall komme. Immer wieder denke ich, dass dies jetzt wohl die schönste Sicht war, aber die nächste, ist die nicht noch schöner? Es ist so friedlich und schön an einem fast nicht besetzten Plätzchen zu sitzen und dem Rauschen der Fälle zu lauschen und das unglaubliche türkis des Wassers zu sehen. Zurück in Luang Prabang gehe ich ins Guesthouse um auf Margareta und Jeannine zu warten, welche ungefähr um diese Zeit ankommen müssten. Und siehe da, kaum 10 Minuten später große Begrüßung. Der Abend ist gerettet, Austausch von Neuigkeiten, gemeinsames Abendessen und viele lustige Geschichten.

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Workshop in Luang Prabang

Workshop in Luang Prabang
Luang Prabang, Laos
Luang Prabang, Laos Der Morgen begrüßt mich wieder recht kühl, aber mein Birchernüesli im Café wartet auf mich. Gestern habe ich auf der anderen Seite der Brücke ein Plakat gesehen mit einer Notiz, dass man im Garden Eden auf der andere Seite der Bambusbrücke Workshops besuchen könne um seinen eigenen Schmuck herzustellen. Eigentlich habe ich Lust mal so etwas zu probieren. Nur wo ist dieser Garten Eden? Ich frage überall nach, in Schmuckgeschäften, bei Agenturen, zuletzt am Ende der Stadt im Tourismusbüro, niemand kann mir weiterhelfen. Also bleibt mir nichts anderes übrig als nochmals über die Brücke zu gehen um das Plakat etwas genauer zu studieren. Und siehe da, auf dieser Seite der Bambusbrücke gibt es auch ein solches Plakat mit der Nachricht „Cross the Bridge“, also mache ich das nochmals und suche diesmal auf der richtigen Seite, es ist gar nicht weit, fast bei meinem versteckten „Wasserfallgarten“ finde ich schließlich ein hübsches Schmuckgeschäft. Ja hier kann man von morgens um 9.00 Uhr bis abends um 6 Uhr gratis einen Workshop besuchen und ein Schmuckstück seiner Wahl selber anfertigen. Man bezahlt einfach den Preis, der ein Stück im Laden kosten würde. Ich bin begeistert und mache mich sofort auf die Suche nach dem schönsten Stück. Ich wage mich an ein Armband mit silbernen Perlen und blauen Halbedelsteinen. Sehr nett werde ich in die Kunst des zuschneidens, auffädeln und verknoten der verschiedenen Materialien eingeführt. Die dünnen Silberfäden müssen jeweils dreifach durch die Perlen und Steine geführt werden, es macht riesig Spaß ein wenig zu basteln und das schöne Ergebnis zu sehen. So habe ich ein echtes Souvenir aus Laos, welches ich sogar selber herstellen kann. Die etwa 6 Wochen alte Perserkatze findet die Fäden natürlich auch ganz toll und wie alle Katzen, kommt sie sofort zu mir auf den Schoß. Dort sitzt sie, spielt immer mal wieder mit meinem Ärmel oder den Fäden und fühlt sich ganz und gar wohl. Am liebsten würde ich sie mit nach Hause nehmen. Soll ich noch eine Halskette, wie sie ausgestellt ist, anfertigen? Ja warum nicht, ich lasse mir die neue Technik zeigen und schon bin ich wieder beschäftigt. Offensichtlich sei ich eine gelehrige Studentin, man sehe dass ich mit meinen Händen schon andere Dinge gemacht hätte. Auch die Halskette wird hübsch und der Verschluss wird von meiner netten Lehrerin fachmännisch angebracht. Sie gibt mir den Tipp, wenn ich doch nach Thailand gehe solle ich mir für zu Hause Perlen, Steine und das entsprechende Garn samt Silberdraht kaufen, dort sei es sehr günstig. In meinem „Wasserfallgarten“ gleich gegenüber bestelle ich einen gedämpften Fisch im Bananenblatt und einen Fruchtsalat, ich brauche eine kleine Pause, und tatsächlich schlafe ich sogar ein wenig ein in meiner gemütlichen Lounge nach dem Lunch. Frisch gestärkt will ich noch eine andere Technik der Schmuckherstellung erlernen, und so wird es fast 6 Uhr bis ich meinen Workshop wieder verlasse. Endlich mal wieder einen ganzen Tag Zeit zu haben etwas Kreatives zu tun, welche Wohltat. Nun habe ich zwar den Wasserfall und das Cave noch nicht gesehen, dafür etwas mit meinen Händen geschaffen, was mir viel Freude bereitet hat. Schon wieder etwa Neues, ich möchte tatsächlich Material für solche Basteleien einkaufen und mitnehmen. Nach der gebückten Haltung auf dem kleinen Stuhl ist doch jetzt eine Massage genau richtig. Ich versuche mal eine mit heißen Kräuterstempeln, wieder eine neue wohltuende Erfahrung. Immer wieder Neues zu erleben und zu entdecken scheint ein Motto meiner Reise zu sein. Was werde ich wohl noch alles sehen?

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Luang Prabang

Luang Prabang
Luang Prabang, Laos
Luang Prabang, Laos Im Guesthouse Ammata gibt es kein Frühstück, so dass ich mir ein geeignetes Café suchen muss, vielmehr gibt es davon so viele in nächster Nähe, dass die Auswahl schwer fällt. Der Morgen ist noch rech kühl, trotzdem will ich draußen sitzen. Hier gibt es sogar Birchernüesli mit Früchten, also setze ich mich an den kleinen Tisch und lasse mich verwöhnen, Weiter zu Fuß der Straße entlang, welche gesäumt ist von Andenkenläden, welche teils den üblichen Touristenkram anbieten, andere Geschäfte gibt es mit hübschen alten Bronze-, Silber und Holzskulpturen. Auch wunderschöne Ständer mt Elefantenglocken hat es, und die großen Gong an Ständern gefallen mir nach wie vor sehr, die sind leider viel zu groß um in meine Handtasche zu passen, Zunächst kaufe ich mir einen Stadtplan, da ich im Guesthouse keinen erhalten konnte. Schon nach wenigen Kilometern ist man in einem anderen Ort. Der Mekong, der immer noch mein Begleiter ist, zieht mich magisch an. Ich gehe über eine kleine Bambusbrücke und entdecke eine kleine Seidenweberei. Es gäbe wieder schöne Schals zu kaufen, nur sind meine Familie und Freunde mittlerweile wohl mit Schals eingedeckt, ich bin es sowieso. Das Nationalmuseum ist gar nicht weit von meinem Guesthouse entfernt, die ersten Bilder entstehen hier in diesem schönen Gelände. Gleich gegenüber erhebt ich der Hügel Phousi Hill mit weiteren Tempeln. Auch um diese Stufen hochklettern zu dürfen muss ich bezahlen. Die Sicht vom Hügel gibt jedoch einen guten Eindruck der Dimensionen von Luang Prabang. Auch hier ist es einfach sich zurecht zu finden. Man kann sich problemlos am Mekong orientieren und dazwischen gibt es hübsche Straßen mit alten französischen Häusern. Überhaupt kommt man sich ein wenig wie in Frankreich vor, auch in den Restaurants wird französisch gesprochen und die Speisekarten führen zuerst die französische Bezeichnung der Getränke und Speisen bevor alle nochmals in englisch geschrieben ist, In einem versteckten Winkel finde ich fast einen „Wasserfallgarten“ direkt am Mekong und ich sitze neben dem niedrigen Tisch und versuche mich mal wieder im Schneidersitz, es braucht noch ein wenig Übung, wie ich feststellen muss. Wie meist bestelle ich mir nur eine Vorspeise, alles andere wäre viel zu viel. Ich erhalte kleine Pouletstücke gebraten mit frittierter Minze. Auch dieses Gericht schmeckt sehr gut und ich habe inzwischen tausend Ideen was ich alles kochen und ausprobieren könnte. Ich finde es spannend zu entdecken wie verschieden die asiatische Küche und die entsprechenden typischen Gerichte sind. Bis jetzt schmecken mir die Gerichte in Kambodscha und Laos am besten, sie sind mit vielen Kräutern und Zutaten gut gewürzt aber nicht so scharf wie in Thailand oder so fad wie in Vietnam. Toll finde ich auch die Art und Weise die Speisen in Bananenblätter einzuwickeln und dann zu dämpfen. Finde ich wohl im Globus Bananenblätter? Nach einem weiteren langen Spaziergang gehe ich heute etwas früher in mein Zimmer, damit ich an diesem Sonntag meine Familie im Skype erwarten kann. Es ist schön zu hören welche Begeisterung meine Berichte bei meiner Mutter auslösen. Inzwischen habe ich doch einige „Mitreisende“, wenn auch nur virtuell. Der Abend beginnt mit einem Spaziergang durch den Night Market und endet in einem schönen alten Hotel Restaurant auf der Terrasse mit Sicht auf die schön beleuchtete Straße, auf die Musik und auf die Darbietungen der Apsara Tänzerin. Diese Tänzerinnen hatte ich ursprünglich in Thailand erwartet und jetzt finde ich sie in Vietnam, Kambodscha und Laos. Wieder endet ein Tag voll schöner Erlebnisse und Begegnungen in diesem Land des Lächelns.

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Vang Vieng und Umgebung

Vang Vieng und Umgebung
Vientiane, Laos
Vientiane, Laos Es gibt so viel Schreckliches, aber wenn dieses Schreckliche einer Freundin und ihrer Familie widerfährt kehrt sich das Mitgefühl in ein Mitleiden. Ich werde von Margareta in den Arm genommen, ich wünsche euch ganz viele Menschen die euch in den Arm nehmen. Meine Arme reichen leider nicht so weit, Schon beim Frühstück treffe ich meine beiden Frauen wieder und wir besprechen, dass wir am Morgen noch eine gemeinsame Tour machen könnten. Margareta nimmt alles in Angriff und schon bald haben wir ein Tuck-Tuck, welches uns aus dem Ort über die Autobrücke in die wunderschöne Landschaft fährt. Das Karstgebirge bietet immer wieder neue spannende Aussichten, in den Dörfern sehen wir das Leben, die Kinder, die Schulen, Tiere auf den Bauernhöfen und vor allem im HMong Dorf wieder schöne Handarbeiten. Ich lasse mir erklären, dass die HMong bis vor etwa 40 Jahren keine Schrift hatten um ihre Geschichte aufzuzeichnen, deshalb wurden die Familiengeschichten, insbesondere die Stammbäume gestickt und so als Decke oder Tasche von einer Generation zur nächsten weitergegeben. Die Dörfer sind sehr sauber und aufgeräumt, die Kinder teilweise sehr scheu, andere sieht man lachen und spielen und auch hier gibt es „Rittiseili“. In unserem Tuck-Tuck wird viel erzählt und ausgetauscht. Ich werde nach Australien eingeladen (lasse ich mir das zweimal sagen?) und die vielen Geschichten und Anekdoten aus dem Lehrerinnenleben in Australien sind spannend. Inzwischen sind beide Frauen pensioniert und unterrichten Englisch hier in einem Waisenhaus. Sie konnten bereits viel bewirken, inzwischen haben alle Kinder Kleider zum wechseln, jedes eine Zahnbürste und ein eigenes Schulbuch. Einfache Dinge, aber wenn man sie vorher nicht hatte, welch ein Unterschied. Bei der blauen Lagune schauen wir den Kindern und Jugendlichen beim plantschen zu. Das Wasser ist wirklich türkisblau und an einer Stelle immer noch ganz tief, so dass die Kinder vom Baum ins Wasser springen können. Andere schwingen sich wie Tarzan an einem Seil übers Wasser und lassen sich fallen. Nach unserer Rundfahrt tauschen wir noch die Adressen und E-Mail aus. Margareta gibt mir eine Adresse in Luang Prabang, sie werden später auch in dieses Guesthouse kommen. Da das Internet im Hotel ziemlich wankelmütig ist, rufe ich an um mir ein Zimmer für die kommenden vier Nächte zu reservieren. Jetzt heisst es Abschied nehmen, mein Bus sollte bald kommen. Der Bus kommt, aber wie könnte es anders sein in Laos, mit einer Stunde Verspätung. Der Minibus ist hoffnungslos überfüllt, aber ich kann vorne neben dem Fahrer sitzen, so dass die Fahrt angenehm ist. Es gibt zwar dann noch Diskussionen mit dem Fahrer, da er uns ausserhalb der Stadt beim Busbahnhof ausladen will, dabei haben wir ein Ticket bis City Center gelöst, wütend fährt er uns weiter in die Stadt, lädt uns aber im Nirgendwo aus, weder Hotels noch Taxis, geschweige denn Tuck-Tuck sind hier auffindbar. Die Rache des gekränkten Fahrers. Nun ich weiss mir zu helfen, ich frage einfach in einem nahegelegenen Geschäft, ob es hier ein Tuck-Tuck gibt, die nette Verkäuferin geht ein paar Häuser weiter und treibt einen Fahrer auf, der zwar ein Vermögen für die Fahrt will, aber ich bin einfach froh dass ich die vier Kilometer nicht mit meinem Gepäck zu Fuss zurücklegen muss. Ein wenig kann ich den Preis doch noch herunterhandeln, Das Guesthouse Ammata ist hübsch und liegt ruhig und doch zentral. Die wunderschönen alten Holzfussböden glänzen und die Einrichtung hat fast schon Antikentouch. Nachdem ich jedoch den ganzen Tag noch nichts gegessen hatte, äusserer ein paar Biscuits im Bus, mache ich mich zuerst auf um ein spätes Abendessen zu bekommen. Wie immer finde ich ein tolles Restaurant in einem Boutique Hotel, nicht weit entfernt und probiere eine neue Art Fisch im Bananenblatt gekocht. Es ist vorzüglich.

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Vang Vieng

Vang Vieng
Vientiane, Laos
Vientiane, Laos Der VIP Bus nach Vang Vieng startet wieder mit über einer Stunde Verspätung und wie sich herausstellt habe ich eine ganz andere Vorstellung von einem VIP Bus als es den Tatsachen entspricht, der Bus ist voll bis zum letzten Platz, was das ganze nicht gemütlicher macht. Die Fahrt durch die abwechslungsreiche und wunderschöne Landschaft bietet viele verschiedenes Einblicke in die Farmen, Wälder, Dörfer und Berge. Es gibt viele Pässe mit engen Kurven durch die der Fahrer recht ruppig fährt, so dass sich die Fahrt für mich nicht ganz so angenehm gestaltet. Ich sitze im hinteren Teil des Busses direkt auf den Rädern, und ich bin froh als wir nach über vier Stunden Fahrt endlich in Vang Vieng ankommen. In Vientiane habe ich zwei Frauen aus Australien kennen gelernt, welche hier bereits eine Hotelreservation haben und sich von früheren Reisen im Ort auskennen. Ich schliesse mich ihnen beim Busbahnhof einfach an und bezahle meinen Teil des Tuck-Tuck. Das Hotel Vansana erweist sich als sehr hübsch, direkt am Fluss, mit Swimmingpool und einem schönen grossen Zimmer mit fast noch grösserem Bad. Hier lässt es sich sein, aber nachdem das Gerumpel im Bus aufgehört hat bin ich wieder voll Tatendrang und will natürlich den schönen Ort erleben, hier hat es viele Rucksack Touristen, was ja immer auch einen besonderen Charme eines Ortes ausmacht. Nur musste ich mich belehren lassen, dass die vielen Bars, welche hier mit netten Sitzecken aufwarten unter Umständen auch diverse „Zusätze“ in ihren Drinks anbieten. Also für mich definitiv keinen Drink….. Der Ort ist hübsch am Fluss gelegen, zwei Brücken (provisorische Holzbrücken) verbinden die beiden Seiten, hübsche Bungalow Siedlungen und viele Guesthouses in allen Preikskategorien befinden sich auf beiden Seiten des Flusses. Kajaking ist hier DIE Sportart, man sieht fast nonstop Kajaks den Fluss herunter kommen. Ich verzichte ganz bewusst damit mein besonderes Erlebnis in Phu Quoc nicht mit einem Massen-Tourismus Kajaking konkurrieren muss. Ist man mal übe der Brücke ist man sofort auf dem Land, mitten in den Reisfeldern und den schönen Bergen. Ich komme zu einem Hügel, auf den man steigen könnte um die Aussicht zu bewundern. Nur lässt mich der Wächter und Ticketverkäufer nicht gehen, es sei zu schwierig für mich….. Irgendwie ist es mir zu doof mit diesem zugegebenermassen jungen Mann zu diskutieren und ich will zur Höhle, aber diese sei 2 km entfernt…., wieder will er mich unbedingt davon abbringen dem Weg weiter zu folgen. Heute scheint nicht mein Tag zu sein. Es gibt viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Ich studiere ein wenig die verschiedenen Angebote. Ich brauche auch noch ein Ticket für die Weiterfahrt. Diesmal will ich einen Mini VIP Bus, denn die Strecke nach Luang Prabang soll noch viel kurvenreicher und vor allem länger sein. Mit den beiden Australierinnen gehe ich zum Abendessen in ein lautes Lokal. Es gibt viel zu erzählen und zu berichten. Die Reisen, unsere Berufe (beides Lehrerinnen), die Erlebnisse auf dieser aktuellen Reise, etc. Ein schönes Abendessen in Gesellschaft, spannende Gespräche, was will man mehr?

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Homestay and more

Homestay and more
Vientiane, Laos
Vientiane, Laos Ich bin wütend und frustriert, das hat aber nichts mit meinem heutigen Tag zu tun, sondern vielmehr mit einer blöden E-Mail welche mich nach meinen 1 1/2 Tagen ohne Internet erreicht hat. Am meisten frustriert mich, dass ich eigentlich immer noch erwartet hatte ein gefühlloser Roboter könnte auf einmal menschliche Züge annehmen….. So meine Wut musste auf irgendeine Weise raus, das ist hiermit geschehen. Und ich lasse es einfach nicht mehr zu dass ich so behandelt werde. Zum Glück hatte ich auch ein sehr erfreuliches Gespräch im Skype und eine liebe Notiz von meiner Tante, welche meinen Blog gerne liest, vielen Dank! Schon wieder ein Beruf den ich liebend gerne ausgeübt hätte, aber damals wäre es undenkbar gewesen und was man nicht denken kann erreicht man auch nicht. FAZIT: Message an die Jungen, träumt eure Träume gross genug, bis sie auf der Erde ankommen sind sie von selber kleiner geworden, und wer weiss, vielleicht verwirklicht ihr eure Träume mit über sechzig, oder was ich euch von Herzen wünsche schon deutlich vorher, ihr lebt in einer Zeit der vielen Möglichkeiten, was zugegebenermassen auch nicht ganz so einfach ist. Zeitsprung Nach einer doch ganz gut verbrachten Nacht auf meiner 1 1/2 cm Matte auf dem harten Fussboden war ich um 7.30 Uhr bereits fertig. In der Nacht auf meinem Gang zur Toilette war direkt vor meiner Zimmertür ein weiteres Moskitonetz gespannt, ob da meine beiden Guide oder die Bewohner des Hauses auf der Veranda geschlafen haben, weiss ich nicht, so genau habe ich nicht hingesehen. Wie in Brasilien, es hat immer noch jemand Platz, sei es auf der Veranda, in einer Hängematte oder auf dem Fussboden. Wenn es heisst um 7.30 Uhr Frühstück heisst das in Laos, dass die Leute sich gerade von ihrem Lager erheben, zuerst Fitness Übungen am Flussufer machen und es dann so langsam Frühstück gibt. Auch ich konnte deshalb meine Zeit damit verbringen ein paar Dehnungsübungen zu machen, bevor ich meine Rühreier (ohne Reis) esse. Kaffee als Pulver, na ja zur Not geht auch das. Nach einigem hin und her und dem Abschied von meinem „landlord und meiner landlady“ fahren wir mit dem Auto noch etwa 20 km weiter hinein in den Nationalpark. Dort beim Wasserfall Tad Leuk führt mich ein lokaler Guide, zusammen mit Tui durch den Bambus Dschungel, warum nimmt er bloss so ein grosses Messer mit? Wie ich mir früher das Gehen im Dschungel vorgestellt hatte, nicht mit einer Machete, sondern mit dem grossen Messer, schneidet der Guide immer wieder Pflanzen, Äste und und andere Hindernisse weg, damit auf dem schmalen Trampelpfad überhaupt ein Durchkommen ist. Der Weg ist einmalig. Immer wieder überqueren wir wacklige Brücken (ein Baumstamm oder zwei, mehr oder we***** steil) kleine Flüsse, durchqueren Bachbette, übersteigen umgefallene Bäume und klettern Felsen rauf und runter. Mittlerweile schauen sich meine Guide nicht einmal mehr bei sehr schwierigen Passagen um ob ich mitkomme, sie nehmen es ganz selbstverständlich an. Das zeigt wieder einmal, dass wir immer besser sind als wir meinen, sobald wir mit Besseren unterwegs sind und nicht auf Schwächere Rücksicht nehmen. Ich bin selbst erstaunt, wie gut mein Gleichgewicht auf einmal ist, wie ich von einem Felsen zum nächsten hüpfen kann und selbst sehr hohe Stufen auf einmal meistere (mit genug Anlauf geht auch das). Es ist einfach toll, Leider geht diese Dschungel Expedition viel zu schnell vorbei, ich kann noch ein kleines Museum besichtigen und sehen welche Tiere hier beheimatet sind. Es gibt „Sonnenbären“ (ev. Kragenbären?), Elefanten, Tiger, Königskobras, unzählige Spinnenarten, Gibbons und ganz kleine Affen, deren Namen ich mir auf englisch nicht merken kann. Schmetterlinge aller Arten und eine bestimmte Art Pfau sind hier auch beheimatet. Bei den meisten Tieren bin ich froh ihnen nicht begegnet zu sein, andere würde ich gerne beobachten. Leider geht nun die Fahrt schon Richtung Vientiane, unterwegs essen wir den mitgebrachten Lunch in einer Hütte am Strassenrand. Den „sticky Rice“ mag ich nicht besonders, aber das Gemüse und die Stücke des Schweinebratens schmecken gut. In Vientiane angekommen kann ich nun mein Zimmer im Lani’s House beziehen, welches ich schon vor zwei Tagen reserviert hatte. Es liegt ganz ruhig in einem alten, authentischen Haus, hat ein grosses Badezimmer, was ich nach diesen Tagen besonders zu schätzen weiss, und die schattige Terrasse im Garten lädt zum Verweilen ein. Der freundliche Besitzer versucht mit mir zusammen auf der Karte im Blog den Phu Khao Khuay Nationalpark oder das Dorf Hadkhai zu finden, leider ohne Erfolg, es hat nur „Niemandsland“ in diesem Teil von Laos auf der Karte. Vielleicht kann ich zuhause am grossen Computer die Karte entsprechend ergänzen. Jetzt bleibe ich einfach in Vientiane. Der Nationalpark befindet sich etwa 150 km östlich von Vientiane. Zunächst sind wir die Nationalstrasse 13 gefahren um dann etwas unterhalb des grossen Sees in den Nationalpark abzuzweigen. In Vientiane lasse ich mich in einem Coiffeursalon verwöhnen, schade kann ich die nicht mitnehmen, welch ein Luxus sich einfach hinzusetzen, die Haare gewaschen und geföhnt zu bekommen, samt Maniküre und Pediküre, das alles für ca. CHF 12. Noch nicht genug verwöhnt, ein wunderhübsches französisches Restaurant beim Springbrunnen lädt zum Verweilen ein. Ein Menu von Suppe oder Salat, über Steak auf dem heissen Stein mit Kartoffeln und diversen Saucen, gefolgt von einem Fruchtsalat mit Eis, alles für ca. CHF 8, das sollte meinen Ärger doch endlich zum Schweigen bringen. Zur Sicherheit bestelle ich mir gleich zweimal Rotwein und zum Abschluss einen Espresso,

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Trecking im Nationalpark

Trecking im Nationalpark
Vientiane, Laos
Vientiane, Laos Mein Guide Tui und mein Fahrer Em bringen mich in ca. 2 Stunden zum kleinen Dorf Hadkay von wo meine Trecking Tour zum Wasserfall Tad Xai startet. Zunächst fahren wir mit einem schmalen Einbaum ca. 45 Minuten flussaufwärts, was gar nicht so einfach ist, denn immer wieder müssen Sandbänke umfahren oder „durchfahren“ werden, was ohne den lokalen Guide, der mich durch den Dschungel führt, gar nicht ginge, mit vereinten Kräften stochern sie den Einbaum jeweils wieder frei. Wieder bin ich allein in der Wildnis, nur meine Crew begleitet mich stromaufwärts. Wieder ist es ein Fluss und seine Ufer der mich fasziniert. So oft schon war sich auf Urwaldflüssen unterwegs, aber wie mir gerade bewusst wird, noch nie allein und noch nie so weit weg von allem. So müssen sich Forscher gefühlt haben, welche zum ersten Mal in eine neu entdeckte Gegend gekommen sind, nach jeder Biegung des Flusses sehe ich etwas Neues, einmal begegnen wir einem Fischer, ein anderes Mal sehe ich Wasserbüffel im Wasser stehen. Sie sehen mich mit ihren grossen Augen an als wollten sie sagen „was machst du denn hier?“ Mit meiner Wasserflasche am Gürtel (meine nützlichste Anschaffung, ein Karabiner mit einem Gummiring, an welchem man jede handelsübliche Pet Flasche befestigen kann) und meinem Fotoapparat lasse ich mich nun auf das Trecking mit meinen zwei Guide ein. Zunächst geht es sehr steil das Ufer des Flusses hoch, danach ist es ein stetiger Wechsel zwischen kurzen geraden Wegen und vielen auf und ab, über Stock und Stein, Wurzeln, über Felsen, unter umgestürzten Bäumen durch und wieder ein trockenes Bachbett, entweder steil nach oben oder eben runter. Die Wege sind abwechslungsreich und herausfordernd, aber ich fühle mich so gut, dass ich das erleben darf und mir nichts zu viel oder zu anstrengend ist. Nach etwa 1 1/2 Stunden machen wir kurz Rast bei einem Bach. Auf den Felsen lässt es sich gut sitzen und Wasser trinken. Beim weitergehen „verliert“ der lokale Guide meine leere Pet Flasche, stillschweigend lese ich sie auf, um sie am Schluss der Tour entsprechend zu entsorgen, Tui meinte dann, das sei von einer früheren Gruppe! Nun ja, die Welt werde ich mit dieser kleinen Aktion nicht vom Plastikmüll befreien können, aber wenn es drei Leute machen, dann sechs, dann zwölf….. Wunschdenken, ich weiss. Am Wasserfall Tad Xai gilt es zunächst einmal die vielen Felsbrocken zu überklettern um zum kleinen See zu gelangen. An einer besonders steilen Stelle hat man eine Leiter angebracht. Meine beiden Guide bereiten schon mal den Lunch vor, es gibt Stücke von einem Schweinebraten, das obligate Reis, gemischtes Gemüse und eine Art Omelette. Währenddessen ziehe ich den mitgebrachten Pareo über den Bikini an (hier ist es nicht gern gesehen, wenn man sich der Kleider entledigt) und schwimme in dem kühlen Nass. Was für eine Wohltat nach der Wanderung durch die Hitze des Dschungels. Nach dem Essen, welches wir auf einem Felsbrocken, der gerade wie ein Tisch ist, einnehmen schwimme ich nochmals bis unter die Felsen. Ein Paar welches sich dazu gesellt hat, hat da viel mehr Mühe ins kalte Wasser zu springen. Der Weg zum Dorf zurück wird dann teilweise zu Fuss und teilweise mit Auto zurückgelegt. Jetzt komme ich zu meinem Homestay. Es liegt direkt am Fluss und ich muss mich nicht einmal wie die Dorfleute im Fluss waschen, es hat eine Dusche, welche zwar nur ein Rinnsal (manchmal) tröpfeln lässt, aber um den Staub abzuwaschen geht es. Mein Zimmer hat Bastmatten auf dem Fussboden und in einer Ecke Dinge, welche den Leuten hier gehören, wie Schwimmwesten, Teekessel, Plastikbecher und eine ganze Reihe undefinierbarer Dinge. Es ist aber sauber, ich frage mich wie ich wohl auf dieser Bastmatte schlafen werde, Auf der Veranda hat es auch Bastmatten und hier kann ich mich ein wenig ausruhen, bevor ich ins Dorf gehe um den Menschen zuzusehen und mit einigen zu sprechen. Ich mache nur Fotos von Häusern, bei welchen keine Menschen davor sitzen und arbeiten. Alle sind freundlich und nicken mir zu. Irgendetwas ist an mir ganz und gar lustig, alle Kinder welchen ich begegne kichern und lachen, sobald ich vorbei bin, Tui zeigt mir noch den Tempel und ich schaue den Badenden zu. Viele kommen hierher zum Fluss um das abendliche Bad zu nehmen. Im Homestay ist inzwischen mein Bett mit Moskitonetz bereit, alles einfach auf den Bastmatten ausgebreitet. Wie praktisch, so kann man einen Raum für verschiedene Zwecke brauchen, ein Klappbett a la Laos. Das Abendessen wird auf einem Tontopf in dem Holz brennt in der Küche gekocht und auf den Bastmatten auf der Veranda eingenommen. Der Fisch aus dem Fluss schmeckt ausgezeichnet. Ich empfinde diesen Frieden wie damals am Amazonas, alle Menschen haben Zeit, alle sprechen miteinander, lachen und das Leben scheint so einfach. Es ist schon komisch. Wir alle wünschen uns Fortschritt und umgeben uns mit allen möglichen angenehmen Dingen, aber in den Ferien suchen wir Entschleunigung, das ursprüngliche Leben und geniessen die Einfachheit.

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Im Osten viel Neues oder viele Grüsse aus Laos

Im Osten viel Neues oder viele Grüsse aus Laos
Vientiane, Laos
Vientiane, Laos Vientiane ist wirklich eine ruhige, freundliche Hauptstadt und die Altstadt ist sehr hübsch mit all den alten Häusern, vielen Cafés und Boulangeries. Ja wirklich, Vientiane ist sehr französisch angehaucht und oft findet man auch die Namen in dieser Sprache angeschrieben. Die Schrift in Laos kann man leider wieder nicht lesen, daher weiss ich auch nicht unbedingt welche Tempel ich überhaupt gesehen habe. Morgens um acht ist Vientiane gerade am erwachen, die Geschäfte und Cafés sind noch geschlossen, ausser dort wo es auch Frühstück gibt. Es hat Tempel ohne Ende, es kommt mir vor, als wenn hinter jeder Strassenecke ein neuer Tempel zu sehen ist. Das Morgenlicht is besonders angenehm zum fotografieren. Die Orientierung in der Altstadt ist einfach, zuerst der Mekong, der mich bis hierher begleitet, dann drei wichtige Paralellstrassen, mit den kleinen Verbindungsstrassen, an diesen spielt sich das ganze Leben ab. Es hat auch ein zwei Shoppingcenter, welche ich aber nicht mal eines Blickes würdige, Nachdem ich den Wat Si Saked Tempel mit Museum besichtigt habe lasse ich mich von einem Tuck-Tuck zu den weiteren Sehenswürdigkeiten fahren. Dass Ho Pha Keo Museum ist en sehr alter Tempel mit schönen Wandmalereien und antiken Skulpturen von Buddhas und Apsara Tänzerinnen. Ich übersehe leider die Tafel beim Eingang, dass fotografieren verboten sei, tatsächlich steht der Museumswächter neben mir, bis ich die bereits gemachten Bilder von meiner Kamera gelöscht habe. Etwas frustrierend, aber zum Glück musste ich nicht einen ganzen Film wie früher aus der Kamera nehmen. Einen Triumphbogen wie den Arc de Triomphe in Paris gibt es hier auch. Der Patuxai liegt in einem schönen Park. Der Tempel Pha That Luang ist ganz golden und schimmert strahlend vor dem blauen Himmel. Zum Xieng Khuan, dem Buddha Park dauert die Tuck-Tuck Fahrt über eine halbe Stunde. Jetzt komme ich aus der Innenstadt heraus in ländliche Gebiete. Zum Teil sehe ich Industrie, andere Tempel, Dörfer und einfach Natur am Mekong. Der Buddha Park ist eindrücklich, riesige Statuen sind im ganzen Park verteilt. Die Fahrt zurück dauert und zunächst mache ich Halt in einem hübschen Bistro, danach suche ich ein bestimmtes Touristenbüro um meine nächsten Tage sinnvoll zu planen. Da ich mit meinem Hotel, vielmehr dem Preis- / Leistungsverhältnis nicht glücklich bin mache ich mich auf die Suche nach einem hübschen Guesthouse für die eine Nacht nach der Exkursion. Wie immer, der Zufall will es, dass ich direkt hinter einem Tempel, etwas zurück versetzt von derHauptstrasse, eigentlich ganz versteckt, ein hübsches Guesthouse mit Garten und Terrasse finde, die sind zwar heute schon besetzt, aber am 5. Februar kann ich für eine Nacht ein Zimmer buchen. Will man in Vientiane ein hübsches, bezahlbares Zimmer haben, lohnt es sich auf jeden Fall eine frühzeitige Reservation zu tätigen. Wieder bringe ich mein grosses Gepäck in die nächste Bleibe, was mit Tuck-Tuck einfach und schnell geht. Bummeln durch die Strassen, süsse Tarte au Citron mit Cappuccino, bewundern der vielen typischen Handarbeiten, welche in hübschen Boutiquen angeboten werden, die Zeit vergeht wie im Flug. Am Mekong gibt es eine breite Promenade auf welcher am Abend ein Night Market stattfindet. Auch hier lustiges Treiben. Ich komme ins Gespräch mit Ato und Joy, welche sehr gut Englisch sprechen und mir erzählen, dass ihre jüngere Schwester in der Schweiz wohnt, sie selber seien noch nie dort gewesen. Sie laden mich ein, denn ihre Eltern würden sich sehr freuen mich kennen zu lernen. Ihre Telefonnummer wird in mein Notizheft geschrieben und wir machen ab, dass ich mich am 5. bei ihnen melde, sollte ich vor sechs Uhr von meiner Exkursion zurück sein. We ich das liebe, diese spontane Gastfreundschaft, Ich gehe ein ganzes Stück zurück, weil ich dort ein ansprechendes kleines Restaurant gesehen habe. Dort angekommen ist draussen im Garten alles besetzt, nur ein grosser Tisch für 10 Personen ist noch frei. In einer Ecke des Gartens gibt es eine grosse freie Fläche und ich frage den Kellner, ob es denn keinen kleinen Tisch für mich mehr habe. Just a moment, please, und er holt kurzerhand einen kleinen Tisch vom Café gegenüber, welches schon geschlossen hat, trägt ihn über die Strasse, bringt mir einen Stuhl, deckt alles mit Set und Serviette, und schon habe ich meinen hübschen Platz ganz für mich allein. Ein Glas Muskateller zur Feier des Tages, der wieder so viel Schönes und Neues gebracht hat darf nicht fehlen.

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Im Osten nichts Neues oder liebe Grüsse aus Laos

Im Osten nichts Neues oder liebe Grüsse aus Laos
Vientiane, Laos
Vientiane, Laos Man ist nicht mehr richtig hier aber auch noch nicht dort. Diese Tage des Wartens auf einen Abendflug, man kann nicht mehr ins Zimmer, alles steht bei der Rezeption und man fühlt sich „zwischen Tür und Angel“. Leider gibt es nur diesen Abendflug nach Vientiane, also gehe ich nochmals durch die Strassen, an den Mekong, spaziere durch einen Markt und bleibe ein wenig in meinem Lieblingscafé. Meine Bücher habe ich ja immer mit, und zur Not gibt es noch Spiele. Heute ist es sehr heiss und ich suche, wie alle anderen auch, den Schatten. Wie wird die Temperatur in Laos sein? Die Gedanken eilen bereits ein wenig voraus. Aber ich geniesse das Hier und Jetzt einfach ein wenig ruhiger heute, da ich in allen Broschüren und Reiseführern wirklich nur noch die „Killing Fields“ finde, welche ich noch nicht gesehen habe, und diese zu besuchen weigere ich mich nach wie vor, Ich lese in meinem Reiseführer über Laos und freue mich riesig dieses schöne Land besuchen zu können. Ist es wirklich so toll? Ich hoffe es, bald werde ich einen ersten Eindruck gewinnen können. Der Flug mit Vietnam Airways dauert etwa 1 1/2 Stunden, und jetzt bin ich tatsächlich da. LIEBE GRÜSSE AUS LAOS… Der erste Eindruck – alles ist sauber, es hat sogar richtige Trottoirs welche bis zu den Häusern gehen, und nicht wie sonst nach dem Asphalt der Strasse erstmal ein ganzes Stück „Natur“, was denn gerade da ist, Steine, Gras, Sand, Schlamm oder alles durcheinander, erst dann kommt die Haustüre. Ich muss am Flughafen einen Einheitspreis ins Zentrum für das Taxi bezahlen, obwohl ich sage, dass ich noch keine Hotelreservation habe. Der Taxifahrer weiss mehrere hübsche und günstige Hotels und bringt mich zu allen hin, nur leider sind alle FULL. Endlich werde ich fündig, zwar nicht ganz meinen Vorstellungen entsprechend, aber wenigstens habe ich jetzt ein Bett für die kommenden zwei Nächte. Ja die Vietnam Preise scheinen nun tatsächlich vorbei zu sein, mal sehen wir es noch wird. Ich kann es natürlich nicht lassen, eine erste Erkundungstour muss noch sein. Einen ersten Tempel entdecke ich bereits.

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Phnom Penh

Phnom Penh
Phnom Penh, Kambodscha
Phnom Penh, Kambodscha Die Strassen und Plätze von Phnom Penh wieder zu entdecken welche Freude. Der Kaiserpalast, das Nationalmuseum, die Künstlerstrasse, immer wieder ein Besuch wert. Leider gibt es heute Abend im Nationalmuseum keine Vorführung, mir fehlt immer noch ein Schatten-Puppen-Theater in meinem Repertoire von Kambodscha. Der Central Market und die umliegenden Strassen sind auch amüsant. Will ich ein neues iPad oder ein neues iPhone kaufen? Natürlich nicht, aber hier käme man günstig dazu, die Frage ist nur ob es dann auch funktioniert. Zurück an meinem Mekong sitze ich gemütlich in der Lounge beim La Croisette und esse einen Salat Caprese. Ab und zu was italienisches tut gut und erfrischt angenehm, besonders da es hier zum Abschluss den Lavazza Kaffee gibt, eine kleine Ruhepause tut auch gut. Neue Strassen, andere Wege und so komme ich per Zufall in eine Strasse mit mehreren Dental Clinics. Es braucht zwar etwa Überwindung, aber es muss sein, meine Kontrolle und Dentalhygiene ist fällig. Ich suche mir eine sympathische Klinik, werde freundlich empfangen, selbstverständlich kann ich gleich warten, hier geht es nicht zwei Monate bis man einen Zahnarzt Termin bekommt, sondern nur zwei Minuten. Ich werde in ein kleines sauberes Zimmer, neben vielen anderen, geführt. Ein Stuhl und Geräte professionell wie bei uns und eine sehr kompetente Zahnärztin. Ich hatte noch nie so eine schonende Zahnreinigung, und das beste zum Schluss, es ist alles in Ordnung mit meinen Zähnen und das ganze kostet USD 10 (in Worten zehn). FAZIT: sollte ich in Zukunft etwas mit meinen Zähnen haben werde ich mir anstatt meiner Zahnärztin in Zürich hunderte von Franken bezahlen lieber einen Flug nach Phnom Penh leisten, dann habe ich fürs gleiche Geld auch noch Ferien. Und dann finde ich sie wieder, die „sehenden Hände“, ein Massagestudio wo Blinde arbeiten, und wirklich, die Hände meines Masseurs „sehen“ wo meine Verspannungen sind und knetet sie einfach weg. Ich finde das eine tolle Sache, so haben diese Menschen einen schönen Beruf und können sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen. In der Lounge an der Ecke beim Mekong beende ich dien Tag in einer schönen Stadt, schaue den vielen Menschen zu und bin rundum zufrieden.

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