Helene Inderbitzin

Helene Inderbitzin

Lange Autofahrt und Felsenzeichnungen

Lange Autofahrt und Felsenzeichnungen
Gila Bend, USA

Gila Bend, USA


Das letzte Frühstück mit Sylvia, eine Freundin stößt noch dazu. Wieder gibt es viel zu erzählen und auszutauschen. Dadurch fahren wir erst um 11.00 Uhr los Richtung Arizona, der mexikanischen Grenze entlang auf der Interstate 8. Die Stunden vergehen und jetzt sind wir froh dass uns Sylvia und Maria eine ganze Box voll Früchte, Chips und Joghurt mitgegeben haben. Ich hatte mich zunächst gefragt weshalb wir all dies mitnehmen sollten, jetzt sehe ich es. Es gibt zwar alle ca. 50 Meilen einen Rastplatz mit Tischen, aber dort hat es höchstens Getränkeautomaten. Autobahn Raststätten wie bei uns kennt man nicht. So können wir an einem im Schatten stehenden Tisch gemütlich unser mitgebrachtes Essen genießen. Wasser haben wir vor der Abreise noch zwei Gallonen gekauft, denn durch die Wüste wollte ich nicht ohne Wasser fahren. Überhaupt diese Fahrt. So etwa habe ich noch nie gesehen. Stundenlang führt eine schnurgerade Straße durch Landschaften, Ebenen, Wüsten, Berge, fast unbewohnt, nur bei Autobahnkreuzen gibt es kleine Ansiedlungen mit Restaurants und Motels. Manchmal nicht einmal das. Gegen fünf Uhr sind wir bei der Ausfahrt 102 im Staat Arizona, von wo aus man zu den indianischen Steinzeichnungen gelangen kann, welche hier an einer historischen Stätte zu besichtigen sind. Die großen Kakteen welche wie Soldaten „Hände hoch“ machen stehen überall in der Wüste. Den ganzen Tag fahren wir, mit zwei, drei kleinen Pausen und am Abend erreichen wir Gila Bend, einen kleinen Ort mit mehreren Motels und Restaurants. Das Einchecken ist schnell gemacht und beim Italiener einen Block weiter gibt es eine ausgezeichnete Pizza mit Chianti. Die Karte von Italien und Sizilien auf dem Papierset lässt uns unsere Reiserlebnisse zu diesem Land austauschen. Fürs Frühstück kaufen wir noch Milch und Crackers, Früchte haben wir noch, und so geht auch dieser erste lange Autofahrt Tag zu Ende. Was werde ich noch alles sehen?


Old Town und Leuchtturm

Old Town und Leuchtturm
San Diego, USA

San Diego, USA


Der Morgen verstreicht wieder mit gemütlich am Tisch sitzen, frühstücken und Kommunikation über alles mögliche. Gegen Mittag will Sylvia uns Old Town und noch viel mehr zeigen. Mit dem Auto fahren wir ca. eine halbe Stunde um zu diesem alten Viertel von San Diego zu gelangen, welches mehr einem Museum und einem Vergnügungsviertel gleicht als einem Stadtteil. Was für tolle Häuser und Plätze gibt es hier zu entdecken. Sogar die Verkäuferinnen in den Shops sind noch wie anno dazumal gekleidet. Überall gibt es Farben; Farben von Blumen und Büschen, Farben von mexikanischen Andenken, Farben von Töpfereien etc., etc. Ein Markt lädt zum Verweilen ein, insbesondere die feine Ice Creme in der Waffel muss natürlich im Sitzen genossen werden. In einem schönen Innenhof sitzen wir auf einer Bank und schlecken die süßen Dinger.

In der Straße gibt es viele alte Häuser zu bewundern, eine Kirche kann besichtigt werden und die vielen Bars und Restaurants laden zum Verweilen ein. Am liebsten würde ich hier noch den ganzen Nachmittag flanieren. Sylvia will uns jedoch noch den Hafen, das Meer und die schöne Aussicht auf die Stadt vom Leuchtturm aus zeigen. Von hier kann man die Wale beobachten und bei klarem Wetter sieht man bis Hawaii und Japan.

San Diego ist so toll, hier könnte man noch lange bleiben und immer wieder etwa Neues entdecken. So viel habe ich noch gar nicht gesehen, also ein Grund zum wiederkommen.

Nun müssen wir uns beeilen, denn Laura mit ihren zwei Kindern und Ehemann sind auf 16.00 Uhr bestellt, ein frühes Abendessen mit der Tochter von Sylvia ist vorbereitet, Maria hat ihre berühmten Enchelladas gemacht, und die wollen wir natürlich nicht verpassen. Nachbarn von Sylvia „schneien“ auch noch herein und es wird viel gelacht und erzählt. Die viel gerühmte amerikanische Gastfreundschaft einmal live zu erleben, eine tolle Sache.

Beim Flughafen müssen wir nun das Mietauto abholen und Laura bringt uns auf ihrem Heimweg zum Flughafen, respektive zum Platz wo alle Anbieter ihre Fahrzeuge abgestellt haben. Vom Flughafen aus müsste man mit einem Shuttlebus zunächst hierher gebracht werden. Die Formalitäten sind schnell erledigt, jetzt geht es darum den Rückweg zu Sylvias Haus zu finden, was nicht ganz einfach ist, aber fast bis zum Schluss wissen wir noch genau den Weg, nur die letzten 4 Minuten muss ich noch mein Natel einschalten, dank I-Phone finden wir das Haus ohne weitere Umwege.

Die letze Nacht bei unserer Gastgeberin, wie schnell vergehen die Tage…..


San Diego Zoo

San Diego Zoo
San Diego, USA

San Diego, USA


Am Morgen immer noch Kopfschmerzen, was ist bloß los? Aber nichts desto trotz Dusche ich, stehe auf und esse Frühstück. Noch immer hat es vom Salat des ersten Abends, da Maria offensichtlich für eine ganze Kompanie gekocht hatte. Also kann ich mein übliches Frühstück essen und wunderbare Früchte gibt es hier auch. Frisch gestärkt wäre ich doch aufgelegt zu neuen Taten, trotz Kopfschmerzen. Ich muss mich jedoch gedulden, denn Peter hat, verständlicherweise, immer noch etwas am Computer zu tun. Wie war das schön als man ohne Computer und I-Phone auf Reisen ging, nur könnte ich dann auch keinen Blog schreiben. Wie immer – überwiegen nun die Vor- oder Nachteile? Im Garten an der Sonne lässt es sich auch aushalten und die Zeit geht wie immer schnell vorbei. Sylvia hat sich entschieden heute mit uns zu fahren um uns den Balbao Park zu zeigen. Maria kommt ganz aufgeregt zu mir in den Garten und will unbedingt, dass ich entscheide dass Sylvia nicht mitkommen soll, weil es zu viel für sie sei. Es sei auch für sie selber, Maria, viel zu viel Arbeit, den ganzen Tag mit uns zu kommen um dann abends noch das Dinner vorzubereiten, was ich natürlich verstehe. Nur kann ich mich nicht entscheiden Sylvia so abblitzen zu lassen, ich mache den Vorschlag, dass sie doch für die erste Unternehmung des heutigen Tages mit uns kommen kann, und danach würden wir sie zurück bringen, damit es nicht zu viel wird. Ich wollte nur noch ausprobieren den Rollator auf- und zuzuklappen, nicht dass ich dann damit Probleme habe. Zur Erklärung muss ich anfügen, dass Sylvia früher Ärztin war, nun aber auf Hilfe von Maria angewiesen ist, da sie Parkinson hat, was sich vor allem auf ihr Sprech- und Schluckvermögen auswirkt, auch kann sie ohne Rollator zwar in ihrem Haus einige Schritte gehen, aber draußen benötigt sie ihn unbedingt. Nachdem ich gestern zusehen konnte wie und wo man Sylvia helfen muss, wann sie ihre Tabletten nehmen und essen muss, traue ich mir diese Hilfestellung schon zu. Also rein ins Auto, mit allen erforderlichen Dingen in der Tasche um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. Ich stelle mir einfach vor wie es für mich wäre, wäre ich an Sylvias Stelle. Ich würde auch lieber mit meinem Besuch etwas unternehmen und die Gelegenheit wahrnehmen einmal etwas vom ruhig und eintönig gewordenen Alltag auszubrechen. Zunächst geht es zu AAA, dem amerikanischen Automobil Club, wo wir dank Sylvias Member Karte von 5 Staaten detaillierte Straßenkarten und Reiseführer „kaufen“ können. Alles ist gratis, wenn man bedenkt was allein ein Reiseführer bei uns kostet…. Jetzt geht es quer durch San Diego zum Balbao Park, dort war 1980 die Weltausstellung, heute ist es ein riesiger Park mit vielen Museen, Restaurants, Gärten und eben dem weltberühmten Zoo. Dank Sylvias Behindertenausweis kommen wir sogar gratis hinein, was einer Ersparnis von je USD 48 entspricht. Der Zoo ist riesig und es hat sehr viele Besucher. Die Anlagen sind schön und meist modern gestaltet, andere werden gerade renoviert. Auch hier sehe ich wieder Tiere welche ich vorher noch nie zu Gesicht bekommen hatte. Verschiedene Buslinien führen durch den Zoo, so dass wir am späteren Nachmittag zwei Rundfahrten machen um die Tiere bequem aus dem Bus heraus zu bestaunen. Erneut fällt mir auf wie hier alles für Behinderte eingerichtet ist und wie zuvorkommend, ja hilfsbereit die Menschen sind. Wenn wir in den Bus einsteigen wird die andere Linie abgegrenzt, so dass kein Gedränge entstehen kann und uns genügend Zeit zum Einsteigen bleibt. Dies nur eines der vielen Beispiele welche ich laufend erlebe. Auch dieser ereignisreiche Tag neigt sich dem Ende zu, wir fahren wieder nach La Jolla, wo uns wie versprochen Fajitas erwarten.


San Diego – wie ich mir Amerika vorgestellt hatte

San Diego – wie ich mir Amerika vorgestellt hatte
San Diego, USA

San Diego, USA


Am Morgen erwartet uns ein Frühstück im schönen Esszimmer. Auch wenn meine Kopfschmerzen noch nicht ganz vorbei sind, bin ich doch wieder ei*****maßen funktionsfähig. Zuerst muss ich im Garten, am Swimmingpool und und ums Haus die Sonne Kaliforniens genießen. Das Wetter ist prächtig, auch wenn es nicht wirklich sehr warm ist. Der Wind ist recht kühl. Gegen Mittag werden wir von Sylvia und Maria im Auto zum Aussichtspunkt in La Jolla gefahren. Von dort sehen wir die Küste, die Berge und die Stadt, welche sich weit in die grünen Wälder ausdehnt. Weiter geht es zum Strand, und tatsächlich, auch wenn das Wasser nur etwa 16 Grad hat, gibt es viele Badende und Surfer, die Sonnenanbeter liegen auf ihren Tüchern oder Liegestühlen, überall scheint Ferienstimmung. Die Spielplätze für die Kinder sind sehr ausgefallen und bieten viele Möglichkeiten zu klettern und Verstecken zu spielen. Ich selber habe meist noch meinen Trenchcoat an aber die Kalifornier scheinen bedeutend abgehärteter zu sein, die meisten flanieren hier mit T-Shirts und einige sogar mit Shorts. Die nächste Attraktion ist das Aquarium welches wir besuchen. Es ist wunderschön und wieder einmal staune ich über die Farbenpracht der verschiedenen Meeresbewohner und der Pflanzen und Korallen, dank der schönen Ausstellung lerne ich auch viel Neues und staune von neuem über die Wunder in den Meeren. Sylvia will uns vor der Happy Hour unbedingt noch den Küstenabschnitt mit den vielen Deltaseglern zeigen. Dank dem Aufwind können Sie hier ab den Klippen springen und sind sofort in der Luft, und sie können auch nach ihrem Gleitflug wieder am gleichen Ort landen wie Sie gestartet sind, ein eindrückliches Schauspiel. Ein anderer Küstenabschnitt ist Heimat für viele Wasservögel. Unter anderem Pelikane, Fregattvögel und Reiher. Hören tu ich sie schon, die Robben, aber erst als sich die ersten bewegen kann ich sie von den Felsen unterscheiden, erst da erkenne ich überall die possierlichen Tiere, wie sie ins Wasser springen und sich auf den Felsen wärmen. Zur Happy Hour werden wir an einen ganz speziellen Ort geführt, ein Restaurant mit einer Bar, direkt am Strand bietet tolle Appetizer und Drinks an, man sitzt gemütlich an kleinen Tischen und hat den tollen Ausblick auf den typischen amerikanischen Strand mit Senioren welche schwimmen gehen, Joggerinnen und Jogger in knappen Dresses und den unvermeidlichen Kopfhörern aufgesetzt. Junge Familien mit Kinderwagen spazieren und ich bewundere eine etwa 60 jährige Frau, welche in Shorts am Strand steht, zusammen mit ihrem Partner, und ein Bein ist „nur“ eine Stange. Was für ein Mut, was für eine Selbstverständlichkeit, bewundernswert. Nun.geht es wieder in das schöne Heim von Sylvia wo uns Maria mit einem Dinner verwöhnt. Die Diskussionen am Tisch gehen rund, einerseits die Unterschiede zwischen Europa und Amerika oder Mexiko, andererseits über Tischsitten hier und dort, es ist spannend, nur bin ich, immer noch mit erheblichen Kopfschmerzen, sehr müde, was ein wenig auf meine Befindlichkeit drückt. Ein erster ereignisreicher Amerikatag geht zu Ende.


Flug nach San Diego

Flug nach San Diego
San Diego, USA

San Diego, USA


Frühmorgens geht es mit dem Zug zum Flughafen Zürich Kloten, das Gepäck ist schon eingecheckt, dank Feierabend Check-in, also unbelastet kann nun die Reise losgehen. Denkt man, nur der Nebel in Amsterdam, verhindert einen rechtzeitigen Start der KLM Maschine und mit fast zwei Stunden Verspätung, dann wenn der nächste Flieger weiter nach Los Angeles gehen sollte, landen wir in Amsterdam. Ein Spurt durch den ganzen Flughafen folgt, vielleicht reicht es ja doch noch, obwohl die Anzeige verheißungsvoll mitteilt „Gate closing“. Und tatsächlich, es reicht gerade noch um einzusteigen, andere Fluggäste schaffen es nicht, wie wir anschließend erfahren.

Der Flug selber ist recht angenehm, insbesondere da ich erstaunlicherweise fast die ganze Strecke mehr oder we***** schlafe, und das bei einem Tagflug. Nur irgendwann wache ich mit sehr starken Kopfschmerzen auf und ich habe nicht einmal wie üblich meine Dafalgan Kautabletten im Handgepäck sondern im Koffer, der sich, wie sich in Los Angeles herausstellt, immer noch in Amsterdam befindet.

Die amerikanische Zollbehörde will es wissen, fast eine Stunde müssen wir in der Schlange stehen, bis man uns gnädigerweise, nach Fingerabdrücken, ESTA Formular und Passkontrolle in die USA einreisen lässt. Ich schleppe mich mit immer schlimmer werdenden Kopfschmerzen und einsetzender Übelkeii wieder einmal von einem Ende des Flughafens zum anderen, in der Hoffnung irgendwo eine Apotheke zu entdecken. Aber scheinbar hat man nach dem Security Check keine Wehwehchen mehr zu haben. Auch der Flieger nach San Diego hat etwa eine Stunde Verspätung, aber schließlich landen wir, ohne Gepäck, was einerseits die Wartezeit am Band verkürzt, andererseits die Formalitäten im Office nach sich ziehen.

Von Sylvia und ihrer Nichte werden wir mit dem Auto abgeholt und zum wunderschön gelegenen Haus in La Jolla, wohl der Goldküste von San Diego, gebracht. Sehr nett werden wir empfangen, der Tisch im schönen Esszimmer ist bereits liebevoll gedeckt, nur kann ich es gar nicht genießen, ich kann mich kaum auf den Beinen halten und muss mich leider sehr unhöflich fast sofort ins Bett verziehen. Die Kopfschmerzen und das Erbrechen haben mir zu sehr zugesetzt.

San Diego und die liebe Gastgeberin müssen warten auf einen besseren Morgen.


Mein Daheim hat mich wieder

Mein Daheim hat mich wieder
Zürich, Switzerland
Zürich, Switzerland Nach dem langen Flug lande ich pünktlich in Zürich und dank dem kurzen Heimweg mit dem Zug bin ich schon bald in meinem Zuhause angelangt. Es gibt bereits einiges zu erledigen, Telefonanrufe, Einkaufen, Stundenpläne kopieren und in die Agenda eintragen etc. Der Alltag hat mich wieder. Und trotzdem, ich fühle mich wie auf Flügeln (nicht die vom Flieger), alles fällt leicht und ist in kurzer Zeit erledigt. Es ist schön dass ich für alles nicht viele Wege machen muss, die Schule, die Post, der Apple Shop, der Coop, alles liegt nur wenige Minuten zu Fuss oder per Bahn von meinem Zuhause entfernt. Es fällt auf, dass die Verkäuferinnen nicht lächeln, aber alles geht zügig und schnell. Da stellt sich für mich die Frage, was genau möchte ich in meinen Alltag mitnehmen? Was will ich behalten? Ich möchte die tiefe und echte Lebensfreude nicht mehr verlieren, ich möchte öfter ein Lächeln auf den Lippen meiner Mitmenschen sehen (vielleicht kann ich ja ein wenig dazu beitragen), ich möchte viel Zeit mit meiner Familie, mit meinen Freunden verbringen, aber auch mehr Zeitinseln für mich selber frei halten. Behalten möchte ich all diese Erinnerungen, das Gefühl, dass ich keine Angst vor dem Alleinsein haben muss, denn es geht mir gut in meiner Gesellschaft und „bewaffnet“ mit IPad oder Tagebuch ist es wunderbar die Gedanken aufzuschreiben, und die Tage sind so angefüllt mit glücklichen Momenten, man muss sie nur sehen. Ich bin dankbar, dass ich die Gabe zum Sehen und zur Lebensfreude habe, denn ich glaube genau meine Begeisterungsfähigkeit macht mich auch zu einer beliebten Reisegefährtin. Vielen Dank an alle, die mich hier in Gedanken begleitet haben. Auf die nächste Reise und den nächsten Blog….. Helene
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Bangkok und Heimreise über Singapur

Bangkok und Heimreise über Singapur
Bangkok, Thailand
Bangkok, Thailand Es ist tatsächlich schon der letzter Tag meiner langen Reise, auch zwei Monate gehen so schnell vorbei, man glaubt es kaum. Das Packen ist heute nicht ganz so einfach, müssen doch warme Sachen für die Ankunft in Zürich griffbereit sein, und trotzdem ist es heute sehr heiss in Bangkok, so dass die Flip-Flop und das Sommerkleid noch ihre Berechtigung haben. Wie ich mich bereits erkundigt habe, kann ich mich vor der Heimreise beim Swimmingpool im Hotel duschen und umziehen. Also Sommerkleid und Flip-Flop an und auf zum letzten Tag in Thailand. Der Vimanmek Palast mit den wunderschönen Gold- und Bronzearbeiten und den prunkvollen Sälen ist das erste Ziel des heutigen Tages. Der Tuck-Tuck Fahrer, welcher schon vor zwei Tagen bestellt wurde kommt zwar etwas verspätet, aber er kommt. Der Wimanmek-Palast ist ein gänzlich aus Teakholz gefertigtes Bauwerk im Zentrum von Bangkok, der Hauptstadt von Thailand. Das Gebäude diente früher als königliche Residenz. Das Queen Sirikit Institut hat fast zu jedem Anlass (Geburtstage der königlichen Majestäten, Jahrestage etc.) jeweils ein besonderes Stück angefertigt. Besonders eindrücklich ist ein goldener Wasserbehälter, welcher über einen Meter hoch und breit ist. Rundherum ist er noch mit unzähligen Diamanten besetzt. Es hat so viele Kostbarkeiten ausgestellt, das grün-blau schimmernde „Metall“ sind die Flügel des Prachtkäfers, welche für diese Arbeiten verwendet werden. Der Zoo liegt ganz in der Nähe, aber die Hitze ist heute sehr gross, wie um mir noch eine Handvoll Wärme mitzugeben, und der Marmortempel Benchamabophit ist auch eine noch nicht gesehene Möglichkeit. Beim Mittagessen sehe ich, dass ich ganz in der Nähe des Bayoke Towers bin und ich beschliesse kurzfristig den dortigen Markt zu besuchen, da ich für meine kleinen Enkelinnen noch „Hochzeitskleider“ kaufen will. Wir werden im Oktober eine Hochzeit feiern und ich hoffe sie haben Freude daran. Für die Benzingutscheine für den Fahrer gehe ich mal wieder durch einen Andenkenshop, er hat mich ja auch zum Markt geführt. Danach ist es schon Zeit sich durch den Verkehr zu kämpfen um rechtzeitig im Hotel zu sein. Es ist unglaublich wie dieser Fahrer sich durch all den Verkehr schlängelt, ich bin froh, dass ich hier nicht selber fahren muss. Der Flug über Singapur nach Zürich verläuft ohne Probleme, auch wenn die Flugzeit durch diesen Umweg etwas länger dauert. Zürich, ich komme….
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Shopping in Bangkok

Shopping in Bangkok
Bangkok, Thailand
Bangkok, Thailand So vieles ist für heute geplant, ich will allen etwas mitbringen und welcher Ort wäre besser geeignet für eine ausgiebige Shoppingtour als Bangkok? Die geplante Route durch die verschiedenen Shoppingcenter kann nur gar nicht eingehalten werden, denn die sechs Stockwerke des MBK bieten so viel, dass ich bereits nach etwa vier Stunden so viele Tüten und Taschen habe, dass nach einer kleinen Mittagspause in einem vietnamesischen Restaurant und dem Besuch in einem Kosmetiksalon eine Taxifahrt zum Hotel notwendig wird um „abzuladen“. Jetzt kommt das schönste am Einkaufen, das auspacken, begutachten, für gut befinden und am richtigen Ort versorgen, eine neue Handtasche mit passendem Portemonnaie für mich darf natürlich nicht fehlen. Alles andere soll für all die lieben Menschen.eine kleine Überraschung sein, deshalb bleibt es hier unerwähnt. Ich versuche schon mal alles in meinem Koffer unterzubringen und ich bringe ihn tatsächlich noch zu. Zum Glück kann ich mit Singapore Airlines 30 kg Gepäck mitnehmen, ich glaube es ist mehr als 20 kg, sonst hätte ich wieder Probleme mit dem Übergepäck. Wie anders ist dieses Jahr die Heimreise. Ich freue mich, dass ich eine so schöne Reise mit all den vielen großen und kleinen Erlebnissen machen konnte, ich bin unendlich dankbar für die vielen Begegnungen mit lieben Menschen, für die guten Gespräche und freundlichen Worte. Kein Streit, keine Tränen, nur rundum Wohlbefinden und so viele glückliche Momente, dass es mir fast unverschämt vorkommt, Die Feedback und Kommentare zu meinem Blog haben mich jeweils riesig gefreut und motiviert hier weiter meine Erlebnisse und Gedanken niederzuschreiben. Für mich ist mein „Tagebuch“ zu einem lieben Begleiter geworden und ich merke erst jetzt wie sehr mir dieses Tagebuch führen gefehlt hatte, jahrelang habe ich früher meine Gedanken und kleinen Erlebnisse handschriftlich in vielen Tagebüchern fest gehalten, dann auf einmal nicht mehr. WARUM? Ich weiß es nicht, auf jeden Fall werde ich es in Zukunft nicht mehr ganz unterlassen, denn für mich ist es eine tolle Art zu reflektieren, die Gedanken zu sortieren und vor allem die vielen glücklichen Momente festzuhalten. Vielleicht hat es auch etwas mit dem Lied im alten Gesangbuch zu tun: „…. Zähl die Gnadengaben, danke täglich dran, was Gott dir Gutes hat getan….“ China Town darf auf einem Bangkok Besuch natürlich nicht fehlen. Die Fahrt im Taxi dauert ziemlich lange, nicht weil der Weg so weit wäre, sondern weil der Feierabend Verkehr hier besonders schlimm ist, für die ersten 700 m braucht das Taxi etwa eine halbe Stunde, aber irgendwann geht auch der schrecklichste Verkehr in ein kontinuierliches Rollen über. In China Town will ich doch noch meine Perlen, Steine und Verschlüsse für das Basteln von Schmuck kaufen. Und tatsächlich, es hat viele Geschäfte, aber die wollen mir nichts mehr verkaufen, sie haben alle bereits geschlossen, es ist wenige Minuten vor sechs Uhr, und um sechs wird alles dicht gemacht. Ein Geschäft finde ich dann doch noch, nur die wollen mir auch nichts verkaufen, ich spreche kein Thai geben Sie mir zu verstehen, ich zeige auf die Dinge, welche ich ausgesucht habe und auf den aufliegenden Taschenrechner, in meinen Augen kein Problem, ich kann mich nach wie vor mit Händen und Füßen verständlich machen, aber die wollen mir tatsächlich nichts verkaufen und ich muss ohne Perlen und Steine den Laden wieder verlassen. Nun ja, ich war ja sonst sehr erfolgreich heute. Seafood gibt es hier an allen Ecken, in zwar hässlichen Restaurants, welche aber so gut besucht sind, dass es kaum einen Platz gibt, ich hatte noch gar keine Prawn Cake auf dieser Reise und bestelle mir eine kleine Vorspeisen Portion, leider schmecken sie nicht ganz so gut wie die in Krabi, und sie liegen so schwer auf, dass ich nicht mal diese kleine Portion essen kann, das erste Mal auf dieser Reise macht mir das Essen zu schaffen, aber ein Cognac im Hotel räumt meinen Magen wieder weitgehend auf. Eine kleine Unpässlichkeit kann mir aber weder den Tag noch die Reise verderben, und das gehört halt auch irgendwie zu einer Asienreise. So geht auch dieser zweitletzte Tag zu Ende und ich kann es kaum glauben, das,ist bereits mein 56. Eintrag hier.

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Bangkok mit Jim

Bangkok mit Jim
Bangkok, Thailand
Bangkok, Thailand Schon vor dem Frühstück steht Jim in der Lobby und strahlt. Gemeinsam gehen wir zum schönen Buffet und erste Erlebnisse werden ausgetauscht. Das Frühstücksbüffet ist riesig, die Entscheidung fällt schwer, soll man zuerst bei den Broten, bei den Früchten, bei den Eierspeisen oder doch lieber mit Wurst und Käse beginnen? Suppen, Reis und diverse Fleisch und Nudelgerichte gibt es neben diversen Fruchtsäften zur Auswahl. Jim soll einen Vorschlag für die heutigen Besichtigungspunkte in Bangkok machen, als erstes schlägt sie das Jim Thompson House und Museum vor. Das habe ich noch nie gesehen und ich bin gespannt. Gleich hinter den großen Einkaufszentren, von mir bisher nie beachtet, liegt der Eingang zum Jim Thompson House. Zuerst kann man zuschauen wie die dünnen Fäden der Seidenraupe von diesen abgespult werden. Danach werden die Fäden als Stränge aufgespult und gefärbt. Eine Tänzerin gibt ihr Können zum besten. Jim Thompson wurde im Jahr 1906 in Amerika geboren und wurde während des zweiten Weltkriegs als Armeeangehöriger nach Asien gesandt, wo er sch in Thailand verliebt hat (verständlich). Nachdem er den Dienst in der Army quittiert hatte beschloss er sich ganz in Bangkok nieder zu lassen und das traditionelle Seidengeschäft weltweit bekannt zu machen. Thai Seide sollte bald in aller Munde sein. Sein berühmtes Haus, bestehend aus sechs verschiedenen Teakholz Häusern wurde bald zu DER Adresse für Seide und Kunst. Das Haus selber ist ein Museum und wir werden durch den Garten und die verschiedenen Flügel des schönen, mit vielen Skulpturen, Bildern und Wandteppichen geschmückten Hauses geführt und erfahren mehr über die gezeigten Möbel, Geschirr und Kunstgegenstände. Alles ist sehr eindrücklich und ich kann mir gut vorstellen wie es ist hier zu leben. Jim Thompson selber wurde leider bei einer Reise durch den Dschungel in den Cameron Highlands als vermisst gemeldet und man weiß bis heute nicht, was ihm zugestoßen ist. Der Museumshop zeigt wunderschöne Dinge aus Seide. Es gibt Kissenbezüge, Schals, Taschen und selbstverständlich auch Kleider, leider nicht für mein Portemonnaie. Im Restaurant daneben gibt es Frühlingsrollen und der nächste „Wunschort“ wird besprochen. Wir fahren mit dem Taxi zum Wat Pho, wo der riesige liegende Buddha mit den Perlmutt Fußsohlen liegt. Natürlich hat es heute, an einem Sonntag und chinesischem Neujahr viele Touristen. Trotzdem ist es eindrücklich den riesigen Buddha und die verschiedenen Tempel und Stupas mit den aufwändigen Verzierungen und den Garten zu besichtigen. Mit einem Tuck-Tuck fahren wir weiter zu einem Markt am Fluss. Wieder einmal durchquere ich einen thailändischen Markt mit all den Früchten, Kräutern und Gemüsen, am liebsten würde ich all die wohlriechenden Kräuter einkaufen um zu kochen. Mit dem Schiff fahren wir auf dem Fluss bis zu einem „besonderen“ Anleger. Das „andere“ Mandarin Hotel, das MANDARIN ORIENTAL ist unser nächstes Ziel, Jim kennt sich hier gut aus und die Lobby, mit all den Blumen und gemütlichen Sitzecken lässt mich eine Einladung zu einem Apero aussprechen. Hier muss ich einfach ein wenig sitzen und genießen. Die Lobby, das Gartenrestaurant am Fluss, die schönen Vitrinen und Geschäfte, ein Genuss. Im alten Flügel des Mandarin Oriental gibt es an wunderschönen Tischen mit ebensolchen Sesseln Afternoon Tea, schade habe ich das nicht vorher gewusst, sonst hätte ich nicht widerstehen können. Ich liebe diese Atmosphäre und das gediegene Ambiente. Ich glaube das Hotel für meinen nächsten Bangkok Aufenthalt steht schon auf meiner Wunschliste. Nur werde ich mich vermutlich auch das nächste Mal mit einem Afternoon Tea und einem kurzen schnuppern begnügen müssen, so viele Lektionen kann ich gar nicht geben….. Weiter geht es mit Jim zur Sukhumvit, per Taxi, wo sie ein koreanisches Restaurant weiß. Es liegt in der Nähe ihres Hotels, dem Honey Hotel, vielleicht eine preisgünstige Alternative für das nächste Mal. Im koreanischen Restaurant gibt es wieder eine neue Spezialität, welche ich noch nie hatte. Mitten im Tisch ist ein Holzkohlengrill fest installiert, dort wird Fleisch grilliert, dazu gibt es ganz viele kleine Schüsseln mit allen möglichen Saucen, Salaten, Gemüse. Es schmeckt vorzüglich. Bei guten Gesprächen, noch besserer Laune geht ein ereignisreicher Tag in Bangkok zu Ende. Ein kurzer Abschied von Jim, „bis zum nächsten Mal im Rotblattstübli“ und schon geht es per Taxi wieder in „mein“ Mandarin Hotel.

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Fahrt nach Bangkok und erste Eindrücke

Fahrt nach Bangkok und erste Eindrücke
Bangkok, Thailand
Bangkok, Thailand Die letzte Autofahrt dieser Reise führt in die Hauptstadt Bangkok. Die vielen Abzweigungen und Autobahnkreuze sind zwar gut beschildert, trotzdem ist es nicht ganz einfach den Flughafen in Bangkok zu finden, vor allem wo in aller Welt muss denn das Mietauto zurück gegeben werden? Auch sollte der Benzintank noch vor der Rückgabe ganz gefüllt werden. Aber so gegen Mittag ist alles geschafft und mit dem Sky Train geht es in die Innenstadt. Eine Tuck-Tuck Fahrt entfernt liegt das von mir schon im letzten Sommer gebuchte Hotel Mandarin an der Rama IV Road. Ein elegantes Ambiente erwartet mich, die Bedienung an der Rezeption ist deutlich das erste Mal für diese Aufgabe bestimmt. Es dauert ziemlich lange bis meine Buchung gefunden und meine Kreditkarte belastet ist, aber wir haben ja alle einmal angefangen und das freundliche Lächeln entschädigt für so manches. Das Zimmer ist geräumig und die WC Spülung muss von mir gleich ausprobiert werden. Mit verschiedenen Tasten kann man alle möglichen Dusch- und Trocknungsvorgänge starten und wieder beenden, sobald man aufsteht beginnt die Spülung. Was es alles gibt! Eine Tuck-Tuck Fahrt darf in Bangkok natürlich nicht fehlen und der obligate Schmuck Shop muss besichtigt werden, damit der Fahrer seine Benzingutscheine erhält. Ein Stoffgeschäft mit wunderschöner Seide ist das nächste Ziel, welche Farbe? Wieviele Meter? Ich entscheide mich für drei Meter von dem schönen uni blau, meine Nähmaschine wartet ganz verwaist zu Hause. Ein Spaziergang in der Nähe des Hotels soll ein wenig Abwechslung bringen und der Wein und die Pizza bei einem Italiener lassen mich an meine erste Reise nach Thailand denken, wo ich zusammen mit Sohn und Schwiegertochter vorwiegend Italienisch gegessen hatte. Wer hätte damals gedacht dass ich heute, neun Jahre später, wieder in Bangkok bin und diese quirlige Stadt genieße,

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