Helene Inderbitzin

Helene Inderbitzin

Im Osten viel Neues oder viele Grüsse aus Laos

Im Osten viel Neues oder viele Grüsse aus Laos
Vientiane, Laos
Vientiane, Laos Vientiane ist wirklich eine ruhige, freundliche Hauptstadt und die Altstadt ist sehr hübsch mit all den alten Häusern, vielen Cafés und Boulangeries. Ja wirklich, Vientiane ist sehr französisch angehaucht und oft findet man auch die Namen in dieser Sprache angeschrieben. Die Schrift in Laos kann man leider wieder nicht lesen, daher weiss ich auch nicht unbedingt welche Tempel ich überhaupt gesehen habe. Morgens um acht ist Vientiane gerade am erwachen, die Geschäfte und Cafés sind noch geschlossen, ausser dort wo es auch Frühstück gibt. Es hat Tempel ohne Ende, es kommt mir vor, als wenn hinter jeder Strassenecke ein neuer Tempel zu sehen ist. Das Morgenlicht is besonders angenehm zum fotografieren. Die Orientierung in der Altstadt ist einfach, zuerst der Mekong, der mich bis hierher begleitet, dann drei wichtige Paralellstrassen, mit den kleinen Verbindungsstrassen, an diesen spielt sich das ganze Leben ab. Es hat auch ein zwei Shoppingcenter, welche ich aber nicht mal eines Blickes würdige, Nachdem ich den Wat Si Saked Tempel mit Museum besichtigt habe lasse ich mich von einem Tuck-Tuck zu den weiteren Sehenswürdigkeiten fahren. Dass Ho Pha Keo Museum ist en sehr alter Tempel mit schönen Wandmalereien und antiken Skulpturen von Buddhas und Apsara Tänzerinnen. Ich übersehe leider die Tafel beim Eingang, dass fotografieren verboten sei, tatsächlich steht der Museumswächter neben mir, bis ich die bereits gemachten Bilder von meiner Kamera gelöscht habe. Etwas frustrierend, aber zum Glück musste ich nicht einen ganzen Film wie früher aus der Kamera nehmen. Einen Triumphbogen wie den Arc de Triomphe in Paris gibt es hier auch. Der Patuxai liegt in einem schönen Park. Der Tempel Pha That Luang ist ganz golden und schimmert strahlend vor dem blauen Himmel. Zum Xieng Khuan, dem Buddha Park dauert die Tuck-Tuck Fahrt über eine halbe Stunde. Jetzt komme ich aus der Innenstadt heraus in ländliche Gebiete. Zum Teil sehe ich Industrie, andere Tempel, Dörfer und einfach Natur am Mekong. Der Buddha Park ist eindrücklich, riesige Statuen sind im ganzen Park verteilt. Die Fahrt zurück dauert und zunächst mache ich Halt in einem hübschen Bistro, danach suche ich ein bestimmtes Touristenbüro um meine nächsten Tage sinnvoll zu planen. Da ich mit meinem Hotel, vielmehr dem Preis- / Leistungsverhältnis nicht glücklich bin mache ich mich auf die Suche nach einem hübschen Guesthouse für die eine Nacht nach der Exkursion. Wie immer, der Zufall will es, dass ich direkt hinter einem Tempel, etwas zurück versetzt von derHauptstrasse, eigentlich ganz versteckt, ein hübsches Guesthouse mit Garten und Terrasse finde, die sind zwar heute schon besetzt, aber am 5. Februar kann ich für eine Nacht ein Zimmer buchen. Will man in Vientiane ein hübsches, bezahlbares Zimmer haben, lohnt es sich auf jeden Fall eine frühzeitige Reservation zu tätigen. Wieder bringe ich mein grosses Gepäck in die nächste Bleibe, was mit Tuck-Tuck einfach und schnell geht. Bummeln durch die Strassen, süsse Tarte au Citron mit Cappuccino, bewundern der vielen typischen Handarbeiten, welche in hübschen Boutiquen angeboten werden, die Zeit vergeht wie im Flug. Am Mekong gibt es eine breite Promenade auf welcher am Abend ein Night Market stattfindet. Auch hier lustiges Treiben. Ich komme ins Gespräch mit Ato und Joy, welche sehr gut Englisch sprechen und mir erzählen, dass ihre jüngere Schwester in der Schweiz wohnt, sie selber seien noch nie dort gewesen. Sie laden mich ein, denn ihre Eltern würden sich sehr freuen mich kennen zu lernen. Ihre Telefonnummer wird in mein Notizheft geschrieben und wir machen ab, dass ich mich am 5. bei ihnen melde, sollte ich vor sechs Uhr von meiner Exkursion zurück sein. We ich das liebe, diese spontane Gastfreundschaft, Ich gehe ein ganzes Stück zurück, weil ich dort ein ansprechendes kleines Restaurant gesehen habe. Dort angekommen ist draussen im Garten alles besetzt, nur ein grosser Tisch für 10 Personen ist noch frei. In einer Ecke des Gartens gibt es eine grosse freie Fläche und ich frage den Kellner, ob es denn keinen kleinen Tisch für mich mehr habe. Just a moment, please, und er holt kurzerhand einen kleinen Tisch vom Café gegenüber, welches schon geschlossen hat, trägt ihn über die Strasse, bringt mir einen Stuhl, deckt alles mit Set und Serviette, und schon habe ich meinen hübschen Platz ganz für mich allein. Ein Glas Muskateller zur Feier des Tages, der wieder so viel Schönes und Neues gebracht hat darf nicht fehlen.

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Im Osten nichts Neues oder liebe Grüsse aus Laos

Im Osten nichts Neues oder liebe Grüsse aus Laos
Vientiane, Laos
Vientiane, Laos Man ist nicht mehr richtig hier aber auch noch nicht dort. Diese Tage des Wartens auf einen Abendflug, man kann nicht mehr ins Zimmer, alles steht bei der Rezeption und man fühlt sich „zwischen Tür und Angel“. Leider gibt es nur diesen Abendflug nach Vientiane, also gehe ich nochmals durch die Strassen, an den Mekong, spaziere durch einen Markt und bleibe ein wenig in meinem Lieblingscafé. Meine Bücher habe ich ja immer mit, und zur Not gibt es noch Spiele. Heute ist es sehr heiss und ich suche, wie alle anderen auch, den Schatten. Wie wird die Temperatur in Laos sein? Die Gedanken eilen bereits ein wenig voraus. Aber ich geniesse das Hier und Jetzt einfach ein wenig ruhiger heute, da ich in allen Broschüren und Reiseführern wirklich nur noch die „Killing Fields“ finde, welche ich noch nicht gesehen habe, und diese zu besuchen weigere ich mich nach wie vor, Ich lese in meinem Reiseführer über Laos und freue mich riesig dieses schöne Land besuchen zu können. Ist es wirklich so toll? Ich hoffe es, bald werde ich einen ersten Eindruck gewinnen können. Der Flug mit Vietnam Airways dauert etwa 1 1/2 Stunden, und jetzt bin ich tatsächlich da. LIEBE GRÜSSE AUS LAOS… Der erste Eindruck – alles ist sauber, es hat sogar richtige Trottoirs welche bis zu den Häusern gehen, und nicht wie sonst nach dem Asphalt der Strasse erstmal ein ganzes Stück „Natur“, was denn gerade da ist, Steine, Gras, Sand, Schlamm oder alles durcheinander, erst dann kommt die Haustüre. Ich muss am Flughafen einen Einheitspreis ins Zentrum für das Taxi bezahlen, obwohl ich sage, dass ich noch keine Hotelreservation habe. Der Taxifahrer weiss mehrere hübsche und günstige Hotels und bringt mich zu allen hin, nur leider sind alle FULL. Endlich werde ich fündig, zwar nicht ganz meinen Vorstellungen entsprechend, aber wenigstens habe ich jetzt ein Bett für die kommenden zwei Nächte. Ja die Vietnam Preise scheinen nun tatsächlich vorbei zu sein, mal sehen wir es noch wird. Ich kann es natürlich nicht lassen, eine erste Erkundungstour muss noch sein. Einen ersten Tempel entdecke ich bereits.

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Phnom Penh

Phnom Penh
Phnom Penh, Kambodscha
Phnom Penh, Kambodscha Die Strassen und Plätze von Phnom Penh wieder zu entdecken welche Freude. Der Kaiserpalast, das Nationalmuseum, die Künstlerstrasse, immer wieder ein Besuch wert. Leider gibt es heute Abend im Nationalmuseum keine Vorführung, mir fehlt immer noch ein Schatten-Puppen-Theater in meinem Repertoire von Kambodscha. Der Central Market und die umliegenden Strassen sind auch amüsant. Will ich ein neues iPad oder ein neues iPhone kaufen? Natürlich nicht, aber hier käme man günstig dazu, die Frage ist nur ob es dann auch funktioniert. Zurück an meinem Mekong sitze ich gemütlich in der Lounge beim La Croisette und esse einen Salat Caprese. Ab und zu was italienisches tut gut und erfrischt angenehm, besonders da es hier zum Abschluss den Lavazza Kaffee gibt, eine kleine Ruhepause tut auch gut. Neue Strassen, andere Wege und so komme ich per Zufall in eine Strasse mit mehreren Dental Clinics. Es braucht zwar etwa Überwindung, aber es muss sein, meine Kontrolle und Dentalhygiene ist fällig. Ich suche mir eine sympathische Klinik, werde freundlich empfangen, selbstverständlich kann ich gleich warten, hier geht es nicht zwei Monate bis man einen Zahnarzt Termin bekommt, sondern nur zwei Minuten. Ich werde in ein kleines sauberes Zimmer, neben vielen anderen, geführt. Ein Stuhl und Geräte professionell wie bei uns und eine sehr kompetente Zahnärztin. Ich hatte noch nie so eine schonende Zahnreinigung, und das beste zum Schluss, es ist alles in Ordnung mit meinen Zähnen und das ganze kostet USD 10 (in Worten zehn). FAZIT: sollte ich in Zukunft etwas mit meinen Zähnen haben werde ich mir anstatt meiner Zahnärztin in Zürich hunderte von Franken bezahlen lieber einen Flug nach Phnom Penh leisten, dann habe ich fürs gleiche Geld auch noch Ferien. Und dann finde ich sie wieder, die „sehenden Hände“, ein Massagestudio wo Blinde arbeiten, und wirklich, die Hände meines Masseurs „sehen“ wo meine Verspannungen sind und knetet sie einfach weg. Ich finde das eine tolle Sache, so haben diese Menschen einen schönen Beruf und können sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen. In der Lounge an der Ecke beim Mekong beende ich dien Tag in einer schönen Stadt, schaue den vielen Menschen zu und bin rundum zufrieden.

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Reisetag auf dem Mekong

Reisetag auf dem Mekong
Phnom Penh, Kambodscha
Phnom Penh, Kambodscha Frühes Frühstück um 6 Uhr, damit ich anschliessend zum Schiffssteg fahren kann wo ich die Gruppe wieder treffe. Das Visaformular für Kambodscha kann ich schon hier ausfüllen, was später an der Grenze einiges einfacher macht. Zunächst fahren wir mit einem Boot zu einer Fischfarm in einem schwimmenden Dorf, die Fische werden gefüttert und springen alle gleichzeitig auf, was ganz lustig aussieht, nur habe ich schon so viele Fischfarmen gesehen, dass es für mich nichts Neues ist. Ich schaue mir lieber das schwimmende Dorf an. Wir besuchen noch ein Muslim Dorf auf einer Insel im Mekong, wo sich die Champa Minderheit niedergelassen hat. Dieses Volk spricht auch eine eigene Sprache, die sehr an das Kambodschanische erinnert. Ein Haus mit einigen Webstühlen und den entsprechenden Handarbeiten kann besichtigt werden. Erneut trennt sich die immer grösser gewordene Gruppe. Einige besichtigen noch mehr Sehenswürdigkeiten und fahren danach nach Saigon zurück, „meine“ Gruppe für Kambodscha soll warten. Ein kleines Schiff, auf welches unsere Gepäck geladen wurde, holt uns nach ei***** Zeit ab. Hier dauert es immer 15 Minuten wenn man fragt, das heisst aber unter Umständen auch 1 1/2 Stunden. Mit dem kleinen Schiff, etwa von der Grösse eines Limmatschiffs, fahren wir ca. 2 Stunden bis zur Grenze. Endlich sehe ich das ländliche Idyll des Mekong Deltas wie ich es mir vorgestellt habe. Kleine Orte wechseln ab mit Landschaften, Wäldern, ich kann Kinder baden sehen und ihre Kühe waschen. Besondere Freude macht mir zu beobachten wie drei kleine Kinder sich im Schlamm am steilen Ufer eine Rutschbahn gebaut haben und diese lachend und kreischend benützen. Auf der ganzen Welt fahren Kinder gerne auf einer Wasserrutsche, sei es im Winter auf Eis in den Rhein……(Insider Wissen) oder in den Mekong durch den Schlamm. An der Grenze sammelt unser Guide (schon wieder ein anderer) unserer Pässe, die Visa Formulare und je 35 USD ein, und wieder heisst es warten. O Nach ei***** Zeit fahren wir mit dem Schiff weiter bis zum kambodschanischen Grenzposten, wo wir den Stempel im Pass neben dem Visum erhalten. Alles läuft reibungslos, es hat auch seine Vorteile wenn ein Guide alles übernimmt. Im etwas grösseren Schiff ergattere ich mir einen Platz auf dem oberen Deck wo es recht angenehme Stühle im Schatten hat. Weitere vier Stunden geht die Fahrt auf dem Mekong bis Phnom Penh. Es ist gewaltig, dieser Strom, voll mit Inseln, umgeben von viel Natur, vor allem das Schilfgras mit den silberfarbenen Wedeln haben es mir angetan. Manchmal scheint ein ganzes Stück am Ufer ganz silbern zu schimmern. Ab und zu begegnen wir einem Dorf, teilweise mit schwimmenden Häusern, und sonst einfach nur Wasser und Himmel. Mein Wunsch nach einer Fahrt auf dem Mekong ist nun wahr geworden. Von fern sehe ich schon die Umrisse von Phnom Penh und wie gross ist meine Freude als wir genau an dem Schiffssteg ankommen wo sich „mein“ Restaurant befindet. Schon als für mich das Ziel Phnom Penh feststand war für mich klar, dass ich in genau diesem Restaurant Fish Amok essen werde, das beste Fischgericht, welches ich je gegessen habe. In „meinem“ kleinen Boutique Hotel, welches ich von meiner letzten Reise her kenne, beziehe ich mein Zimmer mit Balkon, ich weiss ja schon worauf ich beim Buchen achten muss. Das Zimmer ist sehr hübsch und ich freue mich wieder hier zu sein. Nach der langen Fahrt will ich mich jetzt einfach nur bewegen und nun muss ich mir klar werden wie meine Reise weitergehen soll, Vier Wochen Vietnam liegt nun hinter mir, ein Reiseziel ursprünglich nicht von mir ins Auge gefasst, aber als gemeinsames Reiseziel definiert, wurde nun von mir ALLEIN bereist und es war toll. Ich habe jetzt ein Visum von 30 Tagen für Kambodscha, soll ich bleiben oder soll es Burma oder Laos sein, beides Länder die ich noch nicht kenne, oder soll ich meinem ursprünglich angepeilten Plan treu bleiben und in den Süden von Thailand fliegen? Ich wollte ursprünglich diese Reise durch Asien benützen um von „meinem“ Thailand Abschied zu nehmen, mich an einige Orte zu begeben um die schöne Gegend noch einmal ganz für mich alleine zu erleben. Das spannende ist, dass dies im Laufe meiner Reise immer we***** wichtig wurde. Wo wollte ich nochmals hin? Koh Phil Phi – das erste Mal war ich dort mit meinem Sohn und meiner zukünftigen Schwiegertochter an meinem 29. Hochzeitstag, danach einmal mit Max, was mich ein Vermögen gekostet hat und keine Freude brachte, dann wieder mit Theresia, Barbara und meiner Tochter Melanie und ihrer Familie. Alle schönen Erinnerungen gehören nur mir und ich kann mich sehr gut an die Wege, an die Gespräche, an den verloreneren Babyhut etc.erinnern, auch der Pareo, von Barbara für mich dort gekauft, begleitet mich jetzt auf meiner Reise. Ko Lanta – das erste Mal mit Sohn und Schwiegertochter im Jahr 2006. als es noch klein und bescheiden aber wunderbar friedlich war, danach überwiegen auch hier die Erlebnisse mit meinen Freundinnen und meiner Tochter. Wie toll waren die Gespräche, wie angenehm die Massagen, wie niedlich das Sein mit Enkelin Joy. Ko Lanta Feeeling hatte ich diesmal bereits in Phu Quoc. In Aonang und Umgebung würde ich an den Strand von Klong Muang wollen, ein Mittagessen im Red Snapper Restaurant und eines im Wasserfall Garten einnehmen, ein Dinner im Frog and Catfish Restaurant erleben, mir eine Maniküre beim Strand vom Last Fisherman gönnen und vielleicht noch zum Wasserfall und den heissen Quellen fahren. Alles in zwei Tagen „abgehakt“. Der wunderschöne Nationalpark Kao Sok könnte mein nächstes Ziel sein. Aber für alles das müsste ich einen Flug buchen, ein Auto mieten, ein günstiges Hotel finden was ohne Reservation in der Hochsaison gar nicht so einfach ist und ich merke auf einmal, es ist gar nicht mehr so wichtig für mich. Ich kann mich jederzeit und überall in Gedanken in die von mir entworfene Hängematte legen, der Musik lauschen und in den Garten blicken und den von mir gebauten Wasserfall beobachten. Ich kann jederzeit meine schönen Erinnerungen an die vielen Orte hervorholen, denn diese Erinnerungen gehören einzig und allein mir. Dort wo es keine „weisst du noch“ mehr gibt muss man auch die Erinnerungen nicht mehr teilen. FAZIT: Ich werde als nächstes Reiseziel Laos wählen und noch mehr Neues sehen und erleben, Thailand kann warten und wenn ich mit lieben Menschen wiederkomme kann ich ihnen viel Schönes zeigen. Die Lady im Silk Shop kann sich sofort an mich erinnern und macht mir ein Kompliment, ich sähe viel besser aus als das letzte Mal, da sei ich immer müde gewesen. Umständlich wie immer aber sehr freundlich sucht sie mir einen Flug nach Vientiane und bucht ihn für mich. Eine Busfahrt in den Süden von Laos würde etwa 16 Stunden dauern und da ich die Strassen Kambodschas kenne buche ich lieber den teuren Flug. Im Norden von Laos gibt es so viel zu sehen, ich freue mich. Aber jetzt bin ich in Phnom Penh und zuerst gibt es einen Lavazza Capuccino im Café an der Ecke, danach spazieren an der schönen Strandpromenade bis zu deren Ende, wo sich mein Restaurant befindet. Ich finde zwar fast keinen Platz mehr, so voll ist es, aber dann erhalte ich doch noch einen hübschen Tisch mit Sicht auf den Mekong, der mich heute schon den ganzen Tag begleitet, Fish Amok und ein Mangoshake sind eigentlich schnell bestellt, nur lässt man mich warten, offensichtlich wartet die Bedienung auf meine Begleitung. Auf die erneute Frage ob ich denn alleine sei gebe ich zur Antwort, dass ich auch alleine Hunger hätte und gerne etwas bestellen würde. Musik und Tanz kann ich gleich neben meinem Tisch verfolgen und ich geniesse diesen Abend im schönen Restaurant mit all den Lichtern und dem wunderbaren Essen. Mein Reiseglück bleibt mir treu, auf der Fahrt hierher hatte ich mir noch überlegt ob wohl wieder M arkt ist auf dem grossen Platz, und ja klar, es ist Markt, und was für einer. Es gibt kaum ein Durchkommen, so viele Menschen drängen sich zwischen den Ständen. Es ist lustig sich einfach ein wenig treiben zu lassen, Die Stimmung in Kambodscha ist deutlich zu unterscheiden zu derjenigen in Vietnam. Ist es friedlicher? We***** hektisch? So genau kann ich es gar nich benennen. Heute vor 39 Jahren… es ist Üetlibergtag und wenn ich in Zürich wäre würde ich jetzt dort hinauf wandern!

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Floating Market

Floating Market
Châu Đốc, Vietnam
Châu Đốc, Vietnam Am frühen Morgen starten wir mit dem kleinen Boot zum Cai Rang Floating Market, ursprünglicher Markt der noch heute reges Treiben zeigt. Die Boote sind ach hier grösser und vor allem motorisiert worden, aber das tut der Stimmung keinen Abbruch. Gleich zu Beginn werden wir von einem kleinen Boot begleitet, welches heissen und kalten Kaffee und Softdrinks anbietet, die „floating Minibar“. Die recht grossen Schiffe haben in ihrem Bug jeweils eine Bambusstange befestigt, an welcher die Produkte welche verkauft werden weithin sichtbar befestigt sind. Es handelt sich hier um den en gros Markt, alle kleinen Händler, Restaurants und Hotels kaufen hier ihre frönt the, Gemüse, Reis, Kartoffeln etc. ein. Das laute verhandeln der Händler ist sehr laut, und wie schon so oft denke ich, dass die Menschen streiten, was ja wohl nicht sein kann. Die Laute sind recht stark, werden vielfach fast schreiend ausgestossen, aber dann lachen sie und man merkt, dass es sich wohl doch um einen Scherz gehandelt haben muss. Unser Boot hält inmitten des Marktes und jetzt werden wir von vielen kleinen Booten umringt. Die einen verkaufen wieder Kaffee etc., andere frische Mangos, Ananas und Pomelos. Auf einem weiteren Boot werden sogar kleine Spiesse gegrillt und man kann sie zusammen mit Reisnudeln, Reis und Gemüse kaufen. Eigentlich hätten wir ohne Frühstück losfahren können. Ich begnüge mich mit einer halben Pomelo, eine ganze wäre doch etwas viel. Wollen wir sehen wie die Reis Vermicelli Nudeln hergestellt werden? Bei einem kleinen Haus mit grossem Garten verlassen wir erneut unser Boot und schauen zu wie zunächst grosse Flächen Reispapier hergestellt werden, um diese grossen dünnen Papiere, nach etwa 2 Stunden an der Sonne trocknen, durch eine grosse Presse gedreht werden, die gleichzeitig die ganz dünnen Nudeln schneidet. Eine Reisfabrik wird als nächstes besichtigt. Wir erfahren wie die einzelnen Arbeitsschritte zu „unserem“ weissen Reis hier getrennt von statten gehen. Viel interessanter sind die Informationen rund um den Reis und, wie könnte es anders sein,den Krieg. In den Jahren 1943 – 1945 starben im Norden von Vietnam über zwei Millionen Menschen aufgrund der grossen Hungersnot, die damals herrschte. Indirekt war auch hierfür der Krieg schuld, denn die Japaner kamen zu den Farmen und haben alles Reis für die Soldaten requiriert, seit dieser Zeit werden in Nord Vietnam auch Hunde und Katzen gegessen, die Menschen hatten ganz einfach keine andere Wahl. Im Mekong Delta gibt es insgesamt 28’000 km Wasserstrassen, welche alle miteinander verbunden sind, der Handel findet fast ausschliesslich auf dem Wasser statt. Die Fahrt entlang dieser Wasserstrassen gibt Einblicke in das örtliche Leben. Die Häuser direkt am Fluss sind auf Stelzen gebaut, da das Wasser bei Flut ca. 2 m höher steigt. Diese Häuser sind zum Teil aus Holz, andere nur aus Wellblech oder aus Beton. Alle Häuser haben einen Ausgang zum Wasser hin, wo man mit dem Boot anlegenden. Überall hängen die Kleider an Stangen vor den Fenstern und ich sehe Frauen die mit Kesseln das Wasser aus dem Fluss zum Wäsche waschen heraufholen. Ich sehe direkt in Werkstätten von Schreinern, Mechaniker, Schneider. Das Leben findet hier auf und am Fluss statt. Nach der Mittagspause in CanTho bringt uns der Bus nach Chau Doc.

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Tour ins Mekong Delta

Tour ins Mekong Delta
Ninh Kiều, Vietnam
Ninh Kiều, Vietnam Heute heisst es endgültig Abschied nehmen von Saigon. Noch ein letztes Frühstück über dem Saigon River und mein Bus, der mich mit einer Stunde Verspätung abholt, bringt uns in ca. 1 1/2 Stunden nach My Thao, wo unsere kleine Gruppe von 12 Personen in ein Boot auf dem Fluss der sieben Drachen umsteigt. Die Menschen hier sprechen nicht vom Mekong River, sondern vom Drachenfluss (übersetzt). Auf der Fahrt hierher erfahre ich einiges über Vietnam. Dieses Land muss in den vergangenen 5 Jahren extreme Fortschritte gemacht haben. Es ist die Nummer eins weltweit was den Reisexporf betrifft, Nummern zwei, nach Brasilien, für Export von Kaffee, und Platz eins für schwarzen Pfeffer. Die Bevölkerung wächst im Moment jedes Jahr um eine Million, was die Regierung versucht in den Griff zu bekommen, indem sie allen Regierungsangestellten die Rente streicht, sollten sie mehr als zwei Kinder auf die Welt stellen. Krass, aber immerhin erlaubt man den Familien zwei Kinder, nicht wie in China nur eines. Für die Schulen müssen die Eltern bezahlen, deshalb kann man nicht davon ausgehen dass wirklich jedes Kind zur Schule gehen kann, obwohl es eine Art Stipendien von der Regierung gibt, sollten die Eltern keine Möglichkeiten haben die finanziellen Mittel aufzubringen, aber ganz gratis sind nur die Universitäten für Militär und Polizei, weil diese Studenten später dem Staat dienen werden. Mit dem Boot ab My Thao fahren wir zur Turtoise Insel, weitere Inseln befinden sich im Fluss, diese sind die Drachen, Phönix und Unicorn Inseln. Eine Bienenfarm ist unser nächstes Ziel. Ich bin die einzige aus unserer Gruppe die sich getraut mit dem Finger durch die Bienen in den Stock zu fassen um ein wenig Honig zu naschen, verschiedene Honig und daraus hergestellte Erzeugnisse können degustiert werden. Eine Kokosnuss Candy Fabrik kann besichtigt werden. Diese Candys werden alle von Hand hergestellt und einzeln eingepackt. Endlich kommt nun die von mir lange ersehnte Ruderbootsfahrt in den kleinen Kanälen zwischen den Palmen. Die Fahrt dauert leider nicht sehr lang und ich muss erkennen, dass auch das hier zur Touristen Attraktion verkommen ist, teilweise müssen drei Boote gleichzeitig eine enge Stelle passieren, was oft zu Gedränge führt. Nichts desto trotz ist es amüsant und ich steige entspannt wieder aus. Ein Tisch in einem Garten mit vielen tropischen Früchten wartet auf uns. Traditionelle Musik wird zum besten gegeben. Auch hier knüpfe ich meine Verbindungen, da „Tiger“ unser Guide sehr sympathisch ist, gut Englisch spricht und viel über Land und Leute erzählt, will ich von ihm wissen, ob er auch private Touren organisiere, bei welchen man noch mit den kleinen Ruderbooten durch touristisches Niemandsland fahren könne und in einem Homestay übernachten könne? Er versichert mir, dass ich keinen einzigen Touristen sehen würde und wir tauschen unsere E-Mail Adressen. Meine nächste Reise hierher ist schon im Kopf am entstehen, hat jemand Lust mitzukommen? Mit kleinen Pferdekarren werden wir zum Lunch gebracht. Das schöne an einer grossen Runde ist, dass viele verschiedene Schüsseln auf den Tisch kommen und man alles probieren kann. Schön dekoriert kommt ein Elefantenohrfisch aufgestellt in einer Halterung zu uns und wird vom Personal fachmännisch von den Gräten geschält. Dieser Fisch kommt mit anderen Zutaten in die Frühlingsrollen, welche direkt vor unseren Augen zubereitet werden. Über den Mekong erfahren wir mehr von unserem „Tiger“. Dieser Fluss ist die Lebensgrundlage für die Fischer, Reis- und Gemüsebauern. Früher wurde das Wasser aus dem Mekong auch zum trinken benutzt, heute haben die Menschen mehr Geld und kaufen sich das Trinkwasser in den grossen Bidons. Der Fluss gibt aber auch Anlass zur Sorge. Da China und Kambodscha viele Staudämme zur Stromgewinnung gebaut haben kommt jedes Jahr we***** Wasser bis um Delta, was sich auf die Fischbestände negativ auswirkt. Auch die Reisfelder brauchen viel Wasser, was irgendwann vielleicht zum Problem wird, sollte der Wasserpegel weiterhin sinken. Ein weiteres Problem stellt die Sandgewinnung aus dem Flussboden dar. Viel zu viel Sand wird dem Fluss entnommen und nach Singapur exportiert, was dazu führt dass von den Inseln und dem Festland immer wieder Teile im Fluss versinken. Durch diese immense Bautätigkeit in Singapur wird Singapur immer grösser und Vietnam „kleiner“. Nach dem Lunch fahren wir mit dem Boot wieder zur Anlegestelle, wo ich leider meine kleine Gruppe verlassen muss. Diese fahren heute wieder zurück nach Saigon und ich muss mich einer anderen Gruppe anschliessen. Dieser grössere Bus fährt nun weiter bis nach Can Tho, wo wir in verschiedenen Hotels untergebracht sind. Meine ursprüngliche Annahme, ich könnte in einem Homestay bei ansässigen Bauern übernachten hat sich als nicht richtig erwiesen. Ich bin hier in der 1,5 Milionen Stadt Can Tho, habe den Night Market und die festlich beleuchteten Strassen direkt vor der Tür und muss feststellen, dass meine Vorstellung vom ländlichen Mekong Delta nicht den Tatsachen entspricht. Heute esse ich an der Strasse eine Nudelsuppe, es lebe die Abwechslung…..

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Saigon

Saigon
Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam
Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam Wiederkommen in eine Stadt, die man schon kennt ist sehr angenehm. Ich kenne die groben Richtungen, weiss wie gross die Distanzen in etwa sind, weiss um die Möglichkeiten des Verkehrs, kenne einige hübsche Cafés und habe die wichtigsten Sehenswürdigkeiten schon gesehen. Frühstück gibt es im Hotel Majestic auf der Dachterrasse mit Blick über den Saigon River, ein tolles Buffet erwartet mich, es hat alles was man sich nur vorstellen kann, und diese Brioche…. Mmmh, ich kann nicht widerstehen und esse gleich zwei Stück davon, ich lasse mir Zeit, denn so ein tolles Frühstück hatte ich auf dieser Reise bisher noch nie. Gemütlich schlendere ich abseits der üblichen Touristen Routen durch die Stadt Richtung Zoo und botanischen Garten. Ich sehe Kinder, welche in die Schule gehen, gepflegte Parks und grosse Geschäftshäuser. An einer Strasse gibt es Strassenhändler, welche Aquariumfische in Plastikbeuteln an ihren Fahrrädern zum Verkauf anbieten. Zoo und botanischer Garten sind zusammengelegt, eigentlich eine gute Mischung finde ich. Viel Grün, dazwischen Bonsai, Orchideen, kleine angelegte Wasserspiele, mit Springbrunnen, Wasserfall und Bäche, welche teilweise mit Seerosen bewachsen sind. Die Tiere haben meist recht hübsche Käfige, auch wenn die nicht ganz so modern und nach den neuesten zoologischen Erkenntnissen gestaltet sind. Es ist schön nach einem lange Spaziergang durch den Garten ein wenig im Schatten zu sitzen, das Geplätscher des Springbrunnens im Ohr und in meinem Reiseführer zu stöbern. Auf nochmals anderen Wegen gehe ich durch die Stadt. Einigen der ganz grossen Hotels wie Hyatt, Sofitel etc. begegne ich auf meinem Weg. Büroangestellte kommen von ihrer Mittagspause wieder in ihre Büros. Sie essen in den Strassen Restaurants mit kleinen Tischen und „Kinderstühlen“, ja die Stühle hier sind tatsächlich so klein wie bei uns die Stühle im Kindergarten. In einem grossen Einkaufszentrum, das erste das ich hier betrete, entdecke ich einem Apple Shop und kaufe mir einen kleinen Adapter, so dass ich meine Fotos aus der Kamera direkt auf meinen iPad laden kann. Eine tolle Sache, jetzt bin ich ausgerüstet, nur das wifi ist hier leider sehr schwach, zwar nicht aus dem Jahre 1925 wie das Hotel, aber sicher aus dem letzten Jahrtausend….. Afternoon Tea bei Klavier und Saxophon Klängen im Hotel Majestic ein tolles Erlebnis, welches ich so richtig geniesse. Allein dafür hat sich der Aufenthalt hier gelohnt. Die Musik entführt mich in eine romantische Stimmung, die schönen Häppchen tun ihr übriges, das alles inmitten dieses „old Fashion“ Hotels, einfach toll und unbeschreiblich. Das Abendessen lasse ich ausfallen, ich habe einen grossen Teller Früchte auf meinem Zimmer. Ich bereite noch meine Sachen für morgen, wo ich zu meiner dreitägigen Tour durch das Mekong Delta Richtung Phnom Penh starte, um dann Vietnam so langsam zu verlassen. Mein Visum läuft in wenigen Tagen ab.

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Abschied von der Insel – Hotel Majestic

Abschied von der Insel – Hotel Majestic
Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam
Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam Jetzt heisst es Abschied nehmen von der Insel die mir einige Tage Ruhe „aufgezwungen“, aber auch wunderschöne Erlebnisse in der Natur beschert hat. Das Check out ist wie meistens eine recht umständliche Sache, hier hat man Zeit um alles dreimal zu rechnen und zu schreiben. Die Preise werden in den Hotels und Resorts in USD angegeben, aber bezahlen kann man nur in vietnamesischen Dong, da der ATM nur solche ausspuckt. Die Kursumrechnungen sind immer deutlich zu Gunsten der Hotels, und dann muss man unterschreiben, unterschreiben. Die eigene Rechnung, wenn man mit Kreditkarte bezahlt muss man neben der Eingabe des Pins auch noch drei gleiche Prints unterzeichnen. Mein Flug bringt mich wieder in knapp einer Stunde nach Ho Chi Minh City. Das Meer blinkt unter mir ganz türkis und hellblau, fast kitschig. Beim Taxistand lasse ich mich diesmal auf keine Kompromisse ein und bekomme ein Taxi mit einem „lebenden“ Taximeter, dieses Taxi bringt mich zum Hotel Majestic, wo ich meinen Koffer vor der Reise nach Phu Quoc deponiert hatte. Das Hotel Majestic ist ein koloniales Schmuckstück direkt am Saigon River. Es wurde im Jahr 1925 eröffnet und viele bekannte Persönlichkeiten aus Film und Politik sind hier schon abgestiegen. Überall hängen Bilder aus vergangener Zeit, das Haus selber ist eine Wucht. Man wird bedient wie eine Königin, will man zur Türe hinausgehen öffnen zwei livrierte Türsteher die schönen Tore und wünschen einen schönen Abend. Das erste was ich hier mache ist, mein schönstes Kleid anzuziehen und adäquat durch dieses Gebäude zu flanieren. Ich geniesse dieses Ambiente und die zuvorkommende Bedienung. Auch die Prachtstrasse, welche von hier Richtung Stadttheater führt ist sehenswert. Teure Geschäfte, edle Boutiquen wechseln sich ab mit gemütlichen Bars und schicken Cafés. Clubs mit Casino gibt es auch an der Dong Khoi. Es ist spannend wie unterschiedlich man gleich wahrgenommen wird wenn man mit einem schicken Kleid, anstatt den üblichen Reiseklamotten, durch dieses Edelquartier flaniert. Ich komme mir selbst fast vor wie in einem Film. In einem hübschen Café trinke ich einen Caramel Frappucino und schaue den vorbeigehenden Personen aus aller Welt zu. Den Klavierspieler im Hotel verpasse ich um etwa eine Stunde. Dafür spielt ein traditionelles vietnamesisches Orchester beim Abendessen. Ein Glas Weisswein darf nicht fehlen. In Da Lat wächst ein recht guter Wein, obwohl ich bisher keine Ahnung hatte dass es in Vietnam überhaupt Wein gibt. Ein weiterer Tag in Saigon wartet auf mich.

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Kajaking

Kajaking
Phú Quốc, Vietnam
Phú Quốc, Vietnam Ich wusste es schon immer, Kajaking ist „mein“ Traum, die schönste Fortbewegungsart überhaupt. Ein neues und besonderes Erlebnis, ein Highlight dieser Reise. Schon früh bin ich wach und gehe zur Rezeption um für heute die Kajaktour an den Fluss zu buchen, welche ich letzte Nacht ausfindig machte. Gerne will man mir die in zwei Stunden startende Tour buchen, der Tour Operator werde in 10 Minuten zurück rufen. Um keine Zeit zu verlieren gehe ich schon mal frühstücken, um danach den Bescheid zu erhalten, dass die Tour ausgebucht sei. Mit meiner Inselkarte komme ich bald darauf wieder, und will gezeigt bekommen, wo sich der Fluss fürs Kajaking befindet. Man zeigt mir zwar den Fluss auf der Karte, will aber gleichzeitig wissen, dass es dort nicht möglich sei ein Kajak zu mieten. Meine Antwort kommt prompt, ob man denn davon ausgehe, dass jede Tour die eigenen Kajaks von hier mitschleppe? Inzwischen lasse ich mir nicht mehr alles ausreden. Ein Taxi ist schnell gefunden, das mich an den Cua Can River im Norden der Insel bringt. Bei einer kleinen Bootsvermietung steige ich aus, der Taxifahrer fragt mich auch gleich, um welche Zeit er mich wieder abholen solle. Ich vereinbare mit ihm eine Zeit drei Stunden später, so dass mir genug Zeit am und auf dem Fluss bleibt. Der nette Junge, der ein wenig Englisch spricht, zeigt mir zunächst die Ausflugsboote, die er auch fahren würde. Ich will aber endlich mal in einem Kajak fahren, wie oft hatte ich mir dies in den vergangenen Jahren gewünscht, und genau so oft wurde mein Wunsch nicht gehört. Ich versuche meine Frage nach einem Guide verständlich zu machen, da ich mich am Fluss nicht auskenne. Das sei nicht möglich, jedoch sei es den Fluss aufwärts nicht schwer den Weg zu finden, es werde nur immer schmaler. Nochmals frage ich nach, gibt es wirklich nur diesen einen Flussarm? Es sei nicht schwierig versichert mir der Boy und will mir für alle Fälle seine Telefonnummer auf dem Handy speichern. Nur kennen weder er noch ich die Landesvorwahl für Vietnam, es dauert eine Weile bis er versteht, dass mir seine Telefonnummer ohne Vorwahl mit meinem Schweizer Handy nichts nützt. Ich gebe alle meine Sachen zur Aufbewahrung ins Haus, denn weder Fotoapparat noch Handy sollen nass werden. Ein Bild von mir macht er noch vor meinem Aufbruch ins Abenteuer. Die ersten Paddelschläge sind noch etwas rasch und unregelmässig, aber bald habe ich den Rhythmus raus. Die Fahrt flussaufwärts kann beginnen. Es ist ein Genuss, eine Freude ganz allein in dieser Ruhe, immer im gleichen Rhythmus meinen Weg immer tiefer in die grüne Natur zu machen. Die grüne Wasserstrasse, mit nur leichtem Gefälle, zeigt sich von der schönsten Seite. Auf beiden Seiten immer wieder wechselnde Ausblicke. Hauptsächlich Mangroven, aber auch Laubbäume, Palmen und blühende Büsche wechseln ab mit Schilf und Felsen. Immer wieder höre ich Vögel und wenn ich das Paddel ganz sachte einsetze mache ich kein Geräusch, so dass ich die dazugehörenden Vögel auch beobachten kann. Fliegende Fische tanzen auf der Wasseroberfläche, Licht und Schatten zeichnen immer neue Figuren, Blasen steigen vom Grund auf und kleine Wellen gibt es da und dort. Da der Fluss nicht sehr tief ist, erkenne ich bald, dass dort wo Äste im Flussboden stecken Untiefen sind, die zwar meinem Kajak vermutlich nichts gemacht hätten, aber sicher ist sicher. Zwei Abzweigungen gibt es dann doch, und ich merke mir ganz genau den kahlen Baum mit den zwei daneben liegenden Stämmen, dort muss ich auf meinem Rückweg rechts vorbei, und weiter oben ist es noch einfacher, wieder rechts vorbei, dort wo ein blaues Fischerboot am Ufer liegt. Über eine Stunde paddle ich den einsamen Fluss hinauf und geniesse diese Stimmung, diese Ruhe und die gleichmässigen Bewegungen. Ich freue mich so von Herzen, dass ich hier sein darf, dass ich das erleben darf, es ist unbeschreiblich. Das paddeln strengt mich überhaupt nicht an, ich könnte ewig so weitermachen. Aber jetzt muss ich trotzdem an den Rückweg denken. Die Strömung ist kaum merklich, deshalb ist auch stromabwärts paddeln nötig, besonders gegen Ende der Fahrt kommt mir ein recht kräftiger Wind entgegen, der ganz kleine Wellen den Fluss hinauf treibt. Ich weiss nicht, ob das eventuell die einsetzende Flut ist? Die Bilder des heutigen Reisetages sind nur in meinem Kopf, da aber unauslöschlich. Mein Reiseglück bleibt mir treu, ich bin so froh dass es heute keine Tour gab, so konnte ich meine Reise auf dem Fluss ganz alleine unternehmen und die vielen besonderen Eindrücke sammeln.

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Fun ? Nicht nur…

Fun ? Nicht nur…
Phú Quốc, Vietnam
Phú Quốc, Vietnam Wo soll ich beginnen? Was soll ich schreiben? Heute fällt es mir zum ersten Mal schwer meine Erlebnisse und Gedanken hier nieder zu schreiben. Die Morgensonne weckt mich nach unruhigem Schlaf. Mitten in der Nacht erhielt ich die traurige Nachricht, dass eine starke Frau, Mutter, Gross- und Urgrossmutter im Alter von 94 Jahren verstorben ist. In Gedanken bin ich bei den Menschen die jetzt um sie trauern. Welche Spuren hat diese Frau in den Herzen ihrer Lieben hinterlassen? Ich kann es nur erahnen. Diese Spuren werden bleiben, und das ist letztendlich das tröstliche, nur nicht im Moment. Was kann man in so einem Moment sagen? Am besten nichts, denn aus Erfahrung weiss ich wie nichts sagend, ja verletzend die Allgemeinplätze sind, die gutmeinende Mitmenschen üblicherweise von sich geben. Der Tod ist so endgültig, Abschied von einem geliebten Menschen zu nehmen so schwer, niemand kann wirklich helfen. Die Gedanken sind frei…………… und haben keine Grenzen. Gerne will ich heute etwas mehr von meiner Ferieninsel sehen, ich versuche einen Fahrer mit Motorbike zu finden. An der Rezeption hilft man mir gerne, erlaubt sich aber einzuwenden, dass das viel zu teuer sei und ich besser eine Tour durch den Süden der Insel buchen solle. Meine Frage, ob diese Tour Einblick in die Landschaft und die kleinen Orte biete, wird vehement bejaht. So leicht kann man mich überreden, wobei ich inzwischen festgestellt habe, dass die Menschen in Vietnam eher ängstlich sind und einer „älteren“ Dame (MIR?) nicht mehr viel zutrauen. Eine „Kaffeefahrt“ ist das höchste der Gefühle. Mit einem kleinen Minivan werde ich um 9 Uhr beim Resort abgeholt, weitere 4 Personen steigen weiter vorne noch zu. Also los, ich bin gespannt. Zunächst geht es zu einer Sim Wine Factory, wo wir verschiedene Sirupe, Schnäpse und Weine degustieren können. Eine grosse Verkaufsfläche ist auch angegliedert. Es handelt sich um einen speziellen Wein aus Myrte. Zwei „Pearl Farms“ sind die nächsten Ziele. In der ersten werden uns wenigstens die Zuchtmethoden, die Farben und Formen der Perlen erklärt, eine Auster wird sogar aufgemacht um uns die kleine Perle zu zeigen. Auch hier soll wieder gekauft werden (ich sag’s ja, Kaffeefahrt). Eine Fabrik für Fischsauce ist unser nächstes Ziel. Schade kann man den Duft nicht fotografieren. Muss ich noch erwähnen, dass auch hier gekauft werden könnte? Coconut Prison, ein Gefängnis wo die Amerikaner die Aufständischen in den 70er Jahren gefangen hielten, soll noch besichtigt werden. Mehrere Reihen Stacheldraht zusätzlich zum grossen Zaun, den Wachtürmen und den Soldaten mit Hunden (mit Puppen lebensecht dargestellt) verunmöglichen jeden Gedanken an eine Flucht. Verschiedene Foltermethoden sind gleich beim Eingang beschrieben und mit lebensgrossen Puppen gezeigt. Schon hier möchte ich am liebsten umkehren, es ist kaum auszuhalten. Ich gehe noch ganz kurz in drei Wellblech-Baracken, in der Annahme, dass hier die Schlafräume, Küche, etc. für die Gefangenen waren. Richtig so, aber auch hier wird ein Blutbad nach dem anderen beschrieben und dargestellt. Etwas tröstliches sehe ich dann doch noch, die Gefangenen hatten ein „Gefängnis-Orchester“, hoffentlich konnte die Musik den geplagten Seelen einige Minuten des Friedens schenken. Nach diesen ersten Eindrücken bin ich aus dem Gefängnis raus gegangen. Vielleicht bin ich zu dünnhäutig, aber dieses Leid, auch wenn es schon lange her ist, unbegreiflich und für mich kein Grund das in einem „Museum“ zu verherrlichen. Ich weiss es ist die traurige Geschichte dieses Landes, und vielleicht ist es gut für die Menschen, ihre Geschichte auf diese Art zu verarbeiten, aber muss es deshalb ein vielbesuchter Touristen Anziehungspunkt sein? Zur Mittagszeit sind wir am Sao Beach, meinem Traumstrand, und zufällig (es fällt mir zu….) treffe ich meinen Taxifahrer vom ersten Tag hier und ich kann ihm mitteilen, dass er mich hätte hierher bringen sollen. Die zwei Stunden Mittagspause benutze ich um feine Crevetten mit Gemüse und Cashewnüssen zu essen, am Strand zu spazieren und selbstverständlich zu schwimmen. Dieser Strand ist so toll, auch für kleine Kinder, welche hier herumtollen und ohne Gefahr ins seichte Wasser gehen können. Am Nachmittag wird uns noch eine Pfefferfarm und ein Fischerdorf, Ham Ninh, gezeigt. Alles immer nur ganz kurze Stopps. Ich freue mich schon auf das letzte Ziel der Tour, den Wasserfall. Wir halten in einem Park und wir erhalten die kurze Information, dass es heute keinen Wasserfall gibt, da Trockenzeit sei und es zudem EINEN Kilometer zu Fuss wäre. Ich frage, ob wir denn nicht trotzdem bis zum Wasserfall gehen könnten, ich würde mich sehr gerne ein wenig bewegen. Aber wo denke ich hin? Das ist nicht nur EINEN Kilometer hin, sondern auch wieder zurück, keine Zeit. Beim Resort werden wir wieder der Reihe nach „deponiert“. Vor meinem nächsten Asien-Aufenthalt muss ich unbedingt lernen Motorbike zu fahren, das würde so vieles vereinfachen.

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