Helene Inderbitzin

Helene Inderbitzin

Reisetag nach Chiang Saen

Reisetag nach Chiang Saen
Tambon Wiang, Thailand
Tambon Wiang, Thailand Autos haben sicher gewisse Vorteile, man kommt überall hin wo es eine Straße hat und man muss sich nicht nur mit den bestehenden Buslinien begnügen, jedoch wenn man den ganzen Tag fährt um wieder an die Grenze von Laos zu gelangen, finde ich das eher ermüdend. Ich fahre zwar wieder auf der „falschen Seite“ der Straße als wenn ich nie etwas anderes getan hätte. Der Verkehr in Nordthailand ist deutlich dichter als ich es vom Süden her gewohnt bin. Die Straßen sind durchwegs gut bis sehr gut und die Gegend ist sehr abwechslungsreich. Bekannte Einkaufszentren wie Makro, Big C, Tesco Lotus begegnen mir in den Aglomerationen der Städte, zum Glück muss ich nicht mehr Stunden damit zubringen dort einzukaufen, ich kann mich in den hübschen kleinen Restaurants einfach bedienen lassen. Die Städte im Norden sind sehr ähnlich, nur irgendwie größer und moderner als im Süden. Die buddhistischen Tempel prägen auch das Straßenbild, was immer hübsch anzusehen ist, Auf der Fahrt weiter in den Norden zum Mekong !!! (Ich hatte doch schon Abschied genommen) kann die Strecke auch abseits der Schnellstraße durch die Berge gewählt werden. In diesen Bergdörfern leben Minderheiten der Karen, welche früher nur vom Opium Anbau gelebt hatten. Der König förderte Projekte, damit diese Volksgruppen zwar ihre Kultur weiter bewahren aber von anderen Enten leben können. Die Fahrt über die Pässe mit schöner Straße ist sehr abwechslungsreich und gibt immer wieder Blicke frei auf Reisfelder weiter unten, Dörfer, welche sich an die Berghänge anzulehnen scheinen und führt vorwiegend durch schönend Wald. Wieviele Tiere werden hier wohl beheimatet sein? Nun kommt die Stadt Chiang Rai, auch diese viel viel größer als ich erwartet hätte. Bei der Durchfahrt sieht man viele moderne Häuser und große Einkaufszentren. Mal sehen was diese Stadt auf der Rückfahrt zu bieten hat. Am Abend, es wird schon fast dunkel erreichen wir Chiang Saen. Das Hotel liegt direkt am Mekong und auf der anderen Seite des Flusses liegt Laos. Am Ufer des Mekong genieße ich einen Fisch mit Gemüse um anschließend gleich todmüde ins Bett zu sinken. Busse haben auch ihre Vorteile, man kommt nicht müde an und kann am gleichen Tag noch vieles entdecken.

]]>

Lamphun und Chiang Mai

Lamphun und Chiang Mai
Chiang Mai, Thailand
Chiang Mai, Thailand Die erste Autofahrt geht heute Morgen Richtung Lamphun, der Weg zur BERNINA Fabrik sollte gemäß Tom Tom ca. eine Stunde dauern. Wir werden vom Geschäftsführer um 10.30 Uhr erwartet. Lamphun ist auch kein Problem für den Tom im und das Auto, nur in welcher Industriezone und an welcher Straße ohne Namen finden wir die Fabrik? Wir sind schon froh wenn wir einen jungen Thai finden der genug Englisch spricht um uns den Weg zu beschreiben, wie in Thailand üblich werden die Wegbeschreibungen mit groben Richtungen angegeben. Nach dem Adlersystem, kreisen, immer mehr einkreisen stehen wir um zwölf endlich vor dem Portal der Fabrik. Alle sind in der Mittagspause aber von einer freundlichen Empfangsdame und dem Display mit dem „welcome“ werden wir begrüßt. Die Ausstellung der aktuellen und älteren Modelle der Nähmaschinen ist ansprechend beim Empfang anzusehen. Wir werden in die Kantine zum Schweizer Geschäftsführer geführt und erhalten eine Nudelsuppe samt Wasser und Kaffee. Da Peter vor 25 Jahren hier in Lamphun als Geschäftsführer die Fabrik in Thailand geplant und nach diversen Verhandlungen mit den Behörden erfolgreich die erste Halle erstellt hat, ist es spannend zu sehen was aus diesen Anfängen geworden ist. Es is eindrücklich zu sehen wie die verschiedenen Arbeitsabläufe in den schönen sauberen Hallen gut ineinander greifen, welche Standards hier immer wieder geprüft werden und mit welcher Präzision die kleinsten Teiles in die verschiedenen Modelle der Nähmaschinen eingebaut werden. Ich bin ganz begeistert von der neuesten 7 er Serie, aber mein spaßeshalber vorgetragener Wunsch, als Andenken eine Nähmaschine mit nach Hause zu nehmen, wurde höflich ignoriert. Leider darf ich in der Fabrik selber keine Fotos machen, was verständlich ist, deshalb habe ich auch gefragt. Eine Erfolgsgeschichte, ein schönes Erlebnis wenn man sehen kann was aus den eigenen Ideen und Anfängen geworden ist, Jetzt Fahren wir zur großen Tempelanlage Wat Pha Thathariphunchai und lassen uns von der Pracht blenden. Die Bilder können keinen wirklichen Eindruck wiedergeben, aber als Erinnerung und ein kleines Beispiel sind sie gut zu nehmen. Wie in allen Tempeln muss man auch hier die Schuhe ausziehen, und schon allein durch diese Geste entsteht eine gewisse Ehrfurcht und die Menschen hier leben ihren Glauben inbrünstig. Überall hat es Räucherstäbchen und Blumen. Der große Gong wird gerade von einem Mönch geschlagen und die Glocke vor dem Tempel wird von den Gläubigen selber angeschlagen. Leider müssen wir uns nun beeilen und zurückfahren, da mein nächster Zahnarzt Termin in Chiang Mai ansteht, fast zwei Stunden werde ich behandelt, aber auch das geht vorbei. Deshalb kann ich heute auch nicht von einem vorzüglichen Abendessen berichten, das lasse ich gerne ausfallen.

]]>

Auf Wiedersehen Laos und Hallo Thailand

Auf Wiedersehen Laos und Hallo Thailand
Chiang Mai, Thailand
Chiang Mai, Thailand Am Morgen sitze ich gemütlich oben auf der Veranda, genieße die Ruhe, den Garten und die gemütlichen Sitzecken, welche ich dank Margareta und Jeannine entdeckt habe. Da mein Zimmer im Erdgeschoss des Guesthouses liegt bin ich bisher noch nie auf die Idee gekommen ins obere Stockwerk zu gehen. Jeannine und Margareta haben hier ihr Zimmer und ich warte auf sie, damit wir unser letztes gemeinsames Frühstück genießen können. Da ich schon zwei Stunden warte werde ich immer hungriger, also schreibe ich kurz einen Zettel und schiebe ihn unter der Türe durch, damit sie mich finden wenn sie aufwachen. Im Café bestelle ich ein großes Frühstück und kaum eine Viertelstunde später kommen die beiden auch. Es bleibt noch Geld nach dem bezahlen und ich MUSS wohl oder übel noch Souvenirs einkaufen gehen, bevor ich mich von meinen australischen Frauen verabschiede und mich vom Guesthouse zum Flughafen fahren lasse. Meine letzte Station in Laos für dieses Mal, jetzt heißt es Abschied nehmen. Es gäbe noch so viel zu besuchen, zu erkunden und zu bestaunen. Dieses Land werde ich auf jeden Fall wieder besuchen, in Gedanken organisiere ich schon mein nächstes Reise-Angebot, vielleicht mit dem Titel „Höhepunkte im fernen Osten“ oder so ähnlich, da wird Luang Prabang ganz bestimmt mit ins Programm aufgenommen. Mein Flug führt mich heute nach Chiang Mai in den Norden von Thailand wo mich mein „Guide“ Spezialist für Nordthailand, erwartet. Wir mieten ein Auto und fahren zum bereits reservierten Hotel Chang Thai House, etwas außerhalb des Stadtzentrums, ruhig gelegen und hübsch ausgestattet mit den von mir so geliebten traditionellen thailändischen Möbeln. Mein erster Besuch gilt einer Dental Clinic, da mich seit etwas mehr als einer Woche mein Zahn quält und sich inzwischen Eiter gebildet hat. Zum Glück gab mir Margareta eine Clinic an, da sie regelmäßig von Australien nach Chiang Mai zum Zahnarzt fliegt. Wie sich herausstellt, muss eine Wurzelbehandlung samt Krone gemacht werden und ich erhalte einen Termin für morgen und Antibiotika samt Schmerzmittel. Die Röntgenbilder zeigen ein Loch unter einer Füllung, was bei der Kontrolle ohne Bilder nicht zu sehen war. Die Reisepläne müssen nun wohl oder übel um meine Termine herum gemacht werden. Aber aus Kostengründen bin ich froh, dass diese Behandlung jetzt notwendig wird, da ich damit viel Geld einsparen kann. Am Abend gibt es einen kleinen Bummel mit Abendessen in der Nähe des Hotels.

]]>

Mönche und Wasserfall

Mönche und Wasserfall
Luang Prabang, Laos
Luang Prabang, Laos Das Wichtigste in Luang Prabang ist wohl die frühmorgendliche Prozedur der Bettelmönche, wie sie aus ihrem Kloster kommen und entlang der wartenden Gläubigen und Almosengeber mit ihren Töpfen gehen, um Reis (sticky rice) und anderes Essen zu empfangen. Das tönt gar nicht so spannend, nur wenn es scheint als ob Hunderte in ihren orangen Tüchern in einer Kolonne daherkommen, ist es ein besonderes Schauspiel. Dafür lohnt sich das aufstehen vor sechs Uhr morgens, und es wäre schade das zu verpassen. Ich bin schon früh da und erhalte das Angebot von einem Ehepaar, dass ich doch auf ihrer bereitgestellten Bank Platz nehmen soll. Von hier kann man alles wunderbar beobachten. Wenn nur nicht die vielen Touristen wären, welche, trotz Mahntafeln überall „respect our cultur“‚ man solle Abstand zu den Mönchen halten, viel zu nahe hindrängen um Fotos und Filme zu machen, als wenn es keine Zoom gäbe. Es ist schade, so wird es vermutlich in Kürze notwendig sein Absperrungen anzubringen. Schon bald gehe ich von meinem Standplatz beim Wat weiter der Straße entlang mit den Mönchen und weiter vorne ist es vorbei mit dem Gedränge, zum Glück kann ich jetzt auch einige Fotos und einen kleinen Film aufnehmen. Ich wünsche den Menschen hier, dass sie diese Kultur noch lang weiterleben können, die Stimmung ist merklich „gottesfürchtig“, dort wo das Gedränge wegfällt. Die letzten Mönche kann ich von „meinem“ Café aus beobachten, während ich heute ausgiebig frühstücke. Wie wäre es heute mit dem Wasserfall? Ich verabrede mich mit einem Tuck-Tuck Fahrer auf 13.00 Uhr, dann erwarte er noch andere Personen, so dass ich nicht die ganze Fahrt allein bezahlen muss. Jetzt habe ich Lust auf die Jagd nach schönen Fotosujets zu gehen. Ich bin ganz verschieden unterwegs wenn ich alleine reise. Manchmal gibt es Tage, da bin ich so beschäftigt mit Schauen dass kaum Zeit für eine Aufnahme bleibt, und dann wieder gehe ich mit gezückter Kamera durch immer neue Straßen, eben auf der Jagd nach schönen und spannenden Sujets, die meine Wahrnehmung des Ortes einfangen. Ich gehe zuerst durch die ganze Stadt der mittleren Hauptstraße entlang, um dann dem Mekong und dem kleineren Nam Khan zu folgen. Ich möchte hier auch einen Fehler aus meinen früheren Eintragungen korrigieren, die Bambusbrücke führt nicht über den Mekong, sondern eben über den Nam Khan, den kleineren Fluss. Ich glaube Luang Prabang ist eine der schönsten Kleinstädte in Asien, was mir auch andere Reisende bestätigen. Die vielen alten Teakholz Häuser, die schönen Parks und Gärten, voll von Blumen und anderen Dekorationen. Überall wunderhübsche Gästehäuser und Restaurants an den Ufern, und dann die Aussicht! Ich könnte hier noch tagelang flanieren und würde vermutlich noch viel Schönes entdecken. Natürlich gibt es manchmal am Ufer auch Abfall, was we***** schön ist, ich schaue jedoch großzügig darüber hinweg oder mache ganz bewusst auch Bilder davon, es ist ja nicht immer alles NUR schön. Nach Capuccino und Kuchen in der Luang Prabang Bakery ist es Zeit für mein Tuck-Tuck und die Fahrt zum Wasserfall. Esther, Johan und Margaret aus Holland sind meine Begleiter. Sie kommen aus Myanmar und berichten so viel Schönes, das muss auch eine Reise wert sein. Die Fahrt zum Wasserfall dauert etwa 40 Minuten und führt durch eine schöne Landschaft mit Reisfeldern, Gemüsefeldern, Dörfern und Wälder. Die Gegend ist sehr abwechslungsreich, und obwohl ich denke, dass ich eigentlich schon genug Wasserfälle gesehen habe, schon allein für dieses Erlebnis hat sich die Fahrt gelohnt. Welche Überraschung – der Park um den Wasserfall Tat Kuang Si ist nochmals ein noch nie da gewesenes Erleben sondergleichen. Zunächst komme ich zum Bären Rescue Center um dann dem Weg weiter zu folgen. Eine hellblau türkis schimmernde Wasserfläche erwartet mich, ein kleiner Wasserfall ergießt sich hinein. Viele baden im kühlen Nass, wie ich sehe geht der Weg aber noch weiter. Wieder neue kleine Wasserfälle, welche sich über immer andere Formationen von Felsen hinab ergießen und wieder schöne Wasserbecken bilden. Es ist wunderhübsch und ich denke dass ich jetzt sicher alles gesehen habe. Weit gefehlt, es geht noch manchen Weg und viele Treppen hinauf, bis ich zum großen Wasserfall komme. Immer wieder denke ich, dass dies jetzt wohl die schönste Sicht war, aber die nächste, ist die nicht noch schöner? Es ist so friedlich und schön an einem fast nicht besetzten Plätzchen zu sitzen und dem Rauschen der Fälle zu lauschen und das unglaubliche türkis des Wassers zu sehen. Zurück in Luang Prabang gehe ich ins Guesthouse um auf Margareta und Jeannine zu warten, welche ungefähr um diese Zeit ankommen müssten. Und siehe da, kaum 10 Minuten später große Begrüßung. Der Abend ist gerettet, Austausch von Neuigkeiten, gemeinsames Abendessen und viele lustige Geschichten.

]]>

Workshop in Luang Prabang

Workshop in Luang Prabang
Luang Prabang, Laos
Luang Prabang, Laos Der Morgen begrüßt mich wieder recht kühl, aber mein Birchernüesli im Café wartet auf mich. Gestern habe ich auf der anderen Seite der Brücke ein Plakat gesehen mit einer Notiz, dass man im Garden Eden auf der andere Seite der Bambusbrücke Workshops besuchen könne um seinen eigenen Schmuck herzustellen. Eigentlich habe ich Lust mal so etwas zu probieren. Nur wo ist dieser Garten Eden? Ich frage überall nach, in Schmuckgeschäften, bei Agenturen, zuletzt am Ende der Stadt im Tourismusbüro, niemand kann mir weiterhelfen. Also bleibt mir nichts anderes übrig als nochmals über die Brücke zu gehen um das Plakat etwas genauer zu studieren. Und siehe da, auf dieser Seite der Bambusbrücke gibt es auch ein solches Plakat mit der Nachricht „Cross the Bridge“, also mache ich das nochmals und suche diesmal auf der richtigen Seite, es ist gar nicht weit, fast bei meinem versteckten „Wasserfallgarten“ finde ich schließlich ein hübsches Schmuckgeschäft. Ja hier kann man von morgens um 9.00 Uhr bis abends um 6 Uhr gratis einen Workshop besuchen und ein Schmuckstück seiner Wahl selber anfertigen. Man bezahlt einfach den Preis, der ein Stück im Laden kosten würde. Ich bin begeistert und mache mich sofort auf die Suche nach dem schönsten Stück. Ich wage mich an ein Armband mit silbernen Perlen und blauen Halbedelsteinen. Sehr nett werde ich in die Kunst des zuschneidens, auffädeln und verknoten der verschiedenen Materialien eingeführt. Die dünnen Silberfäden müssen jeweils dreifach durch die Perlen und Steine geführt werden, es macht riesig Spaß ein wenig zu basteln und das schöne Ergebnis zu sehen. So habe ich ein echtes Souvenir aus Laos, welches ich sogar selber herstellen kann. Die etwa 6 Wochen alte Perserkatze findet die Fäden natürlich auch ganz toll und wie alle Katzen, kommt sie sofort zu mir auf den Schoß. Dort sitzt sie, spielt immer mal wieder mit meinem Ärmel oder den Fäden und fühlt sich ganz und gar wohl. Am liebsten würde ich sie mit nach Hause nehmen. Soll ich noch eine Halskette, wie sie ausgestellt ist, anfertigen? Ja warum nicht, ich lasse mir die neue Technik zeigen und schon bin ich wieder beschäftigt. Offensichtlich sei ich eine gelehrige Studentin, man sehe dass ich mit meinen Händen schon andere Dinge gemacht hätte. Auch die Halskette wird hübsch und der Verschluss wird von meiner netten Lehrerin fachmännisch angebracht. Sie gibt mir den Tipp, wenn ich doch nach Thailand gehe solle ich mir für zu Hause Perlen, Steine und das entsprechende Garn samt Silberdraht kaufen, dort sei es sehr günstig. In meinem „Wasserfallgarten“ gleich gegenüber bestelle ich einen gedämpften Fisch im Bananenblatt und einen Fruchtsalat, ich brauche eine kleine Pause, und tatsächlich schlafe ich sogar ein wenig ein in meiner gemütlichen Lounge nach dem Lunch. Frisch gestärkt will ich noch eine andere Technik der Schmuckherstellung erlernen, und so wird es fast 6 Uhr bis ich meinen Workshop wieder verlasse. Endlich mal wieder einen ganzen Tag Zeit zu haben etwas Kreatives zu tun, welche Wohltat. Nun habe ich zwar den Wasserfall und das Cave noch nicht gesehen, dafür etwas mit meinen Händen geschaffen, was mir viel Freude bereitet hat. Schon wieder etwa Neues, ich möchte tatsächlich Material für solche Basteleien einkaufen und mitnehmen. Nach der gebückten Haltung auf dem kleinen Stuhl ist doch jetzt eine Massage genau richtig. Ich versuche mal eine mit heißen Kräuterstempeln, wieder eine neue wohltuende Erfahrung. Immer wieder Neues zu erleben und zu entdecken scheint ein Motto meiner Reise zu sein. Was werde ich wohl noch alles sehen?

]]>

Luang Prabang

Luang Prabang
Luang Prabang, Laos
Luang Prabang, Laos Im Guesthouse Ammata gibt es kein Frühstück, so dass ich mir ein geeignetes Café suchen muss, vielmehr gibt es davon so viele in nächster Nähe, dass die Auswahl schwer fällt. Der Morgen ist noch rech kühl, trotzdem will ich draußen sitzen. Hier gibt es sogar Birchernüesli mit Früchten, also setze ich mich an den kleinen Tisch und lasse mich verwöhnen, Weiter zu Fuß der Straße entlang, welche gesäumt ist von Andenkenläden, welche teils den üblichen Touristenkram anbieten, andere Geschäfte gibt es mit hübschen alten Bronze-, Silber und Holzskulpturen. Auch wunderschöne Ständer mt Elefantenglocken hat es, und die großen Gong an Ständern gefallen mir nach wie vor sehr, die sind leider viel zu groß um in meine Handtasche zu passen, Zunächst kaufe ich mir einen Stadtplan, da ich im Guesthouse keinen erhalten konnte. Schon nach wenigen Kilometern ist man in einem anderen Ort. Der Mekong, der immer noch mein Begleiter ist, zieht mich magisch an. Ich gehe über eine kleine Bambusbrücke und entdecke eine kleine Seidenweberei. Es gäbe wieder schöne Schals zu kaufen, nur sind meine Familie und Freunde mittlerweile wohl mit Schals eingedeckt, ich bin es sowieso. Das Nationalmuseum ist gar nicht weit von meinem Guesthouse entfernt, die ersten Bilder entstehen hier in diesem schönen Gelände. Gleich gegenüber erhebt ich der Hügel Phousi Hill mit weiteren Tempeln. Auch um diese Stufen hochklettern zu dürfen muss ich bezahlen. Die Sicht vom Hügel gibt jedoch einen guten Eindruck der Dimensionen von Luang Prabang. Auch hier ist es einfach sich zurecht zu finden. Man kann sich problemlos am Mekong orientieren und dazwischen gibt es hübsche Straßen mit alten französischen Häusern. Überhaupt kommt man sich ein wenig wie in Frankreich vor, auch in den Restaurants wird französisch gesprochen und die Speisekarten führen zuerst die französische Bezeichnung der Getränke und Speisen bevor alle nochmals in englisch geschrieben ist, In einem versteckten Winkel finde ich fast einen „Wasserfallgarten“ direkt am Mekong und ich sitze neben dem niedrigen Tisch und versuche mich mal wieder im Schneidersitz, es braucht noch ein wenig Übung, wie ich feststellen muss. Wie meist bestelle ich mir nur eine Vorspeise, alles andere wäre viel zu viel. Ich erhalte kleine Pouletstücke gebraten mit frittierter Minze. Auch dieses Gericht schmeckt sehr gut und ich habe inzwischen tausend Ideen was ich alles kochen und ausprobieren könnte. Ich finde es spannend zu entdecken wie verschieden die asiatische Küche und die entsprechenden typischen Gerichte sind. Bis jetzt schmecken mir die Gerichte in Kambodscha und Laos am besten, sie sind mit vielen Kräutern und Zutaten gut gewürzt aber nicht so scharf wie in Thailand oder so fad wie in Vietnam. Toll finde ich auch die Art und Weise die Speisen in Bananenblätter einzuwickeln und dann zu dämpfen. Finde ich wohl im Globus Bananenblätter? Nach einem weiteren langen Spaziergang gehe ich heute etwas früher in mein Zimmer, damit ich an diesem Sonntag meine Familie im Skype erwarten kann. Es ist schön zu hören welche Begeisterung meine Berichte bei meiner Mutter auslösen. Inzwischen habe ich doch einige „Mitreisende“, wenn auch nur virtuell. Der Abend beginnt mit einem Spaziergang durch den Night Market und endet in einem schönen alten Hotel Restaurant auf der Terrasse mit Sicht auf die schön beleuchtete Straße, auf die Musik und auf die Darbietungen der Apsara Tänzerin. Diese Tänzerinnen hatte ich ursprünglich in Thailand erwartet und jetzt finde ich sie in Vietnam, Kambodscha und Laos. Wieder endet ein Tag voll schöner Erlebnisse und Begegnungen in diesem Land des Lächelns.

]]>

Vang Vieng und Umgebung

Vang Vieng und Umgebung
Vientiane, Laos
Vientiane, Laos Es gibt so viel Schreckliches, aber wenn dieses Schreckliche einer Freundin und ihrer Familie widerfährt kehrt sich das Mitgefühl in ein Mitleiden. Ich werde von Margareta in den Arm genommen, ich wünsche euch ganz viele Menschen die euch in den Arm nehmen. Meine Arme reichen leider nicht so weit, Schon beim Frühstück treffe ich meine beiden Frauen wieder und wir besprechen, dass wir am Morgen noch eine gemeinsame Tour machen könnten. Margareta nimmt alles in Angriff und schon bald haben wir ein Tuck-Tuck, welches uns aus dem Ort über die Autobrücke in die wunderschöne Landschaft fährt. Das Karstgebirge bietet immer wieder neue spannende Aussichten, in den Dörfern sehen wir das Leben, die Kinder, die Schulen, Tiere auf den Bauernhöfen und vor allem im HMong Dorf wieder schöne Handarbeiten. Ich lasse mir erklären, dass die HMong bis vor etwa 40 Jahren keine Schrift hatten um ihre Geschichte aufzuzeichnen, deshalb wurden die Familiengeschichten, insbesondere die Stammbäume gestickt und so als Decke oder Tasche von einer Generation zur nächsten weitergegeben. Die Dörfer sind sehr sauber und aufgeräumt, die Kinder teilweise sehr scheu, andere sieht man lachen und spielen und auch hier gibt es „Rittiseili“. In unserem Tuck-Tuck wird viel erzählt und ausgetauscht. Ich werde nach Australien eingeladen (lasse ich mir das zweimal sagen?) und die vielen Geschichten und Anekdoten aus dem Lehrerinnenleben in Australien sind spannend. Inzwischen sind beide Frauen pensioniert und unterrichten Englisch hier in einem Waisenhaus. Sie konnten bereits viel bewirken, inzwischen haben alle Kinder Kleider zum wechseln, jedes eine Zahnbürste und ein eigenes Schulbuch. Einfache Dinge, aber wenn man sie vorher nicht hatte, welch ein Unterschied. Bei der blauen Lagune schauen wir den Kindern und Jugendlichen beim plantschen zu. Das Wasser ist wirklich türkisblau und an einer Stelle immer noch ganz tief, so dass die Kinder vom Baum ins Wasser springen können. Andere schwingen sich wie Tarzan an einem Seil übers Wasser und lassen sich fallen. Nach unserer Rundfahrt tauschen wir noch die Adressen und E-Mail aus. Margareta gibt mir eine Adresse in Luang Prabang, sie werden später auch in dieses Guesthouse kommen. Da das Internet im Hotel ziemlich wankelmütig ist, rufe ich an um mir ein Zimmer für die kommenden vier Nächte zu reservieren. Jetzt heisst es Abschied nehmen, mein Bus sollte bald kommen. Der Bus kommt, aber wie könnte es anders sein in Laos, mit einer Stunde Verspätung. Der Minibus ist hoffnungslos überfüllt, aber ich kann vorne neben dem Fahrer sitzen, so dass die Fahrt angenehm ist. Es gibt zwar dann noch Diskussionen mit dem Fahrer, da er uns ausserhalb der Stadt beim Busbahnhof ausladen will, dabei haben wir ein Ticket bis City Center gelöst, wütend fährt er uns weiter in die Stadt, lädt uns aber im Nirgendwo aus, weder Hotels noch Taxis, geschweige denn Tuck-Tuck sind hier auffindbar. Die Rache des gekränkten Fahrers. Nun ich weiss mir zu helfen, ich frage einfach in einem nahegelegenen Geschäft, ob es hier ein Tuck-Tuck gibt, die nette Verkäuferin geht ein paar Häuser weiter und treibt einen Fahrer auf, der zwar ein Vermögen für die Fahrt will, aber ich bin einfach froh dass ich die vier Kilometer nicht mit meinem Gepäck zu Fuss zurücklegen muss. Ein wenig kann ich den Preis doch noch herunterhandeln, Das Guesthouse Ammata ist hübsch und liegt ruhig und doch zentral. Die wunderschönen alten Holzfussböden glänzen und die Einrichtung hat fast schon Antikentouch. Nachdem ich jedoch den ganzen Tag noch nichts gegessen hatte, äusserer ein paar Biscuits im Bus, mache ich mich zuerst auf um ein spätes Abendessen zu bekommen. Wie immer finde ich ein tolles Restaurant in einem Boutique Hotel, nicht weit entfernt und probiere eine neue Art Fisch im Bananenblatt gekocht. Es ist vorzüglich.

]]>

Vang Vieng

Vang Vieng
Vientiane, Laos
Vientiane, Laos Der VIP Bus nach Vang Vieng startet wieder mit über einer Stunde Verspätung und wie sich herausstellt habe ich eine ganz andere Vorstellung von einem VIP Bus als es den Tatsachen entspricht, der Bus ist voll bis zum letzten Platz, was das ganze nicht gemütlicher macht. Die Fahrt durch die abwechslungsreiche und wunderschöne Landschaft bietet viele verschiedenes Einblicke in die Farmen, Wälder, Dörfer und Berge. Es gibt viele Pässe mit engen Kurven durch die der Fahrer recht ruppig fährt, so dass sich die Fahrt für mich nicht ganz so angenehm gestaltet. Ich sitze im hinteren Teil des Busses direkt auf den Rädern, und ich bin froh als wir nach über vier Stunden Fahrt endlich in Vang Vieng ankommen. In Vientiane habe ich zwei Frauen aus Australien kennen gelernt, welche hier bereits eine Hotelreservation haben und sich von früheren Reisen im Ort auskennen. Ich schliesse mich ihnen beim Busbahnhof einfach an und bezahle meinen Teil des Tuck-Tuck. Das Hotel Vansana erweist sich als sehr hübsch, direkt am Fluss, mit Swimmingpool und einem schönen grossen Zimmer mit fast noch grösserem Bad. Hier lässt es sich sein, aber nachdem das Gerumpel im Bus aufgehört hat bin ich wieder voll Tatendrang und will natürlich den schönen Ort erleben, hier hat es viele Rucksack Touristen, was ja immer auch einen besonderen Charme eines Ortes ausmacht. Nur musste ich mich belehren lassen, dass die vielen Bars, welche hier mit netten Sitzecken aufwarten unter Umständen auch diverse „Zusätze“ in ihren Drinks anbieten. Also für mich definitiv keinen Drink….. Der Ort ist hübsch am Fluss gelegen, zwei Brücken (provisorische Holzbrücken) verbinden die beiden Seiten, hübsche Bungalow Siedlungen und viele Guesthouses in allen Preikskategorien befinden sich auf beiden Seiten des Flusses. Kajaking ist hier DIE Sportart, man sieht fast nonstop Kajaks den Fluss herunter kommen. Ich verzichte ganz bewusst damit mein besonderes Erlebnis in Phu Quoc nicht mit einem Massen-Tourismus Kajaking konkurrieren muss. Ist man mal übe der Brücke ist man sofort auf dem Land, mitten in den Reisfeldern und den schönen Bergen. Ich komme zu einem Hügel, auf den man steigen könnte um die Aussicht zu bewundern. Nur lässt mich der Wächter und Ticketverkäufer nicht gehen, es sei zu schwierig für mich….. Irgendwie ist es mir zu doof mit diesem zugegebenermassen jungen Mann zu diskutieren und ich will zur Höhle, aber diese sei 2 km entfernt…., wieder will er mich unbedingt davon abbringen dem Weg weiter zu folgen. Heute scheint nicht mein Tag zu sein. Es gibt viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Ich studiere ein wenig die verschiedenen Angebote. Ich brauche auch noch ein Ticket für die Weiterfahrt. Diesmal will ich einen Mini VIP Bus, denn die Strecke nach Luang Prabang soll noch viel kurvenreicher und vor allem länger sein. Mit den beiden Australierinnen gehe ich zum Abendessen in ein lautes Lokal. Es gibt viel zu erzählen und zu berichten. Die Reisen, unsere Berufe (beides Lehrerinnen), die Erlebnisse auf dieser aktuellen Reise, etc. Ein schönes Abendessen in Gesellschaft, spannende Gespräche, was will man mehr?

]]>

Homestay and more

Homestay and more
Vientiane, Laos
Vientiane, Laos Ich bin wütend und frustriert, das hat aber nichts mit meinem heutigen Tag zu tun, sondern vielmehr mit einer blöden E-Mail welche mich nach meinen 1 1/2 Tagen ohne Internet erreicht hat. Am meisten frustriert mich, dass ich eigentlich immer noch erwartet hatte ein gefühlloser Roboter könnte auf einmal menschliche Züge annehmen….. So meine Wut musste auf irgendeine Weise raus, das ist hiermit geschehen. Und ich lasse es einfach nicht mehr zu dass ich so behandelt werde. Zum Glück hatte ich auch ein sehr erfreuliches Gespräch im Skype und eine liebe Notiz von meiner Tante, welche meinen Blog gerne liest, vielen Dank! Schon wieder ein Beruf den ich liebend gerne ausgeübt hätte, aber damals wäre es undenkbar gewesen und was man nicht denken kann erreicht man auch nicht. FAZIT: Message an die Jungen, träumt eure Träume gross genug, bis sie auf der Erde ankommen sind sie von selber kleiner geworden, und wer weiss, vielleicht verwirklicht ihr eure Träume mit über sechzig, oder was ich euch von Herzen wünsche schon deutlich vorher, ihr lebt in einer Zeit der vielen Möglichkeiten, was zugegebenermassen auch nicht ganz so einfach ist. Zeitsprung Nach einer doch ganz gut verbrachten Nacht auf meiner 1 1/2 cm Matte auf dem harten Fussboden war ich um 7.30 Uhr bereits fertig. In der Nacht auf meinem Gang zur Toilette war direkt vor meiner Zimmertür ein weiteres Moskitonetz gespannt, ob da meine beiden Guide oder die Bewohner des Hauses auf der Veranda geschlafen haben, weiss ich nicht, so genau habe ich nicht hingesehen. Wie in Brasilien, es hat immer noch jemand Platz, sei es auf der Veranda, in einer Hängematte oder auf dem Fussboden. Wenn es heisst um 7.30 Uhr Frühstück heisst das in Laos, dass die Leute sich gerade von ihrem Lager erheben, zuerst Fitness Übungen am Flussufer machen und es dann so langsam Frühstück gibt. Auch ich konnte deshalb meine Zeit damit verbringen ein paar Dehnungsübungen zu machen, bevor ich meine Rühreier (ohne Reis) esse. Kaffee als Pulver, na ja zur Not geht auch das. Nach einigem hin und her und dem Abschied von meinem „landlord und meiner landlady“ fahren wir mit dem Auto noch etwa 20 km weiter hinein in den Nationalpark. Dort beim Wasserfall Tad Leuk führt mich ein lokaler Guide, zusammen mit Tui durch den Bambus Dschungel, warum nimmt er bloss so ein grosses Messer mit? Wie ich mir früher das Gehen im Dschungel vorgestellt hatte, nicht mit einer Machete, sondern mit dem grossen Messer, schneidet der Guide immer wieder Pflanzen, Äste und und andere Hindernisse weg, damit auf dem schmalen Trampelpfad überhaupt ein Durchkommen ist. Der Weg ist einmalig. Immer wieder überqueren wir wacklige Brücken (ein Baumstamm oder zwei, mehr oder we***** steil) kleine Flüsse, durchqueren Bachbette, übersteigen umgefallene Bäume und klettern Felsen rauf und runter. Mittlerweile schauen sich meine Guide nicht einmal mehr bei sehr schwierigen Passagen um ob ich mitkomme, sie nehmen es ganz selbstverständlich an. Das zeigt wieder einmal, dass wir immer besser sind als wir meinen, sobald wir mit Besseren unterwegs sind und nicht auf Schwächere Rücksicht nehmen. Ich bin selbst erstaunt, wie gut mein Gleichgewicht auf einmal ist, wie ich von einem Felsen zum nächsten hüpfen kann und selbst sehr hohe Stufen auf einmal meistere (mit genug Anlauf geht auch das). Es ist einfach toll, Leider geht diese Dschungel Expedition viel zu schnell vorbei, ich kann noch ein kleines Museum besichtigen und sehen welche Tiere hier beheimatet sind. Es gibt „Sonnenbären“ (ev. Kragenbären?), Elefanten, Tiger, Königskobras, unzählige Spinnenarten, Gibbons und ganz kleine Affen, deren Namen ich mir auf englisch nicht merken kann. Schmetterlinge aller Arten und eine bestimmte Art Pfau sind hier auch beheimatet. Bei den meisten Tieren bin ich froh ihnen nicht begegnet zu sein, andere würde ich gerne beobachten. Leider geht nun die Fahrt schon Richtung Vientiane, unterwegs essen wir den mitgebrachten Lunch in einer Hütte am Strassenrand. Den „sticky Rice“ mag ich nicht besonders, aber das Gemüse und die Stücke des Schweinebratens schmecken gut. In Vientiane angekommen kann ich nun mein Zimmer im Lani’s House beziehen, welches ich schon vor zwei Tagen reserviert hatte. Es liegt ganz ruhig in einem alten, authentischen Haus, hat ein grosses Badezimmer, was ich nach diesen Tagen besonders zu schätzen weiss, und die schattige Terrasse im Garten lädt zum Verweilen ein. Der freundliche Besitzer versucht mit mir zusammen auf der Karte im Blog den Phu Khao Khuay Nationalpark oder das Dorf Hadkhai zu finden, leider ohne Erfolg, es hat nur „Niemandsland“ in diesem Teil von Laos auf der Karte. Vielleicht kann ich zuhause am grossen Computer die Karte entsprechend ergänzen. Jetzt bleibe ich einfach in Vientiane. Der Nationalpark befindet sich etwa 150 km östlich von Vientiane. Zunächst sind wir die Nationalstrasse 13 gefahren um dann etwas unterhalb des grossen Sees in den Nationalpark abzuzweigen. In Vientiane lasse ich mich in einem Coiffeursalon verwöhnen, schade kann ich die nicht mitnehmen, welch ein Luxus sich einfach hinzusetzen, die Haare gewaschen und geföhnt zu bekommen, samt Maniküre und Pediküre, das alles für ca. CHF 12. Noch nicht genug verwöhnt, ein wunderhübsches französisches Restaurant beim Springbrunnen lädt zum Verweilen ein. Ein Menu von Suppe oder Salat, über Steak auf dem heissen Stein mit Kartoffeln und diversen Saucen, gefolgt von einem Fruchtsalat mit Eis, alles für ca. CHF 8, das sollte meinen Ärger doch endlich zum Schweigen bringen. Zur Sicherheit bestelle ich mir gleich zweimal Rotwein und zum Abschluss einen Espresso,

]]>

Trecking im Nationalpark

Trecking im Nationalpark
Vientiane, Laos
Vientiane, Laos Mein Guide Tui und mein Fahrer Em bringen mich in ca. 2 Stunden zum kleinen Dorf Hadkay von wo meine Trecking Tour zum Wasserfall Tad Xai startet. Zunächst fahren wir mit einem schmalen Einbaum ca. 45 Minuten flussaufwärts, was gar nicht so einfach ist, denn immer wieder müssen Sandbänke umfahren oder „durchfahren“ werden, was ohne den lokalen Guide, der mich durch den Dschungel führt, gar nicht ginge, mit vereinten Kräften stochern sie den Einbaum jeweils wieder frei. Wieder bin ich allein in der Wildnis, nur meine Crew begleitet mich stromaufwärts. Wieder ist es ein Fluss und seine Ufer der mich fasziniert. So oft schon war sich auf Urwaldflüssen unterwegs, aber wie mir gerade bewusst wird, noch nie allein und noch nie so weit weg von allem. So müssen sich Forscher gefühlt haben, welche zum ersten Mal in eine neu entdeckte Gegend gekommen sind, nach jeder Biegung des Flusses sehe ich etwas Neues, einmal begegnen wir einem Fischer, ein anderes Mal sehe ich Wasserbüffel im Wasser stehen. Sie sehen mich mit ihren grossen Augen an als wollten sie sagen „was machst du denn hier?“ Mit meiner Wasserflasche am Gürtel (meine nützlichste Anschaffung, ein Karabiner mit einem Gummiring, an welchem man jede handelsübliche Pet Flasche befestigen kann) und meinem Fotoapparat lasse ich mich nun auf das Trecking mit meinen zwei Guide ein. Zunächst geht es sehr steil das Ufer des Flusses hoch, danach ist es ein stetiger Wechsel zwischen kurzen geraden Wegen und vielen auf und ab, über Stock und Stein, Wurzeln, über Felsen, unter umgestürzten Bäumen durch und wieder ein trockenes Bachbett, entweder steil nach oben oder eben runter. Die Wege sind abwechslungsreich und herausfordernd, aber ich fühle mich so gut, dass ich das erleben darf und mir nichts zu viel oder zu anstrengend ist. Nach etwa 1 1/2 Stunden machen wir kurz Rast bei einem Bach. Auf den Felsen lässt es sich gut sitzen und Wasser trinken. Beim weitergehen „verliert“ der lokale Guide meine leere Pet Flasche, stillschweigend lese ich sie auf, um sie am Schluss der Tour entsprechend zu entsorgen, Tui meinte dann, das sei von einer früheren Gruppe! Nun ja, die Welt werde ich mit dieser kleinen Aktion nicht vom Plastikmüll befreien können, aber wenn es drei Leute machen, dann sechs, dann zwölf….. Wunschdenken, ich weiss. Am Wasserfall Tad Xai gilt es zunächst einmal die vielen Felsbrocken zu überklettern um zum kleinen See zu gelangen. An einer besonders steilen Stelle hat man eine Leiter angebracht. Meine beiden Guide bereiten schon mal den Lunch vor, es gibt Stücke von einem Schweinebraten, das obligate Reis, gemischtes Gemüse und eine Art Omelette. Währenddessen ziehe ich den mitgebrachten Pareo über den Bikini an (hier ist es nicht gern gesehen, wenn man sich der Kleider entledigt) und schwimme in dem kühlen Nass. Was für eine Wohltat nach der Wanderung durch die Hitze des Dschungels. Nach dem Essen, welches wir auf einem Felsbrocken, der gerade wie ein Tisch ist, einnehmen schwimme ich nochmals bis unter die Felsen. Ein Paar welches sich dazu gesellt hat, hat da viel mehr Mühe ins kalte Wasser zu springen. Der Weg zum Dorf zurück wird dann teilweise zu Fuss und teilweise mit Auto zurückgelegt. Jetzt komme ich zu meinem Homestay. Es liegt direkt am Fluss und ich muss mich nicht einmal wie die Dorfleute im Fluss waschen, es hat eine Dusche, welche zwar nur ein Rinnsal (manchmal) tröpfeln lässt, aber um den Staub abzuwaschen geht es. Mein Zimmer hat Bastmatten auf dem Fussboden und in einer Ecke Dinge, welche den Leuten hier gehören, wie Schwimmwesten, Teekessel, Plastikbecher und eine ganze Reihe undefinierbarer Dinge. Es ist aber sauber, ich frage mich wie ich wohl auf dieser Bastmatte schlafen werde, Auf der Veranda hat es auch Bastmatten und hier kann ich mich ein wenig ausruhen, bevor ich ins Dorf gehe um den Menschen zuzusehen und mit einigen zu sprechen. Ich mache nur Fotos von Häusern, bei welchen keine Menschen davor sitzen und arbeiten. Alle sind freundlich und nicken mir zu. Irgendetwas ist an mir ganz und gar lustig, alle Kinder welchen ich begegne kichern und lachen, sobald ich vorbei bin, Tui zeigt mir noch den Tempel und ich schaue den Badenden zu. Viele kommen hierher zum Fluss um das abendliche Bad zu nehmen. Im Homestay ist inzwischen mein Bett mit Moskitonetz bereit, alles einfach auf den Bastmatten ausgebreitet. Wie praktisch, so kann man einen Raum für verschiedene Zwecke brauchen, ein Klappbett a la Laos. Das Abendessen wird auf einem Tontopf in dem Holz brennt in der Küche gekocht und auf den Bastmatten auf der Veranda eingenommen. Der Fisch aus dem Fluss schmeckt ausgezeichnet. Ich empfinde diesen Frieden wie damals am Amazonas, alle Menschen haben Zeit, alle sprechen miteinander, lachen und das Leben scheint so einfach. Es ist schon komisch. Wir alle wünschen uns Fortschritt und umgeben uns mit allen möglichen angenehmen Dingen, aber in den Ferien suchen wir Entschleunigung, das ursprüngliche Leben und geniessen die Einfachheit.

]]>