Helene Inderbitzin

Helene Inderbitzin

Canyon de Chelly – lange Fahrt bis Flagstaff

Canyon de Chelly – lange Fahrt bis Flagstaff
Flagstaff, USA

Flagstaff, USA


Das Frühstück fällt heute wieder etwas dürftig aus, im Motelzimmer streiche ich für Peter das Brot und esse selber eine Banane. Bis wir endlich losfahren können vergehen „gefühlte“ Stunden. Der South Rim des Canyon de Chelly bietet einige schöne und interessante Aussichtspunkte mit Sicht auf den Canyon, die Felder der Indianer ganz unten und die Felsenhäuser der ersten Indianerstämme welche hier beheimatet waren. Immer wieder gibt es Parkplätze zum Anhalten und Staunen. Der North Rim zeigt nochmals eine andere Sicht auf den Canyon, hier bieten auch einige Indianer ihre Perlenketten und Malereien an. Von hier aus kann man direkt weiterfahren zum Monument Valley, wo wir einen kleinen Halt machen um im Auto etwas zu essen. Weiter geht die Fahrt Richtung Cameron wo gemäß dem Reiseführer ein schönes Motel sein soll. Tatsächlich finden wir es sofort, nur ist es ausgebucht und wir müssen weiter. Nun ist das in Amerika immer gleich eine Sache von mindestens einer Stunde, denn dazwischen gibt es zwar Highways und immer wechselnde Landschaften, aber keine Orte mit Motels oder Hotels. Da sich zwischen Cameron und dem South Rim des Grand Canyons keine weiteren Ortschaften mehr befinden, das ganze etwa 50 Meilen weit ist, entschließen wir uns nach Flagstaff zu fahren. Das Risiko beim Nationalpark dann auch kein Zimmer zu bekommen ist uns zu groß. Die Strecke nach Flagstaff ist zwar fast genau so weit, nur gibt es einen Highway und die Stadt bietet eine Vielzahl von Übernachtungsmöglichkeiten. Endlich in Flagstaff angekommen finden wir fast sofort ein Zimmer und ein gutes Essen haben wir uns nun auch verdient. Amerika du bist so schön, so groß, so unvergleichlich aber die langen Autofahrten müssten nicht sein….


Petrified Forest und Navajo Indianerreservat

Petrified Forest und Navajo Indianerreservat
Chinle, AZ

Chinle, AZ


In Show Law im Motel beginnt der Morgen mit einem ausnehmend guten Frühstück, welches vom Motel zur Verfügung gestellt wird. In einem kleinen Raum gibt es alles was das Herz begehrt, wir können uns sogar frische Waffeln im Eisen zubereiten. Interessant ist die Namensgebung des Ortes Show Law: den Namen erhielt dieser Ort durch den Gewinner einer Poker Runde als die Pacific und Atlantic Railway gerade eingeweiht wurden, was es nicht alles gibt! Die Fahrt heute führt durch Steppe auf der berühmten Route 66 über Holbrook bis zum Nationalpark, resp. National Monument Petrified Forest. Beim Visitor Center am Parkeingang gibt es ein Museum. In einem Film wird erklärt wie vor 225 Mio Jahren dieser Wald entstanden ist, durch Überschwemmungen dann unterging und beim Zusammenprall verschiedener Erdplatten aus tiefster Tiefe als versteinerter Wald wieder zum Vorschein kam. Die vielen unglaublichen Farben dieser riesigen Versteinerungen, ganze Baumstämme liegen kreuz und quer am Boden, kleinere Stücke sind überall verstreut. Im Museum selber kann man die geschliffenen Querschnitte mit den vielen Farben der zu Edelstein gewordenen Stämme bewundern. Der Park ist riesengroß, die Straße führt immer wieder an neuen Felsformationen und an anders farbenen Bergen vorbei. Immer wieder gibt es Trails welche zu besonderen Aussichtspunkten führen. Die Stunden vergehen und wir sind noch nicht bis zum Ende des Parks gekommen. Mein Fotoapparat glüht schon, so viele Bilder habe ich gemacht. Eine Rast bei einer Pick-Nick Area lässt uns all das schöne Revue passieren. Erneut kommt mir das Lied „what a wonderfull world“ in den Sinn, es gibt so viel schönes und unglaubliches zu bewundern. Die Fahrt geht nun weiter nördlich Richtung Nationalpark Canyon de Chelly, wo wir im etwas trostlosen Indianer Ort Chinle ein Motel beziehen, um dann gleich zum Abendessen in ein nahe gelegenes Hotel zu fahren. Die Portionen in Amerika sind generell so groß, dass wir inzwischen eine Portion bestellen, diese teilen und meist noch Reste haben. Heute gibt es Fajitas, und da man hier im Indianer Reservat keinen Alkohol bekommt trinken wir im Motel noch ein Glas (Becher) Rotwein, welchen wir gestern eingekauft hatten. So klingt auch dieser ereignisreiche Tag aus und ich bin gespannt was mich morgen im Canyon erwartet.


Fahrt durch den wilden Westen

Fahrt durch den wilden Westen
Show Low, USA

Show Low, USA


Ich komme mir vor wie im Winnetou Film. Diese Berge, diese Schluchten, es ist einmalig.

Nach einer Nacht in einem typisch amerikanischen Motel essen wir Früchte und Crackers zum Frühstück und fahren heute nicht mehr auf dem Highway, sondern nehmen die Straße 268 durch die Sonoran Wüste Richtung Osten. Die Wüste lebt, so lautete einmal der Titel eines Dokumentarfilms über die Wüste. Das kommt mir in den Sinn bei dieser wechselnden Landschaft denn hier gibt es ganz viele kleine Büsche, Ginster in gelb und andere in rosa, dazwischen stehen wieder Kakteen, quasi das Wahrzeichen von Arizona. Auch diese Straßen sind gut, kaum Verkehr und stundenlang führen sie uns weiter ostwärts.

Unterwegs besichtigen wir die Casa Grande, ein kleiner Nationalpark mit Ausgrabungen der Hohokam Indianer, welche schon um 1200 hier eine riesige Siedlung, mitten in der Wüste, errichtet hatten, mit erstaunlich guten Überlebensstrategien und riesigen, mehrstöckigen Häusern. Das Museum ist sehr ansprechend gestaltet und alles gut beschrieben. Das Casa Grande aus Lehm steht unter einem Schutzdach und kleinere Grundmauern rundherum können im Aussengelände besichtigt werden. Ein Jahrespass für alle Nationalparks kann hier auch gelöst werden. Der „golden eagle“ Pass wird uns nun auch in die nächsten Parks führen.

Die Sonne brennt hier sehr heiß, aber auch in diesem Gelände hat es Pick-Nick Plätze im Schatten und wir genießen eine kleine Pause vor der Weiterfahrt. Wie ich diese Pick-Nicks liebe, ich komme mir zwar vor wie früher, als ich mit den Kindern ein Auto voll Tüten und Taschen hatte. Das Einkaufen der Lebensmittel macht Spaß, immer wieder entdecke ich neue Dinge die ich probieren muss. Allerdings staune ich über die Preise für Früchte. Die sind einiges höher als bei uns, dabei wachsen die Früchte hier von alleine,,,,

Die Weiterfahrt geht nun durch Apachen Gebiet, es ist ein Traum. Tatsächlich erwartet man nach jeder Kurve dass Winnetou mit Old Shatterhand auf einem der Felsplateaus steht. Die Felsformationen sind beeindruckend, manchmal stehen sie da wie Säulen aus der Antike und man fragt sich welcher Riese die wohl so aufeinander gestapelt hat, manchmal leuchten die Felsen gelb, silbern, schwarz oder rot. Die tiefen Schluchten mit dem Salt River zeigen eine tolle Flora und man fragt sich automatisch, wie kommt man hier mit Pferd und Planwagen überhaupt durch? Immer wieder tauschen wir unsere Gedanken aus über die ersten Siedler, welche von Osten der USA über diese riesigen Distanzen, über Berge und durch Schluchten in den Westen aufgebrochen sind,

Bei jedem Rastplatz hat es Infotafeln mit Erläuterungen zu den Stämmen der verschiedenen Indianer, welche hier beheimatet sind. Bergwerke, Silber- und Kupferminen samt Ausstellungen und Museen gibt es hier in den kleinen Ortschaften. Ein botanischer Garten in einem Tal sieht von der Straße sehr verlockend aus, nur reicht die Zeit nicht um alles auf dem Weg „liegende“ anzusehen, wir fahren weiter durch dieses Apachen Gebiet immer höher in die Berge bis Show Law, wo wir ein wunderhübsches Motel finden und noch Wein einkaufen, damit wir die Pizza, welche übrig geblieben war beim Italiener, in der Mikrowelle warm machen können und so einen gemütlichen Abend bei guten Gesprächen in „unserem“ Motelzimmer verbringen können.

Ich entdecke im Bad sogar einen Whirlpool und genieße noch vor dem schlafen ein heißes Bad, was für eine Wohltat,


Lange Autofahrt und Felsenzeichnungen

Lange Autofahrt und Felsenzeichnungen
Gila Bend, USA

Gila Bend, USA


Das letzte Frühstück mit Sylvia, eine Freundin stößt noch dazu. Wieder gibt es viel zu erzählen und auszutauschen. Dadurch fahren wir erst um 11.00 Uhr los Richtung Arizona, der mexikanischen Grenze entlang auf der Interstate 8. Die Stunden vergehen und jetzt sind wir froh dass uns Sylvia und Maria eine ganze Box voll Früchte, Chips und Joghurt mitgegeben haben. Ich hatte mich zunächst gefragt weshalb wir all dies mitnehmen sollten, jetzt sehe ich es. Es gibt zwar alle ca. 50 Meilen einen Rastplatz mit Tischen, aber dort hat es höchstens Getränkeautomaten. Autobahn Raststätten wie bei uns kennt man nicht. So können wir an einem im Schatten stehenden Tisch gemütlich unser mitgebrachtes Essen genießen. Wasser haben wir vor der Abreise noch zwei Gallonen gekauft, denn durch die Wüste wollte ich nicht ohne Wasser fahren. Überhaupt diese Fahrt. So etwa habe ich noch nie gesehen. Stundenlang führt eine schnurgerade Straße durch Landschaften, Ebenen, Wüsten, Berge, fast unbewohnt, nur bei Autobahnkreuzen gibt es kleine Ansiedlungen mit Restaurants und Motels. Manchmal nicht einmal das. Gegen fünf Uhr sind wir bei der Ausfahrt 102 im Staat Arizona, von wo aus man zu den indianischen Steinzeichnungen gelangen kann, welche hier an einer historischen Stätte zu besichtigen sind. Die großen Kakteen welche wie Soldaten „Hände hoch“ machen stehen überall in der Wüste. Den ganzen Tag fahren wir, mit zwei, drei kleinen Pausen und am Abend erreichen wir Gila Bend, einen kleinen Ort mit mehreren Motels und Restaurants. Das Einchecken ist schnell gemacht und beim Italiener einen Block weiter gibt es eine ausgezeichnete Pizza mit Chianti. Die Karte von Italien und Sizilien auf dem Papierset lässt uns unsere Reiserlebnisse zu diesem Land austauschen. Fürs Frühstück kaufen wir noch Milch und Crackers, Früchte haben wir noch, und so geht auch dieser erste lange Autofahrt Tag zu Ende. Was werde ich noch alles sehen?


Old Town und Leuchtturm

Old Town und Leuchtturm
San Diego, USA

San Diego, USA


Der Morgen verstreicht wieder mit gemütlich am Tisch sitzen, frühstücken und Kommunikation über alles mögliche. Gegen Mittag will Sylvia uns Old Town und noch viel mehr zeigen. Mit dem Auto fahren wir ca. eine halbe Stunde um zu diesem alten Viertel von San Diego zu gelangen, welches mehr einem Museum und einem Vergnügungsviertel gleicht als einem Stadtteil. Was für tolle Häuser und Plätze gibt es hier zu entdecken. Sogar die Verkäuferinnen in den Shops sind noch wie anno dazumal gekleidet. Überall gibt es Farben; Farben von Blumen und Büschen, Farben von mexikanischen Andenken, Farben von Töpfereien etc., etc. Ein Markt lädt zum Verweilen ein, insbesondere die feine Ice Creme in der Waffel muss natürlich im Sitzen genossen werden. In einem schönen Innenhof sitzen wir auf einer Bank und schlecken die süßen Dinger.

In der Straße gibt es viele alte Häuser zu bewundern, eine Kirche kann besichtigt werden und die vielen Bars und Restaurants laden zum Verweilen ein. Am liebsten würde ich hier noch den ganzen Nachmittag flanieren. Sylvia will uns jedoch noch den Hafen, das Meer und die schöne Aussicht auf die Stadt vom Leuchtturm aus zeigen. Von hier kann man die Wale beobachten und bei klarem Wetter sieht man bis Hawaii und Japan.

San Diego ist so toll, hier könnte man noch lange bleiben und immer wieder etwa Neues entdecken. So viel habe ich noch gar nicht gesehen, also ein Grund zum wiederkommen.

Nun müssen wir uns beeilen, denn Laura mit ihren zwei Kindern und Ehemann sind auf 16.00 Uhr bestellt, ein frühes Abendessen mit der Tochter von Sylvia ist vorbereitet, Maria hat ihre berühmten Enchelladas gemacht, und die wollen wir natürlich nicht verpassen. Nachbarn von Sylvia „schneien“ auch noch herein und es wird viel gelacht und erzählt. Die viel gerühmte amerikanische Gastfreundschaft einmal live zu erleben, eine tolle Sache.

Beim Flughafen müssen wir nun das Mietauto abholen und Laura bringt uns auf ihrem Heimweg zum Flughafen, respektive zum Platz wo alle Anbieter ihre Fahrzeuge abgestellt haben. Vom Flughafen aus müsste man mit einem Shuttlebus zunächst hierher gebracht werden. Die Formalitäten sind schnell erledigt, jetzt geht es darum den Rückweg zu Sylvias Haus zu finden, was nicht ganz einfach ist, aber fast bis zum Schluss wissen wir noch genau den Weg, nur die letzten 4 Minuten muss ich noch mein Natel einschalten, dank I-Phone finden wir das Haus ohne weitere Umwege.

Die letze Nacht bei unserer Gastgeberin, wie schnell vergehen die Tage…..


San Diego Zoo

San Diego Zoo
San Diego, USA

San Diego, USA


Am Morgen immer noch Kopfschmerzen, was ist bloß los? Aber nichts desto trotz Dusche ich, stehe auf und esse Frühstück. Noch immer hat es vom Salat des ersten Abends, da Maria offensichtlich für eine ganze Kompanie gekocht hatte. Also kann ich mein übliches Frühstück essen und wunderbare Früchte gibt es hier auch. Frisch gestärkt wäre ich doch aufgelegt zu neuen Taten, trotz Kopfschmerzen. Ich muss mich jedoch gedulden, denn Peter hat, verständlicherweise, immer noch etwas am Computer zu tun. Wie war das schön als man ohne Computer und I-Phone auf Reisen ging, nur könnte ich dann auch keinen Blog schreiben. Wie immer – überwiegen nun die Vor- oder Nachteile? Im Garten an der Sonne lässt es sich auch aushalten und die Zeit geht wie immer schnell vorbei. Sylvia hat sich entschieden heute mit uns zu fahren um uns den Balbao Park zu zeigen. Maria kommt ganz aufgeregt zu mir in den Garten und will unbedingt, dass ich entscheide dass Sylvia nicht mitkommen soll, weil es zu viel für sie sei. Es sei auch für sie selber, Maria, viel zu viel Arbeit, den ganzen Tag mit uns zu kommen um dann abends noch das Dinner vorzubereiten, was ich natürlich verstehe. Nur kann ich mich nicht entscheiden Sylvia so abblitzen zu lassen, ich mache den Vorschlag, dass sie doch für die erste Unternehmung des heutigen Tages mit uns kommen kann, und danach würden wir sie zurück bringen, damit es nicht zu viel wird. Ich wollte nur noch ausprobieren den Rollator auf- und zuzuklappen, nicht dass ich dann damit Probleme habe. Zur Erklärung muss ich anfügen, dass Sylvia früher Ärztin war, nun aber auf Hilfe von Maria angewiesen ist, da sie Parkinson hat, was sich vor allem auf ihr Sprech- und Schluckvermögen auswirkt, auch kann sie ohne Rollator zwar in ihrem Haus einige Schritte gehen, aber draußen benötigt sie ihn unbedingt. Nachdem ich gestern zusehen konnte wie und wo man Sylvia helfen muss, wann sie ihre Tabletten nehmen und essen muss, traue ich mir diese Hilfestellung schon zu. Also rein ins Auto, mit allen erforderlichen Dingen in der Tasche um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein. Ich stelle mir einfach vor wie es für mich wäre, wäre ich an Sylvias Stelle. Ich würde auch lieber mit meinem Besuch etwas unternehmen und die Gelegenheit wahrnehmen einmal etwas vom ruhig und eintönig gewordenen Alltag auszubrechen. Zunächst geht es zu AAA, dem amerikanischen Automobil Club, wo wir dank Sylvias Member Karte von 5 Staaten detaillierte Straßenkarten und Reiseführer „kaufen“ können. Alles ist gratis, wenn man bedenkt was allein ein Reiseführer bei uns kostet…. Jetzt geht es quer durch San Diego zum Balbao Park, dort war 1980 die Weltausstellung, heute ist es ein riesiger Park mit vielen Museen, Restaurants, Gärten und eben dem weltberühmten Zoo. Dank Sylvias Behindertenausweis kommen wir sogar gratis hinein, was einer Ersparnis von je USD 48 entspricht. Der Zoo ist riesig und es hat sehr viele Besucher. Die Anlagen sind schön und meist modern gestaltet, andere werden gerade renoviert. Auch hier sehe ich wieder Tiere welche ich vorher noch nie zu Gesicht bekommen hatte. Verschiedene Buslinien führen durch den Zoo, so dass wir am späteren Nachmittag zwei Rundfahrten machen um die Tiere bequem aus dem Bus heraus zu bestaunen. Erneut fällt mir auf wie hier alles für Behinderte eingerichtet ist und wie zuvorkommend, ja hilfsbereit die Menschen sind. Wenn wir in den Bus einsteigen wird die andere Linie abgegrenzt, so dass kein Gedränge entstehen kann und uns genügend Zeit zum Einsteigen bleibt. Dies nur eines der vielen Beispiele welche ich laufend erlebe. Auch dieser ereignisreiche Tag neigt sich dem Ende zu, wir fahren wieder nach La Jolla, wo uns wie versprochen Fajitas erwarten.


San Diego – wie ich mir Amerika vorgestellt hatte

San Diego – wie ich mir Amerika vorgestellt hatte
San Diego, USA

San Diego, USA


Am Morgen erwartet uns ein Frühstück im schönen Esszimmer. Auch wenn meine Kopfschmerzen noch nicht ganz vorbei sind, bin ich doch wieder ei*****maßen funktionsfähig. Zuerst muss ich im Garten, am Swimmingpool und und ums Haus die Sonne Kaliforniens genießen. Das Wetter ist prächtig, auch wenn es nicht wirklich sehr warm ist. Der Wind ist recht kühl. Gegen Mittag werden wir von Sylvia und Maria im Auto zum Aussichtspunkt in La Jolla gefahren. Von dort sehen wir die Küste, die Berge und die Stadt, welche sich weit in die grünen Wälder ausdehnt. Weiter geht es zum Strand, und tatsächlich, auch wenn das Wasser nur etwa 16 Grad hat, gibt es viele Badende und Surfer, die Sonnenanbeter liegen auf ihren Tüchern oder Liegestühlen, überall scheint Ferienstimmung. Die Spielplätze für die Kinder sind sehr ausgefallen und bieten viele Möglichkeiten zu klettern und Verstecken zu spielen. Ich selber habe meist noch meinen Trenchcoat an aber die Kalifornier scheinen bedeutend abgehärteter zu sein, die meisten flanieren hier mit T-Shirts und einige sogar mit Shorts. Die nächste Attraktion ist das Aquarium welches wir besuchen. Es ist wunderschön und wieder einmal staune ich über die Farbenpracht der verschiedenen Meeresbewohner und der Pflanzen und Korallen, dank der schönen Ausstellung lerne ich auch viel Neues und staune von neuem über die Wunder in den Meeren. Sylvia will uns vor der Happy Hour unbedingt noch den Küstenabschnitt mit den vielen Deltaseglern zeigen. Dank dem Aufwind können Sie hier ab den Klippen springen und sind sofort in der Luft, und sie können auch nach ihrem Gleitflug wieder am gleichen Ort landen wie Sie gestartet sind, ein eindrückliches Schauspiel. Ein anderer Küstenabschnitt ist Heimat für viele Wasservögel. Unter anderem Pelikane, Fregattvögel und Reiher. Hören tu ich sie schon, die Robben, aber erst als sich die ersten bewegen kann ich sie von den Felsen unterscheiden, erst da erkenne ich überall die possierlichen Tiere, wie sie ins Wasser springen und sich auf den Felsen wärmen. Zur Happy Hour werden wir an einen ganz speziellen Ort geführt, ein Restaurant mit einer Bar, direkt am Strand bietet tolle Appetizer und Drinks an, man sitzt gemütlich an kleinen Tischen und hat den tollen Ausblick auf den typischen amerikanischen Strand mit Senioren welche schwimmen gehen, Joggerinnen und Jogger in knappen Dresses und den unvermeidlichen Kopfhörern aufgesetzt. Junge Familien mit Kinderwagen spazieren und ich bewundere eine etwa 60 jährige Frau, welche in Shorts am Strand steht, zusammen mit ihrem Partner, und ein Bein ist „nur“ eine Stange. Was für ein Mut, was für eine Selbstverständlichkeit, bewundernswert. Nun.geht es wieder in das schöne Heim von Sylvia wo uns Maria mit einem Dinner verwöhnt. Die Diskussionen am Tisch gehen rund, einerseits die Unterschiede zwischen Europa und Amerika oder Mexiko, andererseits über Tischsitten hier und dort, es ist spannend, nur bin ich, immer noch mit erheblichen Kopfschmerzen, sehr müde, was ein wenig auf meine Befindlichkeit drückt. Ein erster ereignisreicher Amerikatag geht zu Ende.


Flug nach San Diego

Flug nach San Diego
San Diego, USA

San Diego, USA


Frühmorgens geht es mit dem Zug zum Flughafen Zürich Kloten, das Gepäck ist schon eingecheckt, dank Feierabend Check-in, also unbelastet kann nun die Reise losgehen. Denkt man, nur der Nebel in Amsterdam, verhindert einen rechtzeitigen Start der KLM Maschine und mit fast zwei Stunden Verspätung, dann wenn der nächste Flieger weiter nach Los Angeles gehen sollte, landen wir in Amsterdam. Ein Spurt durch den ganzen Flughafen folgt, vielleicht reicht es ja doch noch, obwohl die Anzeige verheißungsvoll mitteilt „Gate closing“. Und tatsächlich, es reicht gerade noch um einzusteigen, andere Fluggäste schaffen es nicht, wie wir anschließend erfahren.

Der Flug selber ist recht angenehm, insbesondere da ich erstaunlicherweise fast die ganze Strecke mehr oder we***** schlafe, und das bei einem Tagflug. Nur irgendwann wache ich mit sehr starken Kopfschmerzen auf und ich habe nicht einmal wie üblich meine Dafalgan Kautabletten im Handgepäck sondern im Koffer, der sich, wie sich in Los Angeles herausstellt, immer noch in Amsterdam befindet.

Die amerikanische Zollbehörde will es wissen, fast eine Stunde müssen wir in der Schlange stehen, bis man uns gnädigerweise, nach Fingerabdrücken, ESTA Formular und Passkontrolle in die USA einreisen lässt. Ich schleppe mich mit immer schlimmer werdenden Kopfschmerzen und einsetzender Übelkeii wieder einmal von einem Ende des Flughafens zum anderen, in der Hoffnung irgendwo eine Apotheke zu entdecken. Aber scheinbar hat man nach dem Security Check keine Wehwehchen mehr zu haben. Auch der Flieger nach San Diego hat etwa eine Stunde Verspätung, aber schließlich landen wir, ohne Gepäck, was einerseits die Wartezeit am Band verkürzt, andererseits die Formalitäten im Office nach sich ziehen.

Von Sylvia und ihrer Nichte werden wir mit dem Auto abgeholt und zum wunderschön gelegenen Haus in La Jolla, wohl der Goldküste von San Diego, gebracht. Sehr nett werden wir empfangen, der Tisch im schönen Esszimmer ist bereits liebevoll gedeckt, nur kann ich es gar nicht genießen, ich kann mich kaum auf den Beinen halten und muss mich leider sehr unhöflich fast sofort ins Bett verziehen. Die Kopfschmerzen und das Erbrechen haben mir zu sehr zugesetzt.

San Diego und die liebe Gastgeberin müssen warten auf einen besseren Morgen.


Mein Daheim hat mich wieder

Mein Daheim hat mich wieder
Zürich, Switzerland
Zürich, Switzerland Nach dem langen Flug lande ich pünktlich in Zürich und dank dem kurzen Heimweg mit dem Zug bin ich schon bald in meinem Zuhause angelangt. Es gibt bereits einiges zu erledigen, Telefonanrufe, Einkaufen, Stundenpläne kopieren und in die Agenda eintragen etc. Der Alltag hat mich wieder. Und trotzdem, ich fühle mich wie auf Flügeln (nicht die vom Flieger), alles fällt leicht und ist in kurzer Zeit erledigt. Es ist schön dass ich für alles nicht viele Wege machen muss, die Schule, die Post, der Apple Shop, der Coop, alles liegt nur wenige Minuten zu Fuss oder per Bahn von meinem Zuhause entfernt. Es fällt auf, dass die Verkäuferinnen nicht lächeln, aber alles geht zügig und schnell. Da stellt sich für mich die Frage, was genau möchte ich in meinen Alltag mitnehmen? Was will ich behalten? Ich möchte die tiefe und echte Lebensfreude nicht mehr verlieren, ich möchte öfter ein Lächeln auf den Lippen meiner Mitmenschen sehen (vielleicht kann ich ja ein wenig dazu beitragen), ich möchte viel Zeit mit meiner Familie, mit meinen Freunden verbringen, aber auch mehr Zeitinseln für mich selber frei halten. Behalten möchte ich all diese Erinnerungen, das Gefühl, dass ich keine Angst vor dem Alleinsein haben muss, denn es geht mir gut in meiner Gesellschaft und „bewaffnet“ mit IPad oder Tagebuch ist es wunderbar die Gedanken aufzuschreiben, und die Tage sind so angefüllt mit glücklichen Momenten, man muss sie nur sehen. Ich bin dankbar, dass ich die Gabe zum Sehen und zur Lebensfreude habe, denn ich glaube genau meine Begeisterungsfähigkeit macht mich auch zu einer beliebten Reisegefährtin. Vielen Dank an alle, die mich hier in Gedanken begleitet haben. Auf die nächste Reise und den nächsten Blog….. Helene
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Bangkok und Heimreise über Singapur

Bangkok und Heimreise über Singapur
Bangkok, Thailand
Bangkok, Thailand Es ist tatsächlich schon der letzter Tag meiner langen Reise, auch zwei Monate gehen so schnell vorbei, man glaubt es kaum. Das Packen ist heute nicht ganz so einfach, müssen doch warme Sachen für die Ankunft in Zürich griffbereit sein, und trotzdem ist es heute sehr heiss in Bangkok, so dass die Flip-Flop und das Sommerkleid noch ihre Berechtigung haben. Wie ich mich bereits erkundigt habe, kann ich mich vor der Heimreise beim Swimmingpool im Hotel duschen und umziehen. Also Sommerkleid und Flip-Flop an und auf zum letzten Tag in Thailand. Der Vimanmek Palast mit den wunderschönen Gold- und Bronzearbeiten und den prunkvollen Sälen ist das erste Ziel des heutigen Tages. Der Tuck-Tuck Fahrer, welcher schon vor zwei Tagen bestellt wurde kommt zwar etwas verspätet, aber er kommt. Der Wimanmek-Palast ist ein gänzlich aus Teakholz gefertigtes Bauwerk im Zentrum von Bangkok, der Hauptstadt von Thailand. Das Gebäude diente früher als königliche Residenz. Das Queen Sirikit Institut hat fast zu jedem Anlass (Geburtstage der königlichen Majestäten, Jahrestage etc.) jeweils ein besonderes Stück angefertigt. Besonders eindrücklich ist ein goldener Wasserbehälter, welcher über einen Meter hoch und breit ist. Rundherum ist er noch mit unzähligen Diamanten besetzt. Es hat so viele Kostbarkeiten ausgestellt, das grün-blau schimmernde „Metall“ sind die Flügel des Prachtkäfers, welche für diese Arbeiten verwendet werden. Der Zoo liegt ganz in der Nähe, aber die Hitze ist heute sehr gross, wie um mir noch eine Handvoll Wärme mitzugeben, und der Marmortempel Benchamabophit ist auch eine noch nicht gesehene Möglichkeit. Beim Mittagessen sehe ich, dass ich ganz in der Nähe des Bayoke Towers bin und ich beschliesse kurzfristig den dortigen Markt zu besuchen, da ich für meine kleinen Enkelinnen noch „Hochzeitskleider“ kaufen will. Wir werden im Oktober eine Hochzeit feiern und ich hoffe sie haben Freude daran. Für die Benzingutscheine für den Fahrer gehe ich mal wieder durch einen Andenkenshop, er hat mich ja auch zum Markt geführt. Danach ist es schon Zeit sich durch den Verkehr zu kämpfen um rechtzeitig im Hotel zu sein. Es ist unglaublich wie dieser Fahrer sich durch all den Verkehr schlängelt, ich bin froh, dass ich hier nicht selber fahren muss. Der Flug über Singapur nach Zürich verläuft ohne Probleme, auch wenn die Flugzeit durch diesen Umweg etwas länger dauert. Zürich, ich komme….
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