Helene Inderbitzin

Helene Inderbitzin

Rio de Janeiro

Rio de Janeiro
Rio de Janeiro, Brazil
Rio de Janeiro, Brazil So schnell geht ein Flug vorbei wenn man schläft und nur kurz einmal aufwacht, weil ein kleines Kind weint, es ist kaum zu glauben, aber das Licht zum Frühstück weckt mich, obwohl es scheint als ob ich doch erst vorhin eingeschlafen sei. Das Frühstück an Bord ist wie üblich, der Landeanflug in Sao Paulo zeigt die riesige Stadt, und schon landen wir am anderen Ende der Welt. Was für eine tolle Sache, eine Nacht lang schlafen und schon kann man in Brasilien durch den Flughafen hasten. Unsere Umsteigezeit ist 1 Stunde 40 Minuten, lang genug sollte man meinen. Aber wenn sie uns nicht aus der Warteschlange der Domestic Flights geholt hätten, würden wir wohl noch dort stehen. Der Flughafen ist riesig, wir müssen gemäss Boarding Pass zum Gate 235 im Terminal 2, nur dort angekommen erfahre ich, dass Peter schon seit geraumer Zeit gesehen hatte, dass das Gate geändert hat. Nur schleicht er so langsam hinter mir her, anstatt mich darauf aufmerksam zu machen…. Nun ja, einfach alles wieder zurück zum Gate 224, und jetzt muss Peter seinen Pass suchen…. Inzwischen bin ich schon eingestiegen und auch dieser Flug vergeht wie im Flug. In Rio de Janeiro angekommen löse ich ein Ticket fürs Taxi nach Santa Teresa zum Hotel. Ich habe zum Glück die portugiesische Beschreibung für den Taxifahrer mit. Denn auch in seinem Tablet kann er das Hotel nicht finden. Gegen Ende der Fahrt kann ich dem Taxifahrer zeigen wohin er fahren muss. Die Fahrt durch Rio, leider bei bedecktem Wetter, erinnert mich an die früheren Reisen und daran wie sehr mich Brasilien und Rio oder Sao Paulo an meine Grosseltern erinnert. Sehr gerne würde ich sie heute fragen und ihren Erzählungen über dieses Land lauschen. Früher war ich fasziniert von ihren Schilderungen, konnte mir aber selber kein Bild von so einem fernen Land machen, und jetzt bin ich schon zum dritten Mal in dieser vielseitigen Stadt. In meinem Hotel Castelinho angekommen können wir das schöne Terassenzimmer im Garten beziehen und uns absprechen wo wir unseren ersten Ferientag verbringen wollen. Was für mich neu und aufregend ist, ist die Tatsache dass sie neu wieder die Trambahn in Santa Teresa eingesetzt haben und man gratis, quasi als Testlauf, mit dem Tram bis zum Zentrum fahren kann. Den Fussweg zur Tramhaltestelle kenne ich noch gut genug, und die Fahrt mit dem Tram scheint sehr beliebt. Es gibt viele Touristen und Einheimische, welche mit dieser Bahn fahren wollen. Rio ist wieder um eine weitere Attraktion reicher. Mitten im Zentrum, beim Theater und der Bibliothek, beim grossen Platz und der Haupteinkaufsstrasse Senador Dorado steigen wir aus und spazieren zu all den Sehenswürdigkeiten. Auch die moderne Kathedrale will ich Peter zeigen, mit den wunderschönen färbenden Fenstern und dem speziellen Grundriss. Das Mittagessen in einem kleinen Restaurant in der Nähe von Petrobras schmeckt ausgezeichnet. Wir sitzen, erzählen und machen Pläne bis wir uns auf den Weg zur Endstation der Trambahn machen. Hier heisst es nun warten, denn es scheint als ob die Tramführer Siesta machen und deshalb längere Zeit keine Bahn fährt. Der „König“ der Bahn stolziert entlang der langen Kolonne von Fahrgästen, man sieht ihm direkt an wie stolz er ist dass er über das Fahren oder nicht Fahren der vielen Gäste bestimmen kann. Nach einer Weile gibt es dann wenigstens Sitzgelegenheiten, und irgendwann sind auch wir wieder an der Reihe mit dem Tram nach Santa Teresa zu fahren. An der vorläufigen Endstation (früher ging die Bahn bis zum Corcovado) steigen wir aus. Wenige Schritte trennen uns von der Treppe, welche zur Strasse zu unserem kleinen Hotel führt, machen wir noch einen Abstecher in mein Lieblingscafé mit der Terrasse wo ich so viele schöne Stunden mit Theresia gesessen bin. Ein Cachaca zum Eingewöhnen, ein Cappuccino und ein Cheesecake runden das Ganze ab. Es ist so gemütlich hier oben in Santa Teresa zu sitzen, über Gott und die Welt zu plaudern und einfach nur zu SEIN. Eine kleine Pause in unserem hübschen Zimmer im Hotel, bevor wir ein wenig durchs Zentrum von Santa Teresa bummeln und etwas kleines zum Abendessen suchen. Hier scheinen wir so weit vom Getümmel der Grossstadt und doch so nach, nur eine Tramfahrt entfernt liegt die Grossstadt Rio mit all den vielen Menschen, dem Gemisch an Kulturen und Völkern, welche inzwischen zu einem Volk geworden sind.
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Start der Reise und Flug

Start der Reise und Flug
Zürich, Switzerland
Zürich, Switzerland Die letzten Dinge werden in aller Ruhe eingepackt, zusammengesucht und überlegt ob noch was fehlt. Peter muss natürlich eine ganze Tasche alter Zeitungen, welche er noch nicht gelesen hat, einpacken, aber viel zu früh sind wir bereit. Unser Flug geht erst um 22.40 ab Zürich. Wie abgemacht fahren wir Richtung Zürich, einerseits um mein Auto in der Garage in Oerlikon zu parkieren, andererseits um noch im Rotblattstübli vorbei zu schauen und mit Allen nochmals anzustossen. Unterwegs will ich alle meine Lieben nochmals telefonisch erreichen. Meistens vergebens, alle sind ausgeflogen. Auch bei Mautscherle können wir nicht mehr vorbei schauen, auch sie ist offensichtlich unterwegs. Also auf zum Rotblattstübli, Peter versucht alle per Handy oder SMS zu erreichen, auch das vergebens, alle sind ausgeflogen. Trotz allem machen wir Halt im Rotblatt, trinken eine neig Wein, essen etwas Käse und gutes Brot, vermutlich für lange Zeit das letzte Mal, das Brot werden wir vermissen. Der Grüninger Markt ist heute auch noch, also wäre das auch eine gute Idee um noch bei Mäggie und Walte vorbei zu schauen, aber auch diese Beiden sind unterwegs und nun beginnt es zu regnen, also auch das ist keine so gute Option… Auf der Fahrt Richtung Oerlikon kommt Peter auf die Idee dass wir doch bereits am Flughafen die Koffer einchecken könnten. Gesagt, getan, und alles geht ganz einfach und ohne eine grosse Menschenmenge. Jetzt geht es tatsächlich nach Oerlikon. Die Flasche Wein unter dem Arm und die verderblichen Lebensmittel in der Tasche tauchen wir bei Michi auf und erzählen von unseren Plänen für die nächsten paar Wochen. Jetzt kommt doch tatsächlich schon die erste Meldung per Mail, dass der Flug von Montevideo nach Rio am 9. November geändert wurde und wir über Sao Paulo nach Rio fliegen müssten. Nun anrufen kann ich nicht, da mein Handy keine Verbindung herstellt, und alles ist ja noch so weit hin, wir werden das noch erledigen…. Wenn einer eine Reise tut…. schon jetzt gibt es viel zu erzählen, die Fahrt mit dem Tram zum Flughafen und das an Bord gehen ist schon fast Gewohnheit und geht schnell ohne schwere Koffer. Unsere guten Plätze gleich hinter der Business Klasse sind wie gebucht bereit, und schon schlafe ich ein. Fürs Essen, welches serviert wird wache ich auf, aber fast sofort danach bin ich wieder eingeschlafen. Gute Nacht bis zum Morgen in Rio….
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Letzter Tag in Norwegen

Letzter Tag in Norwegen
Tromsø, Norway
Tromsø, Norway Das Frühstück in dem bereits bekannten Hotel ist wieder ausgezeichnet, die Auswahl riesig, sogar ich finde etwas „Gesundes“. Ich möchte noch in den Geschäften nachsehen wie teuer die schönen Norweger Jacken und Pullover sind, allenfalls Winterstiefel kämen auch in Frage, ganz in der Nähe unseres Hotels liegen die beiden Geschäfte. Schöne gestrickte Mützen im Norweger Muster hat es auch, kurz überlege ich ob ich allen Enkeln so eine Mütze mitbringen soll, beim Befühlen der Wolle merke ich jedoch wie sie doch recht kratzt, und ich sehe von einem Kauf ab. Es wäre schade wenn ich so viel Geld ausgebe und die Mützen dann nicht getragen würden, aus verständlichen Gründen. Wunderschöne Jacken und Pullover hat es zur Auswahl, aber die Preise sind auch wunderschön…. Wenn ich bedenke dass ich eigentlich zwei solche Jacken gestrickt hatte…. Ich überlege mir dass ich ja vielleicht nach meiner Pensionierung wieder Zeit finden könnte um erneut eine schöne Jacke im Norweger Muster zu stricken, die alten Strickhefte meiner Grossmutter besitze ich ja noch. Gute Wolle ist zwar auch sehr teuer, aber die beisst nicht und ganz so teuer wie hier die fertigen Jacken kommt es dann doch nicht. Auch vom Kauf von Winterstiefeln sehe ich ab, ganz so viel Geld wollte ich nicht ausgeben. Die Andenken an Norwegen bleiben meine Erinnerungen und die Fotos mit meinem Blog. Das ist genug! Nun besuchen wir noch das Tromsö Museum. Sehr spannend finde ich hier die Ausstellung über die Samen, genau so hatte ich mir als Kind beim Lesen das Leben der Samen vorgestellt. Eindrücklich ist auch eine Grafik mit den Durchschnittstemperaturen im Juni seit der Steinzeit bis heute. Ich konnte mir doch immer wieder nicht vorstellen wie man bei diesen niedrigen Temperaturen hier als Steinzeit Mensch überlebt haben kann. Diese Grafik zeigt, dass damals die Temperaturen rund 10 – 12 Grad höher lagen als heute. Langsam steigen sie nun wieder an. Rentiere mit ihren Schlitten sind lebensgross ausgestellt und ich finde, dass ich wohl einmal im Winter kommen muss. So eine Rentier Schlittenfahrt muss was tolles sein. Peter muss im Auto noch seine Reste der Einkäufe aufessen und trinken, ich selber habe nur noch eine Birne. Das macht nichts, denn ich möchte sehr gerne noch in dem kleinen gemütliche Restaurant sitzen, ein Glas Wein trinken und Tapas essen. Ein schöner Abschluss der kurzen Norwegen Ferien. Die Fahrt zum Flughafen ist kurz, inzwischen kennen wir uns hier aus. Das Mietauto zurück bringen, überhaupt kein Problem. Überhaupt sind hier in Norwegen die Formalitäten kein Thema. Im Hotel geht alles ohne Pass, man bezahlt einfach Bar oder mit Kreditkarte, entweder wenn man ankommt oder bevor man wieder geht. Beim Mietauto geben wir auf dem Couvert nur an dass wir vollgetankt haben, keine Busse und keinen Unfall hatten (nur ankreuzen) und den Kilometer Stand am Ende müssen wir noch ablesen. Dann lässt man das Auto auf dem Parkplatz stehen, bringt das Couvert und den Schlüssel an den Schalter der Mietwagen Firma, fertig. Wir sollen zwei Stunden vor Abflug beim Check-in sein, nur da ist niemand, ausser eine immer länger werdende Schlange wartender Schweizer. Zum Glück habe ich Peter allein zum Schalter der Mietwagen geschickt und bin schon mal in die Warteschlange eingereiht, so komme ich doch ei*****massen frühzeitig dazu unsere Bordkarten in Empfang zu nehmen, nachdem ich etwa eine halbe Stunde vor dem geschlossenen Counter gewartet habe. Draussen vor dem Flughafen gibt es Sitzbänke und inzwischen scheint doch tatsächlich die Sonne wieder. Wir geniessen das schöne Wetter und tauschen aus: Was hat am besten gefallen ? Was am wenigsten ? Was würden wir anders machen nach den gemachten Erlebnissen ? Teilweise ist die Antwort gar nicht so einfach, einerseits ist es das hübsche Haus am Fjord, aber vor allem die Natur, welche uns besonders gefallen hat. Dabei erwähnen wir beide die Spiegelungen der gegenüberliegenden Ufer, Berge, Wälder und Häuser in den spiegelglatten Fjorden und kleinen Seen. Das Licht ist sehr speziell und nicht wirklich dazu beschreiben. Mir am wenigsten gefallen haben die langen Autofahrten. Obwohl ich ganz bewusst meistens nur etwa 2 1/2 Stunden pro Tag eingeplant hatte war es Peter möglich daraus einen ganzen Tag zu machen. Ich selber würde nach den Erlebnissen das Hakon Gästehaus auslassen, direkt nach Alta fahren und dann weiter als Nordkap, da wir sowieso fast immer den ganzen Tag im Auto sassen (was ich mit meiner Planung eigentlich verhindern wollte) hätten wir auch die restliche 240 km noch machen können. Irgendwie müssen wir noch eine Lösung finden für Peters Vorliebe zum Autofahren und meiner Wanderlust. Ich habe da schon eine Idee….. Jetzt sitzen wir im Flieger hoch über den Fjorden, sehr eindrücklich, auf Wiedersehen Norwegen.

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Tromsö

Tromsö
Tromsø, Norway
Tromsø, Norway In Tromsö haben wir unsere kurze Norwegen Reise begonnen, hier endet sie auch. Die Fahrt heute von Svensby zunächst mit der Fähre über die Route 91 ist nicht sehr lang, wir können in aller Ruhe das Polar Museum ansehen. Geschichten und Bücher aus meiner Jugendzeit werden hier lebendig. Amundsen und Nansen, die Pioniere hier am Nordkap und Nordpol sind mit ihren Briefen, Tagebüchern und Fotos dargestellt. Eisbärenfang und Robbenfang werden in aller Deutlichkeit gezeigt. Wieder Staunen wir über die Überlebenskunst dieser frühen Pioniere. Diese hatten noch nicht die warmen und wasserdichten Funktionskleider, im Gegenteil, sie mussten sich in kleinen Hütten nur mit dem Nötigsten behelfen. Nach dem Besuch des Museums fahren wir rund um die Nachbarinsel, über die Brücke und alles den Fjorden entlang. Wieder gewaltige Berge, hübsche Ansammlungen von Häusern mit blühenden Gärten, Wege durch die Berge und wieder begegnen wir Felsenzeichnungen. Der Tag geht so rasch vorbei, Mittagessen auf einem Pick Nick Platz und unser Zimmer im Hotel Amalie ist schon bekannt und wartet auf uns, Ein kleiner Spaziergang durch Tromsö zeigt, dass das Restaurant, welches wir eigentlich vorgesehen hatten bereits um 18 Uhr schliesst, überhaupt sind hier die Öffnungszeiten der Geschäfte ganz anders. Bereits um 17 Uhr schliessen sie ihre Tore. Aber beim schlendern entdecke ich endlich schöne Norweger Pullover und Jacken. Mal sehen ob morgen noch Zeit und Lust ist dem nachzugehen, Das Abendessen findet in einem grossen Restaurant statt, da das berühmte am Ort wieder keinen Platz hat, dort muss man immer reservieren. Das Essen schmeckt gut, Wein gibt es auch und für norwegische Verhältnisse ist es nicht mal so teuer. Auf dieser Reise habe ich nun zum ersten Mal Rentier Fleisch gegessen, dann habe ich Pasta mit Muscheln und natürlich Lachs gegessen. Steaks sind hier wunderbar zart und riesig, alles in allem kann ich das norwegische Essen nur rühmen. Unterwegs haben wir immer etwas an einem Pick Nick Tisch gegessen, sonst hätte Peter ja nichts einkaufen können und meistens gab es weit und breit kein Restaurant. Das Wetter war zu Beginn der Reise sensationell schön, danach zeigte es sein charakteristisches Norwegen Gesicht, aber richtig geregnet hat es nie, Also durchaus gut zum Reisen, man braucht aber definitiv auch warme Kleidung. Hier in Tromsö ist es deutlich wärmer als weiter im Norden. In dieser Nacht wird zum ersten Mal in diesem Sommer die Sonne für etwa eine halbe Stunde hinter dem Horizont verschwinden, richtig dunkel wird es wohl nicht werden. Aber ganz so lange möchte ich nicht aufbleiben, es warten schon wieder die nächsten Festvorbereitungen auf mich, wofür ich wieder nur einen Tag Zeit haben werde. Aber jetzt habe ich noch Ferien hier in Norwegen.

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Haus direkt am Fjord

Haus direkt am Fjord
Lyngen, Norway
Lyngen, Norway Heute geht es schon wieder Richtung Süden, wir verabschieden uns von der Mountain Lodge und fahren die gleiche Strasse die wir gekommen sind Richtung Olderdalen. Dort können wir die Tasche von Peter abholen, welche er liegen liess. Zum Glück gibt es Email, denn unsere Mobiltelefone funktionieren nicht hier oben. In der kleinen Tasche ist „nur“ der Pass, die Agenda und etwas Geld. Die netten Leute vom Hakon Gästehaus haben mir geschrieben und gerade noch wenige Minuten bevor die Fähre von Olderdalen ablegt können wir die Tasche in Empfang nehmen. Ohne Peters Tasche wäre die Heimreise etwas sehr kompliziert geworden, Die Fahrt auf der Fähre gibt etwas Abwechslung. In Lyngen angekommen will Peter einkaufen, da in unserem nächsten Haus am Fjord keine Mahlzeiten inbegriffen sind, ich gebe zu bedenken, dass man wohl auch in Svensby etwas kaufen könne. Weit gefehlt, hier gibt es nur unser Haus am Fjord, Teil eines Bauernhofes, und wenige andere Häuser neben dem Fährhafen von wo aus wir morgen wieder Richtung Tromsö fahren werden. Also nochmals nach Lyngen zurück, etwa 22 km, dafür gibt es dort ein schönes Lebensmittel Geschäft. Wir haben hier das ganze Haus für uns, das grosse Wohnzimmerfenster zeigt direkt auf den Fjord und wir können die Schiffe beobachten. Es ist so gemütlich ein wenig hier zu sitzen, aber dummerweise hat Peter seinen Computer mit und sieht einen günstigen Flug nach Bangkok. Selbstverständlich müssen jetzt erst noch mindestens fünf weitere Möglichkeiten abgeklärt werden, bis wir nun einen Flug für Februar / März 2017 nach Bangkok gebucht haben. Wir sind schon Ferienkünstler, meistens buchen wir eine nächste Reise im Urlaub. Aber wie Peter sagt, dann haben wir ja Zeit, Ein kleines Abendessen in unserem eigenen Haus, mit Blick auf den Fjord, so könnte es noch einige Tage sein, aber unser Flug geht schon am Freitag wieder zurück und wir müssen Von diesem grossartigen Land Abschied nehmen.

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Alta und 6000 Jahre alte Felsenzeichnungen

Alta und 6000 Jahre alte Felsenzeichnungen
Alta, Norway
Alta, Norway Die Nacht im gemütlichen Blockhaus war sehr angenehm, die Luft kühl, die Decke schön kuschelig warm, was will man mehr? Im grossen Blockhaus gibt’s Frühstück am grossen ovalen Tisch in der alten Küche. So richtig wie man sich den Norden vorstellt. Abseits von allem wohnen wir hier im Mathisdalen. Leider haben auch Mücken dies als ihr Zuhause gebucht, ich probiere mein neues Mücken-Armband, es scheint zu wirken, mich sticht nicht eine einzige Mücke. Das ist mir doch lieber als immer diese Sprays, der Geruch ist für mich angenehm, aber offensichtlich nicht für die Mücken. Nach dem Frühstück fahren wir erneut nach Alta um das Alta Museum mit den berühmten Felsenzeichnungen zu besuchen. Hier haben tatsächlich vor mehr als 6000 Jahren Menschen gelebt und ihre Dörfer hier am Abhang errichtet, die Häuser waren aus Lehm. Man hat auch Gebrauchsgegenstände gefunden und eben die Felsen voll mit Zeichnungen von Schiffen, Menschen, Rentieren, Ziegen und Fischen. Vermutlich erzählen diese Zeichnungen Geschichten über das damalige Leben, jedoch sind und bleiben es nur Mutmassungen. Wenn ich mir vorstelle dass in dieser Landschaft, wo es auch im Sommer recht kühl ist, Menschen über Generationen überlebt haben, unglaublich. Wie hatten die noch Zeit im kurzen Sommer Zeichnungen auf den Felsen anzubringen? Gab es Künstler, welche nicht auf die Jagd oder Fischfang gehen mussten? Fragen bleiben, spannend bleibt es auf jeden Fall. Das Museum selber liegt wunderschön am Abhang, um von einer Zeichnung zur anderen zu gelangen kann man einen schön angelegten Fussweg entlang schlendern. Ein schöner Spaziergang entlang dem Meer, durch kleine Wäldchen und blühende Wiesen. Dazwischen gibt es immer wieder neue Felsen auf welchen wir die Zeichnungen zu finden versuchen. Die Ausstellung im Gebäude selber zeigt verschiedene Natur Phänomene, unter anderem auch die Nordlichter, welche man aber nur im Winter sehen kann. Soll die nächste Reise nach Norwegen im Winter stattfinden? Nach einer kleinen Rundfahrt durch Alta fahren wir zurück zu unserer Mountain Lodge um noch ein wenig zu lesen bevor es Abendessen gibt. Die Tage gehen viel zu schnell vorbei, dabei sind wir nur noch 240 km vom Nordkap entfernt, grundsätzlich machbar, aber ich will nicht noch längere Autofahrten in Kauf nehmen, und letztendlich habe ich nicht viel davon wenn ich sagen kann ich war am Nordkap. Vielleicht ein anderes Mal wenn mehr Zeit ist.

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Mountain Lodge Mathisdalen

Mountain Lodge Mathisdalen
Alta, Norway
Alta, Norway Das Frühstück ist so reichlich dass wir mehr als die Hälfte stehen lassen. Frisch gestärkt geht es nun die E 6 Richtung Alta weiter. Die Fahrt geht auch heute vor allem den Fjorden entlang, dadurch entstehen lange „Umwege“, die Luftlinie wäre viel näher. Heute ist wieder so richtig Norwegen Wetter, grau, Nebel, durchzogen mit kleinen blauen Abschnitten und ab und zu etwas Nieselregen. So richtig Giessen tut es nicht, die Temperatur ist nach wie vor um 11 – 14 Grad. Unterwegs können wir auch noch etwas einkaufen, wir finden einen kleinen Supermarkt. Wir fragen uns wie die Leute hier wohl leben, mit diesen Distanzen zum einkaufen, zum Arzt, zur Post etc. auch gestern Abend war nichts „los“ wie Peter richtig bemerkt. Ich halte dagegen dass sich die Menschen hier halt noch mit sich selber beschäftigen, Freunde einladen (was wir ja auch nicht zu wenig tun). Im Gegenteil, ich kann mir sehr gut vorstellen hier ein geruhsames Leben zu führen, ein wenig Haushalt, Sport, Kuchen backen, kochen und Handarbeiten. Vielleicht noch ein Musik und Freunde, was braucht es mehr zum Glücklichsein? Ja klar, ich gebe mir gleich selber die Antwort, meine Familie wäre viel zu weit weg und wie sich der lange Winter so weit im Norden gestaltet habe ich nur eine Woche in Finnland erlebt, hier wären das schätzungsweise acht Monate im Jahr. Mir ist nun ganz klar, dass man wohl nur noch hier Zeit hat um die aufwändigen Norweger Pullover zu stricken. Immer wieder fahren wir an kleinen Dörfern mit schmucken Häusern vorbei, das Wasser ist allgegenwärtig. Die Lysgen Alpen liegen gar nicht weit von hier, die tollen Bilder kommen mir in den Sinn, gerne würde ich diese überwältigenden Berge auch mal in Natura sehen. Ein Informationszentrum vor einem Nationalpark lädt zur Besichtigung ein. Wandervorschläge, Kajaktouren liegen auf, welch Paradies. Weiter geht die Fahrt bis wir ein kleines Museum entdecken. Es erzählt die Geschichte des deutschen Schlachtschiffs Tirpitz, welches hier in der Bucht bei Alta versenkt wurde. Der zweite Weltkrieg – immer und überall noch präsent. Jetzt geht die Fahrt durch das Mathistal zur Mountain Lodge. In den Bewertungen wurde die Strasse als besonders schlimm beschrieben, aber ich fand nach unseren Erfahrungen in Costa Rica kann wohl keine Strasse der Welt das noch toppen. Also los, wagemutig fahren wir die letzten Kilometer, am Schluss noch auf einer Naturstrasse mit einigen Löchern, aber durchaus human. Die Lodge ist wirklich hübsch mit kleinen Gras bedeckten Blockhäusern, hübsch eingerichtet, sogar ein kleiner Holzofen steht im Zimmer.

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Olderdalen am Fjord

Olderdalen am Fjord
Gáivuotna-Kåfjord, Norway
Gáivuotna-Kåfjord, Norway Das Frühstück heute ist noch besser, es hat Lachs, welche Freude für mich. Das Auto ist schnell gepackt, jetzt kann die Fahrt noch weiter Richtung Norden losgehen. Auf der anderen Seite der grossen Tromsö Brücke steht die moderne Eismeer Kathedrale. Wir gehen rund um den Bau, bestaunen Tromsö von gegenüber und betreten die moderne Kirche. Es hat sogar Polsterstühle und wie uns schon gestern in der anderen Kirche aufgefallen ist, im hinteren Teil stehen Tische, Bänke und Stühle. Wir vermuten für gemütliche Zusammensein nach den Gottesdiensten. Weiter geht die sehr gemütliche Fahrt entlang der Fjorde auf der E8, später auf der E6 in Richtung Alta. Ungefähr in der Hälfte machen wir Rast auf einem Pick Nick Platz. Es ist heute erheblich kühler, nur noch etwa 11 Grad und typisches Norwegen Wetter mit etwas Nebel, etwas Wolken aber auch sonnigen Abschnitten. Die kleinen Siedlungen welchen wir auf unserer Fahrt begegnen sind sehr hübsch anzusehen. Die Gärten sind voll Blumen und die farbigen Häuser machen einen heimeligen Eindruck, wie aus dem Bilderbuch. Die Kinder von Bullerbü kommen mir in den Sinn, die gehören zwar nach Schweden, aber genau so sehen die Gehöfte hier aus. Eine alte Holzkirche, auch typisch für diese Gegend, können wir leider nur von aussen besichtigen. Der daneben gelegene Friedhof ist auch voll mit Blumen. Wir lesen die Inschriften auf den Grabsteinen und sehen dass es teilweise noch Gräber aus dem Jahr 1942 gibt. Wie schön, alle haben Platz, nicht nur in den Herzen der Angehörigen. Es macht auch nachdenklich wenn ich zwei Grabsteine nebeneinander sehe, Kindergräber mit dem gleichen Nachnamen, das eine wurde nur einen Monat alt, das andere Kind 4 Jahre. Natürlich müssen es nicht Geschwister gewesen sein, wie Peter richtig einwendet heissen hier viele Johansson, aber dann wären es eben Cousins gewesen. Den kleinen Ort Olderdalen erreichen wir etwa um vier Uhr nachmittags, dort habe ich ein Zimmer im. Hakon Gästehaus reserviert. Zum Glück, denn wie die Tafel zeigt ist alles ausgebucht. Ein kleiner Spaziergang für mich, damit ich mir nach der Fahrt ein wenig die Beine vertreten kann. Dabei entdecke ich etwas abseits der Strasse wieder hübsche Häuser mit blühenden Gärten davor. Inzwischen nieselt es ein wenig und ich gehe zurück zum kleinen aber gemütlichen Gästehaus. Die Eigentümerin ist aus Thailand, was man unschwer am Geruch aus der Küche erkennen kann. Ich freue mich schon aufs Abendessen. Die Vorhänge im Restaurant und in den Zimmern wurden auch in Thailand angefertigt, passen zwar nicht richtig nach Norwegen, aber lustig ist es schon dass ich das sofort erkennen kann.

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Fjorde und kleine, grosse Stadt Tromsö

Fjorde und kleine, grosse Stadt Tromsö
Tromsø, Norway
Tromsø, Norway Das Frühstück ist herrlich, eine riesige Auswahl vom Buffet. Ich will noch kurz den Parkplatz vor dem Hotel bezahlen bevor wir zum Schiffanleger ganz in der Nähe gehen. Ich habe Zuhause eine Fjordfahrt mit einem alten Rettungsboot gebucht. Leider nimmt der blöde Automat für den Parkplatz nur gerade Geld für 2 Stunden und auch mehrere Versuche bringen mich nicht weiter. Der Herr an der Rezeption will mir zeigen wo wir das Fahrzeug den ganzen Tag parkier können, nur ist das zu weit weg um noch rechtzeitig wieder an der Anlegestelle zu sein. Netterweise will mir der Herr helfen, ich solle ihm den Autoschlüssel geben, dann würde er bis wir wieder kommen für uns Geld einwerfen und das Parkticket im Auto hinterlegen. Nur der Schlüssel befindet sich in Peters Hosentasche und er ist noch nicht nach unten gekommen. In Eile gehe ich zum Zimmer und Peter sitzt in aller Gemütsruhe an seinem Computer. Wie immer, in letzter Minute können wir los. Es ist angenehm wie wenig Touristen hier sind, es hat kaum Autos auf den Strassen, trotzdem hören wir immer wieder Schweizerdeutsch. Auch auf dem Schiff „Olav Ringdal“ gibt es kein Gedränge. Wir können die Gartenstühle auf dem Deck hinstellen wo wir wollen. Ja übrigens, es ist wunderschönes Wetter, der Himmel lacht ohne Wolken ganz blau auf uns herab. Das soll hier ja gar nicht so üblich sein. Wenn Engel reisen…. Nur sind wir ja noch nicht am Ende unserer Reise angelangt, also nicht zu früh rühmen. Die Fahrt geht gemütlich bis zum Ende des Fjords, ca. 1 1/2 Stunden. Die Dörfer am Ufer glänzen und spiegeln sich im klaren Wasser. Überhaupt sind die Farben hier viel intensiver, das Licht ganz besonders, einfach unbeschreiblich. Schneeberge und kleinere Berge wie in Schottland wechseln sich ab. Davor das tiefblaue Wasser mit den hübschen teils farbigen Häusern. Am Hafen in Tromsö stehen alte Hafengebäude aus Holz welche auf Pfählen gebaut sind, damit die Schiffe ihre Ladung direkt löschen können. Es gibt aber auch ganz moderne Gebäude, ein Stil Mischmasch sondergleichen. Am Ende des Fjords halten wir vor zwei kleinen Inseln, auf welchen während des Krieges die Munition gelagert wurde. Hier im tiefen Wasser können sich nun einige Passagiere mit Fischen versuchen. Die Sonne scheint warm, die Landschaft strahlt fast wahrnehmbare Ruhe aus, alles ist so friedlich. Auf der Rückfahrt zum Hafen sind wir dann froh um unsere Jacken, der Fahrtwind ist doch empfindlich kühl. In Tromsö, wie könnte es anders sein, will Peter Lebensmittel einkaufen sollten wir mal auf unserer Reise keine geeignete Gaststätte antreffen. Zuerst gehen wir die Storgata, die Einkaufsstrasse Tromsö’s entlang. Es hat einige Menschen welche hier flanieren und vor allem in den Strassencafés an der Sonne sitzen, aber in Anbetracht dessen dass heute ein Festival ist mit openair Rock Bands, ein Klacks. Wie rührend die paar Jugendlichen mit ihren ausgefallenen Klamotten, gerade richtig für das Festival. Ein Bier der nördlichsten Brauerei der Welt muss auch sein und das Abendessen geniessen wir in einem uralten typischen Norwegen Haus. Von wegen das Essen in Norwegen ist nicht geniessbar, bis jetzt habe ich nur Köstlichkeiten gegessen. Vermutlich ist das alte, von mir entdeckte Restaurant eines der teuersten am Platz, aber man gönnt sich ja sonst nichts…. Abend wird es hier nicht, die Sonne scheint die ganze Zeit, trotzdem werden wir müde vom draussen sein den ganzen Tag. Welch angenehmes Gefühl.

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Ankunft in Tromsö

Ankunft in Tromsö
Tromsø, Norway
Tromsø, Norway Das Wetter ist einmalig schön, Tromsö erwartet uns mit Sonnenschein und 20 Grad, offensichtlich eine Seltenheit. Wir gehen zu Fuss über die Piste zur Abfertigungshalle. Eine automatische Türe öffnet sich und wir stehen vor einer leeren Pass Kontrolle. Es scheint als ob der Grenzpolizist um fünf Feierabend hatte, da unser Flug Verspätung hat kommen wir nun weder durch die verschlossene Türe vor uns noch zurück. Endlich werden wir doch noch zum Gepäckband durchgelassen und jetzt heisst es warten bis wir an der Reihe sind um das Mietauto in Empfang zu nehmen. Die Fahrt zum Hotel geht schnell auf erfreulich verkehrsarmen Strassen. Das Hotel Amalie liegt mitten in der Stadt und wir werden sehr nett empfangen. Ein kleiner Spaziergang zum Hafen und ein Abendessen – jetzt können die Ferien beginnen..“

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