Helene Inderbitzin

Helene Inderbitzin

Olderdalen am Fjord

Olderdalen am Fjord
Gáivuotna-Kåfjord, Norway
Gáivuotna-Kåfjord, Norway Das Frühstück heute ist noch besser, es hat Lachs, welche Freude für mich. Das Auto ist schnell gepackt, jetzt kann die Fahrt noch weiter Richtung Norden losgehen. Auf der anderen Seite der grossen Tromsö Brücke steht die moderne Eismeer Kathedrale. Wir gehen rund um den Bau, bestaunen Tromsö von gegenüber und betreten die moderne Kirche. Es hat sogar Polsterstühle und wie uns schon gestern in der anderen Kirche aufgefallen ist, im hinteren Teil stehen Tische, Bänke und Stühle. Wir vermuten für gemütliche Zusammensein nach den Gottesdiensten. Weiter geht die sehr gemütliche Fahrt entlang der Fjorde auf der E8, später auf der E6 in Richtung Alta. Ungefähr in der Hälfte machen wir Rast auf einem Pick Nick Platz. Es ist heute erheblich kühler, nur noch etwa 11 Grad und typisches Norwegen Wetter mit etwas Nebel, etwas Wolken aber auch sonnigen Abschnitten. Die kleinen Siedlungen welchen wir auf unserer Fahrt begegnen sind sehr hübsch anzusehen. Die Gärten sind voll Blumen und die farbigen Häuser machen einen heimeligen Eindruck, wie aus dem Bilderbuch. Die Kinder von Bullerbü kommen mir in den Sinn, die gehören zwar nach Schweden, aber genau so sehen die Gehöfte hier aus. Eine alte Holzkirche, auch typisch für diese Gegend, können wir leider nur von aussen besichtigen. Der daneben gelegene Friedhof ist auch voll mit Blumen. Wir lesen die Inschriften auf den Grabsteinen und sehen dass es teilweise noch Gräber aus dem Jahr 1942 gibt. Wie schön, alle haben Platz, nicht nur in den Herzen der Angehörigen. Es macht auch nachdenklich wenn ich zwei Grabsteine nebeneinander sehe, Kindergräber mit dem gleichen Nachnamen, das eine wurde nur einen Monat alt, das andere Kind 4 Jahre. Natürlich müssen es nicht Geschwister gewesen sein, wie Peter richtig einwendet heissen hier viele Johansson, aber dann wären es eben Cousins gewesen. Den kleinen Ort Olderdalen erreichen wir etwa um vier Uhr nachmittags, dort habe ich ein Zimmer im. Hakon Gästehaus reserviert. Zum Glück, denn wie die Tafel zeigt ist alles ausgebucht. Ein kleiner Spaziergang für mich, damit ich mir nach der Fahrt ein wenig die Beine vertreten kann. Dabei entdecke ich etwas abseits der Strasse wieder hübsche Häuser mit blühenden Gärten davor. Inzwischen nieselt es ein wenig und ich gehe zurück zum kleinen aber gemütlichen Gästehaus. Die Eigentümerin ist aus Thailand, was man unschwer am Geruch aus der Küche erkennen kann. Ich freue mich schon aufs Abendessen. Die Vorhänge im Restaurant und in den Zimmern wurden auch in Thailand angefertigt, passen zwar nicht richtig nach Norwegen, aber lustig ist es schon dass ich das sofort erkennen kann.

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Fjorde und kleine, grosse Stadt Tromsö

Fjorde und kleine, grosse Stadt Tromsö
Tromsø, Norway
Tromsø, Norway Das Frühstück ist herrlich, eine riesige Auswahl vom Buffet. Ich will noch kurz den Parkplatz vor dem Hotel bezahlen bevor wir zum Schiffanleger ganz in der Nähe gehen. Ich habe Zuhause eine Fjordfahrt mit einem alten Rettungsboot gebucht. Leider nimmt der blöde Automat für den Parkplatz nur gerade Geld für 2 Stunden und auch mehrere Versuche bringen mich nicht weiter. Der Herr an der Rezeption will mir zeigen wo wir das Fahrzeug den ganzen Tag parkier können, nur ist das zu weit weg um noch rechtzeitig wieder an der Anlegestelle zu sein. Netterweise will mir der Herr helfen, ich solle ihm den Autoschlüssel geben, dann würde er bis wir wieder kommen für uns Geld einwerfen und das Parkticket im Auto hinterlegen. Nur der Schlüssel befindet sich in Peters Hosentasche und er ist noch nicht nach unten gekommen. In Eile gehe ich zum Zimmer und Peter sitzt in aller Gemütsruhe an seinem Computer. Wie immer, in letzter Minute können wir los. Es ist angenehm wie wenig Touristen hier sind, es hat kaum Autos auf den Strassen, trotzdem hören wir immer wieder Schweizerdeutsch. Auch auf dem Schiff „Olav Ringdal“ gibt es kein Gedränge. Wir können die Gartenstühle auf dem Deck hinstellen wo wir wollen. Ja übrigens, es ist wunderschönes Wetter, der Himmel lacht ohne Wolken ganz blau auf uns herab. Das soll hier ja gar nicht so üblich sein. Wenn Engel reisen…. Nur sind wir ja noch nicht am Ende unserer Reise angelangt, also nicht zu früh rühmen. Die Fahrt geht gemütlich bis zum Ende des Fjords, ca. 1 1/2 Stunden. Die Dörfer am Ufer glänzen und spiegeln sich im klaren Wasser. Überhaupt sind die Farben hier viel intensiver, das Licht ganz besonders, einfach unbeschreiblich. Schneeberge und kleinere Berge wie in Schottland wechseln sich ab. Davor das tiefblaue Wasser mit den hübschen teils farbigen Häusern. Am Hafen in Tromsö stehen alte Hafengebäude aus Holz welche auf Pfählen gebaut sind, damit die Schiffe ihre Ladung direkt löschen können. Es gibt aber auch ganz moderne Gebäude, ein Stil Mischmasch sondergleichen. Am Ende des Fjords halten wir vor zwei kleinen Inseln, auf welchen während des Krieges die Munition gelagert wurde. Hier im tiefen Wasser können sich nun einige Passagiere mit Fischen versuchen. Die Sonne scheint warm, die Landschaft strahlt fast wahrnehmbare Ruhe aus, alles ist so friedlich. Auf der Rückfahrt zum Hafen sind wir dann froh um unsere Jacken, der Fahrtwind ist doch empfindlich kühl. In Tromsö, wie könnte es anders sein, will Peter Lebensmittel einkaufen sollten wir mal auf unserer Reise keine geeignete Gaststätte antreffen. Zuerst gehen wir die Storgata, die Einkaufsstrasse Tromsö’s entlang. Es hat einige Menschen welche hier flanieren und vor allem in den Strassencafés an der Sonne sitzen, aber in Anbetracht dessen dass heute ein Festival ist mit openair Rock Bands, ein Klacks. Wie rührend die paar Jugendlichen mit ihren ausgefallenen Klamotten, gerade richtig für das Festival. Ein Bier der nördlichsten Brauerei der Welt muss auch sein und das Abendessen geniessen wir in einem uralten typischen Norwegen Haus. Von wegen das Essen in Norwegen ist nicht geniessbar, bis jetzt habe ich nur Köstlichkeiten gegessen. Vermutlich ist das alte, von mir entdeckte Restaurant eines der teuersten am Platz, aber man gönnt sich ja sonst nichts…. Abend wird es hier nicht, die Sonne scheint die ganze Zeit, trotzdem werden wir müde vom draussen sein den ganzen Tag. Welch angenehmes Gefühl.

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Ankunft in Tromsö

Ankunft in Tromsö
Tromsø, Norway
Tromsø, Norway Das Wetter ist einmalig schön, Tromsö erwartet uns mit Sonnenschein und 20 Grad, offensichtlich eine Seltenheit. Wir gehen zu Fuss über die Piste zur Abfertigungshalle. Eine automatische Türe öffnet sich und wir stehen vor einer leeren Pass Kontrolle. Es scheint als ob der Grenzpolizist um fünf Feierabend hatte, da unser Flug Verspätung hat kommen wir nun weder durch die verschlossene Türe vor uns noch zurück. Endlich werden wir doch noch zum Gepäckband durchgelassen und jetzt heisst es warten bis wir an der Reihe sind um das Mietauto in Empfang zu nehmen. Die Fahrt zum Hotel geht schnell auf erfreulich verkehrsarmen Strassen. Das Hotel Amalie liegt mitten in der Stadt und wir werden sehr nett empfangen. Ein kleiner Spaziergang zum Hafen und ein Abendessen – jetzt können die Ferien beginnen..“

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Aufbruch in den hohen Norden

Aufbruch in den hohen Norden
Kreuzlingen, Switzerland
Kreuzlingen, Switzerland Nun ist es endlich soweit, die Reise kann beginnen, zunächst mit der Fahrt zu meiner Garage in Oerlikon, und danach zum Flughafen. So,dachte ich jedenfalls, nachdem ich gestern Nacht nach unserem Besuch noch alles fertig gemacht hatte. Nun ja, ich habe die Rechnung mal wieder ohne Peter gemacht. Zuerst kam ihm fünf Minuten vor dem vereinbarten Zeitpunkt in den Sinn dass er ja die Dankeskarten, welche ich vorbereitet hatte senden könnte. Aber seine Unterschrift ist noch nicht gescannt und meine Vorlage liegt in meinem Computer. Also alles nochmals hochgefahren, Mail mit Anhang versandt, jetzt können wir? Weit gefehlt. Peter findet seinen Pass nicht, er hätte ihn mir gegeben.. (Was natürlich h nicht stimmt). Die ausgedruckte Bordkarte lege ich ihm auf den Koffer und sage kurz, dass ich schon mal die Kehrichtsäcke wegbringe, ich warte unten im Auto! Ich muss raus, sonst raste ich aus! Also auf zum Auto mit meinem Reisegepäck und den zwei Säcken. Dann heisst es warten, zum Glück plane ich immer schon eine Sicherheits-Halbe Stunde ein. Endlich kommt Peter, er hat seinen Pass unter den. vielen Schriftstücken auf seinem Pult gefunden. Einige Meter weiter bemerke ich, dass Peter den Kofferraum nicht richtig geschlossen hat. Zum Glück frage ich noch, ob er denn nun beide Jacken mit hätte. Nein, natürlich inicht, also umgekehrt und nochmals in die Wohnung um die Fleece Jacke zu holen. Wieder sind wir Richtung Autobahn unterwegs. Da frage ich, ob er denn nun seine Bordkarte eingetunkt hätte. NEIN warum auch? Zum Glück habe ich alles noch für meine Unterlagen ausgedruckt, so dass wir nicht nochmals zurück fahren müssen. So kommen wir eine gute Stunde später in Oerlikon an, der kurze Fussmarsch zum Bahnhof und das Fahrkarten holen geht dann fast reibungslos, im Flughafen Zürich holen wir noch norwegische Kronen und ich hinterlege meinen Swiss Pass. Der Flug hat etwas Verspätung aber er vergeht „wie im Flug“.

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Zwischenlandung in Paris und Landung in Zürich

Zwischenlandung in Paris und Landung in Zürich
Zürich, Switzerland
Zürich, Switzerland Das Frühstück muss in aller Eile eingenommen werden, denn schon beginnt der Landeanflug. Ich bin froh dass wir nun in Paris sind, bald schon sind wir zuhause. Wir haben zwei Stunden Aufenthalt und ich möchte gerne ein wenig umhergehen und die schönen Geschäfte anschauen. Nur Pass- und Sicherheitskontrolle ist hier in Paris extrem, verständlich und eigentlich müssen wir froh sein dass alles so gut kontrolliert wird, nur ist das Warten vor den zwei Schaltern bei der Passkontrolle echt mühsam. Alles wird genauestens kontrolliert, besonders die Menschen mit einem „auffälligen“ Pass müssen ihr Bargeld zeigen, Einladungsbriefe vorweisen, etc. Wie schätze ich meinen Schweizer Pass, ohne Probleme werden wir durch gelassen, wenn wir denn endlich an der Reihe sind. Das Handgepäck, die Schuhe, die Uhr, alles muss bei der Sicherheitskontrolle aufs Band gelegt werden, nochmals werden wir „durchleuchtet“, auch diesmal im Transit. Es war zu erwarten dass die verschärften Bedingungen zur „Einreise“ auch uns betreffen, aber wenn man mitten drin steht und wieder nicht weiter kommt ist es nicht ganz so toll. Mit einem ganz kleinen „Einkaufsbummel“ im Pariser Flughafen muss ich mich begnügen, denn schon steht unser Flugzeug Richtung Heimat bereit. Am Abend um 17.15 Uhr Ortszeit erreichen wir Zürich, nachdem wir gestern Morgen um 8.30 Uhr Ortszeit unser Bungalow in La Fortuna verlassen haben. Eine lange Reise zurück in den Alltag….
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Abschied und Fahrt zum Flughafen mit Herzklopfen

Abschied und Fahrt zum Flughafen mit Herzklopfen
Alajuela, Costa Rica
Alajuela, Costa Rica Letzte Nacht habe ich nicht gut geschlafen, lange bin ich wach gelegen und hatte Angst. Das erste Mal in meinem Leben habe ich Angst vor dem Fliegen. Von einer Minute zur anderen wird mir bewusst dass wir ja mit Air France und über Paris nach Zürich fliegen – und das alles ein paar Tage nach dem verheerenden Terroranschlag in Paris ! Sollen diese kaputten Menschen so eine Macht über mich ausüben? Ja sie tun es, aber nur vorübergehend, denn letztendlich habe ich die Wahl… Terror in irgend einer Form ist in meinen Augen das verwerflichste was man tun kann, unschuldige Menschen, unbewaffnet, an irgendeinem Fest einfach abzuknallen, eine Feigheit ohnegleichen, und alles unter dem Deckmantel einer besseren Religion und einem besseren Leben im Jenseits – was für Auswüchse! Wohin führt unsere Zeit? Der Morgen bricht wunderschön an und wir geniessen unser letztes Frühstück in unserem Bungalow. Gepackt ist schnell, einerseits haben wir ja Übung, andererseits ist auch nicht viel mit dabei. Das ist für mich wohl das Schönste am Reisen, ohne Ballast und ohne viel Gepäck die Erfahrung zu machen dass man genug hat, drei Paar Hosen, ein Strandkleid und bequeme Schuhe, mehr braucht es kaum. Ein Regenschirm und eine Jacke, dann ist man auch für schlechtes Wetter gerüstet. Aber ohne mein I-Pad, meine Bücher im E-Book, die würden mir fehlen. Das Schreiben des Blogs ist für mich eine schöne Erfahrung. Immer wieder die Erlebnisse und Gedanken zu reflektieren und nieder zu schreiben, was für eine Wohltat. Oder Abtauchen in die Bücher welche mich in die Welt der Phantasie entführen, ein besonderes Erlebnis. Unsere Fahrt heute soll direkt über Sarchi und Grecia zum internationalen Flughafen von San Jose führen. Die Strasse Richtung San Ramon ist schnell gefunden, nur irgendwo steht da eine Tafel mit dem handschriftlichen Vermerk dass diese Strasse geschlossen sei und man eine andere benützen müsse. Um sicher zu gehen fragen wir einen Anwohner in der Nähe. Tatsächlich müssen wir einen Umweg über eine Nebenstrasse nehmen. Wie die Nebenstrassen in Costa Rica aussehen habe ich schon ausführlich beschrieben, hier gibt es auch schon bald wieder Asphaltbelag. Nur jetzt stehen wir, stehen – vor einer Anhöhe und es geht nicht weiter. Die Autos der anderen Seite kommen uns in Abständen immer wieder entgegen, nur auf unserer Seite rollt gar nichts mehr. Nach fast zwei Stunden sind wir durch diesen Engpass endlich durch und stellen fest, dass wohl die langen und grossen Lastwagen jeweils in der Passage des Rotlichts stecken geblieben sind, weil die Fahrzeuge auf der Gegenfahrbahn zu nahe an der Mitte gestanden sind, so konnte unsere Seite während der Grünphase fast nie weiterfahren. Zum Glück sind wir früh aufgebrochen, eine Stunde haben wir einkalkuliert betreffend Verkehr, nur jetzt sind es zwei! Sarchi, der kleine Ort auf unserem Weg ist eine Handwerksstadt mit viel Tradition. Hier werden die Ochsenkarren bemalt, welche so typisch für Costa Rica sind. Nur ist es jetzt Mittagszeit und alles scheint geschlossen, ausser ein paar Touristengeschäften, welche wir tunlichst meiden. Die Fahrt geht weiter nach Grecia wo eine schöne Kirche steht. Auch um diese zu besichtigen bleibt uns jetzt keine Zeit mehr, denn die Strasse zum Flughafen zu finden ist jetzt unser Ziel. Von Ferne bestaunen wir die Kirche und fahren weiter. Die Autovermietung zu finden ist nicht ganz so einfach, aber die Abgabe erfolgt dann erstaunlich schnell. Keinerlei Diskussionen, sogar den Abfall sollen wir im Auto lassen, und wir werden im Shuttle zum Flughafen gebracht. Eine Flughafengebühr muss noch bezahlt werden und schon sind wir am Gate. Der Flug nach Panama City dauert nur 1 1/2 Stunden und wir staunen über den schönen Flughafen. Auch hier müssen wir wieder durch die Sicherheitskontrolle, verständlich aber mühsam, sind wir doch „nur“ im Transit. Jetzt kommt der lange Flug mit Air France von Panama City nach Paris, ein Nachtflug und ich kann fast die ganze Zeit schlafen. Guten Morgen in Paris!
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Der Vulkan Arenal zeigt sich doch noch

Der Vulkan Arenal zeigt sich doch noch
Guatuso, Costa Rica
Guatuso, Costa Rica Das Wetter heute Morgen scheint recht angenehm zu sein nach den sintflutartigen Regenfällen von gestern Abend und in der Nacht. Wir beschliessen doch noch zum Nationalpark Tenorio zu fahren um den blauen Fluss Celeste zu sehen, die letzte Wegstrecke ist wie immer nur Schotterstrasse, und hier in den Bergen regnet es wieder und die Nebelwand scheint näher zu kommen. Lohnt sich da der Parkeintritt um danach im strömenden Regen zu wandern? Wir beschliessen NEIN und kehren wieder um. Im Tal ist das Wetter wieder besser und wir überlegen was wir stattdessen besichtigen könnten. Ich sehe auf unserer Karte nach und entdecke eine kleine Nebenstrasse welche abzweigt und über die Berge nach Nuevo Arenal führt, dort ist die German Bakery, welche am Sonntag geschlossen hatte und es wäre dann genau Mittagszeit wenn wir dort ankommen. Wir sollten es inzwischen besser wissen, die Abzweigungen sind nach wie vor ohne Hinweisschilder, die „Hauptstrasse“ muss erahnt werden und zweimal müssen wir wieder umkehren. Aber auch diesmal erreichen wir unser Ziel und die Bratwurst und besonders das Brot dazu schmecken ausgezeichnet. Das,Tal durch das wir fahren zeigt viele kleine Höfe, aber auch grosse Fincas, alle mit wunderschönen Gärten, es ist eine Pracht diese blühenden Büsche und Bäume, schön angeordnet, zu sehen. Die kleinsten Hütten, kaum ein paar Quadratmeter gross befinden sich in solch wunderschönen Gartenanlagen. Schade dass wir nicht etwas von dieser Pracht mitnehmen können, der Garten hätte noch etwas Farbe nötig. Auf unsrem Rückweg liegen verschiedene Therrmalbäder, die einen teuer, die anderen billiger, und wie könnte es anders sein, Peter hat das billigste ausfindig gemacht in welches vor allem die Einheimischen gehen. Die Badeanlage ist riesig, hat mehrere normale Schwimmbecken, eines sogar mit einer riesigen Rutschbahn, welche ich natürlich ausprobieren muss, hier kennt mich ja niemand…. Das warme Wasser fliesst in der Anlage in kleinen Bächen, welche in verschiedenen Becken gesammelt werden. Das Wasser ist angenehm warm, und danach kann man sich im kühlen Nass wieder etwas abkühlen. Besonders die vielen Ranchos fallen auf, hier können die Familien ihr mitgebrachtes Essen auftischen und gemütlich zusammensitzen. Und endlich, auf dem Heimweg zeigt sich uns der Vulkan Arenal so ziemlich von seiner besten Seite. Die Kamine rauchen und der ganze Berg wird sichtbar. Wie um uns zu sagen “ auf Wiedersehen“ im nächsten Jahr?

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La Fortuna

La Fortuna
San Carlos, Costa Rica
San Carlos, Costa Rica Zum Frühstück kaufe ich Toast und Konfitüre, erstens hat Peter gestern einen ganzen Butter für seine Crackers gekauft und zweitens habe ich festgestellt dass es in der kleinen Küche hier sogar einen Toaster gibt. Also Frühstück im Häuschen, mit anschliessendem Abwasch, fast wie zu Hause. Wir wollen zum Rio Celeste im Tenorio Nationalpark gehen, von hier etwa eine Stunde Autofahrt. Dieser Fluss soll ein besonderes Schauspiel bieten, beim Zusammenfluss weiter oben wird aus den zwei Bächen mit „normalem“ Wasser ein himmelblauer Fluss, wunderschön anzusehen. Leider erzählt Peter das vor der Abfahrt unserem Hotelier, der dann von vier Stunden Wanderung spricht, zwei Stunden hin und zwei zurück. Das ist für Peter natürlich zu weit, also fahren wir Richtung Arenal und Observatorium. Der Vulkan zeigt sich diesmal ganz bedeckt und der Nebel wird immer dichter, so dass man gar nichts sehen kann, also lohnt sich auch diese Fahrt nicht. Wir fahren zurück und weiter ins Städtchen La Fortuna, die Besichtigung geschieht per Auto! Ich kaufe noch einige Karten mit Pflanzen, Tieren und Vögeln wie sie hier vorkommen, damit ich bei meiner nächsten Reise gut dokumentiert bin. Auch eine gute Karte von National Geografic wird gekauft, die hätte uns gute Dienste geleistet. Peter geht zum Coiffeur und ich kann ein wenig durch die Strassen gehen. Eigentlich bin ich auf der Suche nach kleinen Geschenken für meine Lieben zuhause, nur findet man auch hier nur den üblichen Touristenkram. So vergeht auch dieser Ferientag, mit schwimmen im Pool, sitzen auf der Veranda und Gesprächen. Gegen Abend regnet es heftig, man denkt dass man gleich davon schwimmt. Das Ende der Regenzeit hier im Arenalgebiet ist eindeutig NASS.

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La Fortuna

La Fortuna
San Carlos, Costa Rica
San Carlos, Costa Rica Heute verpassen wir das Frühstück nicht in der Mountain Lodge, jedoch wäre das auch nicht schade gewesen, das erste Mal überhaupt auf dieser Reise erhalten wir ein fast ungeniessbares Essen. Nun ja, der Garten und die schönen Blockhäuser der Mountain Lodge machen einiges wett und am verhungern sind wir noch nicht (den Grosseinkauf von Peter von vor fast zwei Wochen tragen wir immer noch mit). Die gute Strasse über Liberia und Canas führt uns an den Arenal See. Der Regen begleitet uns auch immer wieder und die Stimmung mutet schon fast etwas herbstlich an, dabei ist es immer noch warm. Am Arenal See weiss Peter einen wunderschönen, überdachten Pick-Nick Platz und wir machen eine kleine Pause mit Blick auf den See. Die Fahrt um den See ist lang, wie ich sie in Erinnerung habe, aber irgendwann kommen wir nach Nuevo Arenal wo sich die German Bakery befindet, fast schon weltberühmt, denn hier gibt es endlich wieder einmal ein richtiges Stück Brot. Nur haben wir nicht daran gedacht dass heute Sonntag ist – wie glücklich man in den Ferien ist, keine Wochentage, kein Datum, kaum eine Uhrzeit – die Bäckerei hat zu, und aus dem uns bekannten kleinen Häuschen mit Ladengeschäft ist eine grosse Bäckerei mit Restaurant geworden, auch hier ist die Zeit nicht stehen geblieben. Also weiter bis zur Pequenia Helvecia, einem Hotel und Restaurant in einem riesigen Berggelände, mit eigenem Bauernhof, einer Kapelle und einer eigenen Bergbahn, welche zu einem Drehrestaurant auf dem Gipfel fährt. Die Häuser sind im schweizerischen Chalet Stil gebaut, mit hölzernen Fensterläden mit Herzen ausgeschnitten. Von oben hat man fast das Gefühl man schaut auf den Vierwaldstättersee. Im Restaurant erwarten uns Naturholz-Stabellen an Tischen mit Eckbank und rot-weiss karierten Tischdecken. So übertrieben dass es schon wieder hübsch aussieht. Alles ist sehr gepflegt, der Davoser Schlitten, die Heugabeln und ein Leiterwagen dekorieren das ganze noch zusätzlich. Wir könnten hier tatsächlich Rösti mit Ei, Bratwurst oder Wienerli mit Kartoffelsalat oder Fondue bestellen. Aber so weit geht unser Heimweh denn doch nicht, wir sind ja schon bald wieder zuhause, also begnügen wir uns mit Spaghetti und ich geniesse noch einen Espresso zum Dessert, Jetzt sind wir schon bald in La Fortuna, wo wir ein Zimmer im kleinen Hotel Bijagua für die letzten drei Nächte gebucht haben. Es liegt etwas versteckt hinter dem Supermarkt, aber die Anlage ist sehr hübsch und das Zimmer wirklich schön, mit eigener Küche, Kühlschrank, Tisch und zwei Queensize Betten. Eine kleine Veranda lädt zum Sitzen ein. Der Regen, teilweise sehr heftig, hat nun aufgehört und wir können uns ein wenig im Ort umsehen. Das Abendessen geniessen wir in unser kleinen Hütte.

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Schwefel, Dampf und kochendes Wasser

Schwefel, Dampf und kochendes Wasser
Guanacaste, Costa Rica
Guanacaste, Costa Rica Frühstück gibt es hier nur bis 8 Uhr, ein klein wenig später kommen wir zum Restaurant, nichts zu wollen, wir müssen ohne Frühstück zum Eingang des Nationalparks fahren. Dort hat es ein kleines Restaurant, hier gibt es wenigstens Wasser und Chips, nicht gerade was ich mir zum Frühstück wünsche, aber die Bananenchips sind nicht ganz so voll Fett wie die anderen. Beim Eingang zum Nationalpark bezahlen wir den Eintritt und müssen unsere Namen, samt Passnummer dort lassen, am Ende der Tour sollen wir uns wieder im Office abmelden, sonst wird eine Suchaktion gestartet. Eine sichere Sache also. Leider können wir nur einen Teil des Trails um die Fumadores machen, alles andere wird erneuert und umgebaut. Es soll alles Rollstuhl gängig gemacht werden, eigentlich eine tolle Sache, ich mag es den Leuten ja gönnen, nur das Dschungelfeeling auf den jetzt noch schmalen, zum Teil matschigen und steilen Wegen wird definitiv darunter leiden. Baulärm und Traktoren begleiten uns zu Beginn der Tour, auch können nur die mit Spannseilen markierten Wege begangen werden, dahinter ist Baustelle. Zum Glück kommt man dann aber doch recht schnell weiter zum Colorado Fluss, welchen man über eine kleine Hängebrücke passieren kann (das letzte Mal musste ich noch durch den Fluss einen Weg suchen), danach wird es ruhig, die Natur hat uns wieder. Auf dem Weg sehen wir grosse Ameisenstrassen, bunte Raupen und wunderschöne Blumen und Pflanzen. Der Höhepunkt aber sind die vielen verschiedenen Stellen an welchen Rauch, Schwefel oder kochende Lava zu sehen sind, eindrücklich auch ein „kochender“ See. Wir besuchen all die Abzweigungen zu den verschiedenen Fumadores und geniessen das schöne Wetter. Es ist sehr feucht und warm und schon bald sind wir ganz verschwitzt, aber das gehört einfach dazu. Auf dem gleichen Weg geht es wieder zurück zum Parkeingang. Ich könnte noch einen 10 km Marsch zum Wasserfall machen und Peter später treffen, aber irgendwie fühle ich mich müde. Ein Mittagsschlaf von etwa vier Stunden wird eingeschaltet und es dauert seine Zeit bis ich wieder richtig wach werde. Nach dem kleinen Abendessen treffen wir eine nette Dame welche die Gruppe für ARA TOURS führt. Sie hat lange in der Schweiz gelebt und lebt nun seit acht Jahren in Costa Rica, kennt das Land aber bereits seit 17 Jahren. Sie gibt uns einige Tipps was wir während unseres Aufenthalts in La Fortuna alles unternehmen könnten. Ich notiere mir die vielen Namen damit ich mich daran erinnern kann. Es ist spannend die vielen Erlebnisse und Orte miteinander zu besprechen und die Erfahrungen auszutauschen, immer klarer wird auch für mich dass ich wieder eine Reise nach Costa Rica organisieren werde, Peter hat schon ganz viel Ideen wer da alles mitkommen könnte….

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