Helene Inderbitzin

Helene Inderbitzin

Wieder aufs Land

Wieder aufs Land
Villa Serrana, Uruguay
Villa Serrana, Uruguay Meine Sachen sind gepackt und bereits im Auto verstaut. Mein Strandspaziergang an der Sonne heute Morgen hat gut getan, jetzt sitze ich im wunderschönen Garten des Hotels Serena und geniesse die Wärme. Im Hotel ist es viel kühler und das Frühstück kann warten, ich bin so oder so viel zu früh dran. Heute verlassen wir den Strand, das Meer und fahren wieder ins Landesinnere nach Villa Serrana. Die Fahrt geht zuerst Richtung Flughafen Punta del Este, da dort der Autovermieter sein soll. Der Display unseres Autos zeigt einen Schlüssel mit dem Vermerk Code an, was wir nicht zuordnen können, eine Gebrauchsanweisung gibt es nicht im Handschuhfach. Leider gibt es keine Zufahrt zum Flughafengebäude ohne durch eine Schranke zu fahren, Peter entscheidet sich es zu lassen und fährt weiter. Kurz danach erlöscht auch die komische Anzeige. Quer durchs Land fahren wir nun, auf einer etwas kleineren Strasse, durch Hügel, Wälder und Felder. Wieder zeigt sich die Landschaft unterschiedlich als zum bisher gesehenen. Es ist alles sehr lieblich, ab und zu sehen wir kleine Dörfer. Unsere Fahrt geht über Bäche und Flüsse. Kurz vor Minas gibt es eine Touristeninformation, so dass Peter schon früh zu seinem Plan kommt und zu Informationen was man alles besuchen soll. Da die Fahrt heute nur kurz war bis hierher will Peter noch weiter in den Norden zum Ombu-Wald, der hier auch vorkommen soll. Heute haben wir Glück, es ist Sonntag, und die Höhle, welche sich hier beim gleichen Felsen befindet ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Wir müssen zwar warten bis eine Führung anfängt, aber dann geht es weit hinunter in eine dunkle, recht grosse Höhle. Die Dame welche alles in einem extrem schnellen Spanisch erklärt macht es spannend und interessant, wenn man es denn verstehen würde. Die Einführung und die Erklärungen dazwischen sind für uns viel zu langatmig und wir verstehen nicht, weshalb wir oft im Stockdunkeln stehen sollen. Vermutlich um das Feeling früherer Höhlenbewohner zu bekommen und die Wassertropfen zu hören, welche an irgendeinem Rand herunterfallen. Durch den Ombu-Wald kommen wir bei unserem Abstieg nach der Höhle. Die Fahrt geht noch ca. 30 km oder mehr weiter bis zu einem Aussichtspunkt, dann wieder zurück nach Minas und auf die Route 8 um nach Villa Serrana zu gelangen. Überall ist die Landschaft sehr abwechslungsreich, lieblich und es scheint als ob sich die kleinen Gehöfte an die Bergrücken schmiegten. Das einzige Hotel in Villa Serrana das Meson de las Canas erweist sich als schöner Aussichtspunkt mit rundum Fenstern. Draussen gibt es sogar einen Swimmingpool und Liegen, dafür ist es jetzt aber noch zu früh im Jahr. Das Zimmer ist klein aber soweit hübsch eingerichtet und es hat alles was es braucht (ausser einem Föhn). Tankstellen sind in ganz Uruguay nicht sehr oft zu sehen und inzwischen hat unser Auto wieder Durst. Also fahren wir nochmals zurück nach Minas, dort sollen laut Auskunft die Tankstellen liegen. Da wir auf der Herfahrt keine gesehen hatten müssen wir diesmal auf der Route 8 bleiben. Tatsächlich, wenn man erst einmal eine Tankstelle gefunden hat begegnen einem auch noch andere in der Stadt. Minas ist direkt eine Grossstadt im Vergleich zu den anderen Städtchen, welche wir auf unserer Reise gesehen haben. Es gibt sogar zwei Plätze und oh Wunder, auch Restaurants entlang des einen Platzes. Dort soll sich gemäss Auskunft des Tankwarts ein sehr gutes Restaurant befinden. Nachdem wir alle auf der Karte eingezeichneten Restaurants gesucht und gefunden haben gebe ich zu bedenken, dass wir doch einfach mal zum Platz fahren könnten, aussteigen könnten und dann schon etwas finden. Gesagt, getan, und tatsächlich nach wenigen Metern zu Fuss entdecke ich das Restaurant, welches uns der freundliche Tankwart angegeben hatte. Das Essen schmeckt sehr gut, so klingt dieser Tag langsam aus. Die Fahrt zurück zu unserem Hotel ist dann quasi das Dessert. Etwas ganz Tolles habe ich hier in Uruguay entdeckt und ich finde das so eine gute Variante, dass ich mich frage, weshalb man das nicht schon überall eingeführt hat. Wenn ich nämlich mit meiner Schweizer Kreditkarte bezahle, ob Hotel oder im Restaurant, wird mir vom Rechnungsbetrag automatisch die Mehrwertsteuer abgezogen und ich bezahle nur den tatsächlichen Wert (für Ausländer). Was für eine Erleichterung für die Mehrwertsteuer Abrechnungen, alles ist schon erledigt und muss nicht noch in irgendeiner Form vom Staat zurückgefordert, oder je nachdem, bezahlt werden. Europa lerne ein wenig von diesem kleinen Land, wenn ich da an meine grenzüberschreitenden Abklärungen und Abrechnungen denke, schrecklich. Für Fotos hat es hier zu wenig „Strich“ im Wifi, die kommen später….
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Peninsula

Peninsula
Punta del Este, Uruguay
Punta del Este, Uruguay Heute nur Stichworte, sorry mir ist es nicht ums Schreiben:
  • Fahrt ca. 4x um die Peninsula und zur Einkaufsstrasse zum Parkieren
  • Peter sitzt bei einem Glas Wein, ich schaue mir die Strasse an
  • Isla de Lobos (Riesenkolonie von Seehunden, Seelöwen, Seeelefanten und Pinguinen) nicht möglich, der eine Anbieter fährt heute nicht, den anderen finden wir nicht vom Auto aus
  • Erneute Suche eines Restaurants in der Gastro Strasse für den Abend
  • Fahrt zum Punta Ballena und Besuch des Casapueblo
  • Fahrt zum botanischen Garten und kurzer Spaziergang zusammen, den Rest mache ich alleine
  • Suche einer bestimmten Bar per Auto, wieder ca. 4x in und um die Peninsula
  • Abendessen und Rückfahrt zum Hotel, welches wir leider nur kurz bei unserer Ankunft und danach zum Schlafen benutzt haben

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Wieder Sonne und Weiterfahrt nach Punta del Este

Wieder Sonne und Weiterfahrt nach Punta del Este
Punta del Este, Uruguay
Punta del Este, Uruguay Heute Morgen lacht die Sonne, es ist zwar immer noch empfindlich kühl, Strom gibt es noch keinen, aber das Frühstück wird uns in unverminderter Qualität in unsere Wohnung serviert. Alles ist rasch zusammengepackt und ich gehe schon mal zum Bezahlen. Wie erwartet geht die Kartenstation nicht mangels Internetverbindung, aber hier in Uruguay ist man offenbar auf Stromausfälle vorbereitet. Telefonisch klärt Carla alles ab um unsere Bezahlung wie früher mit dem weissen Durchschlag zu vervollständigen. Sehr erstaunt bin ich darüber dass Carla nicht einmal das Frühstück und das Waschen der Wäsche in Rechnung stellen will. Das sei geschenkt, und es tut ihr entsetzlich leid dass wir solches Wetter, keinen Strom und kein Wasser hatten. Ich konnte nicht einmal das Geschirr abwaschen (wie schade!!!). Auf der Fahrt Richtung Punta del Este, sehen wir noch viele umgekippte Masten, entwurzelte Bäume und umgekippte Container vom vergangenen Sturm. Die Menschen waren aber schon fleissig bei der Arbeit. Die Baumkronen, welche in die Strasse schauten sind schon weggesägt und liegen an der Seite. Meistens fahren wir auf kleinen Nebenstrassen hinunter zum Meer und dann entlang der Küste. Der Ombu-Wald bei Varize ist unser erstes Ziel. Hier sollen mehrere Ombubäume stehen und einen Wald bilden, obwohl diese Bäume sonst weltweit nur vereinzelt vorkommen. Wir finden auch nach etwas Suchen die Bootsanlegestelle, von welcher man einen Ausflug mit Führer zum Wald machen kann. Leider bekommen wir nur die Auskunft, dass man sich einen Tag vorher für einen Ausflug anmelden muss. Wir sind aber auf dem Weg nach Punta del Este und können nicht einen Tag warten. Tröstlich ist, dass wir den zweitgrössten Ombuwald an einem unserer nächsten Tage sehen können. Auf der Weiterfahrt nehmen wir einen Autostopper mit Gitarre bis Rocha mit. Er ist aus dem Süden von Brasilien, spricht fast nur Portugiesisch, und ist demzufolge nicht sehr gesprächig. In Rocha, im üblichen zentralen Park essen wir unsere Reste vom Frühstück, so sparen wir uns ein Mittagessen und fahren weiter. Immer näher kommen wir der berühmten Stadt Punta del Este, dem Miami von Uruguay. An der Küste ist zum Teil durch die sehr hohen Wellen die Strasse weg gebrochen, es ist schon gewaltig was die Wellen bei solch einem Orkan anrichten können. Ohne Probleme finden wir das von mir gebuchte Hotel Serena, das einzige Hotel hier welches direkt am Strand liegt. Es ist wunderschön eingerichtet, der Garten und das Restaurant zum Strand laden zum verweilen ein, und unser Welcome-Drink, ein Glas Champagner schmeckt hier doppelt gut. Ich muss natürlich umgehend ein Stück dieses endlosen Strandes entlang marschieren. So ein Strandspaziergang ist doch immer wieder ein Erlebnis. Das Rauschen des Meeres, die wenigen Menschen denen man begegnet und die Silhouette der Stadt in weiter Ferne. Wunderschön. Beim Zurückkommen buche ich mir für den Abend eine Massage, schliesslich habe ich erst richtig Ferien wenn ich auch eine Massage geniessen konnte. Und tatsächlich, diese Massage ist ein Erlebnis. Es werden Hölzer aus den Regenwäldern angezündet, es riecht ein wenig nach Teer. Die wohlriechenden Öle tun das ihre, und die Masseurin ist ein Meisterin ihres Faches. Der Preis ist dann auch ganz „gehoben“, aber für einmal macht das nichts, es war eine Wohltat. Zum Abendessen fahren wir in die Stadt zur angegebenen Strasse, hier sollen lauter sehr gute Restaurants sein. Auf den ersten Blick sehen wir diese nicht, aber beim zweiten Hinschauen sieht man in schönen Gärten die beleuchteten Restaurants. Eines fällt mir besonders auf, wunderschön mit Lichtern, einzelnen Ecken im Garten und schönen Möbeln im Essbereich. Zum Glück schauen wir uns die Menukarte vorher an, Ravioli als Vorspeise ca. EUR 70…. Nun das ist uns doch etwas zu „gehoben“ und wir finden auch danach noch eine „Beiz“ wie sie Peter liebt.
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Orkan – Windstärke 120 km/h

Orkan – Windstärke 120 km/h
Punta del Diablo, Uruguay
Punta del Diablo, Uruguay Schon in der Nacht hören wir den Sturm der ums Haus pfeift. Am Morgen ist es nicht besser, es regnet und windet in einer Stärke, wie wir es noch kaum erlebt haben können. Nach dem Frühstück erledigen wir noch einiges, planen und buchen für die Weiterreise, und jetzt? Wir wollen nicht den ganzen Tag in unserer zwar hübschen Wohnung verbringen. Ganz kurz hört der Regen ein wenig auf, wir beeilen uns um ins Auto zu kommen, denn dort können wir die Heizung anmachen. Erneut fahren wir bis La Coronilla, um die Meeresschild-krötenstation zu suchen. Vorgängig haben wir den genauen Standort im Internet gefunden. Also kein Problem, aber alles ist zu und verriegelt, am Strand selber sehen wir ausser meterhohen Wellen auch nichts. Also auf zum Tanken (zum Glück, wie sich später heruasstellt), denn Peter ist mal wieder bis fast zum letzten Tropfen gefahren. Der Nationalpark Santa Teresa mit seinem Fort (Fortaleza) haben wir ja auch noch nicht gesehen, in langsamem Tempo fahren wir auf der Hauptstrasse, denn auch im Auto spürt man den extrem starken Wind. Beim Fort kämpfen wir uns zum Eingangstor, ich werde vom Wind auf die Seite gedrängt, ich kann mich dagegen stemmen so viel ich will. Auch im Fort selber ist es nicht wirklich besser, ab und zu gibt es ein wenig Windschatten durch die alten Gebäude welche wenige Dinge aus längst vergangener Zeit zeigen. Es gibt eine Küche, ein Büro, Schlafsaal für die Offiziere (2 Betten) und Schlafsäle für die „gemeinen“ Soldaten. Hier gibt es keine Betten sondern Schaukästen mit verschiedenen Orden und Papierstücken. Man kann sich aber gut vorstellen dass es hier auf beiden Seiten unzählige Betten, vielmehr Strohsäcke gegeben haben muss. Die Festung selber ist in sehr gutem Zustand. Nun geht es den ganzen Weg wieder zurück zum Auto. Durch den Park selber wollten wir ursprünglich auch fahren, es gibt 60 km Wanderwege, aber bei diesem Sturm? Wir machen uns Gedanken ob es wohl sicher ist durch die Wälder zu fahren. wir glauben es nicht und verzichten auf die Fahrt durch die riesigen Bäume, schade, es hätte mich schon interessiert wie die Strände und der Park aussieht. Zurück in Punta del Diablo, jetzt ist der Teufel wirklich los, liegen Bäume auf der Strasse und Leitungsmasten sind am herunterfallen (durch darauflegende Bäume) oder liegen schon in Reih und Glied auf der Strasse. Die Strassen selber sind in sehr schlechtem Zustand, einerseits hat der massive Regen die Löcher und Gräben noch grösser und tiefer gemacht, andererseits muss man immer gewahr sein, dass einem ein Container (für Abfall) entgegen fliegt oder Äste und entwurzelte Bäume „herumliegen“. Uns ist klar dass wir keinen Strom, also auch kein Wifi haben werden. Wir gehen in das kleine Restaurant Tana, welches wir auf dem Hinweg entdeckt haben. Auch hier gibt es nichts Frittiertes, keinen Kaffe und natürlich kein Licht, aber alles andere können wir bestellen, zum Glück hat es hier einen Gasherd. Auch hier, wie überall in Uruguay ist der Eigentümer sehr nett und freundlich, durch das Feuer in der Feuerstelle ist es auch ei*****massen warm im kleinen Restaurant. Der Besitzer erklärt uns, dass es sich bei dem Sturm um einen Orkan mit Windstärke 120 km/h handelt. Wir bleiben sitzen bis wir aufgefordert werden nun doch bitte das Lokal zu verlassen, wie immer mit Peter, sind wir die letzten. In unserer Wohnung angekommen verkrieche ich mich unter die warme Bettdecke und schlafe bald ein. Peter bereitet später mit den Resten des Frühstücks unser improvisiertes Abendessen. Eine grosse Kerze wurde uns auf den Tisch gestellt, denn auch hier gibt es natürlich keinen Strom, keine Heizung, kein Wifi, kein Wasser (nicht male kaltes). Zum Glück haben wir unser Kartenspiel, damit es in etwa gleich ist wie wir es kennen macht Peter aus der 2, welche wir nicht brauchen, eine 10, und jetzt geht es los. Diesmal gewinne ich haushoch und lasse Peter im „Schneider“. Bei Kerzenschein, mit einem Glas Wein, beenden wir auch diesen Abend. Etwas unsicher sind wir zwar wie sich die Weiterfahrt gestalten wird, wird es morgen immer noch so stürmen, oder sogar noch heftiger?
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Ausflug an die Grenze zu Brasilien

Ausflug an die Grenze zu Brasilien
Chuy, Uruguay
Chuy, Uruguay Das Frühstück haben wir in unsere kleine Wohnung bestellt, es ist fulminant. Das sind Ferien, wenn ich das Frühstück nicht selber vorbereiten muss. Das Wetter lässt weiter zu wünschen übrig, also fahren wir in die Grenzstadt Chuy, wo man besonders günstig einkaufen kann, gemäss Informationen, welche Peter aus dem Internet hat. Auf dem Weg dorthin versuchen wir die Meeresschildkröten Station am „Strand von Coronilla, gleich gegenüber“ zu finden. So steht es wenigstens im Reiseführer. Nur welcher Strand? Coronilla ist schnell gefunden, aber alle Strassen enden etwas weiter oben, wir gehen zu Fuss zum Strand, aber die Station finden wir nicht. Wir werden uns nochmals informieren müssen. Leider hat die Tourist Information nur von Freitag bis Sonntag geöffnet, man kommt ja auch nicht unter der Woche… Etwa 40 km geht es nördlich zur Grenze nach Brasilien. Wir kommen ohne Probleme in die Grenzstadt Chuy, nur scheint es hier auch eine Art Freihandelszone ohne Zoll zu geben, hinein kommen wir ohne Kontrolle, aber hinaus? Ich habe wie immer im Ausland die Pässe im Hotel deponiert und nur die ID mit. Auch Peter trägt seine ID immer mit sich. Was nun wenn wir zurück fahren? Wir wissen es nicht. Ich mache mir weiter keine Gedanken, aber Peter wirft mir natürlich vor dass man im Ausland IMMER den Pass auf sich tragen müsse. Ich habe es bisher immer anders gehandhabt und bin gut damit gefahren. So kann ich, sollte man mir meine Tasche stehlen mit dem Bargeld, den Karten und der ID, immer noch mit dem Pass und meiner im Hotel deponierten anderen Kredit- und Bankkarte auf jeden Fall nach Haus zurück fliegen und die Hotelrechnungen bezahlen. Wir werden sehen. Peter kauft sich ein Paar Schuhe, ich selber schaue mir zwar ein Kleidergeschäft an, aber die Dinge sind genau so teuer wie in Konstanz, und dort habe ich viel die bessere Bedienung, vor allem sprechen wir die gleiche Sprache. Ich brauche ja auch nicht wirklich etwas, also lasse ich es besser bleiben. Eine kleine Pause in einem Restaurant um vor allem dem wieder eingesetzten Regen zu entgehen lässt die Zeit verstreichen. Auf der Fahrt zurück zum Zoll nach Uruguay (obwohl wir eigentlich nie richtig draussen waren) zücken wir ganz einfach unsere ID’s und wir werden durch gewunken. Zum Glück, sonst hätte ich als Pfand da bleiben müssen und Peter hätte die Pässe im Hotel holen müssen, aber auch das wäre nicht wirklich schlimm gewesen. Also wieder mal kein Problem. Die Fahrt durch die Ebene mit den vielen Weihern und Lagunen ist wieder spannend. Ich habe noch nie in meinem Leben so viele verschiedene Vögel so nah gesehen. Diese Vögel haben überhaupt keine Angst, sind direkt an den Wegen und Strassen, fliegen vielleicht davon und man kann sie sehr gut beobachten, da sie sich nicht im Dickicht verstecken wie z.B. in Costa Rica. Erneut finde ich es schade dass ich nur Ibise, Schwäne, Kraniche und noch Störche benennen kann. Falken und Adler glaube ich auch zu erkennen, aber all die vielen kleinen Vögel, keine Chance. Zum Mittag essen wir den Rest des Frühstücks und bleiben ein wenig in unserem „Häuschen“, da Peter inzwischen herausgefunden hat wie wir heizen können ist es nicht mehr ganz so kühl. Das Abendessen von gestern schmeckt auch heute nochmals und jetzt probieren wir uns im Jassen. Peter hat bei seiner Whisky Flasche ein Päckchen Jasskarten gefunden, ganz andere, fremde mit Gurken, Schwertern, Köpfen und Kelchen. Na ja, nachdem ich seit geraumer Zeit das erste Mal wieder Jasskarten in den Händen habe und erst noch ganz fremde habe ich mich doch wacker geschlagen. Nach den ersten paar Runden habe ich sogar geführt, aber danach konnte Peter immer viel „weisen“. Es ist und bleibt ja nur ein Spiel. So vergeht auch dieser Ferientag, denn obwohl Peter gerne in einer Beiz noch etwas getrunken hätte finden wir einfach nichts was offen hat. Also muss er mit meiner Gesellschaft Vorlieb nehmen. Morgen soll das Wetter etwas kühler, dafür trockener sein, also hoffen wir das Beste. So ein Regentag tut ab und zu auch mal gut.
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Weiter zum Meer

Weiter zum Meer
Punta del Diablo, Uruguay
Punta del Diablo, Uruguay Zum Glück schlafe ich überall, das Frühstück neben dem Hotel ist soweit OK, nur will Peter jetzt die Wifi Verbindung nachfragen, damit er PLANEN kann. Ich möchte jetzt aber nicht noch ca. 2 Stunden an diesem Ort verbringen, schliesslich hatte ich gestern schon den Reiseführer studiert und gesehen, dass bei dem im Moment vorherrschenden Wetter (Regen und kalt für ca. 3 Tage) für mich nur eines in Frage kommt, ein schönes Hotel am Meer, in einem kleinen Ort und einfach mal SEIN. Beim Lesen ist mir der Ort Punta del Diablo aufgefallen, er liegt in der Nähe eines Nationalparks, sollte denn das Wetter besser werden, es gibt ein Fort zum Besichtigen, ein Zentrum für Meeresschildkröten in der Nähe, und soll ein ehemaliges Fischerdorf sein, welches sich zum gemütlichen, entspannten Touristenzentrum gemausert hat. Ich zücke wieder mein I-Pad, welches ja auch ohne Wifi geht, gebe den Ort Punta del Diablo ein, eine Auswahl an Hotels verschiedenster Grösse und Preisklassen kommt, ich schaue mir das kurz an, die Villa Juana, mit einer Bewertung von 9.8 (von 10) und das von 53 Gästen, sticht mir ins Auge. Gesehen, gebucht, eine Sache von 5 Minuten (bei mir), Peter müsste jetzt noch auf Google Maps, Wikipedia und diversen anderen Seiten vergleichen, mir den Auftrag geben, dies und jenes noch abzuklären, etc. So ticken wir eben unterschiedlich, aber heute habe ich ausnahmsweise mal keine Geduld für das lange Herumgesuche. Die Fahrt auf der Route 14 Richtung Meer führt uns nochmals auf einer unbefestigten Strasse mitten durch eine riesige Ebene mit vielen Palmen, welche sehr vereinzelt stehen. Ein riesiger Lastzug winkt uns zu, Peter hält an und der Fahrer bittet uns, seinen Begleiter bis zur nächsten Kreuzung (etwa 80 km weiter) mitzunehmen. Natürlich machen wir das. Es begegnen uns vielleicht 4 Autos unterwegs, sonst sind wir alleine auf der Strasse. Erst unten Richtung Meer gibt es wieder mehr Verkehr. Die Abzweigung zum Ort Punta des Diablo ist rasch gefunden, das Hotel Villa Juana lässt sich auch ganz einfach mit den Koordinaten im Navi finden, was für eine Erleichterung. Bevor wir einchecken will Peter ein wenig durch den Ort fahren um alles zu sehen und um ein Restaurant zu finden. Am Meer finden wir eine Fischerkneipe und ich bekomme hier sogar ein Soufflé Vegetarias, einen Gemüseauflauf der sehr gut schmeckt. Das Hotel erweist sich als eine kleine Ferienwohnung mit Grill und Terrasse im Garten, wie sie schöner nicht sein könnte. Eine kleine Küche neben dem Essbereich und dem Wohnzimmer lädt zum selber kochen ein, jetzt darf Peter endlich im Supermarkt einkaufen, damit wir den Abend hier gemütlich verbringen können. Punta del Diablo, ein Ort an dem das Meer sich mit riesigen Wellen an den Strand wirft. Punkt des Teufels, jetzt verstehe ich. In dieser Jahreszeit liegt der Ort ziemlich verlassen, die meisten Cabinas und Ferienhäuser stehen leer, aber es ist erfrischend zu sehen, dass es hier möglich ist so viele verschiedene Häuschen und „Baracken“ aufzustellen um zu wohnen. Teilweise gibt es sogar Wohnwagen, welche einfach ausgebaut wurden, andere Häuser stehen auf Stelzen. Morgen werde ich bestimmt mehr Bilder machen können, heute brauchte ich ganz einfach mal Ruhe. Das Abendessen, mehr oder we***** improvisiert, schmeckt sogar Peter und er lobt mich für das Essen und das Finden der schönen Ferienwohnung. Beim Reflektieren stelle ich fest, dass alle schönen Hotels auf unserer Reise von mir gebucht wurden… Peter wendet ein, dass ich das von gestern ja auch gebucht hätte… Na ja das zählt nicht, das war nur für ein Bett zum Schlafen.
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Planung, Planung ist alles, oder ???

Planung, Planung ist alles, oder ???
José Pedro Varela, Uruguay
José Pedro Varela, Uruguay Nun verlassen wir unser Motel FordTCity in Tacuarembò und fahren die lange Strecke, erst einmal bis Melo um von dort in den Nationalpark Quebrada de los Cuervos in der Nähe von Trenta Y Tres zu gelangen. Die Mitte des Landes mit dem riesigen Stausee lassen wir aus, wie Peter das in stundenlanger Planung vorbereitet hat. Die Fahrt dauert lang, teilweise über unbefestigte Strassen, dann wieder bestens ausgebaute, fahren wir durch bis zur kleinen Posada Canada del Brujo, welche in einem ehemaligen Landschulgebäude ausgebaut wurde. Es ist ein sehr einfach ausgestattetes Hostel. Wer hier unterkommt wohnt im traditionellen Gaucho-Stil ohne Strom, ohne warmes Wasser, nur mit Wolldecken, aber dafür gibt es Mate, Kerzenlicht und kreolisches Essen. Pablo veranstaltet Wanderungen und Ausritte durch die Region. Auch Kanufahrten sollen möglich sein. Nun ich bin gespannt, nur das Wetter macht leider gar nicht mit. Es nieselt oder regnet den ganzen Tag und ist empfindlich kühl, der starke Wind gibt das Seine dazu. Peter hat in seiner Planung angegeben, dass wir zwischen 17.00 Uhr und 18.00 Uhr in der Posada ankommen. Jetzt sind wir etwa eine halbe Stunde zu früh. Auf der Suche nach dem Betreiber geht Peter rund ums kleine Gebäude und entdeckt, dass das WC-Häuschen draussen hinter dem Haus ist. Man sieht Peter direkt an wie seine Begeisterung für das einfache Leben abgenommen hat. Da der Wind durch alle Ritzen zieht und wir keinen Eingang finden bleiben wir im Auto sitzen, um auf den Betreiber und den Schlüssel zu warten. Nach einer Stunde schaut Peter nochmals auf sein Handy, und was sieht er? Er hat für den 25. Oktober zwei Nächte gebucht, und heute ist erst der 24. des Monats! Nun ich weiss wo es noch eine wunderschöne, mit exzellent bewertete Estancia gibt. Wir fahren etwa 30 km zurück und fahren durch die drei Tore auf den Weiden zur Pinos de la Quebrada, in welche ich so gerne gehen wollte. Zum Glück, oder ? Nach der Fahrt durch die Weiden und Wälder, nach dem Kampf mit den grossen Toren mitten im Regen, erhalten wir die Auskunft, dass der Besitzer alle Angestellten nach Hause geschickt hätte, da sich keine Gäste per Mail angemeldet hätten. Was wir leider auch nicht tun konnten, da es hier um den Nationalpark keine Internet-Verbindung für mein I-Pad gibt. Er weist uns weiter nach Trenta Y Tres. Inzwischen ist es
19.00 Uhr. Also fahren wir zurück und weiter nach Trenta Y Tres, zum Glück wird die Strasse bald besser. In der Dunkelheit sehen wir wieder kein Hotel, also mein I-Pad, welches hier zum Glück wieder Verbindung mit dem Internet hat, gezückt. Alle Zimmer in dieser Stadt sind belegt, es gibt noch ein einziges Zimmer im etwa 25 km entfernten Ort José Pedro Varela in einem einfachen 2 Sterne Hotel. Also gebucht, damit wir wenigstens nicht im Auto übernachten müssen. Die Fahrt geht immer noch weiter, schon lange ist es dunkel, und seit dem Frühstück hatten wir nur mal ein kleines Eis als Zwischenverpflegung. Im kleinen Ort angekommen versuchen wir mal wieder mit den Koordinaten im Navi das Hotel zu finden, chancenlos. Mein Spanisch hervorgeklaubt betrete ich eine Bar und frage den Chef. Der zeigt mir die Strasse und das „Luce“, nur finden wir das Hotel immer noch nicht, also nochmals in ein anderes Restaurant am üblichen Platz in der Mitte des Ortes, der kann mir nun in einfachen Sätzen erklären, dass es sich eine Türe weiter als das beleuchtete „Luce“ Geschäft befindet. Sehr versteckt, sehr kümmerlich, aber wenigstens ein Bett und eine warme Dusche. Endlich, zur lokalen Abendessenszeit (21.00 Uhr) sind wir nun an einem ganz anderen Ort als geplant, das Essen ist furchtbar, zum Glück gibt es Brot dazu, aber macht nichts, Peter hat noch seinen Vorrat mit *************ers und Wein, ich selber merke nichts mehr davon, denn kaum im Bett schlafe ich schon. Das ist doch Planung, oder? Deshalb heute auch keine Bilder.
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Vallé Eden

Vallé Eden
Valle Edén, Uruguay
Valle Edén, Uruguay Die erste Fahrt geht heute zum Tourist Office beim Busbahnhof, da Peter einen Stadtplan haben möchte. Leider ist das Office geschlossen, obwohl gemäss Anschlag an der Türe es bis 12 Uhr auch am Sonntag geöffnet sein soll. Macht nichts, eigentlich wissen wir ja welche zwei Museen wir heute Tacuarembò besichtigen wollen. Das erste ist das Museo del Indio y del Gaucho, es hat gemäss Reiseführer nur am Montag geschlossen. Ich finde es spannend etwas mehr über die Ureinwohner Uruguays und über die Kultur der Gauchos zu erfahren, leider vergebens, wie ein Zettel an der Türe des Museums anzeigt hat es neuerdings Sonntag und Montag geschlossen. Das zweite Museum, ist das geowissenschaftliche, leider auch geschlossen, dabei sind wir extra für heute schon nach Tacuarembò gekommen, da normalerweise die Museen am Montag geschlossen sind. Nun es gibt noch ein weiteres Museum, etwa 25 km entfernt, im Valle Eden, das Carlos Gardel Museum, welches mich auch brennend interessiert. Also fahren wir weiter die Route 26 bis zum Kilometer 208, wie es beschrieben ist, dort befindet sich die Abzweigung zur Posada und zum Museum im Valle Eden. Auf der Hauptstrasse, kurz vor der Abzweigung sehen wir den „Friedhofberg“ welcher Gräber der Ureinwohner beherbergt. Also doch noch ein wenig Vergangenheit, auch wenn durch die Portugiesen sämtliche Ureinwohner ausgerottet wurden. Der Weg führt durch den Fluss, daneben steht für die Fussgänger eine Hängebrücke aus Holz aus dem Jahr1929. Heute Sonntag ist hier auch Ausflugstag für die Familien. Viele verbringen hier auf dem Campingplatz den Tag, spielen und machen Pick-Nick. Einige Kilometer nach dem Fluss kommen wir zur Posada und gleich daneben das Museum. Es zeigt vor allem Zeitungsausschnitte und Filmplakate der Karriere von Carlos Gardel. Das Wichtigste scheint es zu sein zu beweisen, dass der frühere Star aus Uruguay, und zwar Tacuarembò stammt. Das Museum selber ist nicht sehr ergiebig und der Film der gezeigt wird zeigt Gespräche mit sehr alten Einheimischen, welche beweisen wollen, dass Gardel in der Estancia Santa Blanca geboren wurde. Wir machen eine Fahrt durch das ganze Tal, über Flüsse, kleine Hügel und wiederum durch einsames Land. Dadurch haben wir einen grossen Bogen gefahren und kommen auf der Rückfahrt nach Tacuarembò wieder bei der Abzweigung zum Valle Eden vorbei. Durst ist nun unser Wegweiser, wir fahren die paar Kilometer nochmals ins Valle zum Campingplatz, wo ich einen kleinen Ausschank gesehen habe. Bier und eine Empanada, die typische Zwischenmahlzeit in Uruguay. Die Pause im Hotel nutzen wir um die weitere Reise zu planen. Eigentlich hatten wir vor weiter ins Landesinnere zu dem riesigen Stausee nach San Gregorio de Polanco zu fahren. Nur zeigt sich bei genauerem Hinschauen, dass wir dahin nur auf Naturstrassen kommen könnten, da sind auch 110 km sehr lang, da man meist nur mit 30 – 40 km/h fahren kann. Wir planen nun anders herum, suchen eine Estancia oder ein Hotel, da Peter dies auf mehreren Webseiten alles erfahren will dauert das seine Zeit. Fürs Abendessen fahren wir heute in die Stadt und versuchen nochmals eines der übrig gebliebenen Restaurants zu finden.
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Nationalpark Lunarejo und Weiterfahrt

Nationalpark Lunarejo und Weiterfahrt
Tacuarembó, Uruguay
Tacuarembó, Uruguay Morgens um 8 Uhr kommt Flavio um uns zu informieren welche Aktivitäten er mit uns im Park machen könnte. Auch er spricht (fast) nur Spanisch, aber inzwischen sind wir ganz gut im Verstehen. Es stehen zur Auswahl: Wandern, Reiten oder 4×4 Fahrt im Nationalpark. Ihr dürft dreimal raten welche Bewegungsart Peter wählt. Er überlegt zwar kurz ob er es mit einem Pferd wagen will, aber da erhebe ich Einspruch. Wir können beide nicht reiten, obwohl ich es sehr liebe, und vom Pferd fallen ist an und für sich schonkeine tolle Sache, aber wenn schon ziehe ich einen Reitunfall in der Schweiz vor. Hier gäbe es Kilometerweit keine Ärzte und Spitäler. Vielleicht etwas zu vorsichtig, ich habe es ja auch schon einfach gewagt, aber irgendwie sagt mir mein Bauchgefühl NEIN. Und inzwischen habe ich gelernt auf mein Bauchgefühl zu hören. Also holt Flavio noch einen Chauffeur für den 4×4, wie wir jetzt sehen ein riesiges Vehikel mit sehr hohem Radstand, damit man auch durch die Flüsse fahren kann. Zunächst geht die Fahrt über die gleichen Strasse, welche wir gestern gefahren sind, aber dann durchqueren wir den Rio Lunarejo, den Hauptfluss, der dem Tal den Namen gegeben hat. Erinnerungen an unsere Fahrten in Costa Rica und Vergleiche damit kommen ganz von alleine. Hier müssen wir nur staunen und herausschauen. Natürlich werden wir etwas sehr durchgerüttelt, denn jetzt hat es nur noch ab und zu Strassen. Wir fahren auch mitten durch die riesigen Weiden. Es ist einfach hübsch zu sehen wie hier die Muttertiere mit ihren Jungen auf der Weide sind. Egal of Pferd, Schaf, Kuh oder Schwein, alle jungen Tiere sind so süss und es ist ein Wunder zu sehen wie sie ihrer Mutter nachhoppeln oder nachrennen sobald sie unser Riesenungetüm von Fahrzeug sehen. Die Fahrt endet vor einer Schlucht, welche wir nun zu Fuss erkunden. Über Stock und Stein geht der Weg bis zu einem Wasserfall, der sich in einen kleinen See ergiesst. Die „Badi“ im Sommer, jetzt ist es leider etwas zu kalt zum Schwimmen. Ich gehe noch ein Stück den Fluss hinauf, wie ich solche Wege liebe. Von einem Stein zum andern hüpfen, über kleine Rinnsale springen und den günstigsten Weg durch das Gewirr suchen. Am liebsten würde ich hier noch lange wandern und den Tag geniessen, nur müsste ich das allein tun, und das geht definitiv nicht, wir sind 30 km von der Posada entfernt und wir wollen heute ja noch weiter. Zurück bei der Pomade gibt es Mittagessen, wir bedienen uns von einem Kartoffelauflauf, der wirklich gut schmeckt, ich nehme natürlich noch vom Salat, der auf dem Buffet steht. Jetzt geht die Fahrt über eine schon bald sehr schöne Strasse bis Tacuarembò. Hier soll der Tango „geboren“ sein. Bei der Planung habe ich ein schönes Hotel, mit dem Namen des berühmten Tangosängers Carlos Gardel gefunden, und eigentlich hatte ich mir schon vorgestellt wie ich heute Abend, endlich mal wieder in einem schönen Kleid, im eleganten Hotel zu Abend esse und wir dann auch noch einen Tangokurs besuchen könnten, nur das Navi führt uns mal wieder ganz woanders hin, wir landen im FordtCity Hotel, eher ein Motel neben einem Museum für Oldtimer (wohin schlägt es uns bloss immer wieder). Aber wie wir bald herausfinden, müssen wir froh sein überhaupt noch ein Zimmer bekommen zu haben, andere müssen später wieder weiter, da alles voll besetzt ist. Auf der Fahrt durch die Stadt suchen wir Restaurants. Das tönt sicherlich etwas doof, aber es ist hier in den Städten echt schwierig ein Restaurant zu finden, es gibt nicht viele, diejenigen, welche im Führer aufgeführt sind gibt es teilweise nicht mehr, oder wenigstens nicht an dem Platz wie beschrieben. Im Museum, welches wir natürlich zuerst besucht hatten (Oldtimer) gibt es auch ein Restaurant, hier können wir um 21.00 Uhr essen. Endlich entdeckt Peter auch Gemüse auf der Speisekarte – wo ? – bei den Salaten ist es aufgeführt als „heisser Salat“. Ich wäre nie auf die Idee gekommen Gemüse bei den Salaten zu suchen, aber jetzt weiss ich es. Ich wusste schon bald nicht mehr was bestellen, da immer nur Fleisch ist auf die Dauer schon auch etwas eintönig, obwohl das Fleisch hier gut schmeckt.
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Nationalpark Valle del Lunarejo

Nationalpark Valle del Lunarejo
Área Natural Protegida Valle del Lunarejo, Uruguay
Área Natural Protegida Valle del Lunarejo, Uruguay Die Route 30 erweist sich zu Beginn der Fahrt, wie gestern, als schwierig, die Schlaglöcher sind nicht we***** geworden. Aber schon bald wird die Strasse oft besser und es ist ein Genuss durch diese unberührte Landschaft zu fahren. Wir sehen wieder viele Tiere, vor allem Vögel. Ein Adler zieht majestätisch seine Kreise, so nah habe ich noch nie einen dreilebenden Adler gesehen. Vor zwei Tagen, das habe ich glaube ich noch gar nicht erwähnt, haben wir auch ein Gürteltier entdeckt. Die scheinen mir kleiner zu sein als ich es mir gedacht hatte, oder es war ein Jungtier, wer weiss. Heute frühe haben wir nur die nötigsten Dinge in meine kleine Reisetasche gepackt, damit wir, falls nötig, auch einen Teil zur Posada zu Fuss gehen könnten, wie im Reiseführer beschrieben. Aber das erweist sich als völlig unnötig, ist doch die Posada Lunarejo im gleichnamigen Nationalpark direkt an der Strasse und wir finden sie problemlos. Eine nette Wirtin begrüsst uns und zeigt uns das hübsche Zimmer. Ja hier wollen wir gerne bleiben, erst einmal für eine Nacht (mit allen Mahlzeiten inbegriffen), dann schauen wir weiter. Das Mittagessen ist schon bald bereit und wir können uns am Buffet bedienen. Ausser uns sind nur noch 4 Einheimische hier zum Mittagessen. Es gibt Lammeintopf mit Kartoffeln, Pouletschenkel in einer Chamignonrahmsauce, Nudeln, vier verschiedene Salate und einige „Postres“ (Desserts). Das Lamm schmeckt ausgezeichnet und die Salate umso mehr, habe ich doch in den letzten Tagen zu wenig Gemüse und/oder Salat erhalten. Zum Nachtisch probiere ich eine halbe Orange, welche in einer Caramelsauce gekocht wurde. Ich bin echt überrascht, erweist sich doch die vermeintliche Schale als Teig, der vermutlich um die geschälte Orange gelegt wurde und dann gekocht, eingekocht, keine Ahnung, aber es schmeckt ausgezeichnet, wenn auch sehr süss. Überhaupt gibt es in Uruguay schon zum Frühstück Süssigkeiten, Kuchen, Biskuits etc., also wieder mal nichts zum Abnehmen…. Nun erkunden wir einen kleinen Teil des riesigen Nationalparks. Hier übernehme ich den Text aus dem Reiseführer, da ich es nicht besser beschreiben könnte: „Der Nationalpark Valle del Lunarejo ist einer der abwechslungsreichsten Nationalparks in Uruguay muht mit seinen Bergen, Wäldern, Schluchten und Strömen einerseits sowie seinen mehr als 160 verschiedenen Tierarten andererseits eine spannende Ergänzung zu den andern Regionen des Landes. Un er ist auch als Konzept sehr spannend, denn dieses Naturschutzgebiet von mehr als 25’000 ha Grösse ist in den Händen von rund 100 Privatpersonen, die sich zu seiner Erhaltung verpflichtet haben…. Das Naturschutzgebiet übertrifft jede Postkartenidylle.“ Unterwegs steigen wir aus um Fröschen und Zikaden zuzuhören, um Fotos zu machen, und ich wandere ein Stück zurück, während Peter in aller Ruhe einen Zigarillo raucht und mich später, weiter unten, wieder „aufliest“, nachdem ich „Autostopp“ gemacht habe. Wir treffen auf Gauchos, welche ihre Kuhherden mit kleinen Kälbern vor sich her treiben, wir beobachten für uns fremde Vögel, staunen über die Herden von Kühen, Ziegen, Schafen und Pferden und auf dem ganzen Weg begegnet uns nur ein Auto. Es wird ein unvergessliches Erlebnis bleiben. Zurück in der Posada ist für uns schon ein Zvieri gedeckt, es gibt Tee oder Kaffee und Biskuits mit Butter und Marmelade. Auch bekommen wir frisch zubereitete Mandelstangen. Gemütlich sitzen wir jetzt in unserer Posada im Vorraum, zwischen uns ein Tisch mit schönen Schachfiguren, und um ca. 21.00 Uhr werden wir dann unser Abendessen serviert bekommen. So lässt es sich aushalten!

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