Helene Inderbitzin

Helene Inderbitzin

Ein Ausflug in die Berge

Ein Ausflug in die Berge
Petrópolis, Brazil
Petrópolis, Brazil Ursprünglich hatte ich vor mich heute ein wenig „selbständig“ zu machen und wieder einmal alleine los zu ziehen. Da jedoch Jamaica morgen einen Termin wegen dem Kindergarten für seine kleine Tochter Joana hat, verschieben wir das ganze und machen heute einen Ausflug mit Jamaica und seiner kleinen Familien. Joana (3-jährig) ist heute auch mit von der Partie. Sie ist so süss und liebenswert wie alle Kinder auf der ganzen Welt und nimmt auch sofort mit mir Kontakt auf, soweit dies möglich ist, mit Kindern ist es immer besonders einfach. Die Fahrt geht nördlich Richtung Petropolis, mitten in den Bergen. Die Temperatur ist direkt angenehm und der Ort selber sehr hübsch. Wir besichtigen einen Palast mit riesigen Zimmern und schönen Möbeln. Besonders eindrücklich ist das riesige Auditorium mit etwa 20-fachem Echo. Weiter geht es zum Bavaria-Brauhaus. Es gibt dort eine Tour durch die Brewery. Der Eintritt für Senioren (ab 60) ist nur die Hälfte (etwa CHF 5.–) pro Person, so dass wir wieder ganz zufrieden mit den Eintrittspreisen sind. Wir erwarten eine Führung durch die Brauerei, weit gefehlt. Das Ganze entpuppt sich als gut strukturiertes und sehr informatives Museum über die Bierbraukunst seit der Antike bis heute. Die verschiedenen Zutaten werden ausführlich beschrieben, es gibt sogar Gerste in verschiedenen Röstungen und Zuständen zu probieren. In Mikroskopen können wir die verschiedenen Hefe-Gärungen ansehen und Bier gibt es natürlich auch immer wieder zu probieren. Die Besichtigung dauert etwa 1 1/2 Stunden wird aber nie langweilig. Nach einem kleinen Imbiss im Restaurant am Ende der Tour besichtigen wir noch die Kathedrale. Da es bereits 17 Uhr ist kann ein weiteres Museum, von denen es noch etliche gibt, nicht mehr besichtigt werden. Also machen wir uns auf den Rückweg Richtung Rio. Ein mexikanisches Restaurant in Baha ist unser Ziel für heute Abend. Mariachi spielen und singen, Fajitas schmecken wie überall bestens und nach dem gemütlichen Abendessen werden wir von Jamaica in unser Hotel gebracht. Ein erlebnisreicher Tag in Rio liegt nun hinter uns, die Heimreise rückt näher. Ich freue mich auf die Meinen und auf das Erzählen, aber wie meistens am Ende einer Reise finde ich auch, wenn ich doch schon hier, an diesem Ende der Welt bin, könnte ich doch noch…. Aber andere Reisen kommen ja hoffentlich bald.
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Parque Christovao, Nationalmuseum und Vista Ginesa

Parque Christovao, Nationalmuseum und Vista Ginesa
Rio de Janeiro, Brazil
Rio de Janeiro, Brazil Jamaica wartet bereits auf uns vor dem Hotel. Wie im Film werden uns die Türen des Hotels geöffnet und danach vom Auto, damit wir ohne Probleme einsteigen können. Jamaica hat uns bereits am frühen Morgen Vorschläge für den heutigen Tag per SMS zugestellt, diese stellt er uns nun persönlich vor. Wir entscheiden uns für den Parque Christovao. Dieser Park ist riesig, mit schönen alten Bäumen und einem Weiher mit einem Tempel auf der kleinen Insel. Wir suchen bereits jetzt den Schatten, denn es ist heiss. Weiter oben steht das Nationalmuseum welches wir besuchen wollen. Es ist recht ausführlich ausgestattet und wir sehen bekannte und teilweise auch unbekannte Gegenstände, welche hier ausgestellt sind. Das Leben der Urzeitmenschen bis heute wird anschaulich dokumentiert. Verschiedene Gerätschaften und Bilder zeigen das Leben in den verschiedenen Epochen. Dinosaurier in immenser Grösse lassen uns staunen. Ich denke an Joy, welche schon die Namen dieser verschiedenen Saurier kennt. Ich freue mich auf sie und auf die anderen, obwohl, wenn ich an das kalte Wetter in der Schweiz denke und jetzt endlich „Sommer“ habe, würde ich auch gerne noch ein wenig bleiben. Ich liebe Rio nach wie vor und entdecke immer wieder neue Seiten. Mit Jamaica haben wir das grosse Los gezogen, er gibt uns viele Informationen über das Leben hier in Brasilien und ist ein guter Gesprächspartner. Eine Pause um etwas zu trinken ist nun angesagt. Jamaica möchte seine Frau auch holen, natürlich sind wir einverstanden. Leider spricht sie kein Englisch und Portugiesisch ist so jenseits, nochmals ganz anders als Spanisch, welches ich inzwischen doch wieder etwas aufgefrischt habe, so dass wir uns nur mit Zeichen und über Jamaica als Übersetzer unterhalten können. Beide sind sehr interessiert mehr über das Leben und die Demokratie in der Schweiz zu erfahren. Anlass zu diesen Diskussionen geben die Wahlen in Amerika, welche im TV im Restaurant gezeigt werden (was für ein unwahrscheinlicher Ausgang!, ich hatte immer angenommen dass die Amerikaner das „kleinere Übel“ wählen würden.) Weiter geht nun die Fahrt durch den Regenwald Tijuana, dem grössten zusammenhängenden Regenwald in einer Stadt, den es überhaupt gibt. Der „Vista Ginesa“ ist unser Ziel. Endlich sehen wir Rio von oben, was einfach immer wieder unbeschreiblich schön ist. Die verschiedenen Strände, die Buchten, die Berge, welche sich überall erheben und dazwischen die von hier oben klein erscheinenden Häuser, einmalig. Wieder einmal wird mir bewusst dass man den Blickwinkel einfach ändern muss um die Schönheiten zu sehen. Wenn man mitten im „Trafic Jam“ in Rio steht und darauf wartet dass es weiter geht könnte man vergessen wie wunderschön diese Stadt „von oben“ aussieht.
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Rio de Janeiro und Copacabana

Rio de Janeiro und Copacabana
Rio de Janeiro, Brazil
Rio de Janeiro, Brazil Auto zurückgeben, Flughafen-Aufenthalt und Flug nach Rio de Janeiro, alles ohne Zwischenfälle, jedoch wie Immer viel zu langwierig. Was haben eigentlich die Flughäfen davon wenn wir dort Stunden zubringen mit Warten? Wir vermuten dass es sich um die Konsumtempel handelt, welche gerne einen Umsatz machen würden. Aber auch so geht die Zeit rasch vorbei und in Rio wartet bereits Jamaica, unser Fahrer und Führer für diese Stadt und die Umgebung. Die Fahrt zum Hotel, welches sich diesmal im Stadtviertel Copacabana befindet (es ist nicht „nur“ ein Strand), dauert sehr lang aufgrund riesigen Verkehrsaufkommens. Wir sind es nun wirklich nicht mehr gewöhnt dass so viele Autos um uns herumschwirren. Obwohl an diesem Wochenende war auch Montevideo sehr belebt und recht verkehrsreich. Nach einem Kurzen Check-In fahren wir mit Jamaica Richtung Zuckerhut. Aber als Peter sieht wie hoch die Seilbahn zwischen den beiden Gipfeln schwebt will er nicht mehr auf den wohl bekanntesten Berg von Rio. Ich selber war zum Glück schon zweimal dort oben und habe es in sehr guter Erinnerung. Der Strand und seine kleinen „Beizen“ reizen und nachdem wir kurz den Fels zwischen den Stränden umrundet haben setzen wir uns an den Schatten. Meine Coco und Peters Bier löschen den Durst hervorragend. Schatten ist gut, so um 17.00 Uhr fängt es an zu regnen und ein Gewitter zieht auf mit heftigen Regengüssen. Jetzt sitzen wir fast mitten in einem Bach da vom Fels hinter uns das Wasser nur so herunter rinnt. Wir besprechen mit Jamaica welche Ausflüge wir in diesen Tagen noch machen könnten. Als der Regen ein wenig nachlässt gehen wir zurück zum parkierten Auto, welches nun in einem See steht. Jamaica fährt aus diesem „See“ auf das mehr oder we***** trockene Stück Strasse um uns einsteigen zu lassen. Eine Shopping Mall ist unser nächstes Ziel. Hier gehen wir ein wenig durch die Stockwerke bis Peter findet Jamaica solle uns nun zum Abendessen in das dafür vorgesehen Restaurant bringen. Das asiatische Essen schmeckt ausgezeichnet nach dem vielen Fleisch der letzten Wochen. So vergeht auchdieser erste Tag der „Heimreise“ wie im Flug.
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Rambla und Strand

Rambla und Strand
Montevideo, Uruguay
Montevideo, Uruguay Heute nach dem Frühstück will ich es wissen, ich MUSS ein wenig der Rambla entlang gehen, möglichst in zügigem Tempo, sonst würde ich ja auffallen unter all den Fitness-Fanatikern, welche hier an mir vorüberziehen. Es ist wunderbares Wetter, Jung und Alt ist zu Fuss oder per Fahrrad unterwegs. An den Stränden tummeln sich bereits am Morgen viele Menschen. Hier ist wirklich Sommer geworden und direkt in der Stadt liegen die kilometerlangen Strände. Es ist ein besonderes Erlebnis hier mitten in all den Menschen einfach drauflos zu gehen. Nach fast 2 Stunden habe ich einfach Durst und es gibt weit und breit keine Möglichkeit etwas Wasser zu bekommen. Hier nimmt man einfach mit was man braucht. Zum Glück bin ich inzwischen bis zum Parque Rodo gekommen und dort, meine ich mich zu erinnern, gibt es kleines Lebensmittelgeschäft. Die haben zwar kein Wasser, aber dafür eine Art Grapefruit-Getränk, was auch ein wenig den Durst löscht. Und jetzt? wieder zwei Stunden zurück zum Hotel? Inzwischen ist es recht heiss geworden und als ich auch dem Geschäft trete kommt mir ein leeres Taxi entgegen. Kurz entschlossen winke ich und fahre die ganzen Kilometer per Taxi zurück zum Hotel wo Peter auf mich wartet. Jetzt will Peter ein wenig herumfahren. Zuerst geht die Fahrt zum Hafen und danach weiter der Küste entlang bis zu einem ziemlich abgelegenen, (fast) einsamen Strand. Hier gibt es kaum Schatten also fahren wir nach einem kurzen Aufenthalt zu einem Campingplatz, da wir die Erfahrung gemacht haben, dass es dort etwas zu trinken gibt. Auch hier gibt es ein kleines Geschäft und wir können am Schatten sitzen und aufs Meer hinausschauen. Im Gespräch wird jetzt auch Peter klar dass ich gerne nochmals in die Markthalle beim Hafen und die darum liegende Altstadt von Montevideo gegangen wäre. Also ist unser nächstes Ziel diese Markhalle. Ein Fruchtsaft löscht den ärgsten Durst und wir fahren zurück zum Hotel. Den Abend verbringen wir in einem hübschen Restaurant, welches wir nach langem Kreisen durch die diversen Einbahnstrassen inzwischen fast erreicht haben. Wir müssen allerdings beim dritten Versuch „um die Ecke“ parkieren, da wir einfach nicht von der richtigen Richtung zur Strasse kommen. Kofferpacken ist nun auch angesagt, denn morgen früh müssen wir das Auto zurückgeben und Peter kann den Kofferraum nicht mehr als Ablage für seine diversen Einkäufe benützen. Aber natürlich hat alles Platz, und jetzt ist alles bereit für die erste Etappe unserer Heimreise.
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Der Kreis schliesst sich

Der Kreis schliesst sich
Montevideo, Uruguay
Montevideo, Uruguay Die Fahrt nach Montevideo heute ist nicht weit, aber wenn man bei jeder Nebenstrasse, welche an einen Strand führt mal sehen will wie es dort aussieht, kann man auch aus dieser kurzen Strecke eine lange Autofahrt machen. Gegen Mittag sind wir trotz allem in Montevideo und fahren zuerst zu unserem Hotel, welches ein wenig am Rand liegt, damit der Weg zum Flughafen am Abflugtag nicht zu weit ist (sonst müsste Peter ja noch früher aufstehen!). Unterwegs entdecke ich das hübsche Restaurant am Strand vom ersten Mal und ich schlage vor, dass wir dahin zurückfahren um etwas Kleines zu essen. Nach dem Check-In fahren wir zu besagtem Restaurant am Strand, einen Monat später, und heute ist Samstag, wimmelt es nur so von Menschen. wir haben Glück dass wir noch einen kleinen 2-er Tisch beim Eingang erhalten. Was für ein Unterschied zum ersten Mal, damals waren wir fast die einzigen Gäste, heute stehen sie im wahrsten Sinne des Wortes „Schlange“. Sehr effizient und wie immer äusserst freundlich werden wir bedient. Inzwischen wenden wir die Methode an dass Peter ein Menu bestellt (ich esse ja alles) und das teilen wir uns dann. Es ist immer so reichlich, dass wir beide satt werden. Heute habe ich aber auch noch Lust auf ein Dessert und einen Kaffee. Eigentlich wollen wir zurück zum Hotel um nachzufragen, ob es wohl heute Abend irgend eine Veranstaltung gibt, Tanz, Musik etc., für welche man uns Tickets besorgen könnte. Peter fährt jedoch wieder kreuz und quer durch die Strassen und entdeckt eine „Beiz“, wo wir lange sitzen. So eine „Beiz“ hat ihm auf der ganzen Reise gefehlt. Meist mussten wir suchen um überhaupt irgendwo etwas essen und trinken zu können. Kurz vor dem Hotel entdecke ich ein Einkaufszentrum und gebe zu bedenken, dass man dort wohl Schuhe kaufen könne, da Peter das ja noch im Sinn hat. Also suchen wir die Einfahrt ins Parkhaus und finden auch ein riesiges Einkaufszentrum mit Schuhgeschäften ohne Ende. Ein Paar schwarze Schuhe gibt es nun und ganz kurz darf ich auf der einen Etage ein wenig rumgehen. Riesig, was es hier alles zu kaufen gibt. Eine kleine Pause im Hotel gibt es dann doch noch, Peter will ja selber im Internet einen Event für heute Abend finden (offensichtlich ohne Erfolg, es wird gar nicht mehr erwähnt). Dann sucht er ein Restaurant (im Internet) für den Abend. Den Weg hat er sich auch sehr genau gemerkt und wir gelangen ohne Probleme in die richtige Strasse, nur gibt es dort kein Restaurant, und Parkplätze sind auch Mangelware. Ein- zweimal um den Block, endlich sehen wir eine Parklücke. Gleich daneben gibt es ein hübsches Restaurant, und endlich können wir auch am Abend draussen sitzen. Es ist warm, am Tag war es fast heiss. So endet unsere Rundreise durch Uruguay wieder hier in Montevideo und wir reflektieren die Erfahrungen und Erlebnisse. Das Land selber gefällt uns sehr gut, auch wenn man keine geschichtlichen oder kulturellen Höhepunkte erwarten kann. Die Menschen sind so herzlich, freundlich und hilfsbereit, das allein ist eine Reise wert. Die Idee kommt, dass diese Menschen so viel „netter“ sind käme vielleicht daher dass sie nicht so dicht an dicht wohnen müssen wie wir in unserem Land. Möglich – wir wissen es nicht und man kann das ja auch nicht wissenschaftlich „beweisen“. Die Natur ist sehr schön, oft nicht sehr abwechslungsreich. Kilometerlang fährt man an Feldern vorbei, welche nur durch kleine Weiher und manchmal etwas Baumbestand unterbrochen sind. Ein Schweizer Bauer würde sich als „Grossbauer“ fühlen, wenn er Land im Besitz hätte, was hier „nur“ ein Feld ist. Riesige Landstriche sind überhaupt nicht bewohnt, der Verkehr ist, ausser in den grossen Städten, so wenig, dass man oft stundenlang fahren kann ohne einem einzigen Auto zu begegnen. Was wir nach unseren Erfahrungen ändern würden? Ich würde gerne mindestens eine oder zwei Nächte länger in Colonia del Sacramento bleiben. Die Altstadt ist sehr hübsch und den Park hätten wir dann auch, halt erst am Nachmittag, besuchen können. überhaupt hatten wir einiges Pech, da es oft hiess „manana“ (morgen) und wir schon eine Buchung hatten für das nächste Ziel. Diese Buchungen zwingen einem dann nur zum „weiter reisen“, obwohl man am einen oder anderen Ort gerne etwas länger geblieben wäre. Ich wäre gerne Kanu gefahren, gewandert und die Estancia im Nationalpark besucht (vielmehr dort mindestens 2 – 3 Nächte verbracht). Für Peter waren wir viel zu lange am Meer unten (und jetzt schon wieder, obwohl wir ja eigentlich am Fluss sind). Natürlich hatten wir oft auch Pech mit den Öffnungszeiten der Museen oder Parks. Das Wetter spielte so seine Streiche. Vermutlich wäre es besser die Reise etwas später, sprich im November, zu beginnen. Es wäre sicherlich wärmer, aber auch da kann es Ausnahmen geben. Alles in allem, eine Reise die sich gelohnt hat. Wir sind vielen netten Menschen begegnet und haben ein schönes Land bereist und Einblick in das Leben der Menschen hier erhalten. Peters Fazit ICH müsse unbedingt fliessend Spanisch lernen.
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Ausflug und "Helado" an der Rambla

Ausflug und "Helado" an der Rambla
Piriápolis, Uruguay
Piriápolis, Uruguay Für heute haben wir ausgesorgt – denken wir – beim Frühstück sagt uns der Hoteleigentümer, dass uns die Dame vom Reisebüro nochmals sehen möchte. Also fahren wir zum kleinen Büro und die Dame erklärt uns, dass es leider nicht möglich sei zu reiten. Die grossen Pferde seien viel zu wild für Anfänger und für Peter könne man ja kein kleines Pony bereitstellen! Leider müsse man uns absagen, auch zum Mittagessen ginge es nicht, da die Küche „cerrado“ sei. Nun was jetzt? Im Auto will Peter die Landkarte und ich schnappe mir meinen Reiseführer. Alles rundherum haben wir schon besichtigt und besucht, ausser – die Isla de Lobos vor Punte del Este fällt mir wieder ins Auge. Jetzt aber Gas, in einer Stunde fährt vom Calypso Pier das Boot und wir sollten, wenn alles gut läuft, in etwas 45 Minuten in Punte del Este sein. Wir erreichen auch das Pier „just in time“, aber man sagt uns erneut, aufgrund der Wetterverhältnisse könne man heute nicht fahren „manana“… immer wieder. Schade, ich hatte mich so auf die Tiere und auf die Schifffahrt gefreut. Nun ein wenig werden wir entschädigt durch zwei Seelöwen, welche sich vor dem Fischerhafen tummeln. Sie warten auf die Fischabfälle, zusammen mit den Albatros. Ein Bild mit der Kamera schaffe ich sogar, jedoch ist es sehr schwierig die Tiere im richtigen Moment zu erwischen. Das kleine Restaurant am Jachthafen lädt zum Verweilen an der Sonne ein. Einfach da sitzen, den Menschen zusehen, wie sie hier ihr tägliches Fitness gehen oder mit ihrer Thermosflasche unter dem Arm und dem Mate-Becher in der Hand der Rambla entlang flanieren. Überall kann man hier auch einfach heisses Wasser bestellen für die Thermoskanne, das gehört hier zum Strassenbild. Der Sangria schmeckt herrlich und erfrischend und später folgt noch das „Sandwich calliente“, damit ich etwas im Magen habe, sonst fährt der Sangria zu sehr ein. Jetzt geht die Fahrt zum schönen Hotel Serena, denn leider zu spät habe ich bemerkt dass mir mein blauer Stein, Andenken an unsere Reise nach Sizilien, verloren gegangen ist. Ich hatte zwar ein Mail ans Hotel geschrieben, aber bisher keine Antwort erhalten. Leider haben sie den Stein nicht gefunden, meine Mail-Adresse konnte ich da lassen, aber den Stein muss ich vermutlich wohl oder übel abschreiben. Die Fahrt zurück führt uns aufs Land in die Pampa, denn wenigstens sehen, wo wir hätten reiten sollen, wollen wir. Leider fahren wir kreuz und quer, bemerken zwar immer wieder dass wir falsch sind, aber rein durch Zufall entdecke ich nach einigen Stunden die Chacra turistica „La Pampa“. Klein mit wenigen Gebäuden, Pferde hat es zwar, aber wir sind fast froh dass es heute mit dem Reiten nicht geklappt hat. Beim Hotel ist heute angeschrieben dass es auch Maniküre gibt im Hinterhof, ich mache gleich einen Termin aus, auch das gehört zu den Ferien. Ein Spaziergang zur Rambla um ein Eis zu essen ist nun angesagt, sogar Peter macht inzwischen wieder etwas mit bei den Spaziergängen. Danach will Peter unbedingt die Tage für Rio planen, es dauert wieder seine Zeit, er sitzt da mit seinem Handy und will immer wieder wissen, ob ich das oder jenes schon gesehen hätte. Er will unserem „Uber“ Chauffeur von Rio ein Whats-app schreiben, damit er uns am Flughafen abholt. Nun ich habe ja zu schreiben und kann so den ganzen Tag nochmals Revue passieren lassen.
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Sonne, Palast, Zoo und "endlich" Rambla

Sonne, Palast, Zoo und "endlich" Rambla
Piriápolis, Uruguay
Piriápolis, Uruguay Die Sonne scheint, der Wind ist aber noch ziemlich stark, also entschliessen wir uns mit dem Auto zum Paria Castell zu fahren um es zu besichtigen. Das Castell liegt sehr schön über der Stadt in einem weitläufigen Park. Einige Räume können besichtigt werden, darunter die Küche und ein Wohnzimmer. Des weiteren gibt es eine Ausstellung über die Zeitepochen, in welchen dieser Herr Paria die Stadt Piriapolis gegründet und erweitert hat. Im Hof gibt es alte Heuwagen und die üblichen Gerätschaften. Nach der Besichtigung diskutieren wir über die „Schatzkammer“ in welcher wir wohnen. Wenn man bedenkt, dass hier ein Castell mit zwei Zimmern, einem Keller und einem Hof bereits als grosse Touristenattraktion gehandelt wird und wir haben in „Griffnähe“ Schlösser wie Versailles, Schönbrunn oder Schwangau. Allein das Schloss Hallwil bietet bedeutend mehr als dieses Castell hier in Piriapolis. Wir sind so verwöhnt, und alles erscheint auf einmal in einem anderen Licht. Der Cerro Pan de Azucar ist ein Berg mit einem Zoo und Familienpark auf der einen Seite. Der Zoo kostet nicht einmal Eintritt. Wenn ich daran denke, dass ich nach einem Besuch mit meinen Kindern im Zürcher Zoo „arm“ war, unbeschreiblich. Überhaupt kosten hier die wenigstens Museen und Parks keinen Eintritt, und wenn dann nur bescheiden. Der Zoo zeigt Tiere, welche hier in Uruguay vorkommen. Unter anderem hat es einige Pumas, eine Art Hirsche, Flamingos und natürlich Vögel und Raubvögel. Auf dem Weg zurück in die Stadt machen wir Halt in einem Park mit Pick-Nick Tischen, vorher muss natürlich etwas eingekauft werden. Es ist wirklich erwähnenswert wie viele Parks mit Grill- und Spielplätzen es hier in ganz Uruguay gibt. Die Familien kommen an den Wochenenden und teilweise auch abends in diese Parks und nehmen alles mit was es zum grillieren und essen braucht. Die Kinder spielen, die Erwachsenen tauschen sich aus oder spielen auch mit. Alles das ist gratis und kann von jedermann benutzt werden. Auf der Fahrt entdecken wir noch viele riesige Bäume welche einfach entwurzelt daliegen, die Menschen sind immer noch sehr beschäftigt damit die Schäden des Sturms zu beseitigen. Es ist wirklich kaum zu glauben dass ein Wind überhaupt stark genug sein kann solche Riesen umzuwehen. Auf einem weiteren Cerro hat man einen schönen Ausblick über die ganze Bucht an der Piriapolis liegt. Wir beobachten Surfer, welche mit einer Art Paraglider auf dem Meer in rasendem Tempo unterwegs sind. Inzwischen haben wir alle Aussichts- und Anziehungspunkte der nahen Region gesehen und entdeckt, wir überlegen uns, dass wir noch gerne das Landleben 1 : 1 in einer Estancia, vielleicht auf dem Pferderücken, entdecken wollen, nur wie wollen wir so eine Estancia finden? Ich hole meinen Reiseführer aus dem Auto, im Ort selber soll es einen Tour Operator geben, nur ist er nicht aufzufinden. Wir wissen bereits wo die Tourist Info ist, also nichts wie hin und fragen. Tatsächlich ist es jetzt ganz leicht und wir werden von der netten Direktorin der Tour Veranstaltung willkommen geheissen. Sie macht uns einige Vorschläge, aber Chuy, Minas, Punta del Este etc. haben wir alle schon gesehen. Sie kann uns auch einen Ausflug nach „La Pampa“ empfehlen, ihre Freundin, welche dort arbeitet, kommt gerade vorbei. Sehr herzlich wird uns alles erklärt und wir werden verabschiedet wie Freunde, „bis morgen“…. Wir sind gespannt was uns erwartet. Jetzt will ich aber wirklich und wahrhaftig endlich die Rambla entlang gehen. Peter lässt mich aus dem Auto und fährt zum Hotel. Ich gehe, wie alle Uruguayos am Abend, der Rambla entlang, geniesse die Sonnenstrahlen und das Gehen. Weiter vorne muss ich zwar sehr aufpassen dass ich den Löchern, welche der Sturm hinterlassen hat, ausweichen kann. Teilweise wurde die Rambla unterhöhlt und weggeschwemmt. Es tut gut einfach mal ein wenig zu SEIN und sich dem Augenblick hinzugeben.

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Schnee am Strand?

Schnee am Strand?
Piriápolis, Uruguay
Piriápolis, Uruguay Heute früh ist das Wetter immer noch ziemlich stürmisch, es regnet, aber trotz allem fahren wir über die Panoramastrasse mitten durch die Berge, die Natur zeigt sich auch so von ihrer schönen Seite. Tatsächlich denke ich immer ich müsste Heidelbeersträucher sehen, so ähnelt das Gebiet unseren Voralpen, obwohl wir nicht einmal 300 m ü.Meer sind. Die Fahrt geht gemütlich durch die verschiedenen Schlaglöcher auf die Route 60, wo wir dann in Pan de Azucar (Zuckerbrot) ein schönes Restaurant finden um etwas Kleines zu essen. Einige Kilometer weiter erreichen wir unser heutiges Ziel, das Hotel Mar y Arte in Piriapolis, wieder am Meer. Die Wellen zeigen sich erneut riesig, ist das wirklich Schnee auf der Rambla? Nein, natürlich nicht, es ist der Schaum der Wellen welche sich über die ganze Uferpromenade ergiessen. Teilweise ist die ganze Strasse voll und man kann wirklich meinen es handle sich um Schnee. Soooo kalt ist es denn doch nicht, auch wenn ich sehr froh um meine kleine Daunenjacke bin, der Wind bläst und lässt uns die Temperatur von ca. 11° noch kälter fühlen. Das Hotel selber ist hübsch, das Zimmer ist zwar klein aber es reicht zum Schlafen. Leider können wir hier die Wäsche nicht zum Waschen geben, so dass wir in den Strassen nach einer Wäscherei Ausschau halten. Durch Zufall entdecken wir eine, als wir schon gar nicht mehr damit gerechnet haben. Die schönen Konfiserien gibt es auch hier, zum Zvieri holen wir uns ein paar süsse Kleinigkeiten, denn bis zum Abendessen ist es noch lang. In der kleinen Stadt sind alle Geschäfte geschlossen und wir verbringen wieder ein paar Stunden im Hotel. Auch hier sind viele Restaurants aus dem Reiseführer nicht mehr auffindbar, obwohl wir die genauen Adressen haben und mit dem Stadtplan den ganzen Block abfahren. Nicht weit von unserem Hotel entdecken wir schlussendlich ein geöffnetes Lokal, zusammen bestellen wir eine Portion und haben, wie immer, genug für Beide. Wieder ein Tag „nur“ Fahren, Essen, Trinken, Hotel und Restaurant suchen. Ich hoffe nun, dass der Wetterbericht recht hat und die nächsten Tage wirklich schönes, sonniges Wetter ist, damit wir diese Gegend ein wenig näher (nicht nur durch das Autofenster) erkunden können.
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Ein Regentag in den Bergen

Ein Regentag in den Bergen
Villa Serrana, Uruguay
Villa Serrana, Uruguay Regen, Wind, nass, nass… Ein Tag zum Ausruhen, lesen, schlafen, planen. Ein kleiner Ausflug ins höher gelegene Restaurant im Ort am Mittag, das ist alles. Auch das darf mal sein, die Gedanken gehen ihre eigenen Wege, ich freue mich auf die Sonne und das Meer.
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Wasserfall und Puma-Quelle

Wasserfall und Puma-Quelle
Villa Serrana, Uruguay
Villa Serrana, Uruguay Das Frühstück im Hotel ist süss, wie immer hier, aber es hat auch eine Art Baguette mit Butter und Konfitüre, was gut schmeckt. Nach einer bequemen Nacht (die Betten hier in Uruguay sind immer erstaunlich bequem, ich habe auf jeder Matratze super geschlafen) sind wir voll Tatendrang.

Der Salto del Penitente ist unser erster Punkt den wir ansteuern. Die Fahrt ist nicht sehr weit, auch wenn über die letzten ca. 7 km eine Schotterstrasse zum Park führt. Der Eintritt pro Person ist etwa CHF 1, also durchaus bezahlbar, und jetzt kann man von einer Plattform aus in die Schlucht schauen. Von zwei Punkten aus gibt es sogar Canopy, aber nicht sehr hoch und eigentlich eher ein Spielzeug, im Vergleich zu dem was ich früher in anderen Ländern gesehen habe. Der Weg in die Schlucht geht über eine Treppe hinunter, bis man direkt neben dem Wasserfall und über dem kleinen See steht, den der Fluss samt Wasserfall gebildet hat. Unterwegs sehe ich einen riesigen Leguan, der zwar schnell im Gebüsch verschwindet. Zu schnell für meine Kamera, bis ich diese gezückt und startklar habe ist der Leguan bereits verschwunden. Der Weg ist nicht lang, ich mache ein paar Aufnahmen und setze mich auf die warmen Steine um dem Rauschen des Wassers zuzuhören. Auf dem Rückweg zur Aussichtsplattform begegnet mir ein Ehepaar, die Dame kehrt aber schon bald um, sie getraut sich nicht weiter nach unten. Die Gegend hier, man fühlt sich fast in den Alpen, hat auch viele „Alpenblumen“, obwohl die „Berge“ nur ca. 350 m ü.M. liegen. Ich mache weitere Aufnahmen „nur“ von Blumen und geniesse die Düfte, welche mir hier entgegen strömen.
Im Porador wartet Peter auf mich bei einem Glas Wein. Wir fahren nun nicht ganz zurück zur Route 8, der Hauptstrasse, sondern fahren die längere Strecke über eine Nebenstrasse, welche nirgends eingezeichnet ist. Unser nächstes Ziel ist die Minas del oro, welche sich im nächsten Tal befinden soll. Wir erreichen auch ohne Probleme das Tal und die Schotterstrasse, welche weiter ins Tal hinein führt. Nur finden wir zwar die Cabinas del Oro, aber so weit wir auch fahren, die Minas (Mienen) finden wir nicht. Von weitem sehen wir zwar Löcher in den Bergen, aber irgendwie kommt man einfach nicht hin. Jetzt sind wir so weit weg von einer eingezeichneten Strasse (auf dem Navi) dass wir mit dem Kompass im Handy unseren weiteren Weg versuchen zu eruieren. Nach einigen Irrfahrten auf Wegen, welche ins Nirgendwo führen, erreichen wir die Hauptstrasse und fahren nun noch auf die andere Seite der Stadt Minas, zur Puma-Quelle. Dort haben schon in früheren Zeit die Bewohner ihr Wasser geholt, da es besonders gut und gesund ist. Heute steht dort die grosse Mineralwasser Fabrik Salus. Der Legende nach soll ein Puma an dieser Quelle immer Wasser getrunken haben, deshalb gibt es auch heute einen tönernen Puma als Wasserspeier in einem Park. Gleich daneben kann man die moderne Verarbeitung und Abfüllung des Wassers in der Fabrik durch Fenster beobachten. Viele touristische Attraktionen hat Uruguay nicht zu bieten, vor allem Natur und einfaches Leben, was für mich ja besonderen Reiz hat. Die Strände in Punta del Este haben wir auch sehr gut gefallen, da war die Zeit einfach zu kurz und was ich noch nicht wirklich erleben konnte, muss ich unbedingt noch nachholen, ich konnte noch niemals wirklich an einer Rambla entlang marschieren oder Velo fahren. Ein MUSS in Uruguay, also Aufnahme in die Agenda für Montevideo an den letzten Tagen, welche leider schon viel zu früh kommen werden. Auf der Rückfahrt zu unserem Hotel in den Bergen machen wir Halt beim kleinen Nationalpark beim See und sitzen dort an einem der Pick-Nick Tische. Peter hat trotz Eis auf dem Rückweg noch Hunger und isst von seinen Crackers, mit Wein natürlich. Ich selber mache einen Spaziergang über die Brücke auf die andere Seite des Sees um die schöne Gegend von da zu bewundern. Endlich gehen wir heute mal nicht auf die Suche nach einem bestimmten Restaurant. wir bleiben im Hotel und sitzen gemütlich beim Cheminée mit einem Glas Wein, da es hier ja erst spät etwas zu Essen gibt.
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