Helene Inderbitzin

Helene Inderbitzin

Winery, alte Autos und schöne Häuser in Montevideo

Winery, alte Autos und schöne Häuser in Montevideo
Montevideo, Uruguay
Montevideo, Uruguay Nach dem Frühstück fahren wir, dank Naiv hoffentlich auf direkter Route, zur Bodega Bouza, einer grossen Weinplantage, welche gemäss Webseite Führungen durch das Weingut, Wein Degustationen und Lunch im Restaurant anbietet. Die Führung durch das Weingut wird von vornherein ausgeschlossen. Peter will heute nicht so weit wandern…. Die Fahrt quer durch die Stadt dauert länger als angenommen, da der Verkehr doch recht dicht ist. Also erreichen wir die Bodega erst nach 11 Uhr und die aktuelle Führung hat bereits begonnen. Macht nichts sagen wir uns, wir können gerne erst einmal das Museum mit den Oldtimern ansehen, danach im Restaurant etwas essen und um 13.30 Uhr bei der nächsten Wein Degustation und Führung durch die Weinkeller mitmachen. Weit gefehlt! Man muss sich im Internet anmelden, heute hat es erst wieder um 16.00 Uhr Platz für die ganze Tour. Das dauert uns nun doch viel zu lange. Wir können nicht einmal eine Flasche Wein kaufen um sie hier zu trinken, wir müssen sie mitnehmen. Diese besondere Flasche von hier „Monte vid eu“ kostet auch für Schweizer Verhältnisse sehr viel und wir beschliessen diese eine Flasche mit nach Hause mit zu nehmen um sie bei einer besonderen Gelegenheit zu trinken. Wir können uns der aktuellen Gruppe anschliessen um das Oldtimer-Museum anzusehen. Etwas enttäuscht sind wir schon, haben wir doch schon viel schönere und besser unterhaltene Oldtimer gesehen. Insbesondere scheint der Sammler eine Vorliebe für Ford zu haben, es sind nur wenige andere Automarken vertreten. Wir beschliessen zu der bevorzugten Wohngegend der Reichen, der Barra de Carrasco zu fahren um die schönen Villen und Paläste in den grossen Gärten zu bestaunen. Auf dem Weg dorthin entdecken wir schon von weitem das Fortaleza del Cerro de Montevideo, das Fort, welches auf dem einzigen Hügel die alte Stadt bewachte, einen heute noch tätigen Leuchtturm hat und das Militärmuseum beherbergt. Wir entschliessen uns diesen Abstecher zu unternehmen, die Sicht auf Montevideo ist wirklich schön. Das Militärmuseum zeigt viele Waffen, Kanonen und Bilder von Generälen, welche für das Land gekämpft haben. Was mir hier zum ersten Mal bewusst wird ist, dass nachdem ein Erfinder die erste automatische Pistole erfunden hatte, ein Jahr darauf ein Mr. Colt eine bestimmte Pistole entwarf (diese Namen will ich mir eigentlich gar nicht merken). Und heute spricht man immer noch von einem Colt, wenn man von einer Pistole spricht, auch wenn ich dies vielleicht aus den Western noch kenne. Weiter geht unsere Fahrt zur Rambla Republica de Mexico, wo wir ein hübsches kleines Restaurant direkt am Strand entdecken. Die kleine Insel davor, bedeckt zum Teil mit Palmen, machen alles noch viel romantischer. Und vor allem hat es einen Parkplatz direkt vor dem Eingang für Peter! Wir geniessen die ausgezeichnete Gastfreundschaft, das schöne Ambiente und einen kleinen Imbiss. Danach fahren wir nun endgültigen in den Stadtteil Carrasco um die schönen Häuser zu sehen. Viele Botschaften sind hier angesiedelt. Auf dem Rückweg, welchen wir heute eigentlich zeitig antreten, entdeckt Peter ein Einkaufszentrum. Natürlich kann er nicht widerstehen, er muss sich einige Lebensmittel und Getränke kaufen. Zurück in unserem Häuschen ist heute Waschtag angesagt, diesmal in der Maschine auf der Dachterrasse, und zu Essen gibt es heute Abend nur Kleinigkeiten, wir haben beide das Gefühl dass wir nicht noch mehr essen wollen. Ein gemütlicher Abend schliesst diesen ereignisreichen Tag.
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Blauer Himmel und hübsche Altstadt

Blauer Himmel und hübsche Altstadt
Montevideo, Uruguay
Montevideo, Uruguay Auch hier in Montevideo beginnt der Morgen für mich früh, aber immerhin habe ich bis 7.00 Uhr geschlafen, was doch ein riesiger Fortschritt ist. Das Bett hat sich trotz seiner mangelnden Breite als sehr bequem herausgestellt. Das Frühstück hat uns Soledad schon bereit gestellt, ich muss nur noch heisses Wasser für den Tee machen und alles zum kleinen Tisch in der Küche tragen. Die Frage heute ist, ob wir mit dem Auto zum Zentrum oder zur Altstadt fahren. Wir haben (noch) kein Kleingeld und können somit keinen Parkplatz bezahlen, aber etwas ausserhalb des Zentrums kosten die Parkplätze nichts, man muss nur Glück haben um einen zu ergattern. Etwas sehr ausserhalb finden wir dann einen Gratis-Parkplatz. Peter will seinen Garmin mitnehmen und den Standort des Autos zuerst speichern. Ich sehe mich schon noch mehr mit mir herumtragen, dabei habe ich am liebsten die Hände frei, also mache ich es wie „früher“. Ich schreibe mir die Namen der verschiedenen Strassen an der Kreuzung auf, merke mir die Abzweigung und schon geht es zu Fuss los Richtung Zentrum. Dank unserem Plan können wir die verschiedenen Gebäude, welchen wir auf unserem Weg begegnen, genau zuordnen. Es gibt wirklich wunderschöne Häuser, fast Paläste, mit Balustraden, Erkern und Säulen, alles mitten in der Hauptstrasse. Die Strasse 18. Julio mündet direkt in die Fussgängerzone der Altstadt, mit dem schönen alten Tor davor, welches noch von der früheren Stadtmauer stehen geblieben ist. Davor müssen wir aber eine Pause in einem Café/Cervezeria machen. Zum Glück gibt es hier beiden, Bier und Kaffee, eine Kombination welche man sonst auf der Welt selten antrifft. Die kleine Pause hat sich Peter verdient, hat er doch wacker die ganze Strecke bisher zu Fuss zurück gelegt. Die schönen Schuhgeschäfte fallen auf, vor allem der günstige Preis. Ab ca. CHF 30 – 90 bekommt man hier schöne Lederschuhe. Wir haben vor uns vor unserer Abreise noch einzudecken. Aber Peter gibt zu bedenken, dass er lieber in einer kleineren Ortschaft Schuhe kaufen möchte wo es einen Parkplatz vor der Türe hat. Nochmals hierher kommen, na ja…. In der Altstadt entdecken wir wieder viele schöne Gebäude, vor allem Art Deco Stil war im Zentrum, jetzt gibt es vor allem Klassizismus und Expressionismus die vorherrschen. In der Fussgängerzone gibt es viele Händler mit handgefertigten Dingen und dem üblichen Touristenkram, Sonnenhüte, Brillen, Schmuck. Wir suchen uns einen Weg durch die Gassen bis zum Hafen, wo ein Markt und einige Restaurants sind. Wir geniessen ein ausgezeichnetes Essen, einen guten Wein und mein Espresso darf nicht fehlen, leider nimmt der Kellner (oder wenn wir ihm glauben) die Maschine unsere VISA Karte nicht an, zum Glück konnten wir auf dem Weg hierher nach einigen Mühen Geld aus einem ATM hervorzaubern. Die grossen Schiffe und Fähren sieht man nur von Ferne, da die Einfahrten eingezäunt sind und der Zugang zum Hafen nur für die Passagiere und Autos oder LKW’s gestattet ist. Trotzdem machen wir eine Runde runter zum Hafen soweit es geht. Zurück geht es nun auch wieder zu Fuss. Wenigstens bis zum Platz der Republik, denn jetzt, nach einem Tag Gehen (zu FUSS) möchte Peter den Rest bis zu unsrem parkierten Auto mit dem Taxi erledigen. Uber erweist sich wieder als ausserordentlich praktisch. Vor allem der nette Fahrer gibt uns weitere Tipps wo wir noch hingehen könnten, was unbedingt anzusehen sich lohnt, etc. Da er einen kleinen Umweg macht, löscht er uns aus seinem Handy, er will nicht mal Trinkgeld entgegennehmen. Bisher wirklich nur gute Erfahrungen und nette Begegnungen. Auf dem Rückweg fahren wir ein wenig kreuz und quer durch die Strassen, da Peter ein Lebensmittelgeschäft sucht um noch Wein einzukaufen. Endlich sehen wir ein Geschäft auf der gegenüberliegenden Seite, aber es ist gar nicht so einfach wieder dorthin zurück zu kommen, die meisten Strassen sind Einbahnstrassen, und das muss man erst erkennen. Aber schliesslich erreichen wir die Strassenecke mit dem kleinen Geschäft. Gleich gegenüber gibt es eine kleine Taverne und ich schlage vor, dass wir doch zuerst dort etwas trinken bevor wir einkaufen. Es ist hübsch hier, und da wir so viel am Mittag gegessen haben wollen wir hier nur eine Kleinigkeit essen, vor allem möchte ich nicht so spät zu einem weiteren üppigen Essen gehen. Gesagt getan, heute gibt es etwas früher Feierabend. Das heisst, wir müssen natürlich noch die weiteren Tage, zumindest den nächsten Tag planen. Im gemütlichen Wohnzimmer von Soledad sitzen wir zusammen, bewaffnet mit Karten, Reisebüchern und PC und machen Pläne.
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Ein halber Tag in Rio und Flug nach Montevideo

Ein halber Tag in Rio und Flug nach Montevideo
Rio de Janeiro, Brazil
Rio de Janeiro, Brazil Der Jetlag verursacht dass ich schon um 3.00 Uhr wachliege und mich irgendwie mit Büchern und Spielen beschäftige bis ich endlich aufstehen kann. Ich weiss es wird jeden Tag besser, aber meine innere Uhr lässt sich nicht so einfach umstellen wie die Armbanduhr. Peter dagegen scheint überhaupt keinen Jetlag zu kennen, er schläft immer und überall, egal wie viel Zeitverschiebung gerade hinter uns liegt. Das Frühstück im Garten des Castelinhos ist wie immer gemütlich und man fühlt sich irgendwo auf dem Land und glaubt kaum dass ein paar hundert Meter weiter unten das pulsierende Zentrum von Rio liegt. Unsere Koffer sind gepackt und wir fragen den netten Hotelier, ob wir wohl die Koffer im historischen Nationalmuseum, während unseres Besuches, deponieren können. Er fragt telefonisch nach, das sollte kein Problem sein. Somit sparen wir einen weiteren Weg zurück zum Hotel um unser Gepäck zu holen. Ich gehe schon mal zahlen, während Peter mit seinem „Uber“ ein Taxi bestellt. Leider verstehe ich, ich solle auch gleich an der Rezeption ein Taxi bestellen, was ich natürlich umgehend mache. Nun haben wir zwei Taxis, und ich gehe nochmals hoch um „mein“ Taxi abzubestellen. Erst einmal heisst es Abschied nehmen vom Hotel Caselinho, und unser Fahrer erweist sich als sehr nett, vor allem spricht er recht gut Englisch, was hier nicht unbedingt erwartet werden kann, also buchen wir ihn gleich für den ganzen Tag, d.h. bis zum Flughafen wo wir um ca. 13.30 Uhr sein sollten. Das historische Museum zeigt die Geschichte der Portugiesen als Eroberer, aber auch die Geschichte der Urvölker, welche erst im 20. Jahrhundert als schätzenswert eingestuft wurde. Vorher wurden diese Völker verfolgt, christianisiert und man nahm ihnen viel Land weg. Kaffeplantagen, welche nach dem 1. Weltkrieg erst aufkamen werden auch dokumentiert und ich denke wieder an Grossi, hat sie doch auf einer solchen Plantage gearbeitet. Kaffeebohnen „schlitzen“ wie man mir als Kind erzählte, und hatte doch tatsächlich angenommen, dass sie die vielen „Schlitze“ in die Kaffeebohnen mit einem kleinen Messer selber machte. Die Vergangenheit scheint einerseits so lange her, andererseits ist es spannend die Geschichte eines Landes anhand von Beschreibungen und Gegenständen etwas zu verfolgen. Auffallend sind vor allem die wunderschön geschnitzten Möbel und Truhen, welche aus dem Tropenholz geschnitzt sind, welches nie verrottet. Unsere Fahrt im Taxi mit „Jamaica“ geht nun zu den Stränden Leme, Copacabana, Ipanema und Leblon. Ein Halt für eine Coco am Strand muss natürlich sein. Es ist erstaunlich für mich zu erkennen, dass mir meine erste Reise nach Brasilien immer wieder in den Sinn kommt, die langen Spaziergänge am Strand, vom Zuckerhut bis ins Zentrum, sind mir so deutlich in Erinnerung als wären wir gerade erst zurückgekehrt. Auch damals haben wir Kokosnussmilch am Strand getrunken. Jamaica führt uns auch noch zum Aussichtspunkt bei den „2 Brüdern“, Berge, welche fast genau die gleiche Form haben und direkt nebeneinander stehen. Das ist Rio, die Aussicht auf all diese Buchten, Strände und Berge, alles umgeben vom Meer, einmalig. Auch wenn das Wetter heute etwas besser ist als gestern, so blau wie beim ersten Mal zeigt sich Rio nicht. Aber die Chance besteht, am Schluss unserer Reise werden wir nochmals hierher kommen. Nun geht die Fahrt zum internationalen Flughafen. Es ist erstaunlich wie sehr dieser auf „modern“ umgebaut wurde. Die Olympiade hat hier einiges verändert, nicht nur die Preise. Nach dem Einchecken gehen wir zum Schalter der LATAM um zu sehen was wir mit unserem Rückflug von Montevideo machen können. Am 9. November gibt es tatsächlich keinen Direktflug Montevideo-Rio de Janeiro, also entscheiden wir uns zwei Tage früher nach Rio zu fliegen. Die Umsteigezeit in Sao Paulo und die weiten Wege durch den Flughafen dort haben wir bereits bei unserer Ankunft erlebt. Schliesslich werden wir dann noch lang genug im Flieger sitzen auf unserem Heimflug. Nun ist auch das geregelt, ich muss nur noch das Zimmer im Castelinho für die zusätzlichen Tage buchen. Der Flug scheint lang, aber eigentlich sind es nur 3 Stunden. Der hübsche Flughafen, in überschaubarer Grösse, empfängt uns in Uruguay. Zum Mietauto müssen wir mit einem Shuttle fahren, welcher aber fast sofort kommt und der nette Fahrer bringt uns etwas ausserhalb. Die Formalitäten sind bald erledigt und wir fahren mit unserem roten Fiat Richtung Zentrum. Die Stadt ist sehr sauber, wir fahren dem Rio de la Plata entlang. Es scheint zwar als ob wir dem Meer entlang fahren, man sieht kein Ufer auf der anderen Seite, aber eben die Dimensionen auf dieser Seite der Weltkugel sind schon etwas anders als bei uns in der kleinen Schweiz. Die Gassen zu unserem AirBnB Zuhause hier in Montevideo sind verwinkelt, und alle Richtungen, welche uns das mitgebrachte Navi zeigt, sind Einbahnstrassen, aber schliesslich finden wir Soledad und das hübsche alte Haus. Die Wohnung ist dreistöckig, liebevoll renoviert und hübsch eingerichtet. Das Bett in unserem Zimmer scheint etwas sehr schmal, ca. 120 cm breit, aber mal sehen. Nach der kurzen Einführung ins Haus fahren wir zum angegebenen Restaurant ein paar Blocks weiter und sind um 20.00 Uhr die ersten Gäste, erst als wir schon gehen wollen kommen weitere Gäste. Schon die erste Erkenntnis, wir sind viel zu früh dran, aber ich bin inzwischen so müde, dass ich einfach nur ins Bett sinke und schlafe, ob viel Platz oder nicht, einfach nur schlafen.
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Rio de Janeiro

Rio de Janeiro
Rio de Janeiro, Brazil
Rio de Janeiro, Brazil So schnell geht ein Flug vorbei wenn man schläft und nur kurz einmal aufwacht, weil ein kleines Kind weint, es ist kaum zu glauben, aber das Licht zum Frühstück weckt mich, obwohl es scheint als ob ich doch erst vorhin eingeschlafen sei. Das Frühstück an Bord ist wie üblich, der Landeanflug in Sao Paulo zeigt die riesige Stadt, und schon landen wir am anderen Ende der Welt. Was für eine tolle Sache, eine Nacht lang schlafen und schon kann man in Brasilien durch den Flughafen hasten. Unsere Umsteigezeit ist 1 Stunde 40 Minuten, lang genug sollte man meinen. Aber wenn sie uns nicht aus der Warteschlange der Domestic Flights geholt hätten, würden wir wohl noch dort stehen. Der Flughafen ist riesig, wir müssen gemäss Boarding Pass zum Gate 235 im Terminal 2, nur dort angekommen erfahre ich, dass Peter schon seit geraumer Zeit gesehen hatte, dass das Gate geändert hat. Nur schleicht er so langsam hinter mir her, anstatt mich darauf aufmerksam zu machen…. Nun ja, einfach alles wieder zurück zum Gate 224, und jetzt muss Peter seinen Pass suchen…. Inzwischen bin ich schon eingestiegen und auch dieser Flug vergeht wie im Flug. In Rio de Janeiro angekommen löse ich ein Ticket fürs Taxi nach Santa Teresa zum Hotel. Ich habe zum Glück die portugiesische Beschreibung für den Taxifahrer mit. Denn auch in seinem Tablet kann er das Hotel nicht finden. Gegen Ende der Fahrt kann ich dem Taxifahrer zeigen wohin er fahren muss. Die Fahrt durch Rio, leider bei bedecktem Wetter, erinnert mich an die früheren Reisen und daran wie sehr mich Brasilien und Rio oder Sao Paulo an meine Grosseltern erinnert. Sehr gerne würde ich sie heute fragen und ihren Erzählungen über dieses Land lauschen. Früher war ich fasziniert von ihren Schilderungen, konnte mir aber selber kein Bild von so einem fernen Land machen, und jetzt bin ich schon zum dritten Mal in dieser vielseitigen Stadt. In meinem Hotel Castelinho angekommen können wir das schöne Terassenzimmer im Garten beziehen und uns absprechen wo wir unseren ersten Ferientag verbringen wollen. Was für mich neu und aufregend ist, ist die Tatsache dass sie neu wieder die Trambahn in Santa Teresa eingesetzt haben und man gratis, quasi als Testlauf, mit dem Tram bis zum Zentrum fahren kann. Den Fussweg zur Tramhaltestelle kenne ich noch gut genug, und die Fahrt mit dem Tram scheint sehr beliebt. Es gibt viele Touristen und Einheimische, welche mit dieser Bahn fahren wollen. Rio ist wieder um eine weitere Attraktion reicher. Mitten im Zentrum, beim Theater und der Bibliothek, beim grossen Platz und der Haupteinkaufsstrasse Senador Dorado steigen wir aus und spazieren zu all den Sehenswürdigkeiten. Auch die moderne Kathedrale will ich Peter zeigen, mit den wunderschönen färbenden Fenstern und dem speziellen Grundriss. Das Mittagessen in einem kleinen Restaurant in der Nähe von Petrobras schmeckt ausgezeichnet. Wir sitzen, erzählen und machen Pläne bis wir uns auf den Weg zur Endstation der Trambahn machen. Hier heisst es nun warten, denn es scheint als ob die Tramführer Siesta machen und deshalb längere Zeit keine Bahn fährt. Der „König“ der Bahn stolziert entlang der langen Kolonne von Fahrgästen, man sieht ihm direkt an wie stolz er ist dass er über das Fahren oder nicht Fahren der vielen Gäste bestimmen kann. Nach einer Weile gibt es dann wenigstens Sitzgelegenheiten, und irgendwann sind auch wir wieder an der Reihe mit dem Tram nach Santa Teresa zu fahren. An der vorläufigen Endstation (früher ging die Bahn bis zum Corcovado) steigen wir aus. Wenige Schritte trennen uns von der Treppe, welche zur Strasse zu unserem kleinen Hotel führt, machen wir noch einen Abstecher in mein Lieblingscafé mit der Terrasse wo ich so viele schöne Stunden mit Theresia gesessen bin. Ein Cachaca zum Eingewöhnen, ein Cappuccino und ein Cheesecake runden das Ganze ab. Es ist so gemütlich hier oben in Santa Teresa zu sitzen, über Gott und die Welt zu plaudern und einfach nur zu SEIN. Eine kleine Pause in unserem hübschen Zimmer im Hotel, bevor wir ein wenig durchs Zentrum von Santa Teresa bummeln und etwas kleines zum Abendessen suchen. Hier scheinen wir so weit vom Getümmel der Grossstadt und doch so nach, nur eine Tramfahrt entfernt liegt die Grossstadt Rio mit all den vielen Menschen, dem Gemisch an Kulturen und Völkern, welche inzwischen zu einem Volk geworden sind.
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Start der Reise und Flug

Start der Reise und Flug
Zürich, Switzerland
Zürich, Switzerland Die letzten Dinge werden in aller Ruhe eingepackt, zusammengesucht und überlegt ob noch was fehlt. Peter muss natürlich eine ganze Tasche alter Zeitungen, welche er noch nicht gelesen hat, einpacken, aber viel zu früh sind wir bereit. Unser Flug geht erst um 22.40 ab Zürich. Wie abgemacht fahren wir Richtung Zürich, einerseits um mein Auto in der Garage in Oerlikon zu parkieren, andererseits um noch im Rotblattstübli vorbei zu schauen und mit Allen nochmals anzustossen. Unterwegs will ich alle meine Lieben nochmals telefonisch erreichen. Meistens vergebens, alle sind ausgeflogen. Auch bei Mautscherle können wir nicht mehr vorbei schauen, auch sie ist offensichtlich unterwegs. Also auf zum Rotblattstübli, Peter versucht alle per Handy oder SMS zu erreichen, auch das vergebens, alle sind ausgeflogen. Trotz allem machen wir Halt im Rotblatt, trinken eine neig Wein, essen etwas Käse und gutes Brot, vermutlich für lange Zeit das letzte Mal, das Brot werden wir vermissen. Der Grüninger Markt ist heute auch noch, also wäre das auch eine gute Idee um noch bei Mäggie und Walte vorbei zu schauen, aber auch diese Beiden sind unterwegs und nun beginnt es zu regnen, also auch das ist keine so gute Option… Auf der Fahrt Richtung Oerlikon kommt Peter auf die Idee dass wir doch bereits am Flughafen die Koffer einchecken könnten. Gesagt, getan, und alles geht ganz einfach und ohne eine grosse Menschenmenge. Jetzt geht es tatsächlich nach Oerlikon. Die Flasche Wein unter dem Arm und die verderblichen Lebensmittel in der Tasche tauchen wir bei Michi auf und erzählen von unseren Plänen für die nächsten paar Wochen. Jetzt kommt doch tatsächlich schon die erste Meldung per Mail, dass der Flug von Montevideo nach Rio am 9. November geändert wurde und wir über Sao Paulo nach Rio fliegen müssten. Nun anrufen kann ich nicht, da mein Handy keine Verbindung herstellt, und alles ist ja noch so weit hin, wir werden das noch erledigen…. Wenn einer eine Reise tut…. schon jetzt gibt es viel zu erzählen, die Fahrt mit dem Tram zum Flughafen und das an Bord gehen ist schon fast Gewohnheit und geht schnell ohne schwere Koffer. Unsere guten Plätze gleich hinter der Business Klasse sind wie gebucht bereit, und schon schlafe ich ein. Fürs Essen, welches serviert wird wache ich auf, aber fast sofort danach bin ich wieder eingeschlafen. Gute Nacht bis zum Morgen in Rio….
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Letzter Tag in Norwegen

Letzter Tag in Norwegen
Tromsø, Norway
Tromsø, Norway Das Frühstück in dem bereits bekannten Hotel ist wieder ausgezeichnet, die Auswahl riesig, sogar ich finde etwas „Gesundes“. Ich möchte noch in den Geschäften nachsehen wie teuer die schönen Norweger Jacken und Pullover sind, allenfalls Winterstiefel kämen auch in Frage, ganz in der Nähe unseres Hotels liegen die beiden Geschäfte. Schöne gestrickte Mützen im Norweger Muster hat es auch, kurz überlege ich ob ich allen Enkeln so eine Mütze mitbringen soll, beim Befühlen der Wolle merke ich jedoch wie sie doch recht kratzt, und ich sehe von einem Kauf ab. Es wäre schade wenn ich so viel Geld ausgebe und die Mützen dann nicht getragen würden, aus verständlichen Gründen. Wunderschöne Jacken und Pullover hat es zur Auswahl, aber die Preise sind auch wunderschön…. Wenn ich bedenke dass ich eigentlich zwei solche Jacken gestrickt hatte…. Ich überlege mir dass ich ja vielleicht nach meiner Pensionierung wieder Zeit finden könnte um erneut eine schöne Jacke im Norweger Muster zu stricken, die alten Strickhefte meiner Grossmutter besitze ich ja noch. Gute Wolle ist zwar auch sehr teuer, aber die beisst nicht und ganz so teuer wie hier die fertigen Jacken kommt es dann doch nicht. Auch vom Kauf von Winterstiefeln sehe ich ab, ganz so viel Geld wollte ich nicht ausgeben. Die Andenken an Norwegen bleiben meine Erinnerungen und die Fotos mit meinem Blog. Das ist genug! Nun besuchen wir noch das Tromsö Museum. Sehr spannend finde ich hier die Ausstellung über die Samen, genau so hatte ich mir als Kind beim Lesen das Leben der Samen vorgestellt. Eindrücklich ist auch eine Grafik mit den Durchschnittstemperaturen im Juni seit der Steinzeit bis heute. Ich konnte mir doch immer wieder nicht vorstellen wie man bei diesen niedrigen Temperaturen hier als Steinzeit Mensch überlebt haben kann. Diese Grafik zeigt, dass damals die Temperaturen rund 10 – 12 Grad höher lagen als heute. Langsam steigen sie nun wieder an. Rentiere mit ihren Schlitten sind lebensgross ausgestellt und ich finde, dass ich wohl einmal im Winter kommen muss. So eine Rentier Schlittenfahrt muss was tolles sein. Peter muss im Auto noch seine Reste der Einkäufe aufessen und trinken, ich selber habe nur noch eine Birne. Das macht nichts, denn ich möchte sehr gerne noch in dem kleinen gemütliche Restaurant sitzen, ein Glas Wein trinken und Tapas essen. Ein schöner Abschluss der kurzen Norwegen Ferien. Die Fahrt zum Flughafen ist kurz, inzwischen kennen wir uns hier aus. Das Mietauto zurück bringen, überhaupt kein Problem. Überhaupt sind hier in Norwegen die Formalitäten kein Thema. Im Hotel geht alles ohne Pass, man bezahlt einfach Bar oder mit Kreditkarte, entweder wenn man ankommt oder bevor man wieder geht. Beim Mietauto geben wir auf dem Couvert nur an dass wir vollgetankt haben, keine Busse und keinen Unfall hatten (nur ankreuzen) und den Kilometer Stand am Ende müssen wir noch ablesen. Dann lässt man das Auto auf dem Parkplatz stehen, bringt das Couvert und den Schlüssel an den Schalter der Mietwagen Firma, fertig. Wir sollen zwei Stunden vor Abflug beim Check-in sein, nur da ist niemand, ausser eine immer länger werdende Schlange wartender Schweizer. Zum Glück habe ich Peter allein zum Schalter der Mietwagen geschickt und bin schon mal in die Warteschlange eingereiht, so komme ich doch ei*****massen frühzeitig dazu unsere Bordkarten in Empfang zu nehmen, nachdem ich etwa eine halbe Stunde vor dem geschlossenen Counter gewartet habe. Draussen vor dem Flughafen gibt es Sitzbänke und inzwischen scheint doch tatsächlich die Sonne wieder. Wir geniessen das schöne Wetter und tauschen aus: Was hat am besten gefallen ? Was am wenigsten ? Was würden wir anders machen nach den gemachten Erlebnissen ? Teilweise ist die Antwort gar nicht so einfach, einerseits ist es das hübsche Haus am Fjord, aber vor allem die Natur, welche uns besonders gefallen hat. Dabei erwähnen wir beide die Spiegelungen der gegenüberliegenden Ufer, Berge, Wälder und Häuser in den spiegelglatten Fjorden und kleinen Seen. Das Licht ist sehr speziell und nicht wirklich dazu beschreiben. Mir am wenigsten gefallen haben die langen Autofahrten. Obwohl ich ganz bewusst meistens nur etwa 2 1/2 Stunden pro Tag eingeplant hatte war es Peter möglich daraus einen ganzen Tag zu machen. Ich selber würde nach den Erlebnissen das Hakon Gästehaus auslassen, direkt nach Alta fahren und dann weiter als Nordkap, da wir sowieso fast immer den ganzen Tag im Auto sassen (was ich mit meiner Planung eigentlich verhindern wollte) hätten wir auch die restliche 240 km noch machen können. Irgendwie müssen wir noch eine Lösung finden für Peters Vorliebe zum Autofahren und meiner Wanderlust. Ich habe da schon eine Idee….. Jetzt sitzen wir im Flieger hoch über den Fjorden, sehr eindrücklich, auf Wiedersehen Norwegen.

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Tromsö

Tromsö
Tromsø, Norway
Tromsø, Norway In Tromsö haben wir unsere kurze Norwegen Reise begonnen, hier endet sie auch. Die Fahrt heute von Svensby zunächst mit der Fähre über die Route 91 ist nicht sehr lang, wir können in aller Ruhe das Polar Museum ansehen. Geschichten und Bücher aus meiner Jugendzeit werden hier lebendig. Amundsen und Nansen, die Pioniere hier am Nordkap und Nordpol sind mit ihren Briefen, Tagebüchern und Fotos dargestellt. Eisbärenfang und Robbenfang werden in aller Deutlichkeit gezeigt. Wieder Staunen wir über die Überlebenskunst dieser frühen Pioniere. Diese hatten noch nicht die warmen und wasserdichten Funktionskleider, im Gegenteil, sie mussten sich in kleinen Hütten nur mit dem Nötigsten behelfen. Nach dem Besuch des Museums fahren wir rund um die Nachbarinsel, über die Brücke und alles den Fjorden entlang. Wieder gewaltige Berge, hübsche Ansammlungen von Häusern mit blühenden Gärten, Wege durch die Berge und wieder begegnen wir Felsenzeichnungen. Der Tag geht so rasch vorbei, Mittagessen auf einem Pick Nick Platz und unser Zimmer im Hotel Amalie ist schon bekannt und wartet auf uns, Ein kleiner Spaziergang durch Tromsö zeigt, dass das Restaurant, welches wir eigentlich vorgesehen hatten bereits um 18 Uhr schliesst, überhaupt sind hier die Öffnungszeiten der Geschäfte ganz anders. Bereits um 17 Uhr schliessen sie ihre Tore. Aber beim schlendern entdecke ich endlich schöne Norweger Pullover und Jacken. Mal sehen ob morgen noch Zeit und Lust ist dem nachzugehen, Das Abendessen findet in einem grossen Restaurant statt, da das berühmte am Ort wieder keinen Platz hat, dort muss man immer reservieren. Das Essen schmeckt gut, Wein gibt es auch und für norwegische Verhältnisse ist es nicht mal so teuer. Auf dieser Reise habe ich nun zum ersten Mal Rentier Fleisch gegessen, dann habe ich Pasta mit Muscheln und natürlich Lachs gegessen. Steaks sind hier wunderbar zart und riesig, alles in allem kann ich das norwegische Essen nur rühmen. Unterwegs haben wir immer etwas an einem Pick Nick Tisch gegessen, sonst hätte Peter ja nichts einkaufen können und meistens gab es weit und breit kein Restaurant. Das Wetter war zu Beginn der Reise sensationell schön, danach zeigte es sein charakteristisches Norwegen Gesicht, aber richtig geregnet hat es nie, Also durchaus gut zum Reisen, man braucht aber definitiv auch warme Kleidung. Hier in Tromsö ist es deutlich wärmer als weiter im Norden. In dieser Nacht wird zum ersten Mal in diesem Sommer die Sonne für etwa eine halbe Stunde hinter dem Horizont verschwinden, richtig dunkel wird es wohl nicht werden. Aber ganz so lange möchte ich nicht aufbleiben, es warten schon wieder die nächsten Festvorbereitungen auf mich, wofür ich wieder nur einen Tag Zeit haben werde. Aber jetzt habe ich noch Ferien hier in Norwegen.

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Haus direkt am Fjord

Haus direkt am Fjord
Lyngen, Norway
Lyngen, Norway Heute geht es schon wieder Richtung Süden, wir verabschieden uns von der Mountain Lodge und fahren die gleiche Strasse die wir gekommen sind Richtung Olderdalen. Dort können wir die Tasche von Peter abholen, welche er liegen liess. Zum Glück gibt es Email, denn unsere Mobiltelefone funktionieren nicht hier oben. In der kleinen Tasche ist „nur“ der Pass, die Agenda und etwas Geld. Die netten Leute vom Hakon Gästehaus haben mir geschrieben und gerade noch wenige Minuten bevor die Fähre von Olderdalen ablegt können wir die Tasche in Empfang nehmen. Ohne Peters Tasche wäre die Heimreise etwas sehr kompliziert geworden, Die Fahrt auf der Fähre gibt etwas Abwechslung. In Lyngen angekommen will Peter einkaufen, da in unserem nächsten Haus am Fjord keine Mahlzeiten inbegriffen sind, ich gebe zu bedenken, dass man wohl auch in Svensby etwas kaufen könne. Weit gefehlt, hier gibt es nur unser Haus am Fjord, Teil eines Bauernhofes, und wenige andere Häuser neben dem Fährhafen von wo aus wir morgen wieder Richtung Tromsö fahren werden. Also nochmals nach Lyngen zurück, etwa 22 km, dafür gibt es dort ein schönes Lebensmittel Geschäft. Wir haben hier das ganze Haus für uns, das grosse Wohnzimmerfenster zeigt direkt auf den Fjord und wir können die Schiffe beobachten. Es ist so gemütlich ein wenig hier zu sitzen, aber dummerweise hat Peter seinen Computer mit und sieht einen günstigen Flug nach Bangkok. Selbstverständlich müssen jetzt erst noch mindestens fünf weitere Möglichkeiten abgeklärt werden, bis wir nun einen Flug für Februar / März 2017 nach Bangkok gebucht haben. Wir sind schon Ferienkünstler, meistens buchen wir eine nächste Reise im Urlaub. Aber wie Peter sagt, dann haben wir ja Zeit, Ein kleines Abendessen in unserem eigenen Haus, mit Blick auf den Fjord, so könnte es noch einige Tage sein, aber unser Flug geht schon am Freitag wieder zurück und wir müssen Von diesem grossartigen Land Abschied nehmen.

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Alta und 6000 Jahre alte Felsenzeichnungen

Alta und 6000 Jahre alte Felsenzeichnungen
Alta, Norway
Alta, Norway Die Nacht im gemütlichen Blockhaus war sehr angenehm, die Luft kühl, die Decke schön kuschelig warm, was will man mehr? Im grossen Blockhaus gibt’s Frühstück am grossen ovalen Tisch in der alten Küche. So richtig wie man sich den Norden vorstellt. Abseits von allem wohnen wir hier im Mathisdalen. Leider haben auch Mücken dies als ihr Zuhause gebucht, ich probiere mein neues Mücken-Armband, es scheint zu wirken, mich sticht nicht eine einzige Mücke. Das ist mir doch lieber als immer diese Sprays, der Geruch ist für mich angenehm, aber offensichtlich nicht für die Mücken. Nach dem Frühstück fahren wir erneut nach Alta um das Alta Museum mit den berühmten Felsenzeichnungen zu besuchen. Hier haben tatsächlich vor mehr als 6000 Jahren Menschen gelebt und ihre Dörfer hier am Abhang errichtet, die Häuser waren aus Lehm. Man hat auch Gebrauchsgegenstände gefunden und eben die Felsen voll mit Zeichnungen von Schiffen, Menschen, Rentieren, Ziegen und Fischen. Vermutlich erzählen diese Zeichnungen Geschichten über das damalige Leben, jedoch sind und bleiben es nur Mutmassungen. Wenn ich mir vorstelle dass in dieser Landschaft, wo es auch im Sommer recht kühl ist, Menschen über Generationen überlebt haben, unglaublich. Wie hatten die noch Zeit im kurzen Sommer Zeichnungen auf den Felsen anzubringen? Gab es Künstler, welche nicht auf die Jagd oder Fischfang gehen mussten? Fragen bleiben, spannend bleibt es auf jeden Fall. Das Museum selber liegt wunderschön am Abhang, um von einer Zeichnung zur anderen zu gelangen kann man einen schön angelegten Fussweg entlang schlendern. Ein schöner Spaziergang entlang dem Meer, durch kleine Wäldchen und blühende Wiesen. Dazwischen gibt es immer wieder neue Felsen auf welchen wir die Zeichnungen zu finden versuchen. Die Ausstellung im Gebäude selber zeigt verschiedene Natur Phänomene, unter anderem auch die Nordlichter, welche man aber nur im Winter sehen kann. Soll die nächste Reise nach Norwegen im Winter stattfinden? Nach einer kleinen Rundfahrt durch Alta fahren wir zurück zu unserer Mountain Lodge um noch ein wenig zu lesen bevor es Abendessen gibt. Die Tage gehen viel zu schnell vorbei, dabei sind wir nur noch 240 km vom Nordkap entfernt, grundsätzlich machbar, aber ich will nicht noch längere Autofahrten in Kauf nehmen, und letztendlich habe ich nicht viel davon wenn ich sagen kann ich war am Nordkap. Vielleicht ein anderes Mal wenn mehr Zeit ist.

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Mountain Lodge Mathisdalen

Mountain Lodge Mathisdalen
Alta, Norway
Alta, Norway Das Frühstück ist so reichlich dass wir mehr als die Hälfte stehen lassen. Frisch gestärkt geht es nun die E 6 Richtung Alta weiter. Die Fahrt geht auch heute vor allem den Fjorden entlang, dadurch entstehen lange „Umwege“, die Luftlinie wäre viel näher. Heute ist wieder so richtig Norwegen Wetter, grau, Nebel, durchzogen mit kleinen blauen Abschnitten und ab und zu etwas Nieselregen. So richtig Giessen tut es nicht, die Temperatur ist nach wie vor um 11 – 14 Grad. Unterwegs können wir auch noch etwas einkaufen, wir finden einen kleinen Supermarkt. Wir fragen uns wie die Leute hier wohl leben, mit diesen Distanzen zum einkaufen, zum Arzt, zur Post etc. auch gestern Abend war nichts „los“ wie Peter richtig bemerkt. Ich halte dagegen dass sich die Menschen hier halt noch mit sich selber beschäftigen, Freunde einladen (was wir ja auch nicht zu wenig tun). Im Gegenteil, ich kann mir sehr gut vorstellen hier ein geruhsames Leben zu führen, ein wenig Haushalt, Sport, Kuchen backen, kochen und Handarbeiten. Vielleicht noch ein Musik und Freunde, was braucht es mehr zum Glücklichsein? Ja klar, ich gebe mir gleich selber die Antwort, meine Familie wäre viel zu weit weg und wie sich der lange Winter so weit im Norden gestaltet habe ich nur eine Woche in Finnland erlebt, hier wären das schätzungsweise acht Monate im Jahr. Mir ist nun ganz klar, dass man wohl nur noch hier Zeit hat um die aufwändigen Norweger Pullover zu stricken. Immer wieder fahren wir an kleinen Dörfern mit schmucken Häusern vorbei, das Wasser ist allgegenwärtig. Die Lysgen Alpen liegen gar nicht weit von hier, die tollen Bilder kommen mir in den Sinn, gerne würde ich diese überwältigenden Berge auch mal in Natura sehen. Ein Informationszentrum vor einem Nationalpark lädt zur Besichtigung ein. Wandervorschläge, Kajaktouren liegen auf, welch Paradies. Weiter geht die Fahrt bis wir ein kleines Museum entdecken. Es erzählt die Geschichte des deutschen Schlachtschiffs Tirpitz, welches hier in der Bucht bei Alta versenkt wurde. Der zweite Weltkrieg – immer und überall noch präsent. Jetzt geht die Fahrt durch das Mathistal zur Mountain Lodge. In den Bewertungen wurde die Strasse als besonders schlimm beschrieben, aber ich fand nach unseren Erfahrungen in Costa Rica kann wohl keine Strasse der Welt das noch toppen. Also los, wagemutig fahren wir die letzten Kilometer, am Schluss noch auf einer Naturstrasse mit einigen Löchern, aber durchaus human. Die Lodge ist wirklich hübsch mit kleinen Gras bedeckten Blockhäusern, hübsch eingerichtet, sogar ein kleiner Holzofen steht im Zimmer.

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