Helene Inderbitzin

Helene Inderbitzin

Vom Luxusressort zur Urwaldhütte

Vom Luxusressort zur Urwaldhütte
Krong Khemara Phoumin, Cambodia
Krong Khemara Phoumin, Cambodia Peter kommt heute mit zum Frühstück und isst ein kleines Konfibrot (was denn sonst?), obwohl ich ihm rate nur einen Toast oder ein Croissant ohne etwas und Tee, natürlich ohne Zucker, zu nehmen. Wie heisst es? … weiss alles besser… Und zur Krönung nimmt er ohne viel überlegen noch seine Blutdruck senkenden Tabletten. Nun man (Frau) kann schon erahnen wie sich diese Mischung später auswirkt. Heute habe ich zum Glück ein Taxi bis zum Tatai River gebucht, da es mit dem Bus zu umständlich und vor allem nicht planbar war. Kurz vor neun wartet der Fahrer schon, unsere kleinen Koffer sind bereits eingeladen. Die Fahrt ist bequem und führt über Land. Es ist schön all diese grünen Wälder und Felder zu sehen. In einem grösseren Ort gehe ich noch in eine Apotheke um elektrolytisches Pulver zu kaufen, da das andere aufgebraucht ist. Schon am Mittag sind wir bei der Tatai River Bridge wo Thomas mit seinem Boot bereits auf uns wartet. Linda, seine Mutter und noch ein Mann sind auch mit an Bord mit vielen Einkäufen welche sie in Ko Kong besorgt haben. Es ist ganz komisch wieder deutsch zu sprechen nach all diesen Wochen. Thomas ist bereits 11 Jahre hier in Kambodscha und seine Mutter kam vor kurzem, da man ihr in Thailand kein Visum mehr geben wollte. Thailand hat schon komische Bedingungen eingeführt, einerseits bekommen die Ausländer nur noch in ihrem Heimatland ein Visum, für wie lange ist mir nicht bekannt und andererseits darf ein Ausländer nur noch zweimal pro Kalenderjahr nach Thailand einreisen. Zunächst dachten wir, es sei um die vielen Reisen der Ausländer zu stoppen, welche jeweils für zwei, drei Tage nach Singapur oder sonst irgendwo hin fliegen, um bei der erneuten Einreise nach Thailand wieder 30 Tage Aufenthaltserlaubnis zu bekommen. Aber neu für uns ist jetzt, dass auch in Thailand wohnhafte Ausländer kein Visum mehr bekommen, was ist wohl der Zweck? Jetzt geht es mit dem Boot den Fluss hinauf zur Neptune Adventure Bungalow. Richtig in die Wildnis kommen wir. Wir bewohnen eine Bambushütte auf Stelzen, Licht gibt es zwar, aber keine Steckdose und kein fliessend Wasser. Unser Bad neben der Hütte ist eine kleine runde Hütte und besteht aus einer Toilette, einem Spiegel und einer blauen Wassertonne als Dusche, zum Händewaschen und zum spülen der Toilette. Zunächst werden wir beim Landungssteg mit Tee und für mich mit einem Pancake versorgt. Aber Peter geht es zusehends wieder schlechter und ich gehe um zu fragen ob wir nicht in unser Bungalow könnten, damit Peter sich hinlegen kann. Man bezieht kurz unser Bett in luftiger Höhe und holt eigens für Peter eine Kokosnuss vom Baum, da dies neben Elektrolyte das beste ist fei Durchfall. Wenn nur diese Treppe runter zur Toilette nicht wäre. Peters Blutdruck ist ganz am Boden und nachdem er geschlafen hat fällt er für kurze Sekunden in Ohnmacht, er verdreht die Augen, ich halte ihn und Rufe laut Nein…. Zum Glück bleibt er mehr oder we***** auf den Beinen und ich kann ihn zurück ins Bett bugsieren. Jetzt zwinge ich ihn einfach zum trinken, es geht nicht anders. Linda und Thomas kümmern sich rührend um uns, aber Peter will einfach nur liegen und sowieso keinen Fisch zu Abend essen. Ich bin auf der Veranda in der Hängematte, denke an die anderen Male als ich so in einer Hängematte und in „meinem“ Fischerhäuschen“ liegen durfte. Es ist ganz ruhig um mich herum, nur Naturstimmen hört man ab und zu. Riesige Schmetterlinge fliegen vorbei, irgendwo höre ich sogar einen Specht klopfen. Es tut so gut wieder einmal ganz auf sich zurück geworfen zu sein, da ich mit dem Akku in I Pad und Handy etwas sparsam sein muss kann ich nicht einmal lesen. Internet gibt es hier auch keins, so dass meine Berichte erst später veröffentlicht werden können. Es ist schön dass es noch solche Oasen der Ruhe gibt. Wie wenig man eigentlich braucht zeigt sich immer wieder auf so einer Reise, insbesondere wenn man an so einem abgeschiedenen Ort wohnt, wenn auch nur für zwei Nächte. Ich hoffe einfach dass es Peter morgen besser geht und er endlich genug trinkt. Gegen Abend überrascht uns ein heftiges Tropengewitter, einmal schlägt der Blitz nur etwa 20 Meter von uns weg ein, es knallt, es rauscht und zum Abendessen muss ich durch die zu Bächen gewordenen Wege waten. Das Essen schmeck sehr gut, es gibt Fisch (Barakuda), Kartoffeln und Salat. So richtig zur „Fischerhütte“ passend. Auf dem Weg zurück zum Bungalow begleitet mich der Küchenangestellte um für Peter eine heiße Bouillon und nochmals eine Kokosnuss zu bringen. Wir werden richtig verwöhnt,

]]>

Philosophie am Strand über Freundschaft

Philosophie am Strand über Freundschaft
Krong Preah Sihanouk, Cambodia
Krong Preah Sihanouk, Cambodia Ich sitze am Strand auf meiner bequemen Liege, habe einen grossen Früchteteller neben mir und überlege mir, was mich wohl heute früh so geärgert hat, als ich im Facebook schon wieder so einen langen Text vorfand in dem geschrieben steht, dass sowieso kaum jemand den langen Text zu Ende lesen wird, aber die wahren Freunde würde man erkennen, denn diese würden diesen Text kopieren und posten. Was hat das mit wahrer Freundschaft zu tun? Meine spontane Reaktion war ein Bild vom Strand hier mit einem kurzen Resümee über wahre Freundschaft im Facebook zu veröffentlichen. Ich selber bediene eigentlich zum ersten Mal das Facebook indem ich Fotos rauflade und mal einen Gruss oder eben ein „Like“ hinterlasse. Bisher hatte ich mein Account lediglich um zu sehen wo meine Kinder und Freunde sind, so konnte ich die Filme meiner Enkel beim Skifahren sehen, auch wenn ich am anderen Ende der Welt bin. Dank Sofia sehen wir auch wie es in der Rebhalde aussieht und dank meinen Cousinen kann ich ein wenig Basler Fasnacht mitverfolgen. Es ist schön zu sehen, dass ab und zu jemand meine Show mit den Bildern aus Laos und Kambodscha gut findet, alles andere überlasse ich nicht dem Facebook. Meine Freunde wissen genau dass ich eine treue Freundin bin, und das teilweise schon über Jahrzehnte, andere darf ich erst seit kurzem zu meinen Freunden zählen. Oft bleibt etwas wenig Zeit um mit den Lieben zu verbringen, aber das wird sich hoffentlich nach meiner endgültigen Pensionierung ändern, ich habe das fest vor, auch wenn alle etwas anderes erzählen, man habe gar keine Zeit mehr. Das erstaunliche ist doch, dass Freundschaft über Jahre bleibt, obwohl das Leben die Wege zeitweise ganz und gar in andere Länder führt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich eine Freundin das erste Mal nach etwa 10 Jahren wieder sah und wir uns unterhalten und verstanden haben, als hätten wir erst gestern „auf Wiedersehen“ gesagt. Wenn wir das grosse Glück haben ist es, wie ein Spruch aus dem Facebook sagt: „Freundschaft ist eine Seele in zwei Körpern“. Ich darf und durfte dieses grosse Glück einige Male in meinem Leben erfahren und darf es noch teilen. Aber auch die „kleinen“ Freundschaften sind wertvoll, machen sie doch das Leben lebenswert und den Alltag erhellen sie mit kleinen, manchmal zufälligen Begegnungen. Wie geniess ich es jeweils mit Freunden ein Glas Wein zu trinken und zuzuhören, wie es ihnen ergeht. Wie schön sind gemeinsame Ausflüge und Wochenenden, wie gerne höre ich mir die „geheimen“ Sorgen an. Ich freue mich aufs heimkommen, einfach nur deshalb um all die Lieben, Freunde und Familie wieder zu sehen und zu hören wie es ihnen geht. Wenn ich allerdings daran denke wie kalt es Zuhause ist, dann bin ich im Moment ganz gerne noch am Strand und lasse mich massieren.

]]>

Sonne, Strand und Meer

Sonne, Strand und Meer
Krong Preah Sihanouk, Cambodia
Krong Preah Sihanouk, Cambodia Irgendwann heute nach dem Frühstück entscheide ich mich „meinen“ Tag zu geniessen, schliesslich nützt es Peter gar nichts wenn ich mich auch schlecht fühle. Was hat mir meine Freundin Ruth mit auf den Weg gegeben? Ich sei schliesslich die wichtigste Person in MEINEM Leben, was ja nicht heisst dass ich mich nicht um Andere kümmere. Ich gehe zum Strand, lasse mir den Liegestuhl am Schatten mit einem Tuch richten und bestelle mir Wasser und Fresh Spring Rolls welche ich so liebe, es ist wunderbar wie man hier verwöhnt wird, ein Nicken, ein Winken genügen und schon steht ein Kellner neben dir um dich nach deinen Wünschen zu fragen. Auch wenn ich das Kopfteil lieber etwas nach unten stellen würde, schon wird das für mich gemacht. Schwimmen im Meer, lesen, einfach etwas dösen und dazwischen einen Iced Cappuccino, was will man mehr? Eigentlich bin ich keine Badeferien-Frau, aber malss so dazwischen zwei, drei Tage am schönen Strand auf dem Liegestuhl zu verbringen ist echt schön. Es ist erstaunlich wie schnell die Zeit vergeht, Peter geht es zum Glück deutlich besser und am Abend kommt er sogar mit zum Strandrestaurant. Leider lässt er sich nicht davon abhalten gleich zwei Cocktails zu bestellen, in der Nacht rächt sich sein Darm….

]]>

Ein Tag am Meer

Ein Tag am Meer
Krong Preah Sihanouk, Cambodia
Krong Preah Sihanouk, Cambodia Eigentlich weiss man es, man erwartet es auch fast auf einer Asienreise und dann kommt es immer überraschend. Mitten in der Nacht fängt es an. Den armen Peter hat es schlimm erwischt. War es das Eis im Drink am Strand oder die mit Vanille gefüllten Biskuits? Man wird es nie wissen, aber jetzt leidet er und kommt nicht mehr zur Ruhe. Den ganzen Tag liegt Peter im Bett, mit Fieber, Kopfschmerzen, Durchfall und Erbrechen. Zum Glück habe ich elektrolytisches Pulver mit damit das Schlimmste hoffentlich vermieden werden kann. Ich bleibe lange bei ihm im Zimmer, aber irgendwann muss ich ein wenig an die Luft, denn Peter friert und will keine Klimaanlage anmachen. Später ist es ihm dann zu heiss, aber jetzt sieht er wenigstens nicht mehr ganz so grau aus im Gesicht. Einen Fruchtshake am Strand und etwas lesen, dann wieder zurück ins Zimmer um zu sehen wie es Peter geht. Gegen Abend kann ich die gewaschenen Kleider in der Laundry holen und Peter noch mehr Wasser bringen. Jetzt muss ich aber noch eine Fussmassage machen lassen, bevor ich im Restaurant am Strand Chicken mit Cashewnuts esse. Jetzt hoffe ich auf eine ruhigere Nacht, vor allem für Peter, zum Glück sind wir hier und müssen nicht weiter reisen, das ginge ganz einfach nicht. Ich wünsche allen von Herzen eine gute Nacht.

]]>

Ren Ressort am Meer

Ren Ressort am Meer
Krong Preah Sihanouk, Cambodia
Krong Preah Sihanouk, Cambodia Der Bus heute ist nicht ganz so toll, es ist heiss und alles ist vollgestellt mit Gepäck. Bis zum letzten Platz ist alles besetzt, und der eine Amerikaner hört sich gerne sprechen, der bringt es doch tatsächlich fertig die ganzen fünf Stunden, welche die Fahrt dauert, auf die beiden Personen hinter ihm einzureden. Da ich weit hinten, direkt auf der Achse sitze, bekommt mir diese Fahrt nicht so besonders, aber zum Glück kann ich gegen Ende etwas schlafen. Die Busfahrt endet in Sihanoukville am Busbahnhof und mit dem Tuck Tuck fahren wir weiter zu unserem Ressort. Es liegt am schönsten Strand von Kambodscha Otre 2 (laut Reiseführer) und die Zimmer sind hübsch mit einem kleinen Sitzplatz zum Swimmingpool hin. Zuerst ans Meer, wie habe ich mich darauf gefreut. Der Strand ist nicht gerade menschenleer, aber das wäre ja auch etwas viel verlangt, jedoch kann man weit gehen auf dem feinen Sand und die Liegestühle sind nur gerade vor den wenigen Ressorts angeordnet. Durchaus ein Platz zum Ausruhen, Stadt hatten wir genug. Der Nachmittag m Strand ist angenehm, da wir hier am Schatten liegen und immer eine leichte Brise geht. Das Wasser ist fast so warm wie in der Badewanne, also nicht wirklich zum abkühlen. Auch hier gibt es die Damen welche unbedingt Maniküre oder Pediküre machen wollen und die Verkäufer von Bootstouren lassen auch nicht lange auf sich warten. Ich möchte mich jedoch heute nicht schon wieder verplanen lassen, obwohl es Peter schwer fällt nicht zu wissen was morgen sein wird. Vor dem Abendessen spazieren wir die kleine Strasse hoch um die anderen Restaurants und Ressorts anzusehen. Wunderschön, direkt am Strand essen wir etwas Kleines. Danach sitzen wir noch auf unserer Terrasse und geniessen den milden Abend, bereits in 10 Tagen werden wir in der kalten Schweiz wohl voll Sehnsucht an diesen Abend denken.

]]>

Schattenpuppen – Shopping Mall und Abschied

Schattenpuppen – Shopping Mall und Abschied
Phnom Penh, Cambodia
Phnom Penh, Cambodia Heute wollen wir wirklich die sagenhaften Schattenpuppen ausfindig machen. Zunächst gilt es also einen Tuck Tuck Fahrer zu finden der die ziemlich entfernte Gegend kennt und bereit ist uns dorthin zu fahren. Vor unserem Hotel haben sich alle abgesprochen, also gehen wir zwei Straßen weiter und werden fündig. Ziemlich weit, am anderen Ende der Stadt entdecken wir schließlich das Theater, welches in einem Hinterhof aufgebaut ist. In einer Baracke daneben arbeitet der Künstler und öffnet nur für uns seine Werkstatt. Sehr schöne Arbeiten sind ausgestellt und wir kaufen eine kleine Apsaratänzerin, geschnitzt aus Leder und schön eingefärbt. Diese Figur wird in Zukunft unseren Gang zieren und uns immer an die Reise nach Kambodscha erinnern. Obwohl die Figur recht klein ist passt sie nicht in unsere Koffer. Zum Glück habe ich meine faltbare Reisetasche mit, von nun an wird unser Gepäck nicht mehr ganz so leicht sein, Auf mein Bitten hin machen wir einen kurzen Halt bei der neuen Shopping Mall, einerseits ist es dort schön kühl und ich schaue auch gerne mal ein bisschen was es hier alles zu kaufen gäbe. Peter „deponiere“ ich in einem Restaurant im dritten Stock, obwohl er sich zunächst bereit erklärt mit mir mitzukommen. Aber das rede ich ihm aus mit der Begründung, dass wir dann nur durch die Gänge hasten, das hat nichts mit „lädele“ zu tun. Natürlich schaue ich mir nur einen Bruchteil der Geschäfte an, einerseits will ich ja gar nichts kaufen und andererseits meldet sich dann doch nach ei***** Zeit das schlechte Gewissen dass ich Peter so lange allein lasse. Die Preise sind wie in Europa, ausser die kleinen Stände auf den Gängen bieten die üblichen Billigwaren an. Es ist schon immens was in so einer riesigen Mall alles angeboten wird. Auf dem Rückweg laden wir unseren Fahrer zum Mittagessen ein und versuchen zu erfahren wie und wo er lebt und wie lange er als Tuck Tuck Fahrer hier in Phnom Penh darbietet. Es ist immer wieder spannend mit den Menschen hier ins Gespräch zu kommen. Unter anderem fragen wir ihn ob er eine gute Dental Clinic kennt, gleich einen Block weiter von unserem Hotel aus befindet sich das RoomChang Dental Hospital. Peter fährt zurück zum Hotel und ich werde von unserem Tuck Tuck Fahrer direkt zur Klinik gefahren. Was für ein Erlebnis, man wird empfangen wie in einem 5-Sterne Hotel, dann soll man in den achten Stock fahren, dort muss man die üblichen Fragen über Medikamente, Allergien etc, ausfüllen, die ID abgeben und schon wird man von einem Zahnarzt begrüßt der mich in ein toll eingerichtetes Behandlungszimmer führt und sich erst jetzt nach meinen Wünschen erkundigt. Rundum versorgt, mit Röntgenbildern und allem, verlasse ich etwa 40 Minuten später die Klinik, das alles für USD 59. Da ich das letzte Mal vor zwei Jahren in Thailand beim Zahnarzt war wurde es höchste Zeit für eine Kontrolle. Natürlich könnte der eine Zahn eine Krone vertragen, aber das kann bis zur nächsten Reise warten. Auch so geht der Nachmittag rum und zum letzten Mal suchen wir ein Restaurant in Phnom Penh. Heute darf es indisch sein und wir erwischen wiederum ausgezeichnetes Essen. Morgen geht es weiter,

]]>

Stadtrundfahrt und Schifffahrt

Stadtrundfahrt und Schifffahrt
Phnom Penh, Cambodia
Phnom Penh, Cambodia Eigentlich haben wir schon alles gesehen in dieser Stadt, trotzdem lassen wir uns von einem Tuck Tuck Fahrer zwei Stunden lang die Stadt zeigen. Das Killing Field und das Foltermuseum soll er aber auslassen, da war ich einmal kurz drin, musste es aber fast sofort verlassen, das muss ich mir nicht nochmals antun. Zunächst fahren wir zum Wat Phnom, welches am anderen Ende auf einem Hügel liegt. Danach gehen wir ein wenig durch den Central Market. Ich frage nach einem I Phone, jedoch gibt es hier nur die I Phone 5 und das habe ich. Der Preis würde stimmen, aber funktioniert es dann auch? Ich will es lieber nicht herausfinden. Beim Königspalast und im Nationalmuseum waren wir schon, also geht die Fahrt weiter zu einem ganz neuen großen Einkaufszentrum, an welchem wir lediglich vorbeifahren. Jetzt kommen wir noch durch einen Stadtteil, welchen wir noch nicht besucht haben. Hier wachsen riesige Wolkenkratzer in den Himmel, ein ganz neuer Stadtteil ist am entstehen, Wir werden wieder zu dem Khmer Restaurant gebracht, in welchem wir gestern bereits sehr gut gegessen haben. Es scheint eine Abmachung zwischen dem Besitzer und den Tuck Tuck Fahrern zu geben, aber das macht nichts, wir wollen sowieso nur eine Kleinigkeit essen. Im Anschluss geht Peter ein wenig zum Hotel zurück und ich besuche einen SPA. Wie werde ich das Zuhause vermissen. Gegen Abend lassen wir uns zum Night Market fahren, um am Mekong ein Schiff zu nehmen, welches uns eine Stunde rund um die Mekong Island und zurück fährt. Sunset Cruise nennt sich das, und bei Dämmerung erst kommen wir zurück zur Schiffstation. Jetzt endlich gehen wir in „mein“ Restaurant direkt am Mekong. Ganz altes Dachgebälk mit offenen Terrassen zum Fluss, Musik und Tanz als Darbietung und wunderbares Essen. Ich frage nach einem Tisch an der Riverfront, und tatsächlich, wir ergattern den letzten freien Tisch ganz vorne. Peter findet zwar die bequemen Sessel viel zu tief unten und zu weit vom Tisch entfernt um zu essen, aber ich bemerke einfach, er solle es doch erst einmal probieren. Nach diesem wunderbaren Essen, ich bestellte mir Chicken Amok, gehen wir denn ganzen Weg entlang dem Mekong zurück zu unserem Hotel. Zweiimal machen wir Rast in einer kleinen Kneipe oder Bar, Cranberrysaft schmeckt hier ausgezeichnet, aber beim zweiten Mal weiß ich einfach nicht mehr wie in noch mehr Wasser in mich hineinschütten soll, ich bestelle einfach Nichts Morgen wollen wir auf die Suche gehen nach den „Shadow Puppets“.

]]>

Silk Island – Insel Reichenau im Mekong

Silk Island – Insel Reichenau im Mekong
Phnom Penh, Cambodia
Phnom Penh, Cambodia Ja wirklich so kommt mir die Insel im Mekong vor, lauter Gemüsefelder, alles grün und bewässert, und natürlich die Maulbeerbäume für die Seidenraupen. Schon die Fahrt mit dem Tuck Tuck und das Übersetzen mit der kleinen Fähre ist ein Erlebnis. Inzwischen gibt es hier sogar ein Visitor Center mit Eintritt, in welchem die Aufzucht der Seidenraupen schön vorgestellt wird. Ein Guide führt uns durch die Anlage und erklärt uns das Vorgehen bei der Aufzucht, danach sehen wir, wie aus 20 einzelnen Kokons ein dünner Seidenfaden entsteht, welcher anschliessend zum Färben und Weben geht. Die verschiedenen Muster und Farben haben Tradition und die Frauen der Insel sind jetzt hier im Center angestellt und weben nicht mehr Zuhause auf den eigenen Webstühlen, wie es noch das letzte Mal war. Der schöne Shop verführt natürlich zum einkaufen, hier weiss man wenigstens dass es wirklich echte Seide ist. Ein hellblauer, ganz dünner Seidenschal wird mich in Zukunft immer an diesen Ausflug auf die Silk Island erinnern. Rund um die kleine Insel werden wir gefahren. Die riesigen Ruderboote beim Tempel sind immer wieder eine Besonderheit. Ich gehe zur daneben liegenden Schule um zu beobachten wie die Kinder hier lernen. Ganz brav sitzen sie auf dem Fussboden und sprechen dem Lehrer in ihrer Sprache etwas nach, keine Ahnung was es ist das sie hier lernen. In der Nähe des Königspalastes werden wir von unserem Tuck Tuck Fahrer in einem kleinen Restaurant „abgeladen“. Hier gibt es ausgezeichnetes Khmer Essen. Ich probiere eine Ananas Suppe mit Prawns, es schmeckt wunderbar. Inzwischen ist auch der Königspalast wieder offen und wir nehmen uns beim Eingang einen Guide der uns alles erklärt. Es lohnt sich wirklich in diesem riesigen Gelände mit den schönen Gebäuden einen Führer zu haben der uns über den König aktuell, über die früheren Könige, ihre Traditionen und die Geschichte etwas erzählen kann. Die Silberpagode darf natürlich auch nicht fehlen. Herzstück dieser Pagoden ist der goldene Buddha in der Mitte mit 2087 Brillanten besetzt. Das ist auch der Grund weshalb die Kambodschaner glauben dass sie bis ins Jahr 2087 ihren Reichtum wieder erlangt haben und es allen Menschen im Land gut geht. Das werden wir nicht mehr erleben…. Gleich in der nächsten Strasse 240 steht „mein“ Mekong Quilt Shop, welchen ich natürlich auch dieses Mal besuchen will. Peter sitzt gleich daneben in einem kleinen Café und ich schwelge wieder einmal in den schönen Quilts und kann mich nur schwer entscheiden welchen ich als Geschenk für Vincent auswählen soll. Heute am internationalen Frauentag gibt es sogar Prozente. Ich habe zwar noch keine Ahnung wie ich diesen Quilt in meinen kleinen Koffer bringe, aber irgendwie muss es gehen. Vor drei Jahren habe ich bereits für Emil in diesem Geschäft eine Decke gekauft, wieviele Reisen hierher muss ich wohl noch machen? Beim Night Market, welchen wir zwar umgehen, steigen wir aus und gehen gemütlich entlang der Hauptstraße am Mekong. Heute haben wir Lust auf Fajitas und Burritos im kleinen mexikanischen Restaurant. Auch dieser Ferientag geht wieder viel zu schnell vorbei.

]]>

Wiedersehen mit einer lebendigen Stadt

Wiedersehen mit einer lebendigen Stadt
Phnom Penh, Cambodia
Phnom Penh, Cambodia Mekong Espress, so heisst die Buscompany mit welcher wir heute wieder sehr komfortabel reisen. Der Minivan entpuppt sich als etwas grösser, wir haben die beiden vordersten Sitze hinter dem Fahrer und nur zwei Paare sind im Bus als wir vor unserem Guesthouse einsteigen. Die Fahrt heute dauert fünf Stunden, unterbrochen durch eine halbstündige Pause in einem kahlen Restaurant an der Straße. Es ist wirklich erstaunlich wie sehr sich Kambodscha, vor allem seine Strassen, verändert hat. Breite Strassen, keine Löcher mehr, mindestens doppelt so viele Autos und vermutlich auch mehr Motorräder als vor drei Jahren. Die etwas grösseren Kinder auf dem Nachhauseweg von der Schule haben ein Handy am Ohr, wie überall in der Welt. Es ist schön so aus dem Bus zu schauen und das Treiben in den Dörfern zu beobachten, Vor Phnom Penh ist die Busstation und wir finden einen netten Tuck Tuck Fahrer zu unserem Hotel Saravoan Royal Palace. Fast nicht zu finden in einem Innenhof hinter dem Nationalmuseum, wunderhübsch mit einem Atrium mit Seerosen, Tischen fürs Frühstück und das Zimmer mit einer zusätzlichen Sitzecke, Das Museum schließt um 17 Uhr, also beeilen wir uns um die paar Schritte zum Museum zu gehen und am ersten Tag in Phrom Penh nochmals in die Geschichte dieses Landes einzutauchen. Nachdem wir jedoch das schönste Museum des Landes in Siem Reap gesehen haben und natürlich die Tempel in Angkor, erscheint dieses Museum nicht mehr ganz so überwältigend. Im hinteren Teil riechen wir den Geruch von Hausschwamm, wohl bekannt für uns, da werden sie noch viel unternehmen müssen um dieses alte, schöne Gebäude zu retten. Der Garten selber in der Mitte des Museums ist nach wie vor sehr schön und eine seltene Augenweide. Eine Tanzshow würde hier auch angeboten aber wir finden beide, dass wir durch unsere Privatshow in Siem Reap das Top erreicht haben und keine zusätzliche Performance mehr sehen möchten. Einzig die Schattenpuppen habe ich noch nie gesehen, diese werden jedoch in einem anderen Theater dargeboten, die nette Dame am Schalter schreibt mir den Namen auf, Jetzt geht es zum Mekong und dieser Straße entlang mit ihren Geschäften, Restaurants und natürlich meinem Silk-Shop mit der netten Dame, welche für uns gleich wieder Bustickets organisiert. Im achten Stockwerk des einen Hotels besuchen wir die Skybar mit Aussicht über den ganzen Mekong (vielmehr den Teil der von hier aus einsehbar ist). Ein leichter Wind weht und Peter muss endlich mal nicht über die Hitze klagen, Weiter vorne, bei „meinem“ Franzosen „La Croisette“ essen wir wunderbar und der Schweizer Kellner, der hier schon seit sechs Jahren „hängen geblieben“ ist bedient uns aufs beste. Das Treiben auf der Straße ist lustig zu schauen. Natürlich kommen auch wieder die Kinder um ihre geknüpften Armbänder zu verkaufen, sie sprechen teilweise ein ausgezeichnetes Englisch. Müde nach diesem ersten Tag in Phrom Penh sinke ich ins Bett und freue mich auf morgen.

]]>

Market und Fledermäuse

Market und Fledermäuse
Krong Battambang, Cambodia
Krong Battambang, Cambodia Ein gemütliches Frühstück am Swimmingpool, so lässt sich dieser Ferientag beginnen. Da es hier für Peter zu heiß ist nehmen wir ein Tuck Tuck zum Central Market obwohl es zu Fuß gar nicht weit wäre. Ein wenig bummeln wir durch den Markt und die umliegenden Strassen, bis wir wieder in einem Restaurant etwa trinken. Ich lasse Peter hier sitzen und suche einen Friseur um mir die Haare waschen zu lassen. Es gibt hier nicht mehr wirklich viel zu sehen ausser den üblichen Straßen mit den kleinen Geschäften und ab und zu einem Restaurant. Hunger haben wir keinen und Peter hat keine Lust bei dieser Hitze irgendwo hin zu gehen. Das Battambang Ressort liegt weit draußen vor der Stadt und hat ein schönes Restaurant neben einem Swimmingpool, ich habe die Idee dass wir dorthin fahren könnten. Zunächst das Verhandeln mit dem Fahrer, auch wie üblich will er zunächst viel zu viel. Dann geht die Fahrt über die Felder und die Landstraße bis zum Battambang Ressort wo ich das letzte Mal untergebracht war. Nach wie vor ein schönes Fleckchen. Gemütlich sitzen wir hier und plaudern bis uns unser Fahrer wieder abholt um in unser Guesthouse zu fahren. Ein wenig schwimmen, ein Mittagsschlaf, jetzt sind wir bereit um erneut zu den Fledermäusen zu fahren. Vor der Höhle stehen inzwischen viele Tische und Stühle, damit man ganz bequem dem Spektakel zusehen kann. Eine Hinweistafel gibt es inzwischen auch welche informiert dass etwa eine Million Fledermäuse in dieser grossen Höhle wohnen und jede Nacht 50 km weit fliegen um Insekten von den Reisfeldern zu fressen. Das hilft den Bauern extrem, werden so doch etwa 2’000 Tonnen Reis davor bewahrt von den Heuschrecken gefressen zu werden. Von dieser Art Fledermäuse gibt es nur noch etwa an drei bis fünf Orten in Kambodscha Populationen. Und jetzt kommen die ersten aus der Höhle, schon bald sieht man Tausende am Himmel als „Wolke“ vorbeifliegen. Es dauert gut eine halbe Stunde bis alle Tiere aus der Höhle draußen sind und in dieser Zeit gibt es keine Lücke im Schwarm. Man kann sogar ganz deutlich den stinkenden Geruch wahrnehmen, der von diesen Nachttieren ausgeht. Ein Spektakel das man sonst in dieser Form nicht zu sehen bekommt. Da wir beide kaum Hunger haben halten wir nicht wie vorgesehen bei einem Restaurant sondern fahren direkt wieder zur Sangker Villa um noch zu schwimmen und nur eine Kleinigkeit zu essen.

]]>